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Diskutiere im Thema Eine gute Art einem ADHS'ler Probleme zu erklären im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Eine gute Art einem ADHS'ler Probleme zu erklären

    Butterblume schreibt:
    warum muss er es verstehen?

    ist das wirklich wichtig?
    Naja mir ist es irgendwie wichtig. Ich verstehe ihn immerhin auch und da wäre es ja nur schön, wenn er mich auch verstehen kann. Das muss ja alles nicht in Gänze sein.

    Butterblume schreibt:
    hat er den ausser medis noch zb therapie oder schon mal eine gemacht?
    Nein momentan macht er keine Therapie.
    Auf die Frage, ob er eine machte... Ich bin mir nicht ganz sicher. Ich würde spontan Ja sagen, aber ich weiß nicht mehr genau wie alles bei ihm lief. Die Diagnose hat er auch quasi "erst" seit 3 Jahren und nahm dann an einer Studie Teil. Ich weiß nur ganz sicher, dass er momentan nix macht.


    Butterblume schreibt:
    magst du uns verraten was dich genau verletzt?
    Ich bin ein unglaublich sensibler und emotionaler Mensch. Ich bin auch ein Mensch, der es für grundsätzlich besser halt (in Freundschaften und Beziehungen) nett zu sein. Ich war auch mal anders und bin damit öfter ordentlich auf die Nase gefallen.
    Wenn dann solche Sätze von ihm kommen, weiß ich eigentlich genau dass er sie nicht so meint. Jedoch kann ich nicht einfach so meine Emotionen abschalten und bin dann trotzdem getroffen. Ich glaub im groben könnte man sagen, dass es für mich zu harsch ist.

    Mit Kompromissen arbeiten wir sonst auch. Das Funktioniert auch wunderbar. Nur sind Kompromisse schwierig zu machen, wenn der gegenüber das Problem nicht versteht. Das würde mir genauso gehen ^^ Wenn er ein Problem hat das ich überhaupt nicht verstehe würde ich natürlich auch auf Anhieb kein Kompromiss wollen.

    Und ja ich verstehe auch die Wichtigkeit des Grenzen setztens. Ich glaube, dass ist für mich auch einfach eine Sache die ich lernen muss. Was natürlich nicht schlecht ist Durch solche Sachen wächst man ja auch

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Eine gute Art einem ADHS'ler Probleme zu erklären

    da fällt mir ganz spontan der Satz ein: "Beziehung ist Verhandlungssache." und "Ein Kompromiss ist erst dann gut, wenn beide Seiten unzufrieden sind."

    Ich denke es ist jetzt auch noch wichtig zu gucken, was liegt wirklich an A-D-H-S und was an M-A-N-N.
    Denn es wird schnell alles auf ADHS geschoben, auch Dinge, die damit evtl. nix zu tun haben.

  3. #13
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.447

    AW: Eine gute Art einem ADHS'ler Probleme zu erklären

    Hallo Atisheh,

    Ich habe die erfahrung gemacht, dass es gar nicht nötig ist zu sagen wieso etwas mich verletzt. Aber ehe sagen was ich mich deswegen wünsche! Ich bin auch was wortwahl und formulierung empfindlich, stehe auch dazu, aber erwarte von andere nur, dass er das selbe mal anders sagt, wenn es möglich ist...

    Es gibt auch oft eine missverständnis die ich immer wieder erlebe mit andere stinos: sie scheinen zu meinen, wenn ich etwas verstehe, kann ich umsetzten... Es stimmt nicht! Verstehen möchte ich schon, um überhaupt sinn darin zu finden. Aber umsetzten kann ich nicht immer, auch wenn ich verstehe. Wegen was ein andere verletzt. Mich reicht völlig zu wissen dass ein wortwahl, eine formulierung jemand verletzt, ohne wirklich zu verstehen warum, um dabei sinn zu sehen, darauf rücksicht zu nehmen. Wenn ich es nicht mache, kann es an verschiedenes liegen:
    - Ich habe keine andere konkreten alternativ die für mich zumutbar ist.
    - Ich vergesse auf der moment.
    - Ich brauche viel, sehr viele übung und errinerungen...

