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Diskutiere im Thema Schwierigkeiten bei der Diagnose? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 417

    AW: Schwierigkeiten bei der Diagnose?

    zammel schreibt:
    Das bezieht sich schon insofern auch auf AD(H)S, dass für eine Diagnose all diese Dinge ausgeschlossen werden müssen.
    LG
    Ja, das ist schon richtig. Wenn bei der Testung z.B. eine schwere Depression festgestellt wird, ist das ganze Ergebnis in Hinsicht auf ADHS fragwürdig/nutzlos. Dann muss die Depression zuerst behandelt werden, und die Testung dann wiederholt werden.

  2. #12
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Schwierigkeiten bei der Diagnose?

    habis schreibt:
    Ja, das ist schon richtig. Wenn bei der Testung z.B. eine schwere Depression festgestellt wird, ist das ganze Ergebnis in Hinsicht auf ADHS fragwürdig/nutzlos. Dann muss die Depression zuerst behandelt werden, und die Testung dann wiederholt werden.

    Wobei ich das ja völlig anders sehe.....meine heftigen depressiven Verstimmungen - manchmal 20 mal am Tag eine andere Stimmung - gingen mit keinem AD weg. Habe zig ausprobiert.
    Erst mit MPH vor 8 Monaten haben sich diese fast in Luft aufgelöst.

    Wenn ich darüber nachdenke, was die mir in der Psychiatrie für AD's und Benzos aufdrücken wollten.....dann wird mir echt schlecht. In diesem "Zombie"-Modus dann noch mit MPH beginnen....oh weia

    Aber ich weiss natürlich, dass ich keine "richtige" Depression habe/hatte, mit Suizid-Gedanken und völligem Desinteresse am Leben. Wie es da mit MPH-Gaben aussieht, weiss ich nicht. Kann mir aber nicht vorstellen, dass das gut wäre, denn mit MPH kriegt man ja u.U. noch schlimmere Depressionen.

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Schwierigkeiten bei der Diagnose?

    @habis Ich kenne das auch anders. Ist die Depression Komorbiditat, lässt sie sich nicht ohne Behandlung der ADHS lindern.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 417

    AW: Schwierigkeiten bei der Diagnose?

    Trine schreibt:
    Ist die Depression Komorbiditat, lässt sie sich nicht ohne Behandlung der ADHS lindern.
    Ich hatte ja eine mittelschwere Depression, die vermutet als Komorbidität der ADHS ihren Anfang genommen hat, als ich etwa 45 Jahre alt wurde, und dann durch psychosoziale Belastungen schlimmer wurde. Als ich dann meine Verhaltenstherapie angefangen habe, wurde zuerst die Depression in Angriff genommen.

    Dazu hat mich mein Psychotherapeut zunächst zu einem Psychiater geschickt, und ich habe mit Citalopram angefangen.

    Nach ein paar Monaten habe ich mich besser und stabilisiert gefühlt, und dann ging es mit meiner Testung und mit der ADHS-spezifischen VT weiter.

    Nach dem Erhalt meiner Diagnose trat erneut der Psychiater in Aktion und ich bekomme seitdem Medikinet Adult (das Cipralex nehme ich weiterhin, um einen Rückfall zu verhindern). Seit dem erst ist es tatsächlich so, dass ich sagen könnte, dass meine Depression "weg" ist, vorher hatte ich ab und zu noch leicht depressive Phasen von ein bis zwei Tagen dauer.

    Das ist meine individuelle Geschichte, ohne jeglichen Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder Übertragbarkeit auf andere Fälle.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Schwierigkeiten bei der Diagnose?

    Hallo Heike,

    mir geht es nicht darum, einen Grund für unsere Schwierigkeiten zu finden, sondern einen Ansatzpunkt für eine Lösung. Meine Erwartung an eine evtl. Diagnose ist wahrscheinlich zu hoch, das stimmt. Denn sollte diese tatsächlich gestellt werden, dann steht immer noch die Frage im Raum, wie geht man damit nun um. Vielleicht wäre mein Freund bereit, eine Therapie zu machen. Mittlerweile denke ich aber, dass er persönlich unsere Probleme, trotz einer eventuellen ADHS-Diagnose, woanders sieht. Nämlich eher bei mir. Es kommt halt auf die Perspektive an...

    Er war als Erwachsener lange wegen Depressionen in Behandlung und hat mir gesagt, dass Therapeuten (und auch er selbst) rückwirkend vermutet haben, dass er als Kind "irgendwas in Richtung ADHS" gehabt haben muss. Auf mein Nachfragen, ob es bei ihm als Kind evtl. auch schon diagnostiziert wurde, ist er nie wirklich eingegangen. Medis/Therapien oder ähnliches haben in diesem Zusammenhang im Kindesalter aber nie stattgefunden.

    Der ADHS-Punkt ist in der Erwachsenentherapie (abgesehen von der Vermutung, dass er es als Kind wahrscheinlich gehabt hat), nie wieder aufgegriffen worden. Ich habe mich immer gefragt, warum er sich so gegen meine Einschätzung wehrt, dass er evtl. immer noch ADHS haben könnte, wenn er doch selbst vermutet, dass er es als Kind gehabt hat. Wie auch immer - er hält es jedenfalls für absolut anmaßend, dass ich mich nach "ein bisschen googeln" und der Lektüre in Büchern wie "Lass mich, doch verlass mich nicht" zum Hobbypsychologen aufschwingen und Pseudodiagnosen stellen würde.

    Seine Eltern haben sich so gut wie gar nicht um ihn gekümmert. Er ist emotional extrem vernachlässigt bzw. bewusst schlecht behandelt worden, war als Baby auch lange im Krankenhaus und hat anschließend unter Hospitalismus gelitten. Warum er sich so extrem dagegen wehrt, evtl. ADHS zu haben, habe ich mich auch oft gefragt. Man ist doch dann nicht geächtet oder abgestempelt. Aber wahrscheinlich hängt es damit zusammen, dass er sein Verhalten als absolut "normal" beurteilt und sich demzufolge angegriffen fühlt, wenn man (in dem Fall ich) dieses vermeintlich "normale" Verhalten, als "falsch" oder "nicht normal" bezeichnet.

    VG, Avis

  6. #16
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Schwierigkeiten bei der Diagnose?

    Hallo Avis,

    Wenn ich zu diagnose war, hatte ich es auch selber entschieden und hàtte früher anmassend gefunden dass jemand mich dort schickt! Ich hatte nun mal auch meine zeit gebraucht bis ich dazu bereit war.

    Daher bringt druck auf dein freund gar nicht, er reagiert sogar mit abwehr...

    Ab und zu denke ich auch dass mein freund es haben kénnte... Er hat auch seine schwierigkeiten, aber wehrt sich auch etwas zu tun. Drängen kann ich ihm nicht, er muss dazu bereit sein. Naja, langsam belasten ihm seine problemchen genug dass er daran denkt etwas zu tun und ich ermutig ihm ohne druck zu machen. Anders geht es nicht und bringt ja nicht!

    Aber was mich sonst immer etwas gebracht hattest, da in eine partnerschaft jede zu 50% beteiligt ist an die konflikten, ist mal mein anteil machen. Es war nicht immer einfach dabei irgendwie "allein" zu sein, aber es hat etwas begracht. Ich kann mit ihm besser umgehen. Daher, wenn dein freund sich gegenüber ADS wehrst, kannst du immer noch um deine sachen kümmern, es bringt dich auch etwas... Was sicher auch bringt, ist wenn du dich um diese thema informiert um vor allem ihm besser zu verstehen und dann deine verhalten daran anpasst... Es heisst sicher nicht dass du dich dann alles gefallen lässt, aber mehr unterscheiden kannst zwischen "wollen" und "können" und daraus wegen findest die für beiden stimmen. Mich hat es auch geholfen. Wobei, da ich selber betroffen bin, fällt mich das verstehen ein andere ADSler nicht so schwer.

    Meine mutter hatte lange nichts von ADS gewusste (obwohl als ich kind war schon mal etwas gelesen) aber konnte mit mein vater, der etwas davon hat, gut umgehen. Sie hat ihm einfach so genommen wie er war, aber sagt auch klar wenn ihr etwas nicht passt. Sie sind immer noch glücklich zusammen.

