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Diskutiere im Thema Wie geht ihr als Angehöriger/e mit ADHS um? Wenn sie/er abblockt? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 9

    Wie geht ihr als Angehöriger/e mit ADHS um? Wenn sie/er abblockt?

    Hallo,


    hier möcht ich euch mal meine Geschichte erzählen:

    Ich bin eine Angehörige, meine Tochter ist mittlerweile 6 Jahre alt und gerade eingeschult worden, sie hat bereits die Diagnose ADHS.
    Mein Mann hat noch keine Diagnose, wobei ich zu 100% sicher bin, dass auch er betroffen ist,
    Dadurch, dass ich schon früh gemerkt haben, dass meine Tochter "anders" ist, war mir dann auch klar, dass mein Mann ebenfalls betroffen ist.
    Ich habe mir zahlreiche Bücher über Ads/Adhs gekauft und gelesen. Und auch das Gefühl dass ich bei meiner Tochter hatte habe ich auch bei ihm.
    Ich habe mit ihm darüber gesprochen, er solle doch zum Arzt gehen und sich testen lassen, doch er blockt leider nur ab.

    Nun meine Frage: Wie war es bei euch? Habt ihr eine ähnliche Geschichte? Und kann man jemanden überhaupt überreden, sich testen zu lassen?

    Freu mich auf Antworten


    Schon mal ein herzliches DANKE

    lg

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Wie geht ihr als Angehöriger/e mit ADHS um? Wenn sie/er abblockt?

    Jueni schreibt:
    Hallo,


    hier möcht ich euch mal meine Geschichte erzählen:

    Ich bin eine Angehörige, meine Tochter ist mittlerweile 6 Jahre alt und gerade eingeschult worden, sie hat bereits die Diagnose ADHS.
    Mein Mann hat noch keine Diagnose, wobei ich zu 100% sicher bin, dass auch er betroffen ist,
    Dadurch, dass ich schon früh gemerkt haben, dass meine Tochter "anders" ist, war mir dann auch klar, dass mein Mann ebenfalls betroffen ist.
    Ich habe mir zahlreiche Bücher über Ads/Adhs gekauft und gelesen. Und auch das Gefühl dass ich bei meiner Tochter hatte habe ich auch bei ihm.
    Ich habe mit ihm darüber gesprochen, er solle doch zum Arzt gehen und sich testen lassen, doch er blockt leider nur ab.

    Nun meine Frage: Wie war es bei euch? Habt ihr eine ähnliche Geschichte? Und kann man jemanden überhaupt überreden, sich testen zu lassen?

    Freu mich auf Antworten


    Schon mal ein herzliches DANKE

    lg

    hallo jueni

    schön dass du uns hier von euch erzählst

    ich bin der meinung dass du ihn nicht überreden kannst,
    damit erziehlst du eher das gegenteil

    solang er sichnicht eingeschränkt fühlt,wir er vermutlich auch nichts unternehmen


    die frage ist für mich,warum ist es für dich so wichtig?
    gibt es dafür gründe?

    liebe grüsse

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Wie geht ihr als Angehöriger/e mit ADHS um? Wenn sie/er abblockt?

    Hallo Butterblume,


    vielen Dank für deine Antworten.

    Tja das mit dem Überreden denk ich mir schon, wenn er es nicht von alleine will klappts auch nicht.

    Ich erlebe mit ihm immer Hochs und Tiefs. Wie es halt auch normal in einer Beziehung ist....doch bei ihm kommt halt noch dazu, dass er z.B. sich nicht aufraffen kann/Selbstzeifel hat - geht schon in Richtung Depression/ nichts unternehmen will - ihm nichts Spaß macht/unorganisiert ist/ständig Sachen liegen bleiben die gemacht werden müssten/er sagt auch dass er eine innere Unruhe verspürt - braucht auch viel Sex/ und ein massives Alkoholproblem...ich glaub ich hab bestimmt einiges vergessen...

    Und das belastet die ganze Familie!

