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Diskutiere im Thema Unser Beziehungswirrwarr im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 6

    Unser Beziehungswirrwarr

    Guten Morgen!

    Nachdem ich jetzt ein bisschen gestöbert und so viele hilfreiche Sachen gefunden habe, keimt die letzten Tage wieder Hoffnung in mir.
    Im April bin ich seit 5 Jahren mit meinem Mann zusammen - wir sind nicht verheiratet, aber der Ausdruck "mein Freund" gefällt mir nicht. Unser gemeinsamer Sohn ist im Mai geboren. Er ist ein absolutes Wunschkind und soll auch kein Einzelkind bleiben.

    Damals, vor 5 Jahren hat einfach alles gepasst. Wir sind beides "Landeier", wollen 2-3 Kinder, haben ähnliche Interessen und den gleichen bösen, sarkastischen Humor. Sogar mit meinem Hund konnte er sich anfreunden und möchte auf jeden Fall weiterhin Hunde halten.
    Zuerst führten wir eine Fernbeziehung. Mir war zwar aufgefallen, dass er wohl nur unregelmäßig studiert, aber das deckte sich mit meinem damaligen Bild von Studenten.
    Ich habe mich dann bei ihm in der Stadt an der Uni beworben und auch direkt einen Studienplatz bekommen. Nach 9 Monaten Fernbeziehung sind wir zusammengezogen.

    Die Wohnungssuche gestaltete sich schwierig, da ich nicht vor Ort war und er sich nicht an die Besichtigungstermine gehalten hat. Er hat mich immer belogen, warum die jeweilige Wohnung nicht für uns in Frage kommt, bis ein Vermieter sich bei mir gemeldet hat um zu fragen, wieso keiner gekommen ist... Aber schlussendlich haben wir eine schöne Wohnung in einer angenehmen Gegend gefunden.

    Die Lügerei ging leider weiter, nachdem wir eingezogen waren. Obwohl er nicht mehr an der Fachhochschule eingeschrieben war, hat er die ersten Monate jeden Tag das Haus verlassen. Er hat die Miete nicht rechtzeitig überwiesen und die Kaution nicht komplett. Seine alte Wohnung hatte er nicht gekündigt. Aber da er kein Student mehr war, bekam er kein Geld mehr.

    Irgendwann ist alles aufgeflogen. Seine Mama hat ihm Geld geliehen, damit er seine Schulden begleichen kann. Ich habe ihm die Pistole auf die Brust gesetzt: Entweder eine stationäre Therapie oder ich verlasse ihn. Ich dachte damals an Depressionen.

    Er bekam innerhalb weniger Wochen einen Platz in einer Tagesklinik, ein Antidepressivum und die Diagnosen: ADS, Depressionen und Hochbegabung. Es hat ihm so gut getan dort! Er war plötzlich viel fröhlicher, aktiver, hatte mehr Freude am Leben. Wir waren beide sehr erleichtert. Ich sagte ihm, dass wir an allem arbeiten werden, dass ich weiß, wie schwer ihm manche Sachen fallen und ich versuchen werde ihn dafür nicht anzumaulen - auch wenn es mir schwer fällt. Die einzige Bedingung war, dass er mich nicht mehr anlügen darf.

    Es stellte sich heraus, dass das Lügen schon zu fest saß, als das er es einfach hätte abstellen können. Das war wirklich eine sehr, sehr schwere Zeit für uns, die mich mehrmals beinahe zur Trennung veranlasst hätte.

    Auf der anderen Seite war er immer noch der gleiche Mann, in den ich mich verliebt hatte, der sich so rührend um mich kümmern konnte. Mit dem ich Lachen konnte. Und vor allem: Bei dem ich überzeugt war, dass wir gemeinsam eine Zukunft haben.

    Er gab schweren Herzens die Studiumspläne auf und machte eine unterstützte Ausbildung, die zwar schon seinen Interessen entsprach, ihn aber überhaupt nicht geistig auslastete. Nach der Ausbildung fand er sofort einen Job, der noch weniger fordernd war. Doch schon nach 6 Monaten konnte er einen Vertrag bei einer anderen Firma unterschreiben! Jetzt hat er eine Stelle, für die er eigentlich ein Studium gebraucht hätte, die ihn fordert und ihm Spaß macht! Ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie sehr wir uns gefreut haben! Es ist perfekt!

    Wir lebten so vor uns hin und ganz schleichend, ohne, dass wir es gemerkt haben, übernahm ich immer mehr Verantwortung. Unser Zusammenleben funktionierte - sehr gut sogar. Und wir machten uns an die Kinderplanung.

    Schon während der Schwangerschaft merkten wir, was wir mit unserer Beziehung getan haben - aber wir konnten es nicht rückgängig machen. Er setzte sich Ziele, die absolut unerreichbar waren - für jeden!! Aber Schrittchen für Schrittchen - das hat er abgelehnt. Es war und ist sehr frustrierend.

    Als unser Sohn 10 Wochen alt war, klingelte ein netter Herr bei uns. Mein Mann hätte Schulden, sämtliche Mahnungen ignoriert, er wolle mal schauen, was man bei uns so pfänden könne. Ich bin aus allen Wolken gefallen und war unendlich enttäuscht. Eigentlich dachte ich, dass wir solchen Mist hinter uns gehabt hätten. Dabei ging es weniger um das Geld, der Vertrauensbruch tat so weh.

    Wir waren bei einer Paarberatung. Aber scheinbar hat der nette Mensch von ADS keine Ahnung gehabt und konnte uns somit nicht helfen. Aber mit einem Satz hatte er dann doch recht: "Frau S., sie sind nicht seine Therapeutin und auch nicht seine Sozialarbeiterin. Sie sind seine Frau!" (Die Konsequenz, dass er mit über 30 sein Leben einfach selber in die Hand nehmen muss und ich ihm einfach nicht mehr helfen soll, ist für unsere Situation leider komplett nicht hilfreich gewesen.)

    Er schmiedete Pläne: Er wollte abnehmen, jeden zweiten Tag Sport machen, keine Süßigkeiten mehr essen, mehr Aufgaben im Haushalt erledigen, seine Aufgaben erledigen ohne Erinnerung, nicht mehr Computer spielen und mehr Zeit mit unserem Sohn verbringen. Außerdem wollten wir immer Sonntags etwas als Familie unternehmen. Als Hilfestellung empfahl ihm seine Therapeutin (keine ADS-Therapeutin - leider!) Wochenpläne. Also schrieb er wunderschöne Wochenpläne.

    NIEMAND hätte diese Vorsätze auf einmal umsetzen können. Ich schlug ihm vor, sich weiter auf sein bisheriges Ziel zu konzentrieren (jeden zweiten Tag duschen und am anderen die Küche machen - ohne Erinnerung meinerseits). Aber er wollte das volle Programm. Zwei Wochen hat er durchgehalten, dann klappte wieder garnichts mehr. Die Lügerei ging wieder los.

    Ich konnte nicht mehr. Ich wollte nicht mehr. Nicht so. Ständig gab es Streit. Ich war überlasstet, er war überlastet. Für zwei Wochen waren wir getrennt, ich war eine Weile bei meinen Eltern, er hat danach ein paar Tage bei einem Freund gewohnt. Dann haben wir uns wieder zusammengerauft.

    Ob er mich im Moment anlügt kann ich nicht sagen. Aber ansonsten läuft es einfach weiter... Wir streiten uns, es klappt ein paar Tage und dann ist wieder der gleiche Trott. Ich versuche mir zu sagen, dass er das ja nicht mit Absicht macht. Dennoch ist es frustrierend.

    Es geht im Moment vorrangig um zwei Ziele:
    1. Im zwei Tagesrhythmus Duschen/Spülen ohne Erinnerung durch mich.
    2. Sich für jedes zweite Wochenende eine Unternehmung überlegen.

    Am ersten Ziel arbeitet er jetzt seit 2 Jahren - ohne Erfolg.

    Ich weiß auch nicht mehr weiter. Verlange ich zu viel von ihm? Im Moment fühle ich mich, als hätte ich zwei Kinder. Ein Baby und einen (durchaus hilfsbereiten) Teenager. Ich wünsche mir so sehr eine gleichberechtigte Partnerschaft, in der nicht einer Anweisungen verteilt und der andere befolgt.

    Er übt überhaupt keine Kritik an mir, nimmt alles einfach hin. Ich finde das schrecklich. Er sagt, er hätte Angst, dass ich ihn verlasse, wenn er nicht tut, was ich sage. Ich war geschockt!!! Niemals, nie, nie, nie würde ich ihn deswegen verlassen. Ich bin nicht streitlustig, aber ich mag es, wenn jemand seine Meinung vertritt. Ich finde es viel anstrengender, wie es jetzt ist. Zumal wir eigentlich "gut" streiten konnten bis zur Trennung.

    Könnt ihr mir vielleicht helfen zu sortieren, wo ich zu viel verlange? Falls euch die eine oder andere Situation bekannt vorkommt, habt ihr vielleicht tipps, wie ihr damit umgegangen seid? Was hat geholfen?

    Ich liebe ihn, mitsamt seinen Schussligkeiten. Ich möchte ihn nicht verlassen. Aber irgendetwas muss passieren, weil so geht unser Alltag einfach über meine Kräfte.

    Es ist jetzt lang geworden und am Ende sicherlich wirr - aber damit auch ein gutes Abbild unserer derzeitigen Situation. Vielen Dank schon mal fürs Lesen.

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: Unser Beziehungswirrwarr

    Hallo Frasp,

    was soll man da raten. Das ein Mensch selbst die Körperhygiene verweigert ist schon heftig.