    Sonst noch wegen dein freund: Eine so schwere geschichte wie er hat, kann sehr ähnliche symptomen geben als ADS, aber es ist etwas anders... Ein kind der so jung so schlecht behandelt war, kann sich auch nicht normal entwicklen und sich in die schule konzentrieren da es ihm ehe vieles anderes sicher beschäftigt... Aber eben, das eine schliesst das andere wieder auch nicht.

    Sonst wegen normal und nicht normal: ich bin auch beleidigt wenn man mich als nicht normal bezeichnet und so kann es rasch zu streit gehen, weil ich so was anmasend nicht hören will! Ich war immer so und wieso sollte es schlecht sein? Viele meine eigenarten kann ich ehe nicht ändern, aber mit einige anpassungen in mein leben und mein umfeld lässt sich es auch gut leben. Vielleicht wehrt sich dein freund mehr weil er sich von dich nicht geliebt und angenommen fühlt und ich denke, darauf ist er (aus seine geschichte) sehr empfindlich. Also, du kannst der mass "normal" auf die seite lassen und ehe schauen wo es bei ihm und bei dich leidendruck gibt. Es ist viel wichiger! Spricht ihm sicher auf verhalten die dich belasten, weil es dich belastet, nicht weil es nicht normal ist!

    lg

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Schwierigkeiten bei der Diagnose?

    Liebe mj71,

    vielen Dank für Deine Worte. Leider komme ich erst jetzt dazu zu antworten.

    Du hast natürlich Recht. Es macht keinen Sinn, jemanden zu etwas zu überreden, solange er es nicht auch von sich aus will. Nachdem wir uns im Juli getrennt hatten, kam er wieder auf mich zu und war bereit, eine Paartherapie zu machen und sich auf ADHS testen zu lassen. Als er allerdings wegen des Tests nichts unternahm und ich ihn nochmals darauf ansprach, wurde er total sauer und meinte, dass dies ja nun nicht mehr nötig sei, da wir ja keine Probleme mehr haben (in den ersten Wochen lief es auch sehr gut). Ich habe dann aufgegeben, da ich merkte - es macht keinen Sinn, wenn ich ihn zu etwas zwinge.

    Mein Fehler war sicherlich, dass ich mich nicht klar abgerenzt habe - was ja für den von Dir beschriebenen richtigen Umgang mit einem ADHSler sehr wichtig ist. Soweit es möglich war habe ich versucht, es ihm Recht zu machen und so Konflikte zu vermeiden, da ich wusste, dass Streits sonst so eskaliert wären, dass es u. U. auf eine Trennung hinausgelaufen wäre. Ich wollte ihn nicht verlieren und war nicht stark genug.

    Jedenfalls waren die ersten Wochen, nachdem wir wieder zusammengefunden hatten, wunderschön und unbeschwert. Aber irgendwann schlichen sich wieder die alten Probleme ein und wir haben uns getrennt. Ich als "Normalo" empfinde das als absolut tragisch, da ich meine, es hätte eine Lösung gegeben. Aber ich muss akzeptieren, dass er unsere Situation und sich selbst total anders wahrnimmt.

    LG, A.

  8. #18
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Schwierigkeiten bei der Diagnose?

    Hallo Avis,

    Wenn du siehst dass du so, wie es im beziehung läuft nicht weiter willst, ist die trennung auch ein weg...

    Ich habe der weg gewählt wirklich an mich zu arbeiten und lernen mich abzugrenzen und jetzt kann ich es mit ihm sehr gut, dass er selber, auf nette weise, seine anteil unten die nase gerieben bekomme... Verhält er sich auch nervige art, mache ich ihm ruhig und sachlich darauf aufmerksam (da ich selber ADS habe, ist es gar nicht einfach) und er merkt selber dass er da gerade nicht so nett ist... Es ist wirklich viel besser jetzt als früher! Dabei schlucke ich gar nicht, sage sogar sofort wenn etwas mich nicht passt.

    Aber einfach war es nicht und ich war auch mehrmals nah dran aufzugeben...

    Um streit nicht zu eskalieren zu lassen mit ADSler gibt es eine wirksame methode (aber nur wirksam wenn man es schaft zu machen): aus der raum gehen so bald es hitzig wird und später wieder zu thema... Es ist egal wieviel anläufen es braucht... Wenn schwierig ist, kann man es auch schriftkich machen.

    lg
    Geändert von mj71 (20.09.2013 um 21:49 Uhr)

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