    Deswegen wollte ich ihn ja dazu bewegen, sich testen zu lassen. Habe ja immer mal wieder ein Buch über Ads liegen lassen...aber interessiert war er nicht daran.

    lg

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Wie geht ihr als Angehöriger/e mit ADHS um? Wenn sie/er abblockt?

    hallo jueni, ich kann deinen kummer gut verstehen
    da machst du einiges mit ihm mit

    nur wie bereits geschrieben,du wirst vermutlich auf dauer das gegenteil erreichen
    ist ja nicht nur bei adhslern so


    das einzigste was man machen kann,ihm grenzen setzen zb beim alkohol oder
    bei seiner antrieblosikeit
    und du musst konzequent sein und die frage ist ob man das immer will
    weil der schuss auch gewaltig nach hinten gehen kann

    hast du den hilfe?
    jemand der dir zuhört?
    der dich versteht?
    gehst du zu ner beratungstelle?

    wäre vielleicht ganz sinnvoll bei soviel kummer
    auch wegen den sorgen mit eurer tochter






    Jueni schreibt:
    Tja das mit dem Überreden denk ich mir schon, wenn er es nicht von alleine will klappts auch nicht.






    doch bei ihm kommt halt noch dazu, dass er z.B. sich nicht aufraffen kann/Selbstzeifel hat - geht schon in Richtung Depression/ nichts unternehmen will - ihm nichts Spaß macht/unorganisiert ist/ständig Sachen liegen bleiben die gemacht werden müssten/er sagt auch dass er eine innere Unruhe verspürt - braucht auch viel Sex/ und ein massives Alkoholproblem...
    ui ich glaub du bist mit mir verheiratet


    da es mir inzwischen um einiges besser geht als deinem mann kann ich dich sehr gut verstehen und ich kann dir auch nicht sagen er fühlt sich nicht wohl dabei und oft fühlt er sich auch bevormundet (vermute ich mal)

    sein leidensdruck ist leider noch nicht hoch genug






    Deswegen wollte ich ihn ja dazu bewegen, sich testen zu lassen. Habe ja immer mal wieder ein Buch über Ads liegen lassen...aber interessiert war er nicht daran.
    wenn ich meinem partner ein buch egal zu was hinlegen würde,zb weil wir ein problem haben oder so....er würde es nciht anschauen


    du kannst es ihm nur anbieten,zwekc testung und alles aber du kannst es nicht erzwingen und wie gesagt,hol du dir hilfe damit du gesträkt bist und damit du reden kannst
    alles gute für dich

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Wie geht ihr als Angehöriger/e mit ADHS um? Wenn sie/er abblockt?

    Hallo Butterblume


    danke für deine lieben Worte

    Ja ich hab viele liebe Freundinnen die mir zuhören....dann gehts manchmal leichter.

    Beratungsstelle noch nicht, wollte ich aber evtl. schon in Angriff nehmen. Meinst jetzt speziell wegen dem Alkoholproblem?

    Genau ich bin umgeben von ADS´lern und das ist manchmal ganz schon anstrengend


    Dann hast du änliche Probleme wie mit dem Organisieren, Antriebslosigkeit usw.... Wie hast du es angestellt, dass es dir besser geht?
    Ja dass glaube ich auch mit dem Bevormunden, aber du weißt ja bestimmt auch, dass ich es eigentlich nur gut meine.

    Und ich frage mich wann denn der Leidensdruck endlich zu groß wird

    Kannst du vielleicht noch a bissal was über dich erzählen? Wie dein Weg war? Das würde mir schon viel helfen.


    Nochmal vielen DANK und lg

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Wie geht ihr als Angehöriger/e mit ADHS um? Wenn sie/er abblockt?

    hallo jueni



    erst gestern abend hab ich realisiert,dass du ja angehörige angesprochen hast

    aber vielleicht ist es auch ganz gut wenn dir jemand sagt,was er denkt der anscheinend n bischen ähnlich wie dein mann tickt,
    gleich woran es bei ihm liegt

    Jueni schreibt:
    Ja ich hab viele liebe Freundinnen die mir zuhören....dann gehts manchmal leichter.



    sehr gut
    das tut gut



    Beratungsstelle noch nicht, wollte ich aber evtl. schon in Angriff nehmen.

    nur für dich,zum reden
    zum gerade rücken
    am besten ein therapeut der sich mit alkoholproblemen und adhs auskennt .....