    Ich denke, daß der Leidensdruck noch nicht hoch genug ist. Erzwingen kannst Du nichts. Er muß etwas ändern wollen.

    Meine Frau und ich waren auch zur Paarberatung, leider ohne Erfolg. Da hatte ich aber auch noch keine Kenntnis von meinem ADS. Dort wurde uns auch gesagt, daß meine Frau nicht meine Therapeutin ist.

    Seine Therapie hatte doch kurzzeitig geholfen? Er kostet ihn wohl zuviel Kraft das durchzuhalten. Aber etwas, z.Bsp. seine Familie, sollte ihm doch wichtig genug sein. Hat er denn die richtigen Medikamente bekommen. Ist er bereit nochmal eine Therapie zu machen? Du kannst ihn unterstützen, aber es liegt bei ihm. Alles Gute

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Unser Beziehungswirrwarr

    Hi frasp,
    klingt als hättest du von meinem Leben gesprochen. Ich hatte eine schöne Zeit mit meinem Ex-Mann. Eigentlich lief alles gut - uns fiel gar nicht auf, dass ich immer alles regelte.

    Ich habe ihn morgens geweckt, zur Arbeit gefahren und unsere Finanzen geregelt ... und die Zeit, die keinen gesellschaftlichen Regeln unterliegt, sehr gerne mit ihm verbracht.

    Wir haben zwei gemeinsame Kinder. Mit dem ersten ging das immer noch gut zu organisieren - ich übernahm alle Verantwortung, arbeitete, kümmerte mich um Kind und Hund - bekam das mit Hilfe meiner Eltern auch ganz gut hin. - Und immer noch nicht fiel uns auf, das mein Ex eher "schmückendes Beiwerk" war.

    Dann wurde ich ein zweitesmal schwanger. - Eigentlich lief alles gut ..... aber es muss etwas geschehen sein, das ich mir so erkläre: mein Ex erkannte, dass man für zwei Kids, Hund und Frau doch etwas mehr machen muss, als nur lustig und anwesend zu sein. (Also kein Geld zum Fenster raus werfen, den Kids als gutes Beispiel voran gehen (da gehört auch duschen und Zähne putzen dazu ..)) Und für diese Verantwortung war er nicht bereit.

    Noch vor der Geburt meiner Tochter hat er uns verlassen. Er hat dann sich und seine neue Partnerin finanziell ruiniert. Leider fehlte ihr mein Talent diesen Teil des Lebens aufzufangen. (Ich schreibe leider, weil ich diese Frau später sehr schätzen lernte).

    Seit ca. 12 Jahren ist er nun allein. Er hat enorme Schulden, hat Angst vor jedem Amt, hat einen Alkoholentzug hinter sich, einen Aufenthalt in einer Nervenklinik, einige Zwangsräumungen und Haftbefehle. Und: keine Zähne mehr im Mund.

    Im Nachhinein bin ich froh meine Kinder allein großgezogen zu haben. Für ihn hätte ich nicht auch noch Kraft gehabt.

    Wir sind noch Freunde. .... Ich mag ihn gerne. Es tut mir sehr leid, dass er soviel durch machen musste. Aber das ist / war eben sein Weg.

    Zur Zeit leidet er stark mit mir, weil unser Sohn leider auch ADS hat und sich anscheinend alles wiederholt......

    Ich glaube nicht, dass du zuviel verlangst. Allerdings rate ich dir davon ab zu hoffen, dass sich etwas ändert. Es ist immer unsere unerfüllte Erwartung, die uns traurig macht.

    Je mehr du selbst verwaltest umso unschädlicher ist sein Verhalten. Du weißt es aus Erfahrung: er kann keine Wohnung besichtigen, er kann nicht mit Geld umgehen und er vergisst sein Äußeres. .... Naja, waschen kannst du ihn nicht - aber alles andere organisieren, dass sollte möglich sein.

    So, jetzt ist mein Beitrag auch ellenlang und wirr geworden. Ich wünsche dir alles Gute.
    LG
    Bride

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Unser Beziehungswirrwarr

    DANKE für eure Antworten!

    Raphell schreibt:
    Hallo Frasp,

    was soll man da raten. Das ein Mensch selbst die Körperhygiene verweigert ist schon heftig.

    Ich denke, daß der Leidensdruck noch nicht hoch genug ist. Erzwingen kannst Du nichts. Er muß etwas ändern wollen.

    Seine Therapie hatte doch kurzzeitig geholfen? Er kostet ihn wohl zuviel Kraft das durchzuhalten. Aber etwas, z.Bsp. seine Familie, sollte ihm doch wichtig genug sein. Hat er denn die richtigen Medikamente bekommen. Ist er bereit nochmal eine Therapie zu machen? Du kannst ihn unterstützen, aber es liegt bei ihm. Alles Gute
    Mit der Körperhygiene hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Das Problem liegt im Zeitmanagement. Irgendwie ist sein Tag einfach irgendwann vorbei und er hats nicht getan.

