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Diskutiere im Thema Bin neu hier, nun Ex-Partner einer Betroffenen stellt sich vor im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 12

    Bin neu hier, nun Ex-Partner einer Betroffenen stellt sich vor

    Hallo zusammen

    Ich war etwa 7 Jahre mit einer wunderbaren Frau sehr gut befreundet.
    Etwa zu gleichen Zeit sind unsere Beziehungen unabhängig gescheitert.
    Wie das Leben so spielt...wir kamen da zusammen.
    Wir waren uns ja schon seid Jahren sehr sympatisch, hatten eine innere Verbundenheit.
    In diesem Jahr hatte ich mit ihr Erfahrungen sammeln können, die so ziemlich dem entsprechen, wenn man alles was ich hier im Forum bisher gelesen habe in einen Topf schmeißt und mit 100 multipliziert.
    Es war verdammt hart, weil ich ihr Verhalten, ihre Reaktionen usw. gar nicht zuordnen, verstehen konnte.
    Von einen auf den nächsten Augenblick...von tiefer Zuneigung zum "Rühr mich nicht an".
    Plötzliche depressive Stimmungen, dann wieder Hochgefühle.

    Manchmal ein falsches Wort, eine Geste...und sie blockte, weinte.

    Es war etwas, was ich bisher nie kannte.

    Diese extremsten Zustände in dieser Form, ergaben sich immer nur, wenn externe Stressfaktoren da waren, wie es ging was beim Renovieren schief, oder andere schlimmere Dinge auch.
    Manchmal hatten wir beziehungstechnisch auch Kleinigkeiten, was normal ist.
    Aber nie richtig Streit,da wir beide sehr harmoniesüchtig sind und es immer so gehalten haben,dass man alles "wie vernünftige Menschen" regeln wollten.

    Eigenartigerweise war es bei ihr immer so, dass alle Stimmungsschwankungen, emmotionalen
    Ausbrüche sich immer nur mir gegenüber zeigten, sozusagen "gegen mich gerichtet" waren.
    Was natürlich nicht so gemeint war, aber ich als Partner war nun mal derjenige,der ihr emmotional am nächsten stand...man ist da automatisch ein Ventil, oder so was in der Art.

    Und da ich diese Extremszustände nicht einordnen konnte, nicht verstehen wollte, habe ich zwar menschlich...aber den mir nun bekannten Umständen....so falsch wie es nur geht, reagiert.
    Weil ich sie so sehr liebe.

    Ich habe die Stimmungs-/Gefühlsschwankungen "persönlich" genommen.
    Hab in mir die Schuld gesucht.
    "Was hast du"..."Was habe ich denn nun wieder gesagt...getan".
    Usw...usw.

    Bin ihr hinrerhergelaufen, wollte trösten, für sie da sein...obwohl sie eigentlich momenran Ruhe haben wollte,was ich in dem Augenblick nicht verstand.

    Ach da könnte man vieles hier aufführen.
    Die meißten, oder Alle von euch kennen das ja.

    Sie hat KEINE Diagnose.
    Sie hat aber immer wieder erwähnt,dass man bei ihr seid der Kindheit ADHS "vermutet".
    Ihr Sohn hat ADHS und nahm bis vor kurzem Ritalin.

    Bei ihr sind so ziemlich ALLE Symtope vorhanden, nebst bekannten Nebenerscheinungen.
    Schwere depressive Phasen, starke Hormonschwankungen, Unruhe, ins Wort fallen, unorganisiert....ach einfach alles was man so liest.

    Im Februar ist sie dann aus der Beziehung "ausgebrochen".
    Sie konnte es emotional nicht nicht mehr packen.

    Sie sagte, dieses emotionale auf und ab, dass sie mich mal ganz fest halten...dann am liebsten wieder wegstoßen würde,dass sie mir damit auch weh tut...und überhaupt, redet sie sich ein,dass sie durch diese Stimmungs- und Emotionsschwankungen beziehungsunfähig sei.

    Sie fragte immer und immer wieder,wieso ich das "mit mir machen lasse".

    Meine Antwort..."weil ich dich liebe.In guten, aber erst recht in schlechten Tagen.Und die stehen wir gemeinsam durch"

    Sie sagte nur, sie würde es mit sich selber so nicht aushalten, das mit sich machen lassen.

    Schlußendlich hat sie auf die Trennung "bestanden".
    ABER....bis vor etwa 3 Wochen hatten wir sehr regen Kontakt.
    Waren für Tage,mal für Wochen wieder ein Paar.
    Ich habe auch schon 3 Wochen am Stück wieder da geschlafen,wir führten ein fast "normales" Beziehungsleben.
    Bis wieder etwas schief ging im Alltag (Renovierung) und das sie wieder so stark runtergezogen hat, dass sie alles an Frust "an mir ausließ", mich wegstoß und sich völlig versteifte.

    Diese Situationen haben wir seid der offiziellen Trennung immer und immer wieder gehabt.

    Dann kommt wieder so was, wie...das was wir "machen" das darf nicht sein, das gehört sich nicht, ist für uns beide emotional nicht gut....usw.

    Wir hatten uns auch schon über mehrere Wochen "heimlich" getroffen, wegen der Kinder, dem Bekanntenkreis, waren sehr liebevoll und zärtlich...sie sagte dabei immer wieder, dass sie selber sich nicht im Klaren ist,ob sie wieder eine Beziehung mit mir eingehen möchte oder nicht.

    Hat nachdem wir wieder sehr innige Zeiten verbracht haben, starke Schuldgefüle, dass wir BEIDE uns wieder Hoffnungen machen...auf einen Neuanfang.

    Ein ewiges auf und ab.
    Ewiges hin und her.

    Ich hab ihr gesagt...wir können irgendwie nicht miteinander....aber erst Recht nicht ohne einander.

    Sie stimmt dem zu.

    Und...obwohl fast halbes Jahr getrennt...wir sind uns BEIDE noch "treu".

    Wenn...dann halt nur wir beide,miteinnder.

    Sie hat einen guten Freund, mit dem sie mal vor unserer Beziehung eine kurze Affäre hatte,der es immer und immer wieder versucht.
    Sie blockt ihn ab,"heult" sich dann bei mir aus, dass er es wieder mal versucht hat, bei Feten und so, und dass es sie ärgert dass er das nicht rafft dass sie nur Freundschaft mit ihm will.
    UND....einmal hat sie dann zu mir gesagt "Aber das hat ja nichts mit uns zu tun"
    Wohlbemerkt...wir sind seid Februar getrennt !!!

    Oh man...ich vergaß,dass das hier ein ADHS-Forum ist und kein Beziehungsforum.
    Sorry

    Aber bei uns greift das alles ineinander.

    Fakt ist....wir lieben uns und mein Unwissen, damit "richtig" umzugehen, was es bedeutet,wenn die Frau die man über alles liebt, ein wie ich finde schwerer Fall von ADHS-Betroffener ist, hat letzendlich dazu geführt, dass unsere Beziehung nicht gerade "einfacher" wurde.

    Sie ist bis heute nicht "einsichtig", dass sie ADHS hat, dass man sich Hilfe holen kann.

    Ihr Standardsatz ist immer nur..." Wir passen einfach nicht zusammen"

    Da ich selber fast zerbrochen bin an dem hin und her, auf und ab, geliebt und zurückgewiesen zu werden....habe mich durchgelesen im Internet,in verschiedenen Foren über Bipolare Störungen,ADHS erkundigt, schlau gemacht...über Monate.

    Ich wollte einfach nur verstehen...wieso...weshalb... reagiert sie so oder so,in dieser ider jener (Lebebs) Situation.
    Ich wollte auch für mich klären,was habe ich falsch gemacht, getan, dass sie ganz plötzlich anfängt zu weinen, sich versteift.

    Denn dass Letzte was man als Liebender will...dass seine Partnerin leidet wegen einem...verletzt wird.
    Und ehrlich...bei meiner Traumfrau ist es so was von heftig jedes Mal...

    Und wie oben erwähnt....ja...ich habe oft falsch reagiert und gehandelt,menschlich verständlich, weil ich sie liebe und es damals nicht besser wusste.
    Aber ich habe in den letzten Monaten so viel dazu gelernt.

    Es gibt nun mal einiges,als Partner,der nicht ADHS hat,was man wissen muss um einiges nicht "falsch" zu verstehen....nicht " falsch" zu handeln, was das Leben mit so einer liebebswerten,besonderen Klassefrau erleichter....wenn man bereit ist sich darauf "einzulassen".

    Ich war und bin es immer noch.
    Ich war es auch schon in der schwierigen Zeit, als ich noch nicht wusste...es nicht zuordnen konnte..."was da passiert"...ein Jahr im "unklaren".
    Denn ich liebe sie über alles.
    Sie liebt mich genauso.
    Trotz immer wiederkehrender kurzer "Kommunikationspausen" seid der Trennung hat sie immer und immer wieder Kontakt nach kurzer Zeit aufgenommen, wie gerade eben wieder.
    Sie will mich sehen, leidet.
    Ich aber habe gelernt...nicht aufdringlich hinterherlaufen,"nerven".
    Wenn sie ihre Ruhe vor mir braucht, ihren Abstand...dann lasse ich ihr die Zeit.
    Dass habe ich früher leider nicht gemacht.
    Dass hat sie noch weiter von mir weggetrieben...sie hat sich entfernt.
    Heute verstehe ich das...wieso...weshalb.
    Hoffe es ist nicht ganz zu spät.

    Ein Satz, den habe ich mir eingeprägt:
    Wer liebt, der muss auch loslassen können.
    Denn was zusammen gehört, findet zueinander und kommt auch zurück.

    Das trifft vielleicht auch allgemein auf die Liebe zu.

    Ich habe aber festgestellt,dass es ganz besonders (zumindest bei uns) auf die Liebe zu einem ganz besonderen Frau zutrifft...MEINER "Traumfrau"....und was solls....sie hat ja "nur" ADHS....ist das ein Problem ????
    Für mich nicht....mehr seid ich das verstanden habe ;-)

    Die Zukunft wird zeigen, ob wir wieder zueinander finden.
    Es kann nun aber nur noch besser werden....denn zumindest ICH...weiß jetzt mit umzugehen.

    Danke dass ich hier sein darf :-)

  2. #2
    Merħba

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 447

    AW: Bin neu hier, nun Ex-Partner einer Betroffenen stellt sich vor

    Wow, sehr umfangreiche Vorstellung! Dann auf jeden Fall mal herzlich willkommen!
    Das was du so beschreibst dürften denke ich die meisten hier kennen, wenn auch aus der anderen Perspektive. Hut ab dass du das so konsequent mitmachst, nach solch einem Partner suchen viele von uns noch

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Bin neu hier, nun Ex-Partner einer Betroffenen stellt sich vor

    So.
    Aus dem Bereich für die Vorstellung neuer Mitglieder raus und hierhin liebe Leute ;-)


    Ich bedanke mich aus tiefsten Herzen noch einmal bei allen, die sich an der Diskussion beteiligen und mir ihre ehrliche Meinung sagen bzw. schreiben.

    Als erstes möchte ich anmerken, dass ich meine Ex niemals mit irgendwelchen Vermutungen, laienhaften Diagnosen oder "laß mich dir helfen" Sprüchen auf die Nerven gegangen bin.

    Sie hat von sich aus immer wieder "nebenbei" erwähnt, dass "man" ...wer das auch immer war...bei ihr ADHS vermutet hat.

    Ich würde es mir nie anmaßen, als Laie, irgendwelche Diagnosen stellen zu wollen.