    Meinst jetzt speziell wegen dem Alkoholproblem?

    nein wie oben geschrieben für dich

    sein alkohol problem muss er i d griff bekommen
    du darfst nur nicht co-abhängig werden





    Genau ich bin umgeben von ADS´lern und das ist manchmal ganz schon anstrengend




    ich leb mit nem adhsler ganz nah zusammen
    der heißt wie ich
    der schaut aus wie ich

    im ernst,klar ist das anstrengend für dich,
    aber es ist auch so dass der adhsler nicht aus seiner haut kann
    vorallem wenn er sein adhs noch nicht für sich entdeckt hat







    Dann hast du änliche Probleme wie mit dem Organisieren, Antriebslosigkeit usw.... Wie hast du es angestellt, dass es dir besser geht?
    Ja dass glaube ich auch mit dem Bevormunden, aber du weißt ja bestimmt auch, dass ich es eigentlich nur gut meine.

    ihr meint es immer gut jueni,selbst wenn man das weiß,nervt es irgendwann....




    Und ich frage mich wann denn der Leidensdruck endlich zu groß wird

    dann wenn er soweit ist

    für dich ist es schlimm,ohne frage aber mit druck und zwang erreichst du nichts




    viele grüsse

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 354

    AW: Wie geht ihr als Angehöriger/e mit ADHS um? Wenn sie/er abblockt?

    Das Dein Mann sich nicht testen lassen will kann ich mir denken. Ich kenne Deinen Mann nicht,aber viele Männer die gehen nicht freiwillig zum Arzt.

    Ich wollte mmich irgendwie schon länger testen lassen,jedoch habe ich es vor mir hingeschoben. Warum soll ich mich testen lassen,was bringt mich das weiter? Tabletten nehmen werde ich eh nicht nehmen,habe da ne "Phobie" vor.
    Da ich als Kind schon drunter gelitten habe und wußte nicht warum,als Jugenliche und Erwachsene mehrere Süchte durch habe ist der Leidensdruck hoch. Dazu wird man von vielen Leuten"beglozt" und blöde angesprochen.
    Meine Tochter wurde als "behindert" bezeichnet und als Kindergartenkind früher ausgelacht. Nun ist sie in der Schule und hat keinerlei Kontakte. Mcih macht das traurig. Ich möchter meiner Tochter helfen das sie besser mit sich klar kommt,besser mit anderen,andere evtl. besser mit Ihr und das wir beide nicht so oft wütend aufeinander sind. Wir ecken oft an. Ich versuche sie nun bewußt in den Arm zu nehmen,da bin ich manchmal nicht so aufmerksam. Jedoch merke ich wie gut es Ihr und mir tut.

    Vielleicht würde das Dein Mann auch machen,wenn er sieht das es Euer Tochter gut tun würde.

    Maedelmerlin

  8. #8
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.423

    AW: Wie geht ihr als Angehöriger/e mit ADHS um? Wenn sie/er abblockt?

    Hallo jueni,

    Ich denke auch dass du mit druck in der art "du solltest dich testen lassen" nichts erreicht. Ich weiss auch dass ich damit echt bockig werde und es sicher nicht machen würde.

    Aber etwas kannst du erreichen wenn du dein mann klar macht dass du unten seine problemen leidest, dass du von ihm etwas willst und auch wenn du dich abgrenzt.

    Deine eigene leidendruck kann ihm mehr motivieren sich testen zu lassen.

    Noch wegen deine tochter: seit wann ist es bei ihr bekannt? Vielleicht mit der zeit, wenn dein mann merkt wie es deine tochter besser geht, wenn er sich selber in ihr sieht, kann er langsam selber zu der idee kommen sich testen zu lassen.

    Meine diagnose hätte ich auch viel früher bekommen können, da ich schon jahre vorher auf die infos gekommen. Aber ich war nicht wirklich bereit, obwohl mein leidendruck schon gross war. Druck von aussen hat auch nichts gebracht...

    Aber dass druck nichts bringt, heisst auch nicht dass du mit diese situation abfinden muss!

    lg

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