Seite 3 von 4 Erste 1234 Letzte
Zeige Ergebnis 21 bis 30 von 35

Diskutiere im Thema Reha für Nicht-ADS`Ler im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Reha für Nicht-ADS`Ler

    Sunshine schreibt:

    [1.]
    Ich war auch beim ersten Mal ein wenig irritiert als ich die Überschrift las, denn das klingt so, als wenn die ADHSler Schuld wären, dass die Angehörigen eine Reha brauchen und das es dafür eine spezielle geben muss.

    [2.]
    Ich denke, die Überschrift ist einfach falsch gewählt, denn für jemanden ohne ADHS gibt es tausend Möglichkeiten eine Reha zu machen oder zu einem Therapeuten zu gehen. Wir hingegen müssen Hände ringend jemanden suchen, der sich auch mit ADHS auskennt, damit wir wirklich gut behandelt werden können.

    [3.]
    Jeder Mensch dem es schlecht geht, kann sich Hilfe suchen, egal in welcher Art und Weise und das rate ich auch jedem, denn wie hier schon gesagt wurde, wenn es einem schlecht geht, kann man den anderen nicht mehr unterstützen, weil man selbst mit sich zu tun hat.

    [4.]
    Aufopfern muss sich niemand, denn egal ob betroffen oder nicht, jeder hat das Recht glücklich zu sein.

    [5.]
    Ich verstehe hier beide Seiten (auch die von Loyola, dem anscheint grad ein bissel die Pferde durchgegangen sind ) aber ich möchte hier gern einmal an dieser Stelle erwähnen, dass die meisten Angehörigen hier sind, weil sie wirklich verzweifelt sind und helfen möchten, aber nicht wissen wie sie es machen sollen. Immerhin wagen sie sich ja auch in die Höhle des Löwen.

    [6.]
    Mit Sicherheit sagt die Überschrift dieses Threads etwas ganz anderes aus, was eigentlich gemeint ist.

    [7.]
    Denn worum geht es hier? Darum das jemand am Ende seiner Kräfte ist und auch Hilfe benötigt und in dem Fall kann ich nur raten, sich diese auch zu suchen, bei einem Psychiater, Psychotherapeuten oder in einer Klinik.

    [8.]
    Und noch etwas... oftmals ist es so, dass jemand schon immer eigene Probleme (nicht verarbeitete Geschichten) hatte die tief in ihm geschlummert haben, aber durch gewisse Umstände jetzt erst ans Tageslicht gelangen, vielleicht sollte man auch darüber mal nachdenken, dass es gar nichts mit der (ich nenne es jetzt einfach mal so) Fürsorge für einen ADHSler zu tun hat, sondern viel mehr mit einem selbst. Aber ich glaube dieser Aspekt wurde hier auch schon erwähnt.


    [9.]
    Bitte versucht wenigstens ein wenig Verständnis für den anderen aufzubringen, denn wir sind doch hier um zu lernen besser miteinander umgehen zu können.





    Liebe Grüße
    Sunshine


    Danke Sunhine,
    für die Zusammenstellung der Kernbotschaften u. Deinen gut getimten Rettungsversuch [6]. Von der Seite von ADHS-Betroffenen kann man so einen Diskussionsverlauf unmöglich ohne Intervetnion laufen lassen, das sind einfach schwere Grenzverletzungen. Die Grenzen sind es, für die auf beiden Seiten ein Sensorium wachsen soll. Wenn es nötig ist, das entschieden aufzuzeigen, mach ich das auch: Es gibt viele die unter so einem Gerede von Nicht-Betroffene schwer leiden müssen, die noch meinen, sie wären hier die sog. Vernünftigen... Ich finde, dass - wenn es hier - abseits der Lösung von Erektionsbeschwerden - eine andere Frucht geben soll, und zwar tatsächlich in der Richtung, die Mel und Du hier genannt haben.
    Ohne Intervention wäre das hier anders weitergelaufen u. ich ermutige wirklich jeden ganz entschieden, sich von so einer scheinbaren Stinovernunft nicht unterbuttern zu lassen und Mut zu haben. Und im Zweifel hier lieber mehr Mut als Feigheit vor dem vermeintlichen Helfer. Das ist ja die gutmeinende Krönung...