    Mit nicht so persönlich nehmen, funktionniert eben nicht immer. Wenn etwas verletzt, dann verletzt es, punkt. Man kann dabei an sich arbeiten, aber es ist eine langfristige sache und ich würde auch nicht was ich fühle einfach verdrängen. Es ist da, es gehört im moment zu mich und es ist ok.

    Auf der satz dein freund würde ich nicht verletzt sein, aber eben, dort ist jeden etwas anders... Ich spüre an der formulierung keine vorwurf, aber schon etwa verzweifelung dass es wieder mal nicht so klappt... Vielleicht ist er über sich selbst enttäuscht, gar nicht über dich! Hat er dich erklärt wie er es genau meint? Ich finde, mich auf die gefühlage der andere hineinversetzen kann manchmal helfe ein bisschen abstand zu haben und ein bisschen weniger persönlich zu nehmen.

    Sonst noch etwas anders: wenn dein freund eine gespräch abbricht weil er emotional aufgewühlt ist, kann er nicht verstecken dass er aufgewühlt ist (ADSler können es schlicht nicht) und kann auch schlecht sich eine gute satz überlegen oder mal etwas langes sagen und wird wahrscheinlich wenig kopf haben dafür. Bei heftige emotionen, tut der hirn wirklich bei ADSler echt abschalten... Ich bin in solche situationen auch sehr rasch an meine grenzen! Aber du könntest ihm ein andere vorschlag machen, die knapp ist (damit es ihm gelingt) aber für dich stimmt und eventuel irgendwo sichtbar aufhängen (mit seine zustimmung nur!). Für mich (als ADSlerin) wäre ein satz wie: "Reden wir bitte später darüber" oder "Ich brauche eine pause um runterzufahren" zumutbar.

    Mein freund ist auch so ein tollpatsch und sagt auch immer sachen die mich verletzten und nerven und ist auch.... sehr vergesslich. Was manchmal hilft, ich gerade wenn er wieder so ein satz sagt, sofort nett reagieren: "Ich habe lieber wenn du... sagst" oder "Meinst du....?" oder sogar "Was meinst du damit?". So wird er immer wieder daran errinert und lernt mit der zeit... Da ich nicht perfekt bin, nerve ich mich manchmal und werde aggressiv, aber es bringt leider nicht viel.

    Mit grenzen setzten: ich kenne diese thema auch und es passiert viele Frauen. Wir sind nicht allein. Dabei ist es im partnerschaft sehr wichtig. Aus erfahrung und was ich auch gelesen habe, wirkt grenzen setzen am bestens wenn man sich nett, kurz und präsiz haltet. Eine "Ich mag nicht was du da sagst, ich möchte lieber dass du..." reicht völlig! Ohne rechtfertigung ist noch besser, sonst tut es der andere nerven und ablenken... Du hast einfach recht dass man deine bedürfnissen und wünschen respektiert!

    Sonst habe ich deine erklärung gelesen wieso du verletzt bist und ich finde, für dein freund reicht es völlig! Ich sage meiner auch einfach "In diese gebiet bin ich einfach sehr empfindlich". Jede mensch hat solche empfindlichkeit. Vielleicht sagen dann männer (eben typisch mann!) "aber nimmt es doch nicht persönlich" und da komme ich nur zurück und sage: "Ich bin da einfach empfindlich, kann im moment nicht ändern und möchte rücksicht darauf so weit es dich möglich ist, ich weiss, du machst deine bestens."

    Dass dein freund dich sehr arsch kommt und du dich bemüht nett zu sein ist auch kein zufall... An wem wir uns verlieben ist kein zufall. Also, es heisst, ihr habt beiden in diese bereich zu lernen. Mit mein freund geht es ähnlich, ich bin auch sehr empfindlich, er arsch, aber... manchmal ist umgekehrt. Wir müssen beiden rücksicht auf der empfindlichkeit der andere nehmen, wenn wir wollen dass es geht. Es war nie einfach!

    Dein freund, wenn es ADS hat, ist vielleicht auch mit eine weiche kern hinten eine raue schalle und vielleicht genau so empfindlich wie du... Aber männer verstecken es lieber...

    da gebe ich auch dragulin recht: bei dein konflikt geht es auch sehr um mann-frau themen... Wir wollen verstanden werden, aber die kerlen die uns lieben wollen ganz konkret wissen wie mit uns umgehen damit es uns gut geht... Sie müssen dafür nicht alles verstehen, ausser "ich mag es nicht" "ich mag es".

    lg

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Eine gute Art einem ADHS'ler Probleme zu erklären

    Dragulin schreibt:
    da fällt mir ganz spontan der Satz ein: "Beziehung ist Verhandlungssache." und "Ein Kompromiss ist erst dann gut, wenn beide Seiten unzufrieden sind."

    Ich denke es ist jetzt auch noch wichtig zu gucken, was liegt wirklich an A-D-H-S und was an M-A-N-N.
    Denn es wird schnell alles auf ADHS geschoben, auch Dinge, die damit evtl. nix zu tun haben.
    Ja das ist wirklich eine große Gefahr. Wobei es auch manchmal ein schmaler Grad ist das zu unterscheiden.
    Ich für mich versuche auch alle Dinge immer eher als "normal" anzusehen.
    Wenn wir Probleme besprechen, dann rede ich auch nur in Ausnahmefällen direkt über ADHS. Ich persönlich finde es unnötig "immer" von der Krankheit zu reden. Wobei das nicht heißt, dass ich nicht auch drauf Rücksicht nehme.

    Ich muss ja mal sagen, dass es echt gut tut so zu schreiben

    Wenn ich meinen Freunden davon erzähle muss ich immer dazu erklären wie ADHS'ler sind bzw wie mein Freund direkt ist in der Hinsicht und das erschwert es dann allgemein über Probleme zu reden.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Eine gute Art einem ADHS'ler Probleme zu erklären

    Hallo mj71,

    erstmal Danke für die lange Antwort

    Ja ich weiß warum er diesen Satz gesagt hat. Er sah einfach nicht, dass wir voran kommen und wollte es deswegen abbrechen. Das ist auch vollkommen legitim. Ich bin eben nur, leider, etwas empfindlicher und gerade in Streitsituationen verletzt mich sowas dann. In dem Moment wirkt es halt zu kühl und harsch auf mich.
    Mir ist es immer lieber wenn die Sachen nett verlaufen (tolles Wunschdenken ^^). Würde der Satz etwas netter sein dann wäre die Sache für mich auch eher geklärt und man würde erstmal einen schlussstrich ziehen können.

    mj71 schreibt:
    Für mich (als ADSlerin) wäre ein satz wie: "Reden wir bitte später darüber" oder "Ich brauche eine pause um runterzufahren" zumutbar.
    Genau solche Sachen würde ich eben auch lieber hören. Und das sind auch kurze Sachen und ich denke es wäre auch zumutbar.

    mj71 schreibt:
    Mit grenzen setzten: ich kenne diese thema auch und es passiert viele Frauen. Wir sind nicht allein. Dabei ist es im partnerschaft sehr wichtig. Aus erfahrung und was ich auch gelesen habe, wirkt grenzen setzen am bestens wenn man sich nett, kurz und präsiz haltet. Eine "Ich mag nicht was du da sagst, ich möchte lieber dass du..." reicht völlig! Ohne rechtfertigung ist noch besser, sonst tut es der andere nerven und ablenken... Du hast einfach recht dass man deine bedürfnissen und wünschen respektiert!
    Ich frage mich nur: Ist es gut Dinge abzuverlangen ohne sie zu rechtfertigen?
    Ich glaub ich würde das nicht wollen, wenn jemand das mit mir macht. Dann hätte ich eher das Gefühl, dass ich alles mit mir machen lasse.
    Bei dem kurz und präzise steig ich gern ein. Dinge zu kompliziert machen bringt ja auch nichts

    Ansonsten muss ich auch sagen, dass er sich wirklich viel Mühe mit mir gibt. Und die meiste Zeit verstehen wir uns auch recht gut.

  6. #16
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.447

    AW: Eine gute Art einem ADHS'ler Probleme zu erklären

    Hallo Atisheh,

    Ich frage mich nur: Ist es gut Dinge abzuverlangen ohne sie zu rechtfertigen?
    Ich glaub ich würde das nicht wollen, wenn jemand das mit mir macht. Dann hätte ich eher das Gefühl, dass ich alles mit mir machen lasse.
    Bei dem kurz und präzise steig ich gern ein. Dinge zu kompliziert machen bringt ja auch nichts
    Ehrlich gesagt, ich nerve mich auch wenn jemand sich lange rechtfertigen muss, wenn er etwas von mich möchte... Aber eine kurze erklärung ist ok. Dann liegt an der formulierung dass der andere sich nicht gezwungen fühlt etwas zu machen, aber lust hat eine wunsch zu erfühlen...

    Ja kurz der grund erwähnen wieso man etwas von andere wünscht (ausser es ist wirklich klar) finde ich sinnvoll, aber keine rechtfertigung... Zum beispiel, wenn ich jemand darum bitte etwas für mich zu schreiben oder dass ich es schreibe, sage ich als kurze erklärung: "Sonst wird vergessen". Da muss ich gar nicht von ADS reden oder sonstiges, es wäre rechtfertigung und viele menschen wollen nicht mal hören.

    Wenn ich zu mein partner sage: "Bitte redet nicht so mit mich" ich muss auch nicht mehr erklären, da ich es ehe sage, wenn er laut und aggressiv ist... Er weiss selber was ich damit meine...

    Ich fühle mich zu etwas gedrängt wenn jemand die wörter "müssen, sollen" benützt oder im befehlform redet. Aber so was wie "Ich möchte..." oder "könntest du bitte?" lässt mich raum für ein "nein" die ich auch kurz begründen kann.

    lg

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Eine gute Art einem ADHS'ler Probleme zu erklären

    Hallo mj71,

    ja ich glaube das ist eh vollkommen Situationsabhängig
    Bei einigen Dingen ist es sicher eher überflüssig.
    Und das mit dem "müssen" und "sollen" kenne ich schon Da bin ich auch vorsichtiger geworden

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Eine gute Art einem ADHS'ler Probleme zu erklären

    Atisheh schreibt:
    An sich kenne ich dieses Verhalten schon und weiß auch, dass ich viele Sachen locker nehmen muss. Ich frage mich nur manchmal ob ich es immer tun sollte.
    Ich weiß halt nicht ob es dann nicht überhand nehmen könnte. Davor habe ich ein bisschen Angst. Oder dass man sich zu sehr daran gewöhnt.
    Die Frage stelle ich mir auch. Ich habe Angst das ich dann zuvieles einfach "hinnehme" und irgendwann nicht mehr so ganz realisiere was nun wirklich ernst ist oder nicht.
    Außerdem kann und will ich ja nicht alles mit "achja... ist halt ihr adhs" abtun. Zumal der eigene Körper/Kopf ja auch irgendwie reagiert und man nicht alles so einfach steuern kann (wenn man sich eben angegriffen oder verletzt fühlt - selbst wenn man es besser weiß)

  9. #19
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.447

    AW: Eine gute Art einem ADHS'ler Probleme zu erklären

    Hallo,

    Mal wieder eine meinung von eine betroffenen: ich will nicht dass mein umfeld alles hinimmt und schluckt! Im gegenteil, mich ist wichtig dass wenn etwas nervt, dass man mich es sofort, aber nett sagt.

    Warten dass ich selber merke dass mein verhalten etwa daneben ist, kann hinten losgehen (obwohl ich mit der zeit einiges weiss, dass ich aufpassen muss, wie andere unterbrechen).

    Aber wichtig finde ich schon nett zu bleiben, oder mindenstens sachlich und neutral, da einiges mich echt schwer fällt und ich nicht sofort ändern kann.

    Es gibt auch sachen die ich nicht ändern kann, sachen die ich einfach nicht kann und da erwarte von der gegenüber (also menschen die sich mit mich einlassen wollen!) dass er es einfach akkzeptiert und mit mich eine lösung findet. Zum beispiel: Ich bin langsam und unten zeitdruck doch gereizt, vergesslich und kann ungeniessbar werden wenn ich dann noch abgelenkt werde mit "unwichtiges". Dann ist mich wichtig zu planen, damit es nicht so weit kommt und dass ich im stresssituation ruhe um mich haben kann, dass niemand mich unnötig anquatscht.

    Kreuzgesprächen überfordert mich und da kann man nicht von mich erwarten dass ich es bewähltigen kann. Ist was gesagt wird wichtig, dann sollte es anders gehen...

    Etwas wichtiges mich im vorbei gehen sagen, wenn ich ehe mit etwas anders beschäftigt bin, ist kein verlass dass ich daran denke... Also, entweder abwarten oder aufschreiben.

    Aber die meistens menschen nehmen darauf rücksicht wenn sie es wissen.

    lg

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Eine gute Art einem ADHS'ler Probleme zu erklären

    Hi, Atisheh,

    ich bin auch neu, mein Freund ist mein Hypie, und ich habe ebenfalls ne Depression...
    Auch sind wir noch nicht lange beisammen-es fühlt sich aber manchmal an wie schon immer.

    Im Rahmen meiner Depression hilft es mir immer wieder sehr, daß mein Freund so ist wie er ist.
    Er bringt mich zum Lachen, holt mich weg vom Grübeln ins Hier und Jetzt. Wenn ich durchhänge geht er fast immer entsprechend emotional darauf ein-das tut mir sehr gut.

    Gelegentlich geraten wir aneinander-meist wenn jeder mit sich selbst zu tun hat.
    Dann kann es passieren, daß es zu solchen Auswüchsen kommt wie endlos-Diskussionen ohne Ziel und Stop.
    Solche Szenen sind sehr kräftezehrend, jedenfalls für mich. Und gerade mit der epression muß ich auf meine Kräfte achten!

    Wichtig ist, diese Endlos-Schleifen zu unterbrechen. Ich finde es schon mal super, daß er das macht/schafft.
    Wenngleich ich heraushöre, daß Du Dich dabei "stehengelassen" fühlst.

    Ich lerne ein bischen, nicht alles so ernst zu nehmen (wenngleich ich es manchmal schwierig finde zu wissen, was ich ernst nehmen sollte und was nicht, zugegeben).
    Aber wenn ich merke, daß mir etwas was mein Freund gesagt oder gemacht hat mir bleibend quer sitzt, dann muß es raus.
    Dabei ist es unerheblich, wie objektiv ernst zu nehmen mein Gefühl ist.
    Entscheidend ist, daß es mich bedrückt. Ein Teil von Depression ist, sich nicht/zu wenig für sich selbst einzusetzen.
    Es ist wichtig dem entgegen zu arbeiten.


    Mir hilft es, daß mein Freund sehr gut sein Verhalten im Nachhinein richtig stellen kann.
    Er hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, und betrachtet dann auch sich selbst kritisch.
    Und gibt offen Fehler zu.

    Das macht das Beziehungsleben sehr transparent und direkt.
    Ich genieße es zum Beispiel fast immer zu wissen wie ich"dran bin".


    Lieben Gruß!

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