    Ich wollte, wie schon erwähnt, verstehen lernen, wieso diese Frau, die mir als Mensch insgesamt schon immer wichtig war, in einigen Situationen so oder so reagiert.

    Als wir über 7 Jahre "nur" befreundet waren, ohne diese sehr große emotionale Bindung (Liebe), kam das ganze ja gar nicht so hervor.
    Klar...sie war aufgedrehter, hibbeliger, chaotischer als andere, die ich kannte.
    Aber so richtig bewußt, und zwar seeeehr schnell, wurde es mir als wir ein Paar wurden.

    Als ich anfing im Internet nach Informationen zu suchen, gab ich instinktiv in Google als Suchwort "Achterbahn der Gefühle" ein...was besseres als Umschreibung fiel mir erst mal nicht ein ;-)

    Ohne zu wissen, dass das ein "bekannter" begriff ist.....ich bin sehr schnell fündig geworden berreffend Infos -> Bipolare Störung und Borderline.

    Ich habe mich sehr mit diesem Thema beschäftigt und auseinandergesetzt.

    Für mich selber auch deswegen interessant, weil der Ex-Mann meiner Ex-Freundin diese Diagnose hat !
    Sie hatte mir verdammt vieles aus den letzten 6 Jahren der Ehe erzählt, was für "Zustände" bei ihnen zu Hause herschten, wie sie und die beiden Kinder darunter gelitten haben.
    Wie sie am Ende ihrer Kräfte war, wie sie nachher gefühlstechnisch ALLE Empfindungen abgeschaltet hat...nur noch funktionierte, um nicht emotional völlig kaputt zu gehen.

    Im letzten Jahr der Ehe hat der Ex-Mann erst eine Therapie begonnen.
    Sie beide haben in ihrem Haus aber in den letzten ca. 3 Jahren auf getrennten Etagen gewohnt.
    Sie sagte, es ging nicht mehr.
    Das wäre nur noch eine Ehe auf dem Papier gewesen...wegen Existenzängsten, wegen dem Haus, aber vor allem wegen der Kinder.

    Ob das richtig war, aus diesen Gründen eine "Ehe" wie diese fortzuführen....darüber maße ich mir kein Urteil an.

    Erst als rauskam, dass der Ex-Mann 100.000 Euro Schulden durch Kaufrausch hintenherum angehäuft hat, das Haus auf dem Spiel stand, der Mann verbal aufs übelste mit ihr und den Kindern umging...täglich...hat sie die Notbremse gezigen.
    Trennung, später Scheidung und der Ex-Man begab sich mehr oder weniger in Vollzeittherapie in eine Klinik, die er erst nach Monaten nur am Wochenende verlassen durfte.

    So...wieder etwas vom eigentlichen abgekommen ;-)


    Also ich habe mich auch sehr intensiv über Bipolare Störungen und Borderline informiert.

    Außerdem auch allgemein über Depressionen.
    Meine Ex hatte nämlich auch öfters, wie üblich, "nebenbei" erwähnt "Ich glaube langsam ich bin wirklich depressiv".

    Sie führte das aber immer nur darauf zurück, da sie hypersensibel ist, sie mit einigen "Macken" von mir so ihre Probleme hat....würde sie DAS immer so runterziehen....weil sie der Meinung war, wir wären zu früh zusammengekommen nach der Trennung vom Ex-Mann (ca, 4 Monate).

    Zur Info für Euch....ja, es geht noch weiter.

    Ihre Mutter leidet seid etwa 30 Jahren an teilweise schweren Depressionen.
    Sie erzählte, dass sie sich erinnern kann als sie als Teenie aus der Schule kam, dass ihre Mutter
    teilweise nur noch auf der Couch lag und die Decke angestarrt hat.
    Sie hätte nicht mal den normalen Alltag "auf die Reihe gekriegt".

    Die Schwester meiner Ex-Freundin ist schwer depressiv.
    Sie war bereits ein mal vor Jahren in einer Langzeittherapie.
    Letztes Jahr hat diese Schwester ein Frühchen zur Welt gebracht,was nach einer Woche leider verstarb.

    Meine Ex und ich waren diese Woche über fast durchgehend an der Seite der Schwester.
    Auch in der Nacht, als das Baby verstarb.
    Wir saßen die ganze Nacht mit ihrer Schwester, dem toten Baby auf den Arm...und haben uns so von dem kleinen verabschiedet...gleichzeitig Beistand versucht zu leisten.

    Danach verfiel die Schwester, schon eh vorbelastet, in tiefste Depression.
    Sie ging ganz freiwillig zum Arzt, um sich helfen zu lassen.

    Diese eine Woche, das Abschied nehmen von dem toten Kind...das hatte meine Ex auch aus der Bahn geworfen.

    Sie hatte vor Jahren ihren Zweitgebohrenen eine Woche nach der Taufe durch plötzlichen Kindstot verloren.

    Was meine Ex-Freundin bis heute schon alles erlebt hat....sorry wenn ich das so direkt sage...da hätten sich andere schon längst einen Strick genommen - sagt man so.

    Und sie hat (meint sie) das alles...(und es gäbe noch mehr zu erzählen...oh ja)...das alles hat sie verarbeitet, ohne professionelle Hilfe, ganz alleine.

    Ich habe keine Ahnung, was menschliche Psyche alles verarbeiten kann.
    Aber vor dieser Frau ziehe ich den Hut...nicht nur weil ich sie liebe.

    Oh je...ist wieder viel zu lesen für euch ;-)

    Trotzdem...ich finde es sind Dinge, die man wissen sollte, wenn man sich eine Meinung bilden möchte.

    Ich hoffe, es kommen noch ganz viele eurer ehrlichen Meinungen.

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.858

    AW: Bin neu hier, nun Ex-Partner einer Betroffenen stellt sich vor

    Benny1968 schreibt:
    der Ex-Mann meiner Ex-Freundin diese Diagnose hat
    Empathie. Das ist nichts außergewöhnliches, obwohl sich ADHS-BL und ADS gern zueinander gesellen, weil das erwähnte Chaos dadurch vermeidet werden würde.

    Benny1968 schreibt:
    wegen der Kinder.
    Die Kinder leiden an den "getrennten Etagen" mehr als an einer totalen Trennung, das am Rande.

    Benny1968 schreibt:
    Sie führte das aber immer nur darauf zurück, da sie hypersensibel ist, sie mit einigen "Macken" von mir so ihre Probleme hat....würde sie DAS immer so runterziehen....weil sie der Meinung war, wir wären zu früh zusammengekommen nach der Trennung vom Ex-Mann (ca, 4 Monate).
    Stimmt, Hypersensibilität hörst sich besser an, als Boderline. Und dass Du Schuld bist, ist natürlich in den Augen einer BL auch selbstverständlich. Aber, sie sagt das nicht nur, sie denkt auch so.

    Benny1968 schreibt:
    Ihre Mutter [...] Die Schwester
    Bitte bedenke, dass das hier ein komplett öffentlicher Bereich des Forums ist.

    Benny1968 schreibt:
    Diese eine Woche, das Abschied nehmen von dem toten Kind...das hatte meine Ex auch aus der Bahn geworfen.
    Immer sind die Anderen schuld. Jetzt ist es das tote Kind.

    Benny1968 schreibt:
    Sie hatte vor Jahren ihren Zweitgebohrenen [...]
    Du sagst selbst, dass Deine Exfreundin durch den Tod des Kindes depressiv geworden sei. Ich würde Dich bitten, dieses Thema nicht so ausführlich zu beschreiben, denn auch Andere werden dadurch getriggert. Ich selbst habe eine Fehlgeburt erlebt und bin auch noch nicht ganz darüber hinweg, obwohl es bald 9 Jahre her ist.

    Benny1968 schreibt:
    Und sie hat (meint sie) das alles...(und es gäbe noch mehr zu erzählen...oh ja)...das alles hat sie verarbeitet, ohne professionelle Hilfe, ganz alleine.
    Und das geht nicht. Das, was sie im erwachsenen Alter erlebt hat, kann man schon selbst verarbeiten. Aber Du schreibst, dass da noch mehr war. In ihrer Kindheit? Das nehme ich nämlich an.

    Benny1968 schreibt:
    Trotzdem...ich finde es sind Dinge, die man wissen sollte, wenn man sich eine Meinung bilden möchte.
    Du hebst Deine Exfreundin auf ein Podest und betest sie an. Das habe ich auch getan, bis mir klar wurde, dass sie mich kaputt gemacht hat.

    Ich hole mal ein Zitat nach unten:

    Benny1968 schreibt:
    Als wir über 7 Jahre "nur" befreundet waren, ohne diese sehr große emotionale Bindung (Liebe), kam das ganze ja gar nicht so hervor.
    Du solltest sie so sehen, wie sie sich in der Öffentlichkeit gibt, wie sie also in diesen 7 Jahren war. Ich nehme an, sie hat Dich vor der Beziehung um den Finger gewickelt. Dieses Bild würde ich in Erinnerung behalten. Alles, was danach kam, würde ich vergessen.
    Geändert von Steintor (17.08.2013 um 15:42 Uhr)

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Bin neu hier, nun Ex-Partner einer Betroffenen stellt sich vor

    Danke Steintor, für deine ehrlichen Antworten und auch für einige Hinweise.

    Ich denke nicht, dass ich meine Ex-Freundin auf ein Podest hebe und sie anbete.
    Zumindest nicht mehr oder weniger, als es eigentlich (meine persönliche Meinung), eigentlich jeder Mann tun sollte, bei einer Frau die er liebt.

    Oh je...da werden jetzt einige Männer hier mächtig verständnislos ihren Kopf schütteln....und die Frauen ein breites Grinsen im Gesicht haben

    Eines stimmt...ich lasse auf diese Frau als Mensch, als Freundin und als Partnerin nichts kommen.
    Habe ich vor unserer Beziehung die ganzen Jahre nicht gemacht, tue es jetzt auch nicht.

    Trotz allem, was gewesen ist, halte ich sie immer noch für einen wunderbaren Menschen.

    Sie ist nun mal ein "besonderer" Mensch, sonst würde ich mir erst gar nicht die Mühe machen, "das Ganze" verstehen zu wollen, nicht um sie und die Beziehung kämpfen und versuchen eine Lösung...einen gemeinsamen Weg zu finden.

    Mag sein, dass mich einige für naiv, bekloppt oder was weiß ich halten.
    Vielleicht bin ich noch nicht weit genug unten...obwohl ich eigentlich mächtig down bin.

    Aber zum Glück halte ich mich trotz meiner momentanen Gefühlslage, immer noch für einen starken Menschen, der mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität steht.

    Ich habe halt nun eine für die heutige Zeit wohl sehr konservative Denkweise.

    Die habe ich schon hier geschrieben.
    "In guten wie in schlechten Tagen"...daran glaube ich immer noch.

    Und ich halte immer noch zu ihr, in diesen für uns beide schlechten Tagen.
    Das weiß sie auch...sie kennt mich ja gut genug ;-)

    Und egal was kommt, es gibt keine Unwegbarkeiten,Probleme, die man nicht gemeinsam bewältigen kann...und wenn einer der beiden momentan nicht ganz an der Seite des anderen "kämpfen" kann....dann übernimmt halt kurzzeitig der andere den Part mit.
    So lange wie die Kraft reicht.