    Er ist auch in Therapie seit er aus der Tagesklinik entlassen wurde. Leider arbeitet er mit der Therapeutin an anderen Dingen (laut eigener Aussage). Das Medikament hilft ihm schon sehr, daher denke ich, dass das passt. Einmal hat er es abgesetzt - das hat man sofort gemerkt.

    Bride schreibt:
    Hi frasp,
    klingt als hättest du von meinem Leben gesprochen. Ich hatte eine schöne Zeit mit meinem Ex-Mann. Eigentlich lief alles gut - uns fiel gar nicht auf, dass ich immer alles regelte.

    Ich habe ihn morgens geweckt, zur Arbeit gefahren und unsere Finanzen geregelt ... und die Zeit, die keinen gesellschaftlichen Regeln unterliegt, sehr gerne mit ihm verbracht.

    Wir haben zwei gemeinsame Kinder. Mit dem ersten ging das immer noch gut zu organisieren - ich übernahm alle Verantwortung, arbeitete, kümmerte mich um Kind und Hund - bekam das mit Hilfe meiner Eltern auch ganz gut hin. - Und immer noch nicht fiel uns auf, das mein Ex eher "schmückendes Beiwerk" war.

    Dann wurde ich ein zweitesmal schwanger. - Eigentlich lief alles gut ..... aber es muss etwas geschehen sein, das ich mir so erkläre: mein Ex erkannte, dass man für zwei Kids, Hund und Frau doch etwas mehr machen muss, als nur lustig und anwesend zu sein. (Also kein Geld zum Fenster raus werfen, den Kids als gutes Beispiel voran gehen (da gehört auch duschen und Zähne putzen dazu ..)) Und für diese Verantwortung war er nicht bereit.

    Noch vor der Geburt meiner Tochter hat er uns verlassen. Er hat dann sich und seine neue Partnerin finanziell ruiniert. Leider fehlte ihr mein Talent diesen Teil des Lebens aufzufangen. (Ich schreibe leider, weil ich diese Frau später sehr schätzen lernte).

    Seit ca. 12 Jahren ist er nun allein. Er hat enorme Schulden, hat Angst vor jedem Amt, hat einen Alkoholentzug hinter sich, einen Aufenthalt in einer Nervenklinik, einige Zwangsräumungen und Haftbefehle. Und: keine Zähne mehr im Mund.

    Im Nachhinein bin ich froh meine Kinder allein großgezogen zu haben. Für ihn hätte ich nicht auch noch Kraft gehabt.

    Wir sind noch Freunde. .... Ich mag ihn gerne. Es tut mir sehr leid, dass er soviel durch machen musste. Aber das ist / war eben sein Weg.

    Zur Zeit leidet er stark mit mir, weil unser Sohn leider auch ADS hat und sich anscheinend alles wiederholt......

    Ich glaube nicht, dass du zuviel verlangst. Allerdings rate ich dir davon ab zu hoffen, dass sich etwas ändert. Es ist immer unsere unerfüllte Erwartung, die uns traurig macht.

    Je mehr du selbst verwaltest umso unschädlicher ist sein Verhalten. Du weißt es aus Erfahrung: er kann keine Wohnung besichtigen, er kann nicht mit Geld umgehen und er vergisst sein Äußeres. .... Naja, waschen kannst du ihn nicht - aber alles andere organisieren, dass sollte möglich sein.

    So, jetzt ist mein Beitrag auch ellenlang und wirr geworden. Ich wünsche dir alles Gute.
    LG
    Bride
    Danke für deinen Erfahrungsbericht. Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen Angst davor habe, dass unser Sohn ebenfalls ADS haben könnte. Ich wüsste nicht, wie ich das mit zwei (oder mehr, bei mehr Kindern) von dieser Sorte schaffen sollte. Das klingt so gemein, aber es ist trotzdem wahr.


    Hat jemand Tipps, wie man ihn eventuell zum Durchhalten motivieren könnte? Also mehr im Sinne, dass man ihm das vorschlägt?

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Unser Beziehungswirrwarr

    Hallo Frasp,
    habe grade diesen Strang gefunden.
    Du warst länger nicht mehr hier.
    Wenn Du hier noch liest, würde ich Dir gerne was dazu schreiben ..

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Unser Beziehungswirrwarr

    Hallo Frasp :-)
    Ich könnte auch noch ganz viel schreiben...

    Ich lebe seid 15 in einer Beziehung mit einem ADHSler, ich sehe so viele Gemeinsamkeiten mit meinem leben in deinem Text ...

    werde nochmal reinschauen...

    LG Isabella

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Unser Beziehungswirrwarr

    Hallo ihr beiden!

