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Diskutiere im Thema Frage an Angehörige zur Motivation, sich mit AD(H)S auseinander zu setzen im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Frage an Angehörige zur Motivation, sich mit AD(H)S auseinander zu setzen

    Ich habe es so verstanden, dass die Mutter so über ihren Sohn redet ...

    Ein klein wenig kann ich diese Ängste nachvollziehen ... ich hatte immer
    ein Problem bei diesen "... bla bla bla, ich muss dir was erzählen, aber
    - aber erzähl blos nicht, dass du das von mir hast!"-Geschichten ...
    das sind für mein Hirn böse Fallen ...

    natürlich gibt es Dinge, die felsenfest in einer "Das-darf-man-nicht-weitersagen"-
    Schublade stecken - z.B. bez. Job, Forum, etc...!!

    aber dieser halbseidene Kram bleibt nicht hängen ... ich bin dazu übergegangen
    zu sagen:"Auf diese Art kann ich mir diese "Heimlichkeit" nicht merken - bitte erzähl mir
    sowas nicht, weil es sein kann, dass ich mich verplapper ..." das funktioniert prima
    und hat den Vorteil, dass mein Hirn von der Verarbeitung unnützer Informationen
    entlastet wird

    - - - Aktualisiert - - -

    Hallo sunny,

    deine Rückmeldung finde ich auch schön - robust, loyal und mit
    der notwendigen Portion an Selbstachtung ... alles etwas, was
    ich notwendig für jede Art von Beziehung finde, unabhängig davon,
    wer welche special effects mit in die Beziehung bring ...


    sunny_vf schreibt:
    ich hoffe trotz einiger Ausschweifungen hat dir meine persönliche Erfahrung vielleicht auch geholfen.
    ... finde besonders süß *schmunzel ... "Ausschweifung" ... *nochmalschmunzel

    für mich liest sich dein Text flüssig, informativ und angenehm strukturiert ...
    alles eine Frage der Definition

    LG, habit

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Frage an Angehörige zur Motivation, sich mit AD(H)S auseinander zu setzen

    Hallo Habit,
    Das freut mich wirklich das dir mein Beitrag gefallen hat. 😉
    Ja das mit seiner Mutter hast du richtig interpretiert.. Ist nicht immer einfach aber (also zwischen seiner Mutter und mir) wir raufen uns immer zusammen. Ich hab manchmal den Eindruck ihn vor ihr verteidigen zu müssen obwohl er das auch sehr gut selbst hinbekommt😜

    Das Buch was du angemerkt hast werd ich mir morgen mal ausleihen.. Das klingt sehr interessant, danke.

    Was du schilderst mit dem Kopf voller Gefühle, finde ich echt gut beschrieben so kommt es mir bei meinen Mann auch oft vor.. Ich muss sagen das Forum bittet echt super Informationsaustausch es tut gut viele Ähnlichkeiten zu entdecken und zu lesen wie ihr damit umgeht.

    Liebe Grüsse
    Sunny

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Frage an Angehörige zur Motivation, sich mit AD(H)S auseinander zu setzen

    Heißt natürlich "bietet Informationsaustausch.." Blöde Autokorrektur
    😜😜

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Frage an Angehörige zur Motivation, sich mit AD(H)S auseinander zu setzen

    Oh ich lese grade der Buchvorschlag kam von Lysander ... Sorry ihr Lieben ich verspreche etwas besser zu achten von wem welche tollen Tipps kommen nochmal Dankeschön!!!

    Hab mir heute das ganze auf mein IPhone gezogen und bin noch bissi planlos😁😁😁

    Vielen Dank also auch an dich Lysander deine Schilderung war für mich auch sehr hilfreich.. Mein Mann hat heute mal gelesen, dass ich hier mit euch schreibe und er fand es so gut das er nun auch jeden Tag bei euch stöbert und sich nun auch anmelden möchte👍

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Frage an Angehörige zur Motivation, sich mit AD(H)S auseinander zu setzen

    Warum möchte ich mich damit auseinandersetzen?
    Weil der, den ich liebe, so außergewöhnlich ist.
    Er tut mir sehr oft weh, wir hatte eine lange on-off-Beziehung.
    Bis er mit der Sprache rausrückte, dass er ADS hat.
    Natürlich ist diese Diagnose in der Neuzeit zu häufig angewandt worden, so dasss es eine Modekrankheit geworden ist.
    Aber wer einen "echten" kennt, der weiß um die Schwierigkeiten.
    Ich möchte verstehen, möchte nicht mehr verletzen oder verletzt werden.
    Und vielleicht eine Antwort auf die Frage finden: Haben wir eine Zukunft oder nehme ich es als kurzen schönen aufregenden Lebensabschnitt.
    LG

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Frage an Angehörige zur Motivation, sich mit AD(H)S auseinander zu setzen

    Was hat euch bewegt:

    a) AD(H)S nicht/nicht mehr als Modediagnose oder Scheindiagnose zu betrachten?

    Ich finde das recht einfach. Wer intensiv und persönlich mit ADHSlern zu tun hat, muss zwangsläufig feststellen, dass ihrer Art etwas zugrunde liegen muss, was nicht nur mit Erziehung oder Umfeld oder den gängigen psychischen Erkrankungen zu tun hat. Irgendetwas an der Wahrnehmung und Weltsicht ist offensichtlich anders ohne jedoch wirklich "verrückt" zu sein oder zu scheinen. Außerdem sprechen alle seriösen wissenschaftlichen Untersuchungen für die Existenz dieser Krankheit.


    b) Warum setzt ihr euch mit der Diagnose auseinander?

    Eigentlich geht es um den Versuch zu verstehen. Die wenigen ADHSler, die ich kenne sind menschlich unheimlich wertvoll und charakterlich faszinierend. Wer sie nicht dauerfhaft aus seinem Leben streichen möchte, muss sich im Ansatzdarum bemühen, zu begreifen, was ihnen schwer fällt und was leicht, was sie besser können und was schlechter, was welche Reaktion hervorrufen kann, die man nicht erwartet und vieles mehr. Wer sich nicht damit auseinandersetzt, wird einem ADHSler persönlich nie wirklich nahe kommen und kann diesem auch sich selbst nicht nahe bringen.

    c) Welche Einstellung vertretet ihr gegenüber der Diagnose?

    Es ist eine Diagnose. Sie hilft, weil man etwas tun kann. Und sie erklärt so manches. Deshalb ist es aus meiner Sicht auch wichtig, dass ADHSler im persönlichen Bereich offensiv mit der Diagnose umgehen, Dinge erklären und dazu anregen, dass andere sich damit beschäftigen. Das erleichtert vieles. Scham ist hier unangebracht. Im beruflichen Bereich sieht das natürlich anders aus.

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Frage an Angehörige zur Motivation, sich mit AD(H)S auseinander zu setzen

    a) AD(H)S nicht/nicht mehr als Modediagnose oder Scheