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Diskutiere im Thema Umgang mit Geld, ein generelles Problem? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 161

    AW: Umgang mit Geld, ein generelles Problem?

    Ich wäre vorsichtig mit generalisierenden Aussagen, aber ja, der Umgang mit Geld bereitet vielen Menschen mit AD(H)S offenbar einige Probleme.

    Warum das so ist, das wurde hier ja schon sehr schön beschrieben.

    Und ich kenne es auch von mir. Es sind weniger die Impulskäufe, als meine fehlende Fähigkeit, mit meinem Geld längerfristig zu planen und noch bevorstehende Ausgaben einzubeziehen. Das hat mich sehr oft in unangenehme Situationen gebracht.

    Das Problem habe ich auf einfache Weise gelöst: Ich habe meine Frau zur Finanzministerin ernannt und ihr die Verwaltung des Geldes übergeben. Damit habe ich zwar ein Stück Autonomie abgegeben, aber sie ist eine tolle Finanzministerin und wenn sie sagt, daß eine von mir gewünschte Anschaffung gerade nicht finanziell zu stemmen ist, dann akzeptiere ich das. (Manchmal auch nur zähneknirschend) Oder wir reden darüber und überlegen, wie wir meine Anschaffung gegenfinanzieren können.

    Selbstverständlich hätte ich weiterhin vollen Zugriff auf unser Geld und könnte auch ohne sie zu fragen Dinge kaufen. Aber das mache ich nicht, weil ich mich nicht mehr in Situationen hineinreiten möchte, aus denen ich nur mit einer riesigen Anstrengung herauskomme. Außerdem würde ich sie ebenfalls durch unüberlegte Aktionen in unangenehme Situationen bringen.

    Das geht natürlich nur mit Menschen, zu denen man vollstes Vertrauen hat.

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Umgang mit Geld, ein generelles Problem?

    nervenkostüm schreibt:
    aber ich lasse ihn jetzt ziehen, ein weiterer neubeginn ist unter diesen umständen einfach sinnlos, es hat keine zukunft. und ich muss nicht nur auf mich, sondern auch auf meine tochter aufpassen, die unter diesen abbrüchen stets sehr leidet. vielleicht bekommt er es halbwegs in den griff, aber bis dahin bleibt mir nur: lauf forest, lauf
    Gut so! Du musst in erster Linie für dich und deine Tochter sorgen!

    3 Monate richtige Diagnose und beginnder Einstellung mit Medikamenten + Therapie für die richtige Krankheit sind verglichen mit 42 Jahren Problemaufbau ziemlich wenig. Alles dauert seine Zeit...für Wunder sind andere Instanzen zuständig! Auf ihn wird noch ne Menge harter Arbeit an sich selbst zukommen. Aber das ist seine Baustelle und nicht Deine!

  3. #13
    nervenkostüm

    Gast

    AW: Umgang mit Geld, ein generelles Problem?

    die zeit wird es letzendlich zeigen, was es so bringt. klar sind drei monate nicht viel, das weiss ich, aber es muss auch ein gewisser grad an bereitschaft da sein, wirklich etwas zu ändern...
    ich verabschiede mich für heute abend bei euch und bedanke mich ganz dolle für eure antworten.
    schlaft schön....

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Umgang mit Geld, ein generelles Problem?

    Hallo nervenkostüm
    Ich habe Deinen Thema mal in den für Angehörige vorgesehenen Angehörigenbereich verschoben.
    Bitte ab jetzt nurnoch hier schreiben.


    Gruß Matze

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Umgang mit Geld, ein generelles Problem?

    Hallo liebe Freunde,

    Also dazu möchte ich auch mal meinen Senf geben. Ich persönlich habe es stark gemerkt und auch mein Partner der mir eigentlich NIEMALS einen Wunsch ausschlagen kann merkt dass täglich. Es geht da bei ganz einfachen dingen los wie zum Beispiel das dasss Geld von XYZZ kommt und das mal so salopp gesagt 1000€ sind davon gehen dann "normalerweise" 480€ Miete weg und Rest zum Leben. Aber da ich ja immer Fun,Spaß, Action brauche oder einfach auch unterwegs sein will geht das Geld für die Miete nicht da hin wo es vl. hin soll sondern es wird dann für Ausflüge für FH München,Therme Erding ( baden) oder einfach für die Fahrt zu einen Freizeitpark genutzt. Das ganze bringt und hat mich immer und immer wieder in "Schwulitäten "gebracht und ich bin jetzt noch in solch einer Pretulie zwecks Miete. Es ist einfach für ADHS´ler schwer und da meine ich und spreche ich persönlich nur mal von mir alleine das es mir verdammt schwer zurückzustecken und einfach ma zu sagen " NEIN BENJAMIN JETZT NICHT" es gelingt mir wenn ich ehrlich bin nur in den geringsten Fällen meist dann wenns mein Partner verneint und dann gibts meist Streit ( weil ich wieder Fun und Action wollte ). Alles also um es mal zum Abschluss zu bringen eine ziemlich verfahrende Kiste da es einfach für uns wie eine "Sucht" ist die Sucht nach ADREALIn,ACTION,SPAß UND NATÜRLICH FUN. Ales andere kann warten. Wenns dann aber an die Androhung zur Sperrung der Internetleitung geht dann ecen" wir meist auf. Also ich kann da nur von mir sprechen und sagen dass es alles sehr sehr schwer ist da ein relativ mittleren Weg zu bekommen und zu fahren.

    Alle die die es vor haben dieser "Sucht" zu wiederstehen wünsche ich Viel Glück und Gutes gelingen! Mir ist es noch nicht geklückt

    inen schönen Abend und ich hoffe ich konnte weiterhelfen ;-)

    Liebe Grüße

    Benjamin

  6. #16
    nervenkostüm

    Gast

    AW: Umgang mit Geld, ein generelles Problem?

    leider wacht meiner gar nicht auf, auch wenn sperrungen oder sonstiges drohen. das ist das problem. wobei ich das eigentliche problem darin sehe, ihm wurde bisher immer wieder von seiten der familie geholfen.
    mehrere wohnungsverluste weil die miete nicht bezahlt wurde, "asyl" immer wieder bei der schwester
    stromschulden, eltern bezahlen sie, damit er überhaupt neuen anmelden kann
    kein geld fürs essen, familie füttert ihn durch
    bei mir lief es anders, 3 mal ausgezogen, ok, dann such dir was eigenes, 14 tage am stück zu besuch,ok, dann beteilige dich an den lebensmittelkosten sowie an die nebenkosten für die wohnung und, was war, große einsicht gezeigt, um anschließend wegen ner lapalie die beziehung zu beenden.
    ich glaube einfach, solange er immer wieder ein schlupfloch findet, jemand ihn den hintern rettet, wird er nicht richtig auf sich und sein problem schauen. ob es ein nicht wollen oder können ist, vermag ich nicht zu beurteilen....

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Umgang mit Geld, ein generelles Problem?

    Trine schreibt:

    Was ich zum Beispiel wie die Pest hasse, ist der Satz: "Das muss man doch sehen/wissen/können!" Wenn ist etwas gesehen/gewusst/gekonnt hätte, dann wäre das Betreffende doch nicht passiert! Es ist doch keine Absicht, sondern schlichtes Unvermögen! Darum muss man Strategien entwickeln, wie man Dinge zukünftig hanhaben kann und welche Hilfestellungen wirklich sinnvoll sind, damit ich sie umsetzen kann.
    !
    Hi Trine,
    kannst du ein paar Strategien nennen? Zur Zeit überwache ich per online banking die Finanzen meines Sohnes (wobei ich immer drauflege) .... Aber das wird ja so nicht immer funktionieren. Ich würde ihm gerne die eine oder andere Strategie an die Hand geben ....
    LG
    Bride


    @ disordian - danke für deine Erklärung (Beitrag von gestern 18.27). Mein Sohn muss immer sofort kaufen, was ihm gefällt. Er bekommt sonst unglaublich schlechte Laune. Jetzt ahne ich, was dann in ihm vorgeht.

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Umgang mit Geld, ein generelles Problem?

    Als ich noch mit dem Vater meiner Kinder zusammen war, regelte ich sämtliche Geldangelegenheiten. Sonst hätten wir sehr schnell kein Dach mehr über dem Kopf gehabt. - Nach unserer Trennung ging es mit ihm finanziell steil bergab. - Ständig "gelben" Briefe vom Gericht. Besuche von Gerichtsvollziehern und der Polizei, Haftandrohung usw. ..... Eine eidesstattliche Versicherung hat er vor einiger Zeit abgegeben.

    Wir sind nach wie vor Freunde, deswegen bekomme ich einiges mit. ... Seit ich weiß, das er ADS hat, kann ich sein Handeln zumindest verstehen.

    Mir tut es sehr leid, dass er mit seiner Unfähigkeit mit Geld umzugehen allein ist in unserer heutigen Konsumgesellschaft. (Ein grinsender Handy-Verkäufer und schon hat er einen neuen Vertrag) - Eigentlich müsste man ihn für finanzielle Angelegenheiten "entmündigen" (bitte nicht böse sein) - aber mit seiner kindlichen Begeisterung alles haben zu wollen - dabei aber zu vergessen, dass er das Geld für Miete oder Strom braucht bringt er sich von einer Schwierigkeit in die Nächste.

    Und bei meinem Sohn wiederholt sich das ganze Spiel .....

  9. #19
    nervenkostüm

    Gast

    AW: Umgang mit Geld, ein generelles Problem?

    hallo bride,

    als ich mit meinem zusammen lebte ging das auch, da war nen überblick da. aber nach unserer räumlichen trennung fing alles von vorne an. steht kurz vor der privatinsolvenz, riskiert diese aber, indem er immer wieder neue dinge kauft und irgendwelche verträge abschliesst. hängt mit miete und strombezahlung hinterher. bei gesprächen zeigte er einsicht um im nächsten moment, wieder alles einzureissen. das schlimme für mich ist, dass er mich als angreifer sieht, als jemand der ihm nix gönnt und das immer noch nach fast 2 jahren. ich hatte und hab immer angst um ihn gehabt, aber das sieht er nicht...

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Umgang mit Geld, ein generelles Problem?

    Hallo nervenkostüm,

    Ich verstehe deine Situation absolut. Mein Ex schickt mittlerweile unseren Sohn zum Gericht und zur Polizei, wo dieser seine Schulden einzahlen muss. Wie gesagt, mehrere Haftandrohungen sind auf diese Art bereits "in allerletzter Minute" ausgesetzt worden.

    Ein bißchen hoffe ich darauf, dass mein Sohn daraus wenigstens lernt. (die von der Stromversorung verhalten sich nämlich ziemlich herablassend, wenn jemand mal wieder eine winzige Anzahlung macht, damit der Strom nicht abgeschaltet wird.)

    Was ich mich immer frage ist, wie schaffen das denn andere ADS'ler - sich nicht so sehr zu überschulden, dass sie in der Insolvenz oder im Gefängnis landen?

    Kein Partner eines Menschen, der so sehr das Geld zum Fenster raus wirft, kann das auffangen. Schließlich muss mit einer Unterstützung ja nicht nur das lebensnotwendige (Miete, Strom) - sondern auch noch der Rest (irgendwelche spannende Dinge) finanziert werden. ....

    Mein Ex ist der "Meister der Gebühren und Zinsen" ..... damit tröstet er wohl seine Gläubiger.

    Dir alles Gute.
    LG
    Brigitte

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