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Diskutiere im Thema Ich weiß nicht weiter im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Lia


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 2

    Ich weiß nicht weiter

    hallo zueuch,

    seit 6jahren lebe ich mit meinem partner zusammen…er ist 35 und ich bin 39
    vor einigerzeit bekam er die diagnose ads von seinem hausarzt der auch therapeut ist…
    er erzähltemir davon…machte sich paar gedanken…das wars…thema beendet für ihn!
    der arzt botihm damals auch hilfe und extra termin zum besprechen/beraten an aber das nahm er nicht wahr!

    manchmal istdas leben mit ihm die hölle…ich weiß nie wie ich dran bin…
    er kann sehrliebevoll sein und im nächsten moment das gegenteil…
    manchmal habich das gefühl das er eiskalt ist…nur sich selbst liebt…nur sich selbst sieht…
    mitgefühl,echte freude, verantwortung und noch mehr kenn ich nicht von ihm…
    alles hängtallein an mir (pflichten, wichtiges, termine u.s.w.)

    ein beispielaus unserem „chaosleben“:
    vor einigenmoanten tat er etwas was mich zutiefst verlette…
    ich schluckte es nicht runterwie gewohnt, sondern hielt es ihm vor, sagte ihm wie sehr er mir damit weh tat…
    er schwiegerstmal…machte dicht…stunden später schrieb er mir eine e-mail die er mir kurz bevorer zur arbeit ging schickte …
    er machte darin schluß mit mir…kündigte an das ernicht mehr nach hause kommt sondern nun bei einem kollegen wohnen wird…
    ich brach indiesem moment zusammen…tat so weh…es war so ein schäbiges verhalten…
    er machteeinen üblen fehler und ich war wie immer die dumme und an allem schuld….
    nunja…nacheiner woche kam es zur aussprache und wir versuchten es nochmal…
    aber seitdemist bei mir die angst das er wieder einfach verschwindet wenn ihm was nichtpasst!

    finanziell…einchaos…er kann nicht mit geld umgehn…
    lässt sich aber auch keine ratschläge geben…er hat rechtund ende!
    ich kommmeistens bei problemen nicht an ihn ran…er verletzt mich und ich muss und solles hinnehmen…
    und dann wieder tut er so als sei alles heile welt…
    problemewerden ignoriert und verdrängt….oft wirkt erwie gar nicht anwesend…
    starrt beim essen mit offenem mund minutenlangstarr aus dem fenster… wirkt abwesend und kalt…

    es gibt nochvieles an seinem verhalten was ich schreiben könnte…
    ich fühlmich hilflos weil er keine hilfe annimmt…
    und es tutmir weh… weil ich keinen „halt“ habe…weil alles an mir liegt und hängt
    und ich michdabei megaeinsam oft fühle!

    kann ich esüberhaupt schaffen das er sich hilfe sucht…
    das erselbst einsieht das er was tun muss?

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Ich weiß nicht weiter

    Liebe Lia,
    ich lese oft in diesem Forum, schreibe aber selten.
    Gerade sah ich dein posting, da fallen mir 1.000 Fragen ein.
    Habe nicht so viel Ahnung von Trennung, da seit über 40 Jahren in einer Beziehung.
    Seit 20 Jahren beschäftige ich mit
    mit ADHS, spreche mit anderen Leuten (auch Fachleuten) darüber, lese sehr viel.
    Ich habe wohl die extrovertierte Art (diagnostiziert), mein Partner ist das Gegenteil.

    Was mir zu dir einfällt:
    Warum machst du nicht Schluss mit ihm?
    Dein Partner ist ein Glückspilz, du hältst es schon 6 Jahre mit ihm
    aus und er läuft einem Arzt über den Weg, der ihm ADHS diagnostiziert und auch noch Hilfe anbietet.
    Habt Ihr Kinder? Dann würde es für mich schwierig werden, ihn zu verlassen.
    Bist du finanziell von ihm abhängig? Hast du Angst, alleine zu sein?
    Du kannst ihn nicht ändern. Das kann er nur selbst. Hast du mit seinem Hausarzt darüber gesprochen?