    Meinerseits auch das ernstgemeinte Angebot:
    Wenn sich ein Angehöriger von mir nach einem Gespräch über [8.] noch erklären lassen will, welche Therapie er wo haben kann, damit ihm geholfen wird, dann helfe ich gern persönlich u. unbürokratisch und ganz kühl weiter [7.]. Hab da ein gutes Auge u. das geht ZackZack, zum Wohl aller Beteilgten. Ziel ist freilich [9.], aber meine durchaus geordneten Friedenszwänge sind da in meiner eigenen Hand u. es gibt Kriterien.

    Lg



    Ps: Hilfreich zum Thema Angehörige, denen es um ADHS-Betroffene geht:

    1. ADHS: Mutter kämpft um mehr Verständnis in der Gesellschaft
    Überlingen: ADHS: Mutter kämpft um mehr Verständnis in der Gesellschaft | SÜDKURIER Online

    2.
    Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG SELBSTHILFE) zur Bundestagswahl 2013
    http://www.bag-selbsthilfe.de/tl_fil...Endfassung.doc.

    3.
    Sächsische Sozialministerin würdigt Beitrag der Selbsthilfe zur ganzheitlichen Versorgung im Gesundheitsbereich
    DAG SHG - Jahrestagung 2013
    Geändert von Loyola ( 7.06.2013 um 13:37 Uhr)

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Reha für Nicht-ADS`Ler

    Hallo,

    Grenzverletzungen?
    Schauen mal wo, wann und von wem was gelöscht wurde!
    Wer ermahnt wurde!

    Hier wird einem die Lust zum Schreiben und zum Austausch genommen.

    Hier werde ich in Zukunft nicht`s mehr schreiben, nur noch lesen.

    ist ja wie im Kindergarten.....

    Gruß
    Susa

  3. #23
    Wom


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 103

    AW: Reha für Nicht-ADS`Ler

    ohje, was für ein Kino wieder.

    Da war es eben noch so ergreifend, und dann diese merkwürdige Werbepause ;-)

    Also, ich bin in der Meinung, keiner von uns dreien, die hier als Angehörige Posten - opfern uns für unsere Partner auf.


    Wir unterstützen unsere Partner, wie es in jeder halbwges harmonischen Beziehung mindestens mal üblich ist.

    Das wir hier nur Eckpunkte anschreiben, ist doch auch völlig normal. - Und leider sind diese Eckpunkte die Probleme in der Partnerschaft.




    Bei uns z.B. ich habe es ja nun schön öfters angesprochen, ist es ein geben und ein nehmen.
    Und wenn mein Partner/in zur Zeit nincht in der Lage ist, sich auf z.B. wichtiges Schreiben zu konzentrieren, dann machen wir es zusammen.
    Dann kann es natürlich vorkommen, dass er/sie geradfe auch noch an einem Punkt ist, wo das richtie Zuhören etwas eingeschränkt ist.
    Etc - das sollten auch jedem ADHSler so bekannt sein ;-)
    Wenn wir dann sagen, okay, ich kümmere mich jetzt darum, weil es sehr wichtig ist, und heute noch zur Post muss.....

    Das ist doch bitte schön nur ein einziges Beispiel von Zig, die uns ALLEN in solch einer Patner-Konstelation täglich vorkommen.

    Da dies jeden Tag zu Gradwanderungen führen kann, bzw. über Grenzen rausgeht ist es doch auch verständlich, das ein Angehöriger überfordert ist.

    Aus meiner Sicht ist hier aber dann auch immer die Frage:
    Wie ist das Alter der Beiden
    Wie lange gibt es diese Partnerschaft
    Wie lange ist eine Diagnose / Behandlung am laufen
    Wie genau ist der Wissensstand des Angehörigen
    Wie ist der Angehörige selber psyschich angeschlagen
    Und ganz natürlich, wie sind die dadurch entstandenen Probleme zu bewerten - Sind es extremsituationen (Arbeitsplatz verlust, dauerhaft starke Depris, Suchterkrankung, Magersucht etc etc etc)


    Ich möchte aber nochmals betonen: Wir reden hier nicht darüber, wie beschissen sich unser Partner verhält - und er sei an Allem bösen Schuld.
    Dieser Eindruck sollte und hätte bei keinem der Leser/Schreiber entstehen müssen.

    Aber eines ist doch klar:
    Geht es einem ADHSler besser, wenn er einen Partner hat, der ihn unterstützt, der nach Lösungsansätzen sucht, der ihm in Tiefphasen trösten und helfen kann etc etc etc
    oder will er vielleicht ja mit seinen Problemem trotz eingegangener Partnerschaft alleine da stehen ???



    Ich denke, dieses Thema ist nun leider so blöde gelaufen, dass wir vielleicht auf Seite 5 weiter machen sollten, und Seite 4 mal Alles leer lassen wollen


    PS die Überschrift war wirklich bissl blöde ausgedrückt, da man diese schnell falsch auffassen konnte - (je nach Stimmungslage versteht sich )

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Reha für Nicht-ADS`Ler

    ist ja wirklich schade, dass die stimmung hier wieder so hoch fährt. Zumindest ich habe (bilde ich mir ein) sehr deutlich gemacht, dass ich hier niemanden angreifen will.
    Es geht hier um austausch, verstehen, hilfe, selbsthilfe…. Da liest man eben auch mal was, was einem nicht gefällt. Da kann man drüber nachdenken (sofern einigermaßen höflich formuliert) und wenn man meint, da würde etwas angesprochen was nicht zu einem passt, braucht man es ja nicht annehmen. Wenn hier nur gewünscht wird zu lesen was einem gefällt, sagen, dann ziehe ich mich aus der diskussion zurück und denke mir meinen teil. Also falls konstruktive gedanken denn doch nicht gewünscht wird und das lediglich ein frust-thread sein soll, einfach sagen.



    Die co-abhängigkeit so auch zu benennen, hab ich mich gestern ja schon gar nicht getraut. Die hast du, susa, selsbt angesprochen. Ich wollte dir da auch nicht zu nahe treten, lediglich deutlich machen, dass es immer etwas mit beiden personen zu tun hat, wenn sich solche dinge entwickeln. Und wenn das der fall ist, wäre es gesünder als ziel nicht zu wählen, sich davon ein paar wochen zu erholen und weiter zu machen wie bisher, sondern da auch sich selbst kennenzulernen etc. und zu schauen, wie man diese situation wieder ändert. Drum hab ich da das buch erwähnt und einen link eingestellt. Ob du dich damit auseinandersetzt, ist deine sache!! Ich jedenfalls finde so etwas

    Ich gehe auch in Kur, damit ich für ihn besser da sein kann,
    ziemlich ungesund. Und für keinen der beteiligten hilfreich.


    Und das sage ich nicht mal als adhs-betroffene, sondern als jemand, der sich mit solchen dingen beschäftigt hat und aus einem helfenden beruf kommt. obendrauf im näheren umfeld leute habe, wo ich auch immer wieder aufpassen muss, dass ich nicht dazu verleitet werde, zu viel zu "helfen". und selbst ja in letzter zeit dann und wann auch mal hilfe brauchen könnte. Somit kenne ich beide seiten ganz gut. Wenn die frage also lautet, wie kann ich meinem partner helfen, dann ist die erste frage, wie man für sich selbst sorgt. Und bei der hilfe für den anderen, ist’s ja nicht verkehrt, andere sichtweisen zu hören. In erster linie weiß die person, die unterstützung braucht, selbst ganz gut, was sie braucht und wie man ihr helfen kann….setzt dort aber auch voraus, dass derjenige echte hilfe haben und es sich nicht nur bequem machen will. das nur mal so grundsätzlich und nicht auf einen von euch bezogen.


    Das problem ist halt, dass echte hilfe oft anders aussieht, als man meint. Und manches mal schwieriger ist, als die vermeintliche hilfe. Dafür aber auch zu einem ziel führt und nicht in gegenseitige abhängigkeit. Dafür wollte ich lediglich sensibilisieren. Und eben auch dafür zu schauen, wo probleme bezug zu adhs haben und wo das adhs leicht herangezogen wird und eigentlich andere probleme bestehen.


    Eine situation wie susa es beschrieben hat, ist alles andere als schön. Dafür hab ich schon verständnis. Seinen partner da zu unterstützen ist ja auch begrüßenswert. Wenn das nicht nur eine vorübergehende tiefphase ist, würde ich mir in dieser situation allerdings die frage stellen, wo unterstützen aufhört, wo derjenige selbst auch was dafür tut, dass es ihm besser geht, wo ich die rolle des therapeuten o.ä. einnehme usw. damit will ich auch niemanden angreifen. Aber ich kann ja nur zu dem was sagen, was ich hier lese und wie das bei mir ankommt. Und wenn ich lese, dass jemand so ausgelaugt ist, es dir selbst schlecht geht, dann frag ich halt: „achtest du genügend auf dich selbst?“ was hat dazu geführt, dass es dir selbst damit so schlecht geht? Wo übernimmst du verantwortung, die beim partner bleiben sollte? Usw. damit will ich nicht sagen „selbst schuld“, sondern „wie kann das künftig vermieden werden?“.