    Ich weiß dass sie leidet, unter der Trennung, die sie zwar wollte, aber nicht aus Mangel an Gefühlen.
    Ich weiß aus dem Zusammenleben mit ihr, dass sie unter ihren Stimmungsschwankungen, ihren Hochs und Tiefs, ihrer mangelnden Organisation leidet.
    Und ich werde, wenn sie es immer noch möchte, ihr meine Hand hinhalten...und das sagen, was ich schon öfters zu ihr sagte "Gemeinsam sind wir stark"

    Es liegt jetzt an ihr, ob sie meine Hand nimmt.

    Ich kann ihr nur zur Seite stehen, hinter ihr stehen, versuchen ihr Kraft zu geben.

    Sie aber muss die Entscheidung selber treffen.

    Die sie ja schon mal getroffen hat.

    Ob sie mit mir den steinigen Weg des Lebens gehen möchte.

    Und die Entscheidung, sich endlich Gewissheit über das zu holen, was sie hat, damit sie sich dann auch endlich "selber versteht"....denn sie sagt ja, das tut sie manchmal nicht.

    Und da sie ja unter ihren "Macken" wirklich sehr leidet...geht es ihr mut einer Therapie, vielleicht mit Medikamenten, wenigstens etwas besser.
    Und sie kann sich auch besser in einer Partnerschaft "fallen lassen"...das konnte sie nämlich zwischendurch sehr gut. Und das tat ihr gut.
    Denn in der Ehe die letzten Jahre kannte sie das nicht.
    Geliebt zu werden...und Liebe zu schenken....das wurde ihr fremd.
    Und sie sehnt sich so sehr danach.

  6. #6
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.858

    AW: Bin neu hier, nun Ex-Partner einer Betroffenen stellt sich vor

    Benny1968 schreibt:
    Ich denke nicht, dass ich meine Ex-Freundin auf ein Podest hebe und sie anbete.
    Zumindest nicht mehr oder weniger, als es eigentlich (meine persönliche Meinung), eigentlich jeder Mann tun sollte, bei einer Frau die er liebt.
    Klar. Nur rate ich Dir, Deine Liebe allmählich zu konservieren. Sollte Deine Expartnerin tatsächlich Boderlinerin sein, was ich nicht beurteilen kann, dann - sei mir nicht böse, dass ich das schreibe - dann wird sie Dir nie das geben können, was Du ihr zu geben bereit bist. Sie wird Dich nicht lieben können.

    "Ich hasse Dich, verlass mich nicht"

    Benny1968 schreibt:
    Trotz allem, was gewesen ist, halte ich sie immer noch für einen wunderbaren Menschen.
    Das mache ich auch.

    Benny1968 schreibt:
    Sie ist nun mal ein "besonderer" Mensch, sonst würde ich mir erst gar nicht die Mühe machen, "das Ganze" verstehen zu wollen, nicht um sie und die Beziehung kämpfen und versuchen eine Lösung...einen gemeinsamen Weg zu finden.
    Das finde ich sehr gut, denn sie braucht Dich. Das würde ich ihr zeigen. Wie Du das ihr zeigen könntest, weiß ich nicht. Vielleicht nur da sein und kommen, wenn sie ruft.

    Um die Beziehung kämpfen, darfst Du nicht. dann machst Du den letzten Rest kaputt, den sie noch für Dich empfindet. Sie wei0ß nämlich, dass Du sie liebst. das musst Du ihr nicht mehr sagen. Aber warte jetzt, bis Du mit ihr in Kontakt tritts.

    Das mit dem Grillen meine ich Ernst. das ist jetzt das Einzige, was Dir helfen könnte, um mit Deinen Gefühlen klar zu kommen.

    [QUOTE=Benny1968;399466]Mag sein, dass mich einige für naiv, bekloppt oder was weiß ich halten.
    Vielleicht bin ich noch nicht weit genug unten...obwohl ich eigentlich mächtig down bin.[/quote9

    Ich habe 15 Monate gebraucht. Allerdings habe ich schon lange vor der Trennung mit dem Entlieben begonnen.

    Benny1968 schreibt:
    "In guten wie in schlechten Tagen"...daran glaube ich immer noch.
    Das sollten aber 2 Menschen beherzigen.

    Benny1968 schreibt:
    Und ich halte immer noch zu ihr, in diesen für uns beide schlechten Tagen.
    Das weiß sie auch...sie kennt mich ja gut genug ;-)
    Und dass sie es weiß, halte ich für gefährlich. Nun kann sie mit Dir spielen.

    Benny1968 schreibt:
    Und egal was kommt, es gibt keine Unwegbarkeiten,Probleme, die man nicht gemeinsam bewältigen kann...und wenn einer der beiden momentan nicht ganz an der Seite des anderen "kämpfen" kann....dann übernimmt halt kurzzeitig der andere den Part mit.
    Aber vergiss dabei nicht, dass sie mit Dir keine Beziehung führen möchte.

    Benny1968 schreibt:
    Ich weiß dass sie leidet, unter der Trennung, die sie zwar wollte, aber nicht aus Mangel an Gefühlen.
    Ich weiß aus dem Zusammenleben mit ihr, dass sie unter ihren Stimmungsschwankungen, ihren Hochs und Tiefs, ihrer mangelnden Organisation leidet.
    Dann darfst Du Dich erst Recht nicht bei ihr melden, wenn Dir noch was an der Beziehung liegt.

    Benny1968 schreibt:
    Es liegt jetzt an ihr, ob sie meine Hand nimmt.
    Nein, es liegt auch an Dir. Du solltest aktiv werden, indem Du passiv bist. Das ist die Kunst, um eine kaputte Beziehung wieder zu kitten, aber diese Kunst beherrscht Niemand.

    Und bitte, lass sie diese schmalzigen Sätze niemals lesen. Mit Romantik würdest Du jetzt genau das Gegenteil erreichen (ich erinnere mich noch, wie ich mal in deiner Situation über Fleurob einen Strauß roter Rosen an sie schickte. Danach war alles kaputt).