    Aber ich würde mich nicht mehr von ihm verletzen lassen.

  3. #3
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: Ich weiß nicht weiter

    Ich würde mich leider Gretchen anschließen. Wenn jemand nicht bereit ist, an seinem ADS zu arbeiten, wird er sich auch nicht ändern. Ist jemand bereit, sich auf Medis/Verhaltenstherapie etc einzulassen, dann kann man echt viel tun mit ein bisschen Geduld.

    Aber bei dir denke ich, er hat keine Angst, dass du ihn verlässt. Und damit ist für ihn alles in Ordnung, mehr "braucht er nicht". Der Rest ist ihm entsprechend Sch***egal. Dir bleibt also nur, mit der Situation zu leben wie sie ist oder zu gehen. Oder zumindest das gehen mal anzudrohen, das hilft aber nur, wenn du das wirklich auch meinst! Sonst machst du dich nur lächerlich.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Ich weiß nicht weiter

    Liebe Lia,

    ich war 13-14 Jahre mit meinem Traummann zusammen. ... Ich verdiente das Geld - er gab es aus. Ich war pünktlich und ehrlich - er hatte davon eine andere Vorstellung. In jungen Jahren holte ich ihn jeden morgen ab und fuhr ihn zur Arbeit .. einfach nur, damit er pünktlich ist. Später, als wir zusammen wohnten - regulierte ich unser Geld - sonst wären wir einfach verarmt. Jeden Pfennig, den er in der Tasche hatte, gab er als seinen aus. Auch wenn das Geld vielleicht für Steuern, Strom - oder sowas bestimmt war. Sogar Geld, dass in der Firma für Hochzeitsgeschenke gesammelt wurde gab er aus.

    Ich hatte ihn lieb - und war "co-abhängig". Bloß nix sagen, sonst ist er weg ... und was dann? Mit jedem Problem wurde ich enger an ihn gekettet. - Irgendwann hatten wir Kinder und die Vorstellung die ohne Vater großzuziehen schien mir absurd.

    Trotzdem trennten wir uns, als mein 2. Kind gerade mal 2 Monate alt war. - D.h. er ging. Es war ihm zuviel Verantwortung und zuwenig Spass. Also er trennte sich von uns. Über ein Jahr wussten wir nicht mal wo er ist.

    Nach einiger Zeit begriff ich, dass es für mich ein Glücksfall war. Meine Kinder konnte ich nun allein großziehen, ohne die Phantasien, Geldsorgen, Unzuverlässigkeiten ...

    Trotzdem habe ich den Kontakt, nachdem wir ihn wieder hatten, nie aufgegeben, weil ich weiß: ganz innen ist da etwas sehr Wertvolles. Dieser Mann hat ein Herz. ... Ist leider zu blöd (entschuldigung) um mit Geld, Ämtern, Verträgen umzugehen, kann sich nicht abgrenzen, nicht nein sagen, gegen Obrigkeiten. ...

    Vermutlich wird er meine Kinder mal viel Geld kosten. Weil sich ja jemand um den armen "Suchtkranken" kümmern muss.

    Und jedesmal - auch heute noch: wenn er guten Morgen sagt - schaue ich besser aus dem Fenster - es könnte auch Nacht sein.

    Um das alles auszuhalten muss man versuchen seinen Humor zu bewahren. Und seine Eigenständigkeit. Um so einen Menschen zu lieben, musst du in der Lage sein allein zu leben und alles auf der Welt allein zu entscheiden.* Ich bin mir sicher, dann klappt es.

    Aber wenn du ihn brauchst um nicht allein zu sein, ist es (leider) nicht der richtige Weg.

    Ich wünsche dir alles Gute
    Bride

    * wir neigen immer dazu uns zu beschweren, dass wir die einzigen sind, die an Geburtstagskarten denken oder mit dem Hund raus gehen .. und sonst "interessiert es ja keinen". Na und. Dann ist das eben unser Part.
    Geändert von Bride ( 4.10.2012 um 00:27 Uhr)

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