    Ich überspitze das jetzt mal und schreibe zwei aussagen, kann dann jeder selbst schauen, wie sie bei ihm wirken.
    - - „mein partner/kind hat adhs. Es ist meine aufgabe x,y,z zu tun um ihm zu helfen. Ziemlich anstrengend ist das, immer für den anderen zu sorgen. Ich brauch mal pause, bin so erschöpft davon. Damit ich ihm danach wieder besser helfen kann.“

    - - Mein partner/kind hat adhs. Wenn er hilfe braucht, sagt er es mir und auch, wie diese hilfe aussehen soll. Dann schau ich, ob ich gerade in der lage bin das zu leisten und wenn ja, unterstütze ich gern. Manchmal ist trost spenden auch das einzige, was ich machen kann. Gerade war eine phase, in der er viel hilfe brauchte, aber nun geht es wieder bergauf und ich kümmer mich wieder um mich selbst.“


    Du kannst mir glauben, dass ist zermürbender, als wenn ich ihm das abnehmen würde.
    Ja, das glaube ich gerne. Die frage stelle ich dennoch: ist das echte hilfe? Oder das vermeiden von „mehrarbeit“. Wird er so je lernen, allein zurechtzukommen? Ihm alles abnehmen zermürbt ja auch, aber dauerhaft. wie lang kannst du das leisten? was macht er, wenn du nicht mehr parat stehst?


    @wom:
    Ich stimme dir in so ziemlich allem zu. Bei dir kommt das was ich lese bei mir auch so an, als würde das in gesunden bahnen laufen. Deine mitrednerinnen will ich auch nicht anklagen o.ä. ich hoffe, das wirkt auch nicht so. aber das was ich da lese, kommt bei mir nicht so an, als wären das kurze tiefphasen und als wären mit ausnahme von extremsituationen die verantwortlichkeiten da, wo sie hingehören. Und das ist für einen selbst dann ziemlich ungesund und am ende eben auch keine hilfe, die den anderen wieder in seine eigene kraft bringt. Also für beide seiten nicht gut.


    Liebe grüße
    mel
    Geändert von mel. ( 7.06.2013 um 19:45 Uhr)

  5. #25


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.199

    AW: Reha für Nicht-ADS`Ler

    So, das ist jetzt hier privat und hat nichts mit meiner Position im Team zu tun:

    Nee WOM und jetzt betrachten wir in aller Ruhe mal Seite 4

    Okay, wird bestimmt ein wenig wirres Geschreibsel hier von mir werden (weil ich bezweifle das es überhaupt einer versteht, was ich eigentlich genau sagen will, is ja wie immer und kenne ich schon, aber egal... also tiiiiiiiiiiiiieeeeeef durchatmen... und zählen und jetzt.... !!!

    @Lieber Loyola,

    im Moment bist du meine absolute Lieblings-Krawallbürste, weil du hier wirklich gegen Windmühlen kämpfst. Nix Rettungsversuch, sondern eine ehrliche, ernst gemeinte Reaktion auf das ganze Drama hier. Wenn du mal in Berlin bist, sag mir Bescheid, ich roll dann diese eiskalte Stadt von einer anderen Seite auf

    Weißt du was mich grad ein bissel ärgert? Du schießt mit Kanonen auf Spatzen (was nie ein gutes Ende genommen hat) und ich hätte mir gewünscht, dass du mal aus deinem Erfahrungsschatz berichtest, denn deine Abneigung gegen jede Art von Angehörigen (und bitte liebe Nicht-ADHSler jetzt falsch verstehen) kommt ja nicht vom Himmel.

    Wenn du richtig zielen würdest, könntest du auch treffen lieber Loyola, das setzt aber voraus, das du mal erklärst warum du eigentlich am liebsten jeden Angehöriegn den Garaus machen würdest.

    Also, was sind deine Erfahrungen (und bitte komme jetzt nicht mit irgendwelchen Links oder hochtrabenden Geschwafel um die Ecke) warum bist du so gegen Menschen, die nur eins wollen: nämlich verstehen, begreifen, unterstützen? Was ist denn passiert, dass du die Angehörigen (und im Moment lese ich hier nur Hilferufe seitens der Angehörigen) so niedermachst?

    Ich kenne das selbst, auch all die fiesen Sätze, Bemerkungen und Anfeindungen, von das ich faul bin, weil ich ja kann, wenn ich will, bis hin ich soll mich doch gefälligst zusammenreißen, is ja alles nicht so schlimm.

    Aber eines habe ich doch gelernt: das es nicht-Betroffene gibt, die sich wirklich den Hintern aufreißen, damit sie mit Menschen wie mir wenigstens etwas klarkommen. Ich glaube fast, das egal was hier geschrieben wird, du einfach nicht willst das es gut ausgeht und da stellt sich mir natürlich die alles entscheidende Frage: Warum ist das so und vor allem, was hast du erlebt?!

    Ich würde mich freuen, wenn du mal weniger den Finger heben würdest und damit auf Angehörige zeigst, sondern von dir berichtest, welche Erfahrungen du gemacht hast und warum das ganze hier für dich so furchtbar ist. Eigentlich, wenn ich das so lese, müsste man dich aus diesem Bereich komplett wegschalten, weil es dir nicht gut zu tun scheint, aber andererseits, hast du auch deine Gründe warum du so reagierst...

    und genau DIESE Gründe interessieren mich


    @Lieber WOM

    ich schätze dein Engagement sehr und ich hoffe, dass du weißt, dass ich nicht einfach mal so ein "Like" oder "Danke" vergebe Aber ich muss dir widersprechen! Es gibt genügend Menschen die sich für einen anderen aufopfern und ich habe bei euch einfach genau dieses Gefühl. Ihr bringt es in meinen Augen so rüber und damit musste ich einfach meinen Senf dazu geben.

    Du sagst du opferst dich nicht auf, gut.... aber ich sage dir das ist nur die halbe Wahrheit.... tust du doch, weil es gar nicht anders geht. Wir sind nicht einfach (okay, ich kapiere euch auch nie so wirklich) und versuche aber immer (wenigstens irgendwie) eine Art Basis herzustellen, denn jeder von uns opfert sich in irgend einer Art und Weise auf.

    Das ist mir mal so durch den Kopf gegangen, weil ich ja geschrieben habe, das es niemand muss, aber irgendwie doch und jetzt stoße ich an meine Grenzen, weil ich nicht weiß, wie ich euch meine Gedankengänge erklären soll.

    Man verdammt, warum habt ihr Angehörigen nicht auch einfach ADHS, dann würdet ihr mich viel besser verstehen

    Um es kurz zu machen: Ich bin sehr froh, das es nicht-Betroffene wie dich gibt, weil ich viel von ihnen lernen kann, damit ich die "andere Seite" nicht nur besser einordnen kann, sondern auch, damit ich sie ein stückweise verstehe, was in dieser Gesellschaft enorm hilfreich sein kann.


    @susa:

    nee, dass finde ich jetzt doof! Nur noch lesen? Was bringt dir denn das? Du bekommst hier soviel Verständnis und natürlich auch das Gegenteil, aber du hast die Möglichkeit zu kommunizieren, über ein Thema das dich beschäftigt, über einem Menschen der dir mehr bedeutet, als du vielleicht darstellen kannst und über deine Ängste, Träume und Wünsche. Gib nicht einfach so auf, lass dich bitte nicht entmutigen, denn dein Weg ist zwar schwer aber er ist richtig, nur darfst d dich nicht selbst dabei vergessen, denn du bist auch ein wertvoller Mensch!

    Denn (jaha lieber Loyola und lieber WOM (ach ich mag euch beide irgenwie, ich betone das nochmals ) hier geht es darum, Verständnis für den anderen aufbringen zu können, gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen.

    Und für Loyola nochmal zum mitschreiben... Es ist das Schicksal des Genies, unverstanden zu bleiben. Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie. (Ralph Waldo Emerson)

    Und Jungs, wenn ihr nicht bald mal aufhört euch gegenseitig an Bein zu piseln, dann gibts Stress mit Sunshine, und die ist wirklich nicht lustig, wenn die sauer ist. Falls euch mal wieder die Zähne zu eng stehen, einfach Bescheid sagen, denn das kann ich ändern



    Alles Liebe für alle, die sich hier gegenseitig unterstützen und wenigstens versuchen ein Zusammenleben möglich zu machen!






    Liebe Grüße
    Sunshine

  6. #26


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.199

    AW: Reha für Nicht-ADS`Ler

    Mist, mel. schreibt hier immer so tolle Beiträge, die ich aber erst immer dann lesen kann, wenn ich meinen bereits abgeschickt habe.

    @Liebe mel.

    bitte warten... nee quatsch mach nich... ah ich finde das großartig, wie du das immer auf den Punkt bringst






    Liebe Grüße
    die lahme Sunshine

  7. #27
    Wom


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 103

    AW: Reha für Nicht-ADS`Ler

    Also erst mal vielen Dank Euch Beiden für diese tollen treffenden Antworten.

    Ja, wenn ein Like oder Danke kommt, dann weiß ich das sehr genau zu schätzen ;-)



    Sunshine schreibt:
    Das ist mir mal so durch den Kopf gegangen, weil ich ja geschrieben habe, das es niemand muss, aber irgendwie doch und jetzt stoße ich an meine Grenzen, weil ich nicht weiß, wie ich euch meine Gedankengänge erklären soll.
    Man verdammt, warum habt ihr Angehörigen nicht auch einfach ADHS, dann würdet ihr mich viel besser verstehen
    Zweifel, Unsicherheit ?

    Denken - Schreiben - Lesen - Auffassen <----- viele Schnittstellen für Veränderungen des Inhaltes
    Das ist ja teilweise schon in einem persönlichem gespräch unter vier Augen schwer, und dann noch in einem Forum, wo man sich nicht kennt ;-)


    Es gabe Euren Antworten nichts mehr hinzu zu fügen - außer ;-)

    Wenn ich hier Antworten gebe im Forum, dass versuche ich natürlich nicht zu weit auszuschweifen. Da bleiben dann einige Gedanken und Zusammenhänge nicht erwähnt, weil die aus meiner Sicht in dem Moment irrelevant sind.
    So könnte der Eindruck entstehen, dass ich mich aufopfere.

    Unter Aufopfern verstehe ich, sich dem Partner schon fast zu unterwerfen. Alles nur erdenkliche machen, dass es IHM gut geht, und selber bleibt man auf der Strecke.

    Dies kann ich in unserer Beziehung keines wegs so sehen.
    Wie schon erwähnt, es gibt Zeiten und Situationen, da ist der Partner nicht in der Lage bestimmte Din ge zu erledigen.
    Dann habe ich die Wahl, wie reagiere ich.
    Das ist natürlich immer situationsabhängig.

    Wenn es um ganz wichtige Dinge geht, dann versuche ich das gemeinsam mit Ihr zu erledigen.
    Ist dies nicht möglich, dann mach ich es - wie gesagt, bei ganz wichtigen Angelegenheiten.

    Alle anderen Dinge die nicht wichtig sind, stehe ich gelassener gegenüber.
    Mir doch egal, wenn die Küche drei tage mal nicht aufgeräumt wird.
    Und wenn ich nach 4 Tagen keine unterhose mehr im Schrank hab, dann ist sie es, die dann nachts noch waschen darf ;-)
    Ich könnte ja selber eingreifen, aber WARUM sollte ich das ? Das würde nichts bringen.
    Okay, ich könnte ja schon nach zwei Tagen maulen, aber muss ich mir und ihr das antun.
    Das sind alles so Verhaltenssachen, wo ich sehr locker drüber stehe.

    Wenn ich auf Arbeit bin, und ruf sie zeitig an zum wecken, und sie schläft weiter bis mittags,
    das ist misst, aber da muss sie mit klar kommen. Da würde ich jetzt nicht alle drei Minuten anrufen.

    Beispiel Essen:
    Sie schnell koch, koch, essen, fertig - wenn Ihr wisst wie ich das meine.
    Ich esse abends erst, wenn Ruhe im Haus ist, Stiefsohn im Bett, Post erledigt etc
    Dann koche ich für mich in aller Ruhe, und genieße dann mein Essen.
    Ich nenn es immer Trennkost, was wir machen ;-)

    Ich denke, es gibt hier tausende von Beispielen, die man so am Tag erleben kann.



    Wo ich als Partner ein Problem habe ist, wenn auf Grund ihrer Phasen (so nenne ich es mal)
    die Beziehung über einen längeren Zeitrraum nicht rund läuft. Wenn es ein Nebeneinander wird.
    Wenn die Gemeinsamkeiten/Zweisamkeiten nicht mehr vorhanden sind etc.



    Und hier kommen wir zum Ursprungsthema mal kurz zurück:
    Da ist der Punkt, wo ich eingreifen muss, weil sie es in solchen Momenten ja nicht selber registriert, wie es läuft.
    In solchen Phasen muss ich dann mal meine Interessen auch etwas lauter und vor allendingen "gefühlsbetonter" wieder mal zum Ausdruck bringen.

    Schwer zu erklären...

    Vielleicht sind wir ein Paar, was durch diese Konstellation wunderbar zusammen passt - und ich meine, da sind wir eine Aussnahme ;-)

  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Reha für Nicht-ADS`Ler

    Wom schreibt:

    .....

    Denken - Schreiben - Lesen - Auffassen <----- viele Schnittstellen für Veränderungen des Inhaltes
    Das ist ja teilweise schon in einem persönlichem gespräch unter vier Augen schwer, und dann noch in einem Forum, wo man sich nicht kennt ;-)


    Es gabe Euren Antworten nichts mehr hinzu zu fügen - außer ;-)

    Wenn ich hier Antworten gebe im Forum, dass versuche ich natürlich nicht zu weit auszuschweifen. Da bleiben dann einige Gedanken und Zusammenhänge nicht erwähnt, weil die aus meiner Sicht in dem Moment irrelevant sind.
    So könnte der Eindruck entstehen, dass ich mich aufopfere.

    ........
    Das ist wie ich finde eines der größten Probleme bei einer schriftlichen Kommunikation,denn man kann nicht jeden Gedankengang in Worte fassen,einiges empfindet man auch als selbstverständlich weil man selbst es ja weiß und schreibt es desswegen nicht,zumal der Text so auch oft unendlich werden würde.

    um so wichtiger ist es im Zweifelsfall erstmal nach zu fragen wie dieses oder jenes gemeint ist,das würde meines Erachtenns nach schon ca.80% der Unstimigkeiten lösen.


    Gruß Matze
    Geändert von Atze ( 8.06.2013 um 19:23 Uhr)

  9. #29
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Reha für Nicht-ADS`Ler

    Hallo lieber Wom,

    ich finde deinen letzten Beitrag insofern sehr gelungen, als dass er sehr anschaulich und nachvollziehbar darstellt, wie eure Alltagsbewältigung aussieht. Ich persönlich würde dein Verhalten eher als sehr rücksichtsvoll und sensibel bezeichnen und nicht als aufopfernd. Das ist natürlich meine persönliche Einschätzung (sofern solche anhand von einigen wenigen Beiträgen möglich ist).

    Ich kann dich also in deiner Haltung nur unterstützen und wünsche dir noch weiterhin einen regen und konstruktiven Austausch mit allen Usern.


    Liebe Grüße
    Absentia

  10. #30
    Wom


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 103

    AW: Reha für Nicht-ADS`Ler

    Absentia schreibt:

    ich finde deinen letzten Beitrag insofern sehr gelungen, als dass er sehr anschaulich und nachvollziehbar darstellt, wie eure Alltagsbewältigung aussieht. Ich persönlich würde dein Verhalten eher als sehr rücksichtsvoll und sensibel bezeichnen und nicht als aufopfernd. Das ist natürlich meine persönliche Einschätzung (sofern solche anhand von einigen wenigen Beiträgen möglich ist).

    Ich muss wieder mal so grinsen - Hab heute doch mein Grinzetag

    Glaube mir, diesen Satz so zu vormulieren, hat auch schon einen Moment gedauert.
    Wir wissen ja jetzt auch warum

Seite 3 von 4 Erste 1234 Letzte

Ähnliche Themen

  1. "nach der Reha" (trotz Verlängerung) ist "vor der Reha"
    Von Wom im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 8.06.2013, 13:25
  2. Wie beantragt man ne Reha?
    Von aprilesque im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 6.02.2013, 05:16
  3. Reha
    Von Karin68 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 21.05.2010, 09:57
  4. Reha ...
    Von Kimbini im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 30.12.2009, 06:38

Stichworte

Thema: Reha für Nicht-ADS`Ler im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS bei ADHS bei Erwachsenen Forum
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum