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Diskutiere im Thema Funktionierende Partnerschaft? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    Frage Funktionierende Partnerschaft?

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe mich bei diesem Forum angemeldet, weil ich seit geraumer Zeit mit einem Mann ausgehe, der ADHS hat. Ich habe mich wirklich sehr in ihn verliebt und deshalb möchte ich mehr über die Erkrankung erfahren um die frische Beziehung nicht zu gefährden.

    Manches Mal reagiert er für meine Erfahrungen recht ungewöhnlich und ich fühle mich leicht überfordert. Weiß nicht was richtig oder falsch ist. Verlieren möchte ich ihn aber nicht. Eher verstehen!

    Vielleicht kann mir hier jemand Tipps für die erste Kennenlernphase geben. Was sollte ich besser lassen, was unterstützen. Sowas in der Art. Das er ironische Anmerkungen nicht gut verträgt oder es hasst und richtig mies reagiert, wenn ich nicht "unmittelbar" auf Anrufe von ihm reagiere, habe ich schon herausgefunden.

    Ich denke ein nicht erkrankter Mensch macht viele Dinge in einer Partnerschaft, die diese belasten könnten, weil er einfach ein Dummkopf oder Arsch ist (sorry), bloß ich bin der Ansicht, dass es Reaktions- und Verhaltensmuster gibt, die der Krankheit zu Grunde liegen. Wenn ich die besser kenne, kann ich sicher einfühlsamer damit umgehen und die Beziehung hat eine gute Basis.

    Ich hoffe hier sehr auf Hilfe und Unterstützung.

    LIebste Grüße aus Niedersachsen

  2. #2
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: Funktionierende Partnerschaft?

    Hi!
    Erstmal finde ich es Klasse, das du so versuchst, die Dinge zu verstehen!

    Ganz so leicht ist es allerdings nicht, dir da zu helfen. Denn ADS ist das eine, die Dinge, die aus einem Leben mit ADS entstanden sind, das andere. So wie das, was du mit dem Telefonieren meinst, das hat nicht direkt was mit ADS zu tun sondern eher mit alten Wunden, die aufgrund des ADS irgendwann entstanden sind.

    Als erstes musst du auf jeden Fall überlegen, ob du mit ihm so, wie er ist, leben kannst. Denn viele Dinge wirst du nicht ändern können. Aber das ist ja in jeder Beziehung so.

    Dann musst du klare Ansagen machen, was du willst (oder nicht willst). Auch und vor allem bei Dingen, die du für selbstverständlich hälst. So mit zwischen den Zeilen lesen, da kommt bei ADSlern oft Mist raus. Ehrlichkeit ist ganz ganz wichtig. Denn so oft ein ADSler kein Gespür für Zwischentöne hat, wenn du eine Unwahrheit sagst, hört er das plötzlich und ist völlig verunsichert.

    Wenn es Dinge gibt, die dich stören, sprich die ehrlich an, allerdings unemotional! Wenn dein Partner sich der doppelten Problematik von dem eigentlichen Problem plus deinen Emotionen sieht, wird er dicht machen. Damit kann er nicht umgehen. Also besser einen Tag warten. Und dann auch einfach mal fragen, warum er so handelt oder wie es ihm in der Situation so geht. Manchmal sind die Dinge für einen Nicht-ADSler nicht zu verstehen. Da kommen dann Gründe, wo du vielleicht erst mal mit offenem Mund da stehst. Dann blos nicht so was sagen wie "das kann doch nicht dein Ernst sein"! Denn die meisten ADSler haben ihr ganzes Leben immer wieder Zurückweisungen für ihr anders-sein erfahren und es fällt ihnen extrem schwer, so etwas einzugestehen, was dieses anders-sein mal wieder deutlich macht und wenn der andere einem das dann nicht glaubt...

    Das, was du auf jeden Fall akzeptieren musst, sind die Kleinigkeiten. Vergessene Termine/Jahrestage/sogar Geburtstage, vergessene Verabredungen (du wolltest doch heute das Auto in die Werkstatt bringen...). Alles, was mit "upps, vergessen" beantwortet werden kann. Oft haben Nicht-ADSler dann das Gefühl, dass dem ADSler das total egal ist. Das stimmt nicht. Demjenigen ist das furchtbar peinlich in der Situation. Da musst du drumrum arbeiten. Übernimm den "Familien-Manager". Häng einen großen Kalender auf und trag alle wichtigen Termine ein. Er wird dankbar sein, wenn du ihn dran erinnerst, das heute der Geburtstag seiner Mutter ist. Natürlich nur, wenn du das dann nicht so "hast du schlechter Mensch eigentlich schon an den Geburtstag deiner Mutter gedacht" verpackst, aber Telefon in die Hand drücken und "deine Mutter hat heute Geburtstag" sagen und dann auch wirklich gucken, dass er den Anruf macht! "Mach ich gleich" ist vergessen. Derjenige will das zwar wirklich "gleich" machen, aber dann lenkt ihn irgendwas ab...

    Tja, ich könnte jetzt noch endlos schreiben. Vielleicht gibt es ja eher konkrete Fragen, die du hast?

    Wenn du ein meiner Ansicht nach super gutes Buch zu dem Thema suchst, wäre das von Frau Neuhaus "das hyperaktive Kind und seine Probleme". Die hat auch ein Buch über Partnerschaften geschrieben, aber das kenn ich noch nicht. Aber das erste ist echt gut, weil es an vielen Stellen erklärt, warum der ADSler jetzt handelt wie er handelt.

    Und ansonsten: einfach nicht entmutigen lassen! Wenn du einen ADSler ein bisschen verstehst, so dass er dich nicht mit manchen Dingen in den Wahnsinn treibt, und du ihm erst mal vermittelt hast, das du in wirklich OK findest, wie er ist (es gibt einen so wichtigen Unterschied zwischen "das, was du gerade getan hast, war nicht OK" und "du bist nicht OK". Leider hören ADSler oft ihr Leben lang letzteres...), dann hast du einen extrem treuen Partner, der dich bei Schwierigkeiten NIE im Stich lassen würde!

    Ein Zauberwort ist bei ADSlern übrigens auch "könntest du mir helfen". Die meisten helfen für ihr Leben gern!

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Funktionierende Partnerschaft?

    Hallo cam,

    ich habe mich sehr über deine Antworten gefreut.

    Ich habe den Text gelesen und mir immer wieder dabei gedacht "Genau so ist es". Danke

    Da wir noch nicht zusammen leben, werde ich mir den Tipp mit dem Familienmanager-Kalender aufheben. Grins. Ansonsten habe ich auch schon mitbekommen, dass er in dem Bereich gut sich selbst organisiert, z.b. mit Erinnerungen im Handy. Das scheint zu klappen. Was ist schwer finde, ist ihn auf "neue" Termine einzustellen. Also er hat seinen geregelten Tagesablauf, der total auf ihn als Einzelperson abgestimmt ist, aber Abweichungen davon werden schwierig.

    Sicherlich haben andere Menschen diese Problematik auch, dass sie, wenn sie länger Single sind, sich ihr Leben voll packen und dann plötzlich wenig oder gar kein Platz für Bedürfnisse und Wünsche des dazukommenden Partners ist. Ich selbst habe auch einen strukturierten Tages- und Wochenablauf. Nur fällt es mir leichter Termine zu verschieben oder Verpflichtungen umzulegen um mehr Zeit für die Partnerschaft zu haben. Ihm geht das nicht so.

    Es stört mich ein bisschen, dass er sich immer nur auf meine Intention auf "spontane" Ablaufänderungen einlässt und diese nicht einmal selbst vorschlägt. Ist das nur "Mann" oder könnte es ein Problem eines "ADS-Mannes" sein?

    Vor kurzem sagte er mir er habe in seinem Leben (was Partnerschaften angeht im Besonderen) noch nie Kompromisse eingehen müssen, denn immer haben die anderen ihm alles was er wollte zu Füßen gelegt. Da habe er sich dran gewöhnt, wolle das aber im Grunde gar nicht. Ich bin auch gar nicht bereit mich aufzugeben, weil er in mein Leben getreten ist. Trotzdem frage ich mich, ob da eine positive Hoffnung besteht, dass er auch an sich arbeitet? Ich denke einfach, wenn wir eine gute Partnerschaft führen möchten, die Zukunft hat, dann müssen wir beide offen darlegen "er hat eine Erkrankung-wir wollen damit umgehen-gemeinsam-jeder tut etwas dafür". Oder ist das zuviel verlangt?

    Die Autorin Neuhaus kenne ich schon. Ich habe mir das Buch über die Partnerschaft bereits gekauft, aber noch nicht fertig gelesen. Finde sie hat viele gute Ansätze und schreibt sehr verständlich. Es ist aber gleichenteils sehr schön, sich hier auszutauschen.

    Grüße aus Niedersachsen

  4. #4
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: Funktionierende Partnerschaft?

    Hi!

    Die Problematik mit den Terminen denke ich liegt daran, dass es ihn so viel Kraft gekostet hat, das alles auf die Reihe zu kriegen, das Unterbrechungen ein Riesen-Problem sind. Ich kenne das zB von meiner Morgenroutine. ADSlern fällt es meist entweder super leicht oder super schwer morgens aufzustehen. Mein Mann und ich gehören zu letzterer Gruppe. Nun habe ich mir aber über die Jahre eine Routine zusammen gebastelt, wo ich morgens nicht mehr denken sondern nur abspulen muss, damit das Morgens alles halbwegs zügig funktioniert. Mein Mann hingegen wandert an nem schlechten Morgen auch schon mal erst eine halbe Stunde oder so ziellos durch die Gegend. Und oft steht er mir dann im Weg und will ein bisschen kuscheln und so - da könnte ich ausrasten! Nicht, weil ich was gegen das Kuscheln hab, sondern weil es meine Routine stört. Nun ja, mit der Zeit habe ich gelernt, etwas flexibler zu sein und er hat gelernt, mir aus dem Weg zu gehen ;-)

    Das er von sich keine Änderungen vorschlägt ist eher nicht ADS. Aber es kann schon ADS-Mann-typisch sein. Wieviel da jetzt das ADS das Mann verstärkt, möchte ich nicht drüber spekulieren!

    Ich finde übrigens nicht, dass es zu viel verlangt ist, dass er auch an sich arbeitet. Es wird Dinge geben, die wird er nie gut schaffen. Du wirst aus ihm nicht den perfekten Hausmann machen, das kann nicht gehen. Aber es klingt ja auch gar nicht so, als wolltest du ihn in etwas verwandeln, was er nicht ist. Ich persönlich habe in Beziehungen immer gefordert - weit über das Maß hinaus, von dem ich wusste, dass man das in einer Beziehung fordern kann. Und wenn ich das bekommen habe, war ich nicht glücklich, ich war enttäuscht. Darüber, dass der andere sich von mir schon wieder hat ausnutzen lassen. Mein Mann lacht mich einfach aus, wenn ich mit so was komme (es fängt ja immer ganz klein an, beide sitzen vor dem Fernseher "Schatz, ich hab jetzt Lust auf eine Nektarine. Gehst du mir eine holen?" Obwohl man selber zwei gesunde Beine hat und sich die Nektarine gut selber holen könnte.) Einfach nur um zu gucken, ob der andere springt. Tut er das nicht, geb ich für ein paar Wochen Ruhe. Also lass dich um Himmels willen nicht verbiegen. Wenn der Wille da ist, kann auch er an vielen Dingen arbeiten. Du musst ihm nur in Ruhe erklären, warum das jetzt für dich wichtig ist und dann Geduld haben. Denn von heute auf morgen ändern sich ADSler (aber ja auch Menschen generell) meistens nicht. Und vor allem kann man mit einem ADSler nicht Dinge ausdiskutieren und auf eine gemeinsame Lösung kommen und dann automatisch erwarten, das das von jetzt an funktioniert. Rational mag dein Freund erkennen, warum diese Lösung die Beste wäre und im Moment der Diskussion hat er die besten Vorsätze, das auch zu schaffen. Aber drei Stunden später hat er vergessen, dass er ja eigentlich xyz hätte tun sollen. Da braucht es wirklich viel Geduld. Ich hab zB bei uns eine Schublade für Schlüssel, Portmonees etc eingeführt, weil mich das genervt hat, das sein Zeug immer in seinen Hosen war, die er dann eingerollt hat, damit nichts rausfällt. Hab also eine Schublade in der Gaderobe freigeräumt und ihm erklärt, wie ich mir das in Zukunft vorstelle. Er war auch einverstanden. Danach habe ich bestimmt die ersten 3 Wochen jeden Abend, wenn er nach Hause kam, nach der Begrüßung diese Schublade aufgezogen und mich daneben gestellt, bis Schlüssel etc drin waren. Dann hatte sich das Ganze als Ablauf etabliert und klappt jetzt super. Aber ich hätte nicht erwarten dürfen, das das ohne meine Erinnerung von Anfang an funktioniert hätte. Und du darfst hat nicht versuchen, 5 Dinge gleichzeitig zu verändern, dann kommt dein Partner gar nicht mehr klar.

    So wie du schreibst klingt es, als würde dein Freund einer von den ADSlern sein, die viele Dinge gut kompensiert gekriegt haben, vor allem was die Organisation angeht. Das ist auf der einen Seite gut, weil es ihm ein stabiles Leben überhaupt erst ermöglicht. Auf der anderen Seite hat es ihn aber halt auch unglaublich viel Kraft gekostet, das so zu organisieren und wenn da jetzt jemand kommt und das alles ändern will ist das nicht einfach. Vergleich das mit einem Kind, was ganz stolz unter Mühen einen Turm aus Bauklötzen gebaut hat - und dann kommt ein Erwachsener und erzählt ihm, was es alles hätte besser machen können. Da wird das Kind auch trotzig reagieren.

    Darf ich fragen, ob dein Freund Medis nimmt? Bzw mal genommen hat? Und vielleicht auch noch, wie alt ihr beide seid?

    Viele liebe Grüße
    Cam

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Funktionierende Partnerschaft?

    Ich antworte als Betroffene und Partnerin eines anderen ADHslers war ich auch schon öfters.

    Als Betroffene mit langjähriger Diganose würde ich sagen, bewerte es einfach nicht so über. Und vor allem - zieh dir nicht den Schuh der Pflegerin an. Und geh mal schnell weg von "erkrankt". das ist keine Krankheit sondern ein neurologischer Zustand. Die (geschädigten?) Teile des Hirns bilden sind wohl einfach um und funktionieren dann meist sehr gut nur eben ungewöhnlich. Im Prinzip ist es SEINS! Er muss damit klar kommen und er muss, als erwachsener Mensch, seine Methoden haben die bei ihm wirken und seine Grenzen kennen usw.

    Was ist für Angehörige eigentlich wichtig zu wissen? hmm...vielleicht dass ADHS mit einer schwachen Impluskontrolle einhergehen kann. D.h. es kann emotionale Ausbrüche geben, wie die aussehen ist aber sehr individuell. Die einen ziehen sich zurück, laufen weg, haben Übersprungshandlungen, die anderen lassen sofort Dampf ab.
    Und Stimmungschwankungen begleiten ADHSler natürlich auch oft. Ich kann mit sehr guten Freunden z.B. über ein Thema diskutieren das mit sehr am Herzen liegt und wenn ich das Gefühl habe ich bzw. meine Meinung wird abgewertet, dann kann ich schon mal ein paar Stunden zickig werden oder nicht sehr positiv über die Menschen denken. Das normalisiert sich aber genau so schnell auch wieder und alles ist wieder gut.

    Was Organisation usw. angeht - das würde ich wirklich von ihm fordern. Außer er fragt ganz offen nach Hilfe. Und ein bißchen aufpassen - ich z.B. kann mit meinem ADHS schon auch konketieren und spielen und wenn ich müde bin oder keine Lust habe mich auch mal dahinter verstecken. Meist ist ein Fünkchen Wahrheit drin, aber ich könnte mich sehr wohl zusammen reißen...ich will aber nicht immer.

    Andere alles das machen zu lassen was ich nicht kann oder nicht können will, mache ich auch gerne. Umzüge, Aufräumen, Haushalt, das kann ich sehr gut bewusst oder vorbewusst auslagern. Ich kann mich auch gut mit Menschen umgeben die mir gegenüber hilfsbereit sind und würde wohl gar nicht erst mit jemand länger Kontakt haben, der von mir solche Sachen erwartet.

    Für mich ist maches zu lernen mehr Arbeit als für andere und noch viel weniger Spaß...aber ich könnte es schon lernen, ich könnte schon Methoden finden, wie ich es schaffe.,..will ich aber oft nicht.

    Ich will aber auch nicht als "die ADHS Partnerin" gesehen werden. Ich bin ich, umfassend und ich bin auch mehr als nur meine etwas andere Verdrahtung im Hirn. Und es gibt ja auch genug von uns um nicht soooo besonders zu sein.

    Lass dich nicht zu sehr einspannen und vor den ADHS Karren spannen. Charm ist etwas was ADHSler fast zwingend lernen, um trotz Reizoffenheit, schwacher Impulskontrolle und Chaos sozialverträglich zu sein und ein gutes soziales Umfeld zu haben.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Funktionierende Partnerschaft?

    Hallo!

    Ich weiß, dass dieses Thema schon etwas älter ist. Aber da dieses Thema mich auch betrifft, schreibe ich dazu.

    Mein Freund hat ADHS. Was uns gut tut, ist reden. Wir reden über alles.

    Danke für deinen Text, cam. Ich finde ihn sehr hilfreich.


    Dann musst du klare Ansagen machen, was du willst (oder nicht willst). Auch und vor allem bei Dingen, die du für selbstverständlich hälst. Ehrlichkeit ist ganz ganz wichtig.


    Sehr wichtig Vor allem das mit der Ehrlichkeit.

    Die klaren Ansagen finde ich auch wichtig. Ansonsten kann es vorkommen, dass mein Freund sich einen halben Tag oder mehr Gedanken über meine Aussage macht.


    HonkyTonk, wie geht es euch beiden inzwischen?

    Liebe Grüße,
    SnowLeopard

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Funktionierende Partnerschaft?

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe mich hier lange nicht gemeldet, weil es bei uns gut lief.

    Nun ist es wieder anders. Seit Sonntag herrscht Funkstille, weil er von eben auf gleich gemeint hat (per sms) er brauche Zeit für sich, sei genervt, denke dass mein "beziehungskonzept" noch zu früh für ihn sei und glaube momentan nicht die gefühle für mich zu haben die ein freund für seine freundin haben solle.

    er liegt krank zu hause und ich mache mir sorgen. lasse ihn aber in ruhe, weil er sich da ergebeten hat.

    ich liebe ihn und meine stärkste angst ist, dass er sich von mir trennt.

    hab ich einfluss darauf? denkt er jetzt evtl. schon ganz anders als sonntag und will nur nicht den ersten schritt tun? oder würde ich das fass zum überlaufen bringen sobald ich die geduld aufgebe und ihn "überfalle"?

    ich weiß grad nicht ein noch aus: :-(

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 470

    AW: Funktionierende Partnerschaft?

    Kann ihm nicht in den Kopp schauen, aber wenn ich sag, dass ich Ruhe brauch, dann mein ich das dann so & meld mich auch wenn wieder gut ist

    (*flüster* ...und ein kleiner Tip am Rande: Der Versuch ihn nicht als krank sondern als anders zu sehen kann sehr viel zu gegenseitigem Respekt & besserem Funktionieren der Beziehung beitragen...)

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Funktionierende Partnerschaft?

    Hallo ze_4,

    danke für deine Antwort.

    mir wird wohl auch nichts anderes übrig bleiben, als zu warten.

    Geduld war nur leider noch nie meine größte Stärke, aber ich werde es jetzt lernen. Beziehung heißt ja auch, jeder arbeitet an sich.

    Momentan steht von mir noch eine Einladung aus FR abend ins Kino zu gehen. Hab ich DI abend per sms geschickt, aber keine Antwort erhalten. Wenn er sich nicht meldet, werde ich ihn aber nicht daran erinnern.

    Wird er aber glauben die Beziehung ist mir nicht wichtig genug? Wird er sich ans "allein sein" wieder so gewöhnen, dass er sich dann trennt? Muss ich mich nicht ab und an ins Gedächtnis rufen? Immerhin sind wir ein Paar.

    Ist wirklich schwierig für mich, denn es ist neu. Ich hatte auch nie eine Fernbeziehung, kann also diese mangelnde Nähe zueinander wenn man sich doch liebt nicht wirklich nachvollziehen und kämpfe sehr mit mir.

    Ich weiß er genießt es wenn wir nachts in einem Bett liegen, wenn ich ihn kraule vorm einschlafen....das ist auch das was ich vermisse. Aber vermisst er das auch?? :-(

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Thema: Funktionierende Partnerschaft? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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