    Benny1968 schreibt:
    Ob sie mit mir den steinigen Weg des Lebens gehen möchte.
    So, hier ist nun der Satz, der eure Beziehung zerstört hat.

    Welchen Weg gehst DU? Gehst Du einen besseren Weg? Hast Du ihr das etwa mitgeteilt, dass sie falsch handelt und Du richtig?

    Benny1968 schreibt:
    Und die Entscheidung, sich endlich Gewissheit über das zu holen, was sie hat, damit sie sich dann auch endlich "selber versteht"....denn sie sagt ja, das tut sie manchmal nicht.
    Also stellst Du Dich als der Gesunde hin und gibt ihr zu verstehen, dass sie krank sei. Das hält keine Beziehung aus.

    Benny1968 schreibt:
    Und da sie ja unter ihren "Macken" wirklich sehr leidet...geht es ihr mut einer Therapie, vielleicht mit Medikamenten, wenigstens etwas besser.
    Das kannst Du nicht beurteilen, das kann nur sie allein. Vielleicht leidet sie ja gar nicht. Vielleicht leidet sie nur deswegen, weil Du ihr das so sagst. Keine Frau möchte in der Rolle der Kranken sein.

    Eine Frau will die Beste sein. Oben schreibst Du, dass Du sie liebst. Also zeige ihr auch, dass Du sie liebst und stelle sie nicht als krank hin.

    Wenn Du sie tatsächlich liebst, dann so, wie sie ist.

    Benny1968 schreibt:
    Geliebt zu werden...und Liebe zu schenken....das wurde ihr fremd.
    Und sie sehnt sich so sehr danach.
    Ja, dann liebe sie auch!

    Bislang habe ich nicht gemerkt, dass Du sie liebst, so liebst, wie sie ist.

    Du hast Dich ihr gegenüber so verhalten, wie ihre Eltern: ich liebe Dich erst dann, wenn Du anders bist.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Bin neu hier, nun Ex-Partner einer Betroffenen stellt sich vor

    Steintor...
    ..nein, keine Sorge.
    Ich stempel sie nicht als Kranke ab und ich liebe sie so wie sie ist.
    Ich habe, so wie sie ist ein Jahr mit ihr in ihrem Haus gelebt.

    Habe halt nur einiges nicht verstanden, an Reaktionen und so.

    Habe zu ihr nie gesagt dass sie krank ist.
    Würde ich mir nie anmaßen.

    Und ich verhalte mich nicht wie ihre Eltern, oder so was in der Art.

    Wir haben über dieses Thema so wie ich hier mit euch schreibe, noch nicht gesprochen.

    Erst gestern hat sie wieder mit mir Kontakt aufgenommen und heute waren wir mit dem Hund gemeinsam spazieren.
    Gestern habe ich das allererste mal, sehr behutsam, das Thema ADHS angesprochen.
    Ich hatte ehrlich Schiss davor, vor der Reaktion.

    Aber ich habe sie, Gott sei Dank, richtig eingeschätzt.
    Nichts böses, viele Nachfragen, sehr interessiert...und sie hat es schon richtig aufgefasst...dass es halt "sein könnte", dass es auch andere Uhrsachen haben könnte usw.

    Und sie hat es in keinster Weise negativ aufgefasst.

    Nachdem wir gestern von ca. 23 bis 2 Uhr morgens sehr vernünftig und ehrlich darüber geschrieben habe, wie ich auf diese Vermutung kam, über einige Symptome die bei ihr offensichtlich vorliegen, hat sie sich ganz lieb bedankt.

    Wie gesagt, wir hatten die letzten 4 Wochen fast gar kein Kontakt, den habe ich unterbrochen diesmal.

    Nur 2...3 mal geschrieben hatten wir bis gestern....sie aber immer zuerst.

    Nun...heute Vormittag schrieb sie mich an, ob ich denn nicht mal wieder Lust hätte mit ihr ubd ihrem Hund spazieren zu gehen.

    Das taten wir dann.
    Allerdings sprachen wir nur darüber, was wir beide so die letzten Wochen so getrieben hatten.

    Sehr ausführlich von ihrer Seite aus...wie früher, als ich aus der Arbeit kam.
    Auch Dinge, die man einem Ex eigentlich nicht erzähl, weil er ja nicht alles wissen muss.
    Vor allem Dinge...wo ein anderer Ex denken würde "siehste, mit mir wäre das nicht schief gelaufen"
    Aber sie weiß, dass ich nicht so bin.
    Na ja...sie sagte immer...ich wäre eh anders als die andere....nehme ich mal als Kompliment ;-)

    Und wegen der Fehler, die man macht, wenn man verlassen wird:
    Klar habe ich, wie jeder andere auch, am Anfang diese typischen Fehler gemacht.
    Normal.
    Aber...gemerkt, aufgeklärt worden, und Notbremse gezogen.
    Die Kontaktsperre kam von mir.
    Abruppt, ohbe Begründung...war ja einiges vorher vorgefallen.
    2 Wochen null Kontakt.
    Dann hat sie sich wieder langsam "vorgetastet" mit lapidaren Anfragen und lockeren Anschreiben.
    Gestern nach Tagen halt wieder und heute wollte SIE sich treffen.
    Ich....ich hatte sie völlig in Ruhe gelassen die letzten Wochen.

    Ach....gerade hat sie mir eine Nachricht geschickt.
    Sie hatte schon mal bisschen gegoogelt nach ADHS bei Erwachsenen, in ihrer Kaffeepause zwischen der Hausarbeit....und ein Zwinker-Smily dahinter. Dazu noch der Satz "siehste, ich schiebe wichtige Dinge nicht auf"...

    Schon gestern sagte sie, sie wolle sich auf jeden Fall schlau machen "ob sie Betroffen ist".
    Und wenn ja, dann will sie auf jeden Fall was "dagegen machen".

    Denn...dass sie selber unter vielen der Symptome...egal wieso sie sie hat...teilweise sehr leidet...
    DAS ist nicht von mir gekommen.
    Das scheint hier wohl falsch rübergekommen zu sein.
    Es waren alles IHRE Aussagen mir gegenüber.
    Das wollte ich nur noch mal deutlich klar stellen.

    Unter anderem, die Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, morgens nicht aus dem Bett kommen, schnell genervt sein, Impulsivität...vor allem aber "Achterbahn der Gefühle" und einiges mehr.

    Das alles und noch viel mehr,hatte sie immer wieder erwähnt....aber sie empfand es schon fast als "normal"...weil sie es seit langem nicht anders kennt.
    Nur mittlerweile kamen auch körperliche Beschwerden....und da wurde sie selber immer nachdenklicher....es geht Richtung Burnout.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 7

    AW: Bin neu hier, nun Ex-Partner einer Betroffenen stellt sich vor

    Benny1968 schreibt:

    Als ich anfing im Internet nach Informationen zu suchen, gab ich instinktiv in Google als Suchwort "Achterbahn der Gefühle" ein...was besseres als Umschreibung fiel mir erst mal nicht ein ;-)

    Ohne zu wissen, dass das ein "bekannter" begriff ist.....ich bin sehr schnell fündig geworden berreffend Infos -> Bipolare Störung und Borderline.

    Ich habe mich sehr mit diesem Thema beschäftigt und auseinandergesetzt.

    Also ich habe mich auch sehr intensiv über Bipolare Störungen und Borderline informiert.

    Außerdem auch allgemein über Depressionen.
    Meine Ex hatte nämlich auch öfters, wie üblich, "nebenbei" erwähnt "Ich glaube langsam ich bin wirklich depressiv".

    Sie führte das aber immer nur darauf zurück, da sie hypersensibel ist, sie mit einigen "Macken" von mir so ihre Probleme hat....würde sie DAS immer so runterziehen....weil sie der Meinung war, wir wären zu früh zusammengekommen nach der Trennung vom Ex-Mann (ca, 4 Monate).
    Hallo Benny und willkommen!

    Eine Frage hätte ich noch an dich: Dauert die depressive Phase deiner EX länger an als ihre "Hochstimmungsphasen" ?
    Ich würde nämlich zunächst auch auf eine bipolare Störung tippen, Anzeichen wären besipielsweise Schlafstörungen und Appetitlosigkeit. Zudem sind Menschen mit einer bipolaren Störung in der manischen Phase meist blind und taub für die Gefühle Ihrer Mitmenschen, sie schweben quasi in einer anderen Sphäre. Sie reden viel und weitschweifig, neigen zur Ideenflucht und Realitätsferne bis hin zum Größenwahn.
    Kommt dir davon was bekannt vor?

    Lg
    Hirschin

  9. #9
    Muh!

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    AW: Bin neu hier, nun Ex-Partner einer Betroffenen stellt sich vor

    Benny1968 schreibt:
    ch stempel sie nicht als Kranke ab und ich liebe sie so wie sie ist.
    Du hast geschrieben, dass Du ihr helfen möchtest. Das setzt die Sichtweise voraus, dass sie hilfsbedürftig sei. Hilfsbedürftig im Zusammenhang mit ADHS (wir befinden uns in einem ADHS-Forum) heißt, sie von ihrem Problem - hier der von Dir geschilderte Zustand, den wir als einen Zustand des Borderlines vermuten - zu befreien. Diese Ansicht sehe ich als sehr hinderlich für eine gute Beziehung mit einer Borderlinerin an.

    Um mit einer Borderlinerin eine gute Beziehung zu führen, muss man unbedingt Eins lassen, nämlich ihr helfen zu wollen.

    Benny1968 schreibt:
    Habe halt nur einiges nicht verstanden, an Reaktionen und so.
    Ist okay, deswegen bist Du ja hier.

    Benny1968 schreibt:
    Habe zu ihr nie gesagt dass sie krank ist.
    Du hast geschrieben:

    Benny, weiter oben, schreibt:
    Und da sie ja unter ihren "Macken" wirklich sehr leidet...geht es ihr mut einer Therapie, vielleicht mit Medikamenten, wenigstens etwas besser.
    Da Du sie zu einer Therapie schicken willst und ihr Medikamente geben würdest, heißt das für mich, dass Du sie als krank ansiehst,

    Benny1968 schreibt:
    Und ich verhalte mich nicht wie ihre Eltern, oder so was in der Art.
    Dein Ton wird zunehmend ruppiger, das finde ich gut. Du wehrst Dich.

    Du brauchst nicht zu antworten, sondern einfach mal in Dich hinein zu hören. Wenn Eltern sagen, dass deren Tochter ein Problem hat, sieht man sie als deren Partner nicht mehr unvoreingenommen. Sie ist nun in der Zwangssituation, sich gegen das Urteil ihrer Eltern zu wehren. Das möchte sie aber nicht und trennst sich lieber von Dir.

    Benny1968 schreibt:
    Nichts böses, viele Nachfragen, sehr interessiert...und sie hat es schon richtig aufgefasst...dass es halt "sein könnte", dass es auch andere Uhrsachen haben könnte usw.
    Du triffst sie sehr oft. Das findest Du bestimmt gut. Aber das hindert euch, die Beziehung neu aufleben zu lassen. Du bietest ihr an, ihr Dackel zu sein und das wird sie nicht schätzen.

    Bestimmt widersprichst Du mir da.

    Benny1968 schreibt:
    Nachdem wir gestern von ca. 23 bis 2 Uhr morgens sehr vernünftig und ehrlich darüber geschrieben habe, wie ich auf diese Vermutung kam, über einige Symptome die bei ihr offensichtlich vorliegen, hat sie sich ganz lieb bedankt.
    Ich gebe Dir einen Tipp: lass das!

    Irgendwann wird das gute Nachbeziehungsverhältnis kippen, da nicht zu viel Emotionen im Spiel sind. Und dann kann es richtig schlimm werden. Bei mir fing der Krieg 2 Monate nach der Trennung an. Vorher war es sehr schön.

    Benny1968 schreibt:
    Wie gesagt, wir hatten die letzten 4 Wochen fast gar kein Kontakt, den habe ich unterbrochen diesmal.
    Man sagt, dass man unbedingt 6 Wochen absolute Kontaktsperre einhalten sollte. Dann sollte sich diejenige melden, die sich getrennt hat. ich kann Dir einen Kalender empfehlen, in dem Du einträgst, dass Du Dich nicht bei ihr gemeldet hast. Außerdem hilft ein Freund, dem Du die Briefe und E-Mails schickst, die Du eigentlich ihr schicken würdest. Zu Hause habe ich vielleicht noch die Adresse eines Forums, in dem Du die Briefe posten kannst, die Du ihr nicht geschickt hast. Ich habe mir einen Ordner für Mails eingerichtet, in die ich die Briefe und Mails gesteckt habe, die ich ihr nicht geschickt habe. Diesen Folder habe ich erst vor Kurzem gelöscht. Der war verdammt voll.

    Das sich Nichtmelden ist wahnsinnig schwer.

    Sicherlich meinst Du jetzt, ich will Dich verarschen. Mitnichten.

    Benny1968 schreibt:
    Nur 2...3 mal geschrieben hatten wir bis gestern....sie aber immer zuerst.
    Das ist gut. Ich habe mit meiner ersten Borderlinerin 2 Tage nach der Trennung 6 Stunden telefoniert, obwohl ich am Folgetag ein Vortrag in der Uni halten musste, den ich noch nicht vorbereitet hatte. Das Telefonat war auch sehr erotisch. Und was war? Während sie mit mir über erotische Praktiken sprach, hat sie diese real durchgeführt, mit einem anderen Mann. Das hat sie mir dann später erzählt. Monate später, als ich wieder...u.s.w.

    Ich will Dir keine Hoffnung machen, denn um so schöner wird es sein, wenn ihr eine neue Beziehung beginnen könntet. Unvoreingenommen.

    Benny1968 schreibt:
    Allerdings sprachen wir nur darüber, was wir beide so die letzten Wochen so getrieben hatten.
    Das ist gut. Ihr mögliches ADHS/BL muss sie selber ansprechen.

    Benny1968 schreibt:
    Auch Dinge, die man einem Ex eigentlich nicht erzähl, weil er ja nicht alles wissen muss.
    Ich würde das dann auch nicht hören wollen. Meiner Ex habe ich untersagt, über persönliche Dinge, die nur sie selbst betreffen, zu reden. Das hat sie zwar tierisch beleidigt, aber sie wollte immer einen selbstbewussten Mann, zu dem sie aufschauen kann. Und das gehört nun mal dazu.

    Diese 6-Wochen-Frist konnten wir leider nicht einalten, wegen unseres Kindes.

    Benny1968 schreibt:
    Dann hat sie sich wieder langsam "vorgetastet" mit lapidaren Anfragen und lockeren Anschreiben.
    Nun hast Du verloren. Die hat Deinen Widerstand gebrochen, einfach so, beim ersten Mal. Nun kann mit Dir umgehen, wie sie will. Und das will sie aber nicht! Sie will einen Mann, der ihr zeigt, wo es lang geht. Einen Mann, der beim ersten Brief angehechelt kommt, ist ihrer nicht würdig. Sie ist die Prinzessin und Du bist nun der Bettler. Sie will aber einen Prinzen, der sie trotzdem entführt, egal, was sie macht, wie sie ist. Der sie so nimmt, wie sie ist. Belasse es bei den 6 Wochen. Unbedingt. Danach solltest Du Dir was einfallen lassen, z.B. mit ihr mal eben nach Ibiza fliegen, um sie dort am Strand...............

    Benny1968 schreibt:
    Zwinker-Smily dahinter. Dazu noch der Satz "siehste, ich schiebe wichtige Dinge nicht auf"...
    Womit sie aussagt, dass sie kein ADHS hätte.

    Benny1968 schreibt:
    Schon gestern sagte sie, sie wolle sich auf jeden Fall schlau machen "ob sie Betroffen ist".
    Und wenn ja, dann will sie auf jeden Fall was "dagegen machen".
    Damit Du sie nicht weiter damit nervst.

    Das erinnert mich an meine erste Borderlinerin, die dann mit dem Therapeuten ins Bett ging.

    Benny1968 schreibt:
    Das wollte ich nur noch mal deutlich klar stellen.
    Ich glaube, dass Du nun in die Rechtfertigungsposition gehst. Ich hoffe, dass ich Unrecht haben werde.

    Benny1968 schreibt:
    Nur mittlerweile kamen auch körperliche Beschwerden....und da wurde sie selber immer nachdenklicher....es geht Richtung Burnout.
    Darauf habe ich gewartet. Doch nur eine temporäre Schwäche, die man mal eben kurieren kann.
    Geändert von Steintor (20.08.2013 um 13:43 Uhr)

  10. #10
    Muh!

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    AW: Bin neu hier, nun Ex-Partner einer Betroffenen stellt sich vor

    Hirschin schreibt:
    Ich würde nämlich zunächst auch auf eine bipolare Störung tippen,
    Warum redet ihr ständig von Störung?

    Wenn ihr mit einer ADHSlerIn zusammen sein wollt, dann nehmt sie so, wie ist ist.



    Okay, diesen Absatz lösche ich dann mal.


    Wenn man über Beziehungen mit BorderlinerInnen redet, kann das schon recht kontrovers und deftig werden. Das sind halt großartige Menschen, wie alle Menschen natürlich.
    Geändert von Steintor (20.08.2013 um 13:26 Uhr)

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