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Diskutiere im Thema Verständnis für den Freund (nicht Partner!) im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Yvi


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    Verständnis für den Freund (nicht Partner!)

    Hallo Ihr Alle,

    ich bin seit heute ganz neu hier im Forum, hab mich auch schon mal ein bißchen umgesehen, damit ich Euch mit der Frage nicht evtl. zum 100sten Mal löchere .

    Ich hab jetzt zwar viel über Partnerschaftsprobleme gelesen, aber da bei mir nicht mein Partner, sondern "nur" mein guter Freund betroffen ist, hoffe ich trotzdem, dass ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt.

    Ich kenne meinen besten Freund nun seit ca. 3 Jahren, die ersten beiden Jahre haben wir uns nur sporadisch getroffen, seit einem Jahr treffen wir uns regelmäßig, machen viel Sport miteinander, treffen uns teilweise auch zu viert (incl. Partnern) - eine ganz normale, engere Freundschaft halt.

    Ich wusste schon seit einiger Zeit, dass sowohl der Freund als auch sein Kind von ADHS betroffen sind. Muss aber gestehen, dass ich mir unter ADHS scheinbar immer das Falsche vorgestellt habe (nennt mich naiv, aber ich dachte immer, dass es sich so äußert, dass er mir vielleicht nicht richtig zuhört, sich nicht auf mich konzentriert oder ggf. recht "rumzappelt"). Mit viel mehr Symptomen habe ich mich bisher (leider) nicht beschäftigt.

    Wir hatten in den letzten Wochen sehr große Probleme miteinander - bis hin dass ich ihm damit gedroht habe, den Kontakt abzubrechen, weil er immer und immer wieder Termine abgesagt, vergessen, verschoben hat und keinerlei Rücksicht drauf genommen hat, dass ich dadurch ggf. z.b. ja auch andere Freunde "versetzt" habe. Das ging soweit, dass ich die Schuld bei mir gesucht hab - melde ich mich zu oft bei ihm? Bin ich ihm lästig? Will er vielleicht den Kontakt nicht mehr und "schleicht" sich halt raus, indem er immer wieder Treffen platzen lässt" usw. Ich habe schon ein paar mal mit ihm gesprochen, ob es wirklich nicht an mir liegt - und er hat jedes Mal vehement verneint (und ohne das ADHS-Wissen, habe ich es ihm allerdings jedes Mal weniger geglaubt).

    Auch als in seiner Arbeit die beinahige Kündigung angestanden ist, hab ich es nicht kapiert, dass es evtl. mit dem ADHS zusammenhängen muss. Ich kannte ihn halt nur als "unzuverlässig".

    Ich habe ihm dann vor einigen Tagen die Pistole auf die Brust gesetzt und habe dabei erfahren, dass er seit ein/zwei Wochen eine Therapie begonnen hat (u.a. weil auch seine Frau meinte, dass es so nicht mehr weitergeht) und erst durch dieses Gespräch mit ihm, ist mir bewusst geworden, dass die "Zerstreutheit" mit
    ADHS zusammenhängt und ich habe angefangen mich ein bißchen in die Thematik ADHS einzulesen.

    Seit ich das weiß und jetzt auch den Zusammenhang sehe, gehts mir um einiges besser, weil ich mir sagen kann, dass er es nicht absichtlich macht und dass die Zerstreutheit nicht einfach nur Rücksichtslosigkeit oder Desintersse ist, sondern wirklich damit zusammenhängt.

    So, ich fürchte, jetzt habe ich Euch das Ohr abgekaut .
    Aber nun meine Fragen - Wie gehe ich als Freundin mit ihm um, sprich, wie kann ich ihm helfen - ohne dass es für ihn so aussieht, wie wenn ich ihn "bemuttern" will oder es nur aus Mitleid mache? Er steckt zudem gerade in einer ganz schwierigen Zeit (massive Probleme in der Arbeit, familiäre Probleme...), er wirkt sehr depressiv und ich möchte ihm einfach beiseite stehen und keine Fehler machen (denn ich fürchte, ihm mit Kontaktabbruch zu drohen, war wohl eh schon der größte Fehler den ich machen konnte). Für mich steht einfach fest, dass ich die Freundschaft nicht aufgeben möchte, auch wenns hart wird (und ich mich sicherlich noch 100x über die geplatzen Treffen ärgere . Ich bin für Tipps wirklich dankbar!


    Viele Grüße von der
    Yvi

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Verständnis für den Freund (nicht Partner!)

    Hallo Yvonne!

    Yvi schreibt:
    Wie gehe ich als Freundin mit ihm um, sprich, wie kann ich ihm helfen - ohne dass es für ihn so aussieht, wie wenn ich ihn "bemuttern" will oder es nur aus Mitleid mache?
    Am Bessten, indem Du ihn genau so behandelst, wie Du's bisher getan hast. Wenn Du einfach nur (natürlich ohne Deine eigenen Verpflichtungen zu vernachlässigen) ur Verfügung stehst, wenn er Dich braucht, dann reicht das voll und ganz.

    Yvi schreibt:
    Er steckt zudem gerade in einer ganz schwierigen Zeit (massive Probleme in der Arbeit, familiäre Probleme...), er wirkt sehr depressiv und ich möchte ihm einfach beiseite stehen und keine Fehler machen (denn ich fürchte, ihm mit Kontaktabbruch zu drohen, war wohl eh schon der größte Fehler den ich machen konnte). Für mich steht einfach fest, dass ich die Freundschaft nicht aufgeben möchte, auch wenns hart wird (und ich mich sicherlich noch 100x über die geplatzen Treffen ärgere . Ich bin für Tipps wirklich dankbar!
    Teil ihm und seiner Frau mit, dass das mit dem angedrohten Kontaktabbruch nicht so gemeitnt war und Du (bzw. Du und Dein Mann) weiterhin gewillt bist, die Freundschaft fortzusetzen.

    Gruß
    icke!

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