    Ja, ich lese noch mit. Über mehr Tipps würde ich mich sehr freuen.

    Derzeit sind Semesterferien und es klappt alles etwas besser, da ich mehr Zeit habe. Aber das kann ja eigentlich nicht die Lösung sein.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Unser Beziehungswirrwarr

    Na dann will ich mal:
    Frasp schreibt:
    Nachdem ich jetzt ein bisschen gestöbert und so viele hilfreiche Sachen gefunden habe, keimt die letzten Tage wieder Hoffnung in mir.
    Das ist schön. Wir sind eigentlich ganz liebe Leute hier.

    Es stellte sich heraus, dass das Lügen schon zu fest saß, als das er es einfach hätte abstellen können. Das war wirklich eine sehr, sehr schwere Zeit für uns, die mich mehrmals beinahe zur Trennung veranlasst hätte.
    => da sag ich unten noch mal was dazu.
    Wir lebten so vor uns hin und ganz schleichend, ohne, dass wir es gemerkt haben, übernahm ich immer mehr Verantwortung. Unser Zusammenleben funktionierte - sehr gut sogar. Und wir machten uns an die Kinderplanung.
    Schleichende Entwicklungen hat jede Beziehung. Wenn beide das wollen, bekommt man immer wieder hin, einenReset zu machen.
    Auch ohne "Krise" lohnt sich dazu eine Paarberatung. Da ich eine grundsätzliche Bereitschaft dazu sehe, fände ich nicht schlecht, sich sowas gemeinsam vor zu nehmen - z.B. mindestens nach 3 Jahren wieder in Anspruch zu nehmen. Auch oder grade ohne konkreten Anlass.
    Aber jemand,der sich zumindest ein bisschen mt ADS auskennt, wäre natürlich schon hilfreich. Denn
    Wir waren bei einer Paarberatung. Aber scheinbar hat der nette Mensch von ADS keine Ahnung gehabt und konnte uns somit nicht helfen. Aber mit einem Satz hatte er dann doch recht: "Frau S., sie sind nicht seine Therapeutin und auch nicht seine Sozialarbeiterin. Sie sind seine Frau!" (Die Konsequenz, dass er mit über 30 sein Leben einfach selber in die Hand nehmen muss und ich ihm einfach nicht mehr helfen soll, ist für unsere Situation leider komplett nicht hilfreich gewesen.)
    Ich sehe jetzt nicht, wie leicht der Weg zur Paarberatung war - ob er dazu leicht bereit war, oder Du ihm eher die Pistole auf die Brust setzen musstest.
    Aber jedenfalls lässt er sowas zu. Eure Beziehung ist ihm das Wert.
    Was bedeutet die Aussage "sie sind nicht seine Therapeutin und auch nicht seine Sozialarbeiterin. Sie sind seine Frau!"
    Kam die in Gegenwart Deines Mannes ?
    Sie ist nicht falsch. Aber kannst Du ermessen, wie sie Deinem Mann wehgetan hat ?
    Aus allem, was Du schreibst, entnehme ich, dass er sich genau das sehnlichst wünscht - Dir ein ebenbürtiger Partner zu sein, wie Du ihn verdienst, und nicht bloß das, was er halt ist. (das ist nicht meine Meinung, aber vermutlich seine..)
    "Die Konsequenz, dass er mit über 30 sein Leben einfach selber in die Hand nehmen muss und ich ihm einfach nicht mehr helfen soll" ist im Normalfall absolut die Richtige.
    Ich habe jetzt schon mehrmals mitbekommen, dass Psychologen oder Paartherapeuten bei ADS-nichtADS Konstellationen Dinge empfehlen, die sonst ein absolutes No-go sind. Die auch bei anderen "Störungsbildern" ein absolutes No-Go sind.

    Es geht um Verantwortung.
    Es kann nicht sein, dass alle Verantwortung immer mehr auf Dich übergeht.
    Dann gibt es keine Beziehung auf Augenhöhe mehr.
    Das ging mir leider genau so, und ich habe meine ADS Diagnose erst lange nach Trennung und Scheidung erfahren.

    Er will auch selbst verantwortung übernehmen. Deshalb macht er ja auch sowas:
    Er schmiedete Pläne: Er wollte abnehmen, jeden zweiten Tag Sport machen, keine Süßigkeiten mehr essen, mehr Aufgaben im Haushalt erledigen, seine Aufgaben erledigen ohne Erinnerung, nicht mehr Computer spielen und mehr Zeit mit unserem Sohn verbringen. Außerdem wollten wir immer Sonntags etwas als Familie unternehmen. Als Hilfestellung empfahl ihm seine Therapeutin (keine ADS-Therapeutin - leider!) Wochenpläne. Also schrieb er wunderschöne Wochenpläne.
    und übernimmt sich dabei.
    Kann das nicht richtig einschätzen, etc.

