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Diskutiere im Thema Beziehungsende durch ADHS? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Beziehungsende durch ADHS?

    Smaragdina schreibt:
    Avis, sei froh, dass die Beziehung vorbei ist!
    Das hört sich alles ziemlich ungesund an und hat übrigens meiner Meinung nach auch nichts mit AD(H)S zu tun (also dieses Füreinander-Dasein bis hin zur Selbstaufgabe).
    Ja, Smaragdina, neben dem "normalen" Liebeskummer macht sich zum Glück auch ein Gefühl von "Befreit-Sein" breit. Schon während der Beziehung hatte ich oft das Gefühl, hier geht was in die falsche Richtung. Ich habe das auch offen gesagt, mich aber auch immer wieder breit quatschen lassen.

    Danke jedenfalls für Deine Meinung!

    A.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Beziehungsende durch ADHS?

    Hallo an alle,

    ich möchte mich nochmals für Eure Antworten und Beiträge bedanken.

    Nach unserer Trennung ist mein Freund (jetzt Ex-Freund) wieder auf mich zugekommen und wir haben versucht einen Neuanfang zu starten, der leider gründlich missglückt ist.

    Ich war froh und glücklich, dass er auch auf meine "Bedingungen", dass wir eine Paartherapie machen und er sich auf ADHS testen lässt, eingegangen ist - auch wenn er meinen Verdacht immer noch als absolut lächerlich abgetan hat. Er hatte in der Zeit unserer Trennung s. E. erkannt, dass die vordergründigen Probleme, die er mit meinem Umgang mit meiner Tochter hatte, u. a. daher rührten, dass er meinte, dass ich als seine Partnerin auch immer die Rolle der Mutter für ihn erfüllen musste. Er wisse aber jetzt, dass ich das nicht leisten könnte und diese Suche ansich auch nicht richtig ist. Und aufgrund dieser Erkenntnis, würde dieses Problem auch nicht mehr auftauchen. Abgesehen davon würde er das seiner Meinung nach ansonsten spezielle Umgehen mit meiner Tocher jetzt einfach mit Humor nehmen. Nach dem Motto "Sie ist da halt ein wenig anders unterwegs, aber das hat nichts mit unserer Beziehung zu tun".

    Trotz Skepsis und Misstrauen, dass unsere Probleme "so leicht" in den Griff zu bekommen wären, bin ich frohen Mutes und sehr engagiert wieder an unsere Beziehung herangegangen. Die ersten 2 Wochen lief alles super, so dass wir bei unserem Termin für die Paarberatung keine aktuellen Probleme zu berichten hatten und die Therapeutin uns nur mit auf den Weg geben konnte, nicht in der Vergangenheit zu verharren, sondern nach vorne zu schauen, was wir ja beide auch genauso vorhatten.

    Aber die ersten Anzeichen, dass es nicht funktioniert, zeigten sich leider sehr schnell. Als erstes, als ich ihn an die Testung auf ADHS erinnerte. Er flippte total aus, dass ich immer noch daran festhalten würde, obwohl wir ja überhaupt keine Probleme mehr hätten. Ich wäre ja nach wie vor davon besessen und wollte ihn immer noch krank quatschen. Ich habe sofort gemerkt, dass es nichts gebracht hätte, weiterhin darauf zu bestehen. Leider war ich nicht in der Lage, dort sofort einen Schlusstrich zu ziehen, was aus heutiger Sicht das einzig Richtige gewesen wäre.

    Es wurde also langsam aber sicher alles so, wie es vorher war. Am schlimmsten habe ich seine immerwährende Überempfindlichkeit für alles wahrgenommen. Alles positive auf ihn Eingehen und Entgegenkommen - nichts hat gereicht. Es war wie immer. Nach einem Krankenhausaufenthalt stand z. B. die Frage im Raum, wie ich nach Hause kommen würde. Er deutete an, dass er genau an diesem Tag beruflich sehr viel zu tun hätte. Um ihn zu entlasten schlug ich vor, dass mich meine Tochter abholen könnte (was m. E. doppelt in seinem Sinne war, da er mir immer wieder sagte, dass ich meine Tochter im Alltag mehr fodern solle). Nach Tagen warf er mir dann vor, dass er es unmöglich gefunden und er sich extrem zurückgesetzt gefühlt hätte, dass ich mich von meiner Tochter hätte abholen lassen. Gut genug um mich ins Krankenhaus zu bringen und mich dort zu besuchen, das sei er. Auf meinen Hinweis, dass ich ihn damit nur entlasten wollte, kamen dann nur ausweichende Antworten.
    Oder aus meiner Bemerkung, dass mir die Lage einer Wohnung nicht so gut gefällt (wir hatten nach einer gemeinsamen Wohnung gesucht), wurde gemacht, dass ich offensichtlich grundsätzlich nicht mehr mit ihm zusammenziehen wolle.

    Ich habe dann wieder (wie immer) versucht, die Wogen zu glätten, da auch ein einwöchiger Urlaub zu Dritt anstand. Meine Tochter ist einen Tag später angereist, so dass er und ich noch Zeit für uns alleine hatten, die ich auch entspannt mit ihm genossen habe. Völlig aus der Luft gegriffen hat er mir dann am Ende des Tages vorgeworfen, dass ich ja sowieso nur darauf warten würde, dass meine Tochter endlich kommt und für ihn gar keinen Kopf hätte. Meine Versuche, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, waren wenig erfolgreich. Sobald meine Tochter dann da war, schaltete er auf "mimosig" um. Er setzte sich auf Fahrradtouren ab, spazierte am Strand immer mit Abstand vor oder hinter uns her. Wir beide, meine Tochter und ich, versuchten auf ihn einzugehen, damit er nur bloß nicht das Gefühl des Ausgeschlossen-Seins haben könnte. Ich suchte auch bewusst immer seine körperliche Nähe, um ihm ein gutes Gefühl zu geben. Nichts half. Er steigerte sich völlig in die Situation hinein, warf mir vor, meine Tochter und ich würden wie ein Liebespaar miteinander umgehen. Er fühlte sich irgendwann so unwohl, dass er schließlich abreisen wollte, nicht ohne meinter Tochter aber noch mit auf den Weg zu geben, dass sie eine verwöhnte Göre sei, die nichts vom Leben wüsste. Und seit Anbeginn unserer Beziehung hätten er und ich darum kämpfen müssen, dass sie uns unsere Beziehung erlaubt. Ich bin dann dazwischengegangen und habe gesagt, dass das so nicht geht und so auch nicht wahr ist, was er als totale Demütigung und als absolut iloyal empfunden hat.

    Nachdem ich und meine Tochter auch wieder aus dem Urlaub zurück waren, haben er und ich uns nochmals zusammengesetzt. Ich habe vorgeschlagen, noch einmal zur Paartherapie zu gehen, da ja nun akut doch massive Probleme bei uns anstünden. Er meinte nur, dass er darin keinen Sinn sehen würde und dass wir "austherapiert" wären. Heraus kam letztendlich, dass er zukünftig nichts mehr mit meiner Tochter zu tun haben wolle, wenn ich meine Einstellung nicht ändern würde. Ich müsse einfach auch mal als seine Partnerin an seiner Seite stehen und nicht nur als Anwältin meiner Tochter vor ihr. Wir sollten in der momentanen Lage von Tag zu sehen, dass wir beide uns wieder annähern. Ich habe ihm dann gesagt, dass das so nicht funktionieren würde. Dass ich mit seinem Verhalten nicht mehr klarkommen würde und es so nicht geht. Auf sein "dann pack deine Sachen und geh" habe ich genau das getan.

    Es mag sein, dass mein Wunsch danach, dass er sich behandeln oder überhaupt erst einmal nur testen lässt, völlig bescheuert und egoistisch war. Wenn er keinen Leidensdruck empfindet und sich so als richtig und gut fühlt, dann mag es sein, dass wir einfach nur nicht zusammengepasst haben. Ich glaube aber fest, dass er und ich wirklich klasse zueinander gepasst hätten. Und mein Gefühl sagt mir, dass er eben nicht rundum glücklich und zufrieden damit ist, wie er ist und wie sich das auf sein Leben auswirkt und dass unsere Beziehung tatsächlich am Ende an einem untherapierten ADHS gescheitert ist.

    Wie auch immer, wir beide haben eine Entscheidung getroffen, die unvermeidbar war.

    Vielen Dank nochmal an Euch. Ihr habt mir geholfen.

    VG, A.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 156

    AW: Beziehungsende durch ADHS?

    Avis schreibt:
    Hallo an alle,

    ich möchte mich nochmals für Eure Antworten und Beiträge bedanken.

    Nach unserer Trennung ist mein Freund (jetzt Ex-Freund) wieder auf mich zugekommen und wir haben versucht einen Neuanfang zu starten, der leider gründlich missglückt ist.

    Ich war froh und glücklich, dass er auch auf meine "Bedingungen", dass wir eine Paartherapie machen und er sich auf ADHS testen lässt, eingegangen ist - auch wenn er meinen Verdacht immer noch als absolut lächerlich abgetan hat. Er hatte in der Zeit unserer Trennung s. E. erkannt, dass die vordergründigen Probleme, die er mit meinem Umgang mit meiner Tochter hatte, u. a. daher rührten, dass er meinte, dass ich als seine Partnerin auch immer die Rolle der Mutter für ihn erfüllen musste. Er wisse aber jetzt, dass ich das nicht leisten könnte und diese Suche ansich auch nicht richtig ist. Und aufgrund dieser Erkenntnis, würde dieses Problem auch nicht mehr auftauchen. Abgesehen davon würde er das seiner Meinung nach ansonsten spezielle Umgehen mit meiner Tocher jetzt einfach mit Humor nehmen. Nach dem Motto "Sie ist da halt ein wenig anders unterwegs, aber das hat nichts mit unserer Beziehung zu tun".

    Trotz Skepsis und Misstrauen, dass unsere Probleme "so leicht" in den Griff zu bekommen wären, bin ich frohen Mutes und sehr engagiert wieder an unsere Beziehung herangegangen. Die ersten 2 Wochen lief alles super, so dass wir bei unserem Termin für die Paarberatung keine aktuellen Probleme zu berichten hatten und die Therapeutin uns nur mit auf den Weg geben konnte, nicht in der Vergangenheit zu verharren, sondern nach vorne zu schauen, was wir ja beide auch genauso vorhatten.

    Aber die ersten Anzeichen, dass es nicht funktioniert, zeigten sich leider sehr schnell. Als erstes, als ich ihn an die Testung auf ADHS erinnerte. Er flippte total aus, dass ich immer noch daran festhalten würde, obwohl wir ja überhaupt keine Probleme mehr hätten. Ich wäre ja nach wie vor davon besessen und wollte ihn immer noch krank quatschen. Ich habe sofort gemerkt, dass es nichts gebracht hätte, weiterhin darauf zu bestehen. Leider war ich nicht in der Lage, dort sofort einen Schlusstrich zu ziehen, was aus heutiger Sicht das einzig Richtige gewesen wäre.

    Es wurde also langsam aber sicher alles so, wie es vorher war. Am schlimmsten habe ich seine immerwährende Überempfindlichkeit für alles wahrgenommen. Alles positive auf ihn Eingehen und Entgegenkommen - nichts hat gereicht. Es war wie immer. Nach einem Krankenhausaufenthalt stand z. B. die Frage im Raum, wie ich nach Hause kommen würde. Er deutete an, dass er genau an diesem Tag beruflich sehr viel zu tun hätte. Um ihn zu entlasten schlug ich vor, dass mich meine Tochter abholen könnte (was m. E. doppelt in seinem Sinne war, da er mir immer wieder sagte, dass ich meine Tochter im Alltag mehr fodern solle). Nach Tagen warf er mir dann vor, dass er es unmöglich gefunden und er sich extrem zurückgesetzt gefühlt hätte, dass ich mich von meiner Tochter hätte abholen lassen. Gut genug um mich ins Krankenhaus zu bringen und mich dort zu besuchen, das sei er. Auf meinen Hinweis, dass ich ihn damit nur entlasten wollte, kamen dann nur ausweichende Antworten.
    Oder aus meiner Bemerkung, dass mir die Lage einer Wohnung nicht so gut gefällt (wir hatten nach einer gemeinsamen Wohnung gesucht), wurde gemacht, dass ich offensichtlich grundsätzlich nicht mehr mit ihm zusammenziehen wolle.

    Ich habe dann wieder (wie immer) versucht, die Wogen zu glätten, da auch ein einwöchiger Urlaub zu Dritt anstand. Meine Tochter ist einen Tag später angereist, so dass er und ich noch Zeit für uns alleine hatten, die ich auch entspannt mit ihm genossen habe. Völlig aus der Luft gegriffen hat er mir dann am Ende des Tages vorgeworfen, dass ich ja sowieso nur darauf warten würde, dass meine Tochter endlich kommt und für ihn gar keinen Kopf hätte. Meine Versuche, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, waren wenig erfolgreich. Sobald meine Tochter dann da war, schaltete er auf "mimosig" um. Er setzte sich auf Fahrradtouren ab, spazierte am Strand immer mit Abstand vor oder hinter uns her. Wir beide, meine Tochter und ich, versuchten auf ihn einzugehen, damit er nur bloß nicht das Gefühl des Ausgeschlossen-Seins haben könnte. Ich suchte auch bewusst immer seine körperliche Nähe, um ihm ein gutes Gefühl zu geben. Nichts half. Er steigerte sich völlig in die Situation hinein, warf mir vor, meine Tochter und ich würden wie ein Liebespaar miteinander umgehen. Er fühlte sich irgendwann so unwohl, dass er schließlich abreisen wollte, nicht ohne meinter Tochter aber noch mit auf den Weg zu geben, dass sie eine verwöhnte Göre sei, die nichts vom Leben wüsste. Und seit Anbeginn unserer Beziehung hätten er und ich darum kämpfen müssen, dass sie uns unsere Beziehung erlaubt. Ich bin dann dazwischengegangen und habe gesagt, dass das so nicht geht und so auch nicht wahr ist, was er als totale Demütigung und als absolut iloyal empfunden hat.

    Nachdem ich und meine Tochter auch wieder aus dem Urlaub zurück waren, haben er und ich uns nochmals zusammengesetzt. Ich habe vorgeschlagen, noch einmal zur Paartherapie zu gehen, da ja nun akut doch massive Probleme bei uns anstünden. Er meinte nur, dass er darin keinen Sinn sehen würde und dass wir "austherapiert" wären. Heraus kam letztendlich, dass er zukünftig nichts mehr mit meiner Tochter zu tun haben wolle, wenn ich meine Einstellung nicht ändern würde. Ich müsse einfach auch mal als seine Partnerin an seiner Seite stehen und nicht nur als Anwältin meiner Tochter vor ihr. Wir sollten in der momentanen Lage von Tag zu sehen, dass wir beide uns wieder annähern. Ich habe ihm dann gesagt, dass das so nicht funktionieren würde. Dass ich mit seinem Verhalten nicht mehr klarkommen würde und es so nicht geht. Auf sein "dann pack deine Sachen und geh" habe ich genau das getan.

    Es mag sein, dass mein Wunsch danach, dass er sich behandeln oder überhaupt erst einmal nur testen lässt, völlig bescheuert und egoistisch war. Wenn er keinen Leidensdruck empfindet und sich so als richtig und gut fühlt, dann mag es sein, dass wir einfach nur nicht zusammengepasst haben. Ich glaube aber fest, dass er und ich wirklich klasse zueinander gepasst hätten. Und mein Gefühl sagt mir, dass er eben nicht rundum glücklich und zufrieden damit ist, wie er ist und wie sich das auf sein Leben auswirkt und dass unsere Beziehung tatsächlich am Ende an einem untherapierten ADHS gescheitert ist.

    Wie auch immer, wir beide haben eine Entscheidung getroffen, die unvermeidbar war.

    Vielen Dank nochmal an Euch. Ihr habt mir geholfen.

    VG, A.
    Verstehe mich nicht falsch, aber was hat sein verhalten mit ADHS zu tun?

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Beziehungsende durch ADHS?

    Hallo Damarus,

    nein, ich verstehe Deine Frage nicht falsch. Dankeerst einmal für das Feedback.

    M. E. hat dieses Verhalten aber sehr viel mit ADHS zu tun (was ich vorab beschrieben habe, ist auch nur ein kurzer Ausschnitt von vielen vielen Beispielen). Vonalleine wäre ich nie darauf gekommen, da ich keine Veranlassung hatte, mich mitdem Thema ADHS zu beschäftigen und lange viele Fehler bei mir gesucht habe. Alsich aber aufgrund unserer Probleme anhand einiger Schlagworte in Google gesucht habe und indiesem Zusammenhang immer wieder auf ADHS gestoßen bin, wurde ich stutzig. Zumal er mir in einemvergangenen Gespräch erzählt hatte, dass Therapeuten und auch er selbst imNachhinein vermutet hatten, dass er als Kind sicherlich ADHS "gehabthat". Ich hatte dieser Aussage zu dem Zeitpunkt nur nicht viel Bedeutung beigemessen,wusste auch gar nicht, was sich hinter ADHS wirklich verbirgt.
    Jedenfalls fand ich zig Dinge in verschiedenen Artikeln undForen wieder. Und beschrieben Angehörige von ADHSlern ihre Probleme inBeziehungen, hatte ich manchmal das Gefühl, sie würden 1:1 über uns schreiben. Ichhabe mich daraufhin weiter informiert. U. a. mit dem Lesen verschiedener Bücher("Lass mich, doch verlass mich nicht", "Wir fühlen unsanders"). Ich habe bewusst versucht, mit Vorsicht an die Sacheheranzugehen, da ich mir eben auf keinen Fall anmaßen möchte, ihn krank zu quatschen, wie er es mir so oftgerne unterstellt hat.
    Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage einigermaßen…
    VG, Avis

  5. #15
    Immer eingeloggt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 464

    AW: Beziehungsende durch ADHS?

    Hallo Avis,
    ich sehe ja das Problem auch nicht im ADHS, verstehe aber irgendwie, dass Du euren Schwierigkeiten gerne einen Namen geben möchtest. Ansich finde ich es schön, wenn ein Angehöriger sich über ADHS informieren mag um besser damit umgehen zu können. Allerdings erscheinen mir zuviele der beschriebenen Verhaltensweisen deines ehemaligen Partners nichts, oder eher wenig, mit ADHS zu tun zu haben.

    Ganz verstehe ich nicht, dass Du glaubst, das ihr 'wirklich klasse zueinander gepasst hättet', denn sein Verhalten ist ja auch Teil seiner Persönlichkeit und eben nicht nur Ausdruck einer ADHS oder sonstigen therapierbaren 'Verhaltensstörungen'. Was hätte denn so gut gepasst??

    Ansonsten wünsche ich Dir, dass du bald die Trennung überwunden haben wirst und nicht noch einmal versuchst alle unerwünschten Verhaltensweisen als wegtherapierbar anzusehen. Vielleicht triffst Du ja auch nochmal auf einen liebenswerten ADHSler und wirst dich wundern, wie anders sich bei dem ADHS auswirkt.

    Alles Gute
    Smaragdina

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Beziehungsende durch ADHS?

    Hallo Smaragdina,

    hmm, ich denke, wenn es mir darum gehen würde, unseren Schwierigkeiten nur einen Namen geben zu wollen, dann hätte ich es mir "leichter" machen können. Ich hätte mir sagen können, dass er einfach anders tickt als ich, wir tatsächlich nicht zusammen passen - was auch immer. Auch frühere Beziehungen sind gescheitert, ohne dass ich meinen Ex-Partnern im Anschluss oder noch während der Beziehung irgendwelche "Verhaltensstörungen" angedichtet hätte. Man hat sich nicht richtig verhalten, man hatte unterschiedliche Lebensentwürfe, sich in andere Richtungen entwickelt oder man passte tatsächlich nicht zusammen.

    Ich könnte hier eine ellenlange Liste mit seinen Verhaltensweisen schreiben, die eindeutig auf ADHS hinweisen. Meiner Meinung nach. Viele hier im Forum teilen meinen Verdacht, es könne ADHS sein, andere widerrum sagten, dass ich nur eine Erklärung für das Scheitern unserer Beziehung suchen würde. Am Ende ist es wahrscheinlich - wie so oft im Leben -einfach nur Auslegungssache, solange man nichts "schwarz auf weiß" hat.

    Du hast Recht, natürlich sind viele seiner Verhaltensweisen auch Teil seiner Persönlichkeit und vielleicht habe ich hier nicht wirklich deutlich gemacht und deshalb betone ich es ganz klar: Ich habe ganz ganz viele seiner Eigenschaften, auch die, die m. E. mit ADHS zusammenhängen, geliebt und geschätzt. Es waren nur einige wenige, die unsere Beziehung negativ (leider massiv) beeinträchtigt haben. Und da wir ansonsten ziemlich gleich tickten, bin ich der Meinung, dass wir toll zusammengepasst hätten. Was er auch immer betont hat.

    Ich bin mir sicher, dass es viele liebenswerte ADHSler gibt (zu denen ich im Übrigen auch einen Ex-Freund zähle) und ich hüte mich, alle über einen Kamm zu scheren. Schwierig kann es m. E. nur werden, wenn man sich seinen Problemen nicht stellt und sie nicht wahrhaben will. Im besten Fall sollte man sich eben immer seiner Stärken, aber auch seiner Schwächen bewusst sein. Dies gilt dann wohl für alle: Menschen mit und ohne ADHS.

    VG und danke für Deine Antwort, A.

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