    Die Frage ist, wie eine sinnnvolle, umsetzbare Verteilung von Verantwortung aussehen kann.
    Ob er mich im Moment anlügt kann ich nicht sagen. Aber ansonsten läuft es einfach weiter... Wir streiten uns, es klappt ein paar Tage und dann ist wieder der gleiche Trott. Ich versuche mir zu sagen, dass er das ja nicht mit Absicht macht. Dennoch ist es frustrierend.
    So wie es für mich klingt : macht ganz sicher nicht mit Absicht.
    Er kämpft vielmehr.
    Er kämpft mit sich und vor allem um Dich.
    Selbst im Lügen spielt das eine Rolle. Er lügt, um sein scheitern zu verbergen, wenigstens so lange, bis er es selber geschafft hat. Morgen, morgen schaff ich das. Dann bezahl ich ja .. dann mach ich ja .. dann hol ich auf .. niemand merkt dann was.
    Leider wird es mit morgen nix, genauso wenig wie das gestern geklappt hat und letzte Woche und die Woche davor ...
    Es geht im Moment vorrangig um zwei Ziele:
    1. Im zwei Tagesrhythmus Duschen/Spülen ohne Erinnerung durch mich.
    2. Sich für jedes zweite Wochenende eine Unternehmung überlegen.

    Am ersten Ziel arbeitet er jetzt seit 2 Jahren - ohne Erfolg.

    Ich weiß auch nicht mehr weiter. Verlange ich zu viel von ihm? Im Moment fühle ich mich, als hätte ich zwei Kinder. Ein Baby und einen (durchaus hilfsbereiten) Teenager. Ich wünsche mir so sehr eine gleichberechtigte Partnerschaft, in der nicht einer Anweisungen verteilt und der andere befolgt.
    "Verlange ich zu viel von ihm?" ist die falsche Frage.
    Nein, ich sag Dir sicher nicht, schraube Deine Erwartungen herunter.
    Du brauchst Dich nicht mit weniger zufreiden geben, als er sich für Dich wünscht.

    Aber ich denke, Du - ihr beide - verlangt das Falsche.
    Deine zwei vorrangigen Ziele würde ich gleich als erstes gern in dieTonne treten...

    Sei ehrlich: Sie spielen nicht wirklich eine herausragende Rolle, aber Du bist zu der Auffassung gelangt, dass die erst mal sein müssen, um darauf aufbauen zu können ?
    Traust Du Dich, die ganze Geschichte etwas fundamentaler neu zu betrachten ?

    Und glaubst Du, dass er sich auch traut ?

    Er übt überhaupt keine Kritik an mir, nimmt alles einfach hin. Ich finde das schrecklich. Er sagt, er hätte Angst, dass ich ihn verlasse, wenn er nicht tut, was ich sage. Ich war geschockt!!! Niemals, nie, nie, nie würde ich ihn deswegen verlassen. Ich bin nicht streitlustig, aber ich mag es, wenn jemand seine Meinung vertritt. Ich finde es viel anstrengender, wie es jetzt ist. Zumal wir eigentlich "gut" streiten konnten bis zur Trennung.

    Könnt ihr mir vielleicht helfen zu sortieren, wo ich zu viel verlange? Falls euch die eine oder andere Situation bekannt vorkommt, habt ihr vielleicht tipps, wie ihr damit umgegangen seid? Was hat geholfen?

    Ich liebe ihn, mitsamt seinen Schussligkeiten. Ich möchte ihn nicht verlassen. Aber irgendetwas muss passieren, weil so geht unser Alltag einfach über meine Kräfte.

    Es ist jetzt lang geworden und am Ende sicherlich wirr - aber damit auch ein gutes Abbild unserer derzeitigen Situation. Vielen Dank schon mal fürs Lesen.
    Es ist auch bei mir lang geworden.
    Ich weiß genau, was ich als nächstes schreiben will.
    Dann wid mir aber grad bewusst, wie lange ich da schon wieder dran schreib, und jetzt nach der Wäsche gucken muss.
    Und mir fällt auf, dass es ein guter zwischen-Schluss ist, Dich mit dieser Frage "sitzen zu lassen"
    Ich bin also gespannt auf Deine Reaktion, und werde hier noch weiterschreiben.

    Eins aber noch (ich kanns nicht lassen):
    Ich bin noch gar nicht lange hier, aber habe schon von mehrere Geschichten über Beziehungsverlauf dabei gelesen.
    Eher öfter denke ich mir dabei, liebes Gegenüber, ich wünsch Dir vor allem, dass Du so bald wie möglich den Schnitt schaffst, das hat so offenkundig keinen Sinn mit euch.
    Und das denke ich bei Dir nicht.
    Du schreibst, Du liebst ihn, und ich habe den ziemlich festen Eindruck, dass er Dich auch liebt.
    Und ich glaube, dass der Wille zur Veränderung bei euch beiden da ist.

    Daher teile ich Deine ganz am Anfang genannte Hoffnung

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Unser Beziehungswirrwarr

    Wow, vielen Dank!
    Da musste ich jetzt doch erstmal ein paar Minuten drüber nachdenken.
    Deinen Vorschlag einfach generell alle paar Jahre mal eine Paartherapie zu machen ist sicherlich sehr vernünftig. Das werde ich ihm auf jeden Fall vorschlagen. Insgesamt sind wir auch beide "therapiewillig". Gerade, weil wir beide schon positive Erfahrungen gesammelt haben.

    Was bedeutet die Aussage "sie sind nicht seine Therapeutin und auch nicht seine Sozialarbeiterin. Sie sind seine Frau!"
    Kam die in Gegenwart Deines Mannes ?
    Sie ist nicht falsch. Aber kannst Du ermessen, wie sie Deinem Mann wehgetan hat ?
    Aus allem, was Du schreibst, entnehme ich, dass er sich genau das sehnlichst wünscht - Dir ein ebenbürtiger Partner zu sein, wie Du ihn verdienst, und nicht bloß das, was er halt ist. (das ist nicht meine Meinung, aber vermutlich seine..)
    "Die Konsequenz, dass er mit über 30 sein Leben einfach selber in die Hand nehmen muss und ich ihm einfach nicht mehr helfen soll" ist im Normalfall absolut die Richtige.
    Ich habe jetzt schon mehrmals mitbekommen, dass Psychologen oder Paartherapeuten bei ADS-nichtADS Konstellationen Dinge empfehlen, die sonst ein absolutes No-go sind. Die auch bei anderen "Störungsbildern" ein absolutes No-Go sind.
    Ja, das kam in Gegenwart meines Mannes. Allerdings nicht als Kritik an ihm - als Kritik an mir. Eben weil ich ihm so vieles abgenommen habe, immer sage, dass dieses und jenes und folgendes zu tun ist. Wir haben danach noch darüber gesprochen, weil uns das beide sehr verletzt hat.
    An sich würde ich mir das ja sehr wünschen, dass es "einfach funktioniert". Und ich denke, dass er das auch schön fände. Aber das tut es halt nicht. Wir leben jetzt schon in einem Kompromis-Chaos, noch mehr Chaos wollte ich nicht. Und gerade mit Kind muss vieles auch einfach funktionieren.

    Die Frage ist, wie eine sinnnvolle, umsetzbare Verteilung von Verantwortung aussehen kann.
    DAS ist die große Frage. Hast du da Erfahrungen?

    So wie es für mich klingt : macht ganz sicher nicht mit Absicht.
    Er kämpft vielmehr.
    Er kämpft mit sich und vor allem um Dich.
    Selbst im Lügen spielt das eine Rolle. Er lügt, um sein scheitern zu verbergen, wenigstens so lange, bis er es selber geschafft hat. Morgen, morgen schaff ich das. Dann bezahl ich ja .. dann mach ich ja .. dann hol ich auf .. niemand merkt dann was.
    Leider wird es mit morgen nix, genauso wenig wie das gestern geklappt hat und letzte Woche und die Woche davor ...
    Ja, genau das ist das Problem. Im Großen wie im Kleinen. Ich denke, dass er sich auch zu einem guten Teil selbst belügt damit. Aber es ist unglaublich schwer damit zu leben. Irgendwie hofft man immer, dass alles wahr ist, während das kleine, fiese Stimmchen im Hinterkopf Zweifel säht. Ich weiß natürlich, dass sich Verhaltensweisen, die sich über so viele Jahre aufgebaut haben (er hat damit ja nicht erst angefangen, als wir zusammengekommen waren - da war das schon bewährte Strategie), sich nicht über Nacht in Luft auflösen.
    Ich habe selber eine Angststörung überwunden - das hat jahrelang gedauert, bis mein Verhalten wieder "normal" war und hat viel Konsequenz mit mir selbst bedurft. Diese Konsequenz scheint ihm schwer zu fallen.

    "Verlange ich zu viel von ihm?" ist die falsche Frage.
    Nein, ich sag Dir sicher nicht, schraube Deine Erwartungen herunter.
    Du brauchst Dich nicht mit weniger zufreiden geben, als er sich für Dich wünscht.

    Aber ich denke, Du - ihr beide - verlangt das Falsche.
    Deine zwei vorrangigen Ziele würde ich gleich als erstes gern in dieTonne treten...

    Sei ehrlich: Sie spielen nicht wirklich eine herausragende Rolle, aber Du bist zu der Auffassung gelangt, dass die erst mal sein müssen, um darauf aufbauen zu können ?
    Traust Du Dich, die ganze Geschichte etwas fundamentaler neu zu betrachten ?

    Und glaubst Du, dass er sich auch traut ?
    Ja, diese beiden Ziele sollten so das erste Schrittchen sein. Ansonsten sind sie genauso wichtig oder unwichtig wie alles andere.
    Wenn du eine bessere Idee hast - immer her damit. Ob ich mich traue oder nicht, lässt sich so ohne weitere Infos schwer beurteilen, aber ich sage einfach mal: Ja! Für diese Beziehung würde ich ziemlich viel ausprobieren und mein Mann auch.

    Du schreibst, Du liebst ihn, und ich habe den ziemlich festen Eindruck, dass er Dich auch liebt.
    Ja, davon bin ich überzeugt. Unseren Kleinen und mich - er liebt uns. Diese Überzeugung ist auch mit ein Grund, warum ich nicht aufgeben möchte. Er sagte einmal, dass wir das Einzige sind, auf das er wirklich stolz ist in seinem Leben. Das war sein voller Ernst. Das ist so traurig und ich wünsche mir, dass er irgendwann erkennt, dass es da noch viel mehr gibt.

    Und mir fällt auf, dass es ein guter zwischen-Schluss ist, Dich mit dieser Frage "sitzen zu lassen"
    Das macht dich sehr sympathisch.


    Danke nochmal für deine Mühe. Ich bin gespannt, was du für einen Tipp hast und hoffe, dein Zeitplan ist nicht zu sehr durcheinander gekommen.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Unser Beziehungswirrwarr

    Hallo frasp,

    es sind in deinem Text so viele Themen die bei uns auch Thema waren sind und auch bleiben werden.

    ich muss meinen Mann auch immer wieder an die Hand nehmen und leiten es ist aber so das viele Sachen nach viel Geduld und Ausdauer zum Alltag gehören werden und er sie dann macht ohne Aufforderung, doch dies muss ohne Druck passieren, also die Sache mit alle 2 Tage im Wechsel.... Das ist zu schwierig denn irgendwie haben die sowas in sich gegen bestimmte oder viele Regeln zu arbeiten, was ja kontraproduktiv ist.

    Kleines Beispiel, Spülmaschine ausräumen bei uns: anfangs hat sich immer alles gestapelt in der spüle und es war auch nicht wichtig, jetzt haben wir die absprche wenn sie fertig ist wird sie ausgeräumt egal wer es ist, das hat lange gedauert und ich habe sie zu Anfang viiiel öfter gemacht als mein Mann, sie auch demonstrativ offen stehen lassen, und jetzt? Ist sie immer leer wenn ich drangehe ....

    Vielleicht wäre es besser für deinen Mann wenn er zum Beispiel im Bad sein Handtuch und die Unterwäsche schon morgens vorbereitet und dies immer sieht wenn er auf Toilette geht, so hat er öfter die Möglichkeit dies in seinen laufenden Tag ein zu planen...? Ich vermute einfach das er so beschäftigt ist mit unwichtigen (für ihn wichtige) Sachen das er nicht dran denkt und am Ende des Tages ist es zu spät...

    versucht einfach gemeinsam Strategien zu entwickeln in allen möglichen Bereichen, irgendwann bleiben die hängen, das wichtigste ist keinen Druck machen sonst geht es nicht und nicht böse sein wenn es nicht sofort klappt. Vielleicht, wenn er es vergisst die Sachen vorzubereiten leg du sie hin....
    Er wird es speichern, bis es einfach zum Alltag gehört wie morgens auf toilette gehen...

    ja mit dem Lügen hab ich alles schon hinter mir nur ist es bei uns so gewesen das dies alles früher oder später aufgeflogen ist, habe sehr oft mit meinem Mann darüber gesprochen und ihm klar gemacht das er mir nichts beweisen muss, das meine Erwartungen keinen Druck erzeugen sollen, habe ihm erklärt das seine Strategie ihn schon bestimmt im leben weiterbringt, aber nicht in einer Beziehung...
    Mein Mann war oft der Meinung das er einfach keinen Ärger möchte deshalb hat er gelogen doch er hat schnell gemerkt das der Ärger der dannach kommt wenn die Lüge aufgedeckt wird viel schlimmer ist und auch oft Probleme mit sich gebracht hat...

    Mache ihm klar das egal wie schlimm es ist, die Wahrheit die bessere Lösung ist. Wenn er bereit dazu ist, wird er eventuell langsam Anfangen mit bestimmten sachen zu dir zu kommen, bevor er Schnell mal eben etwas vorlügt.
    Wichtig ist dann in diesen Momenten gelassen zu reagieren und das Gespräch zu suchen...

    also das wäre erstmal so ein bisschen die Sache vom anderen Blickwinkel zu sehen...

    Und ich verstehe dich auch mit dem Thema der fehlenden Kritik an dir, ich finde es auch wichtig gesag zu bekommen was ich falsch mache, denn nur dann kann ich etwas ändern...

    jetzt ist es auch so lang geworden... Muss jetzt los...

    lieben Gruß

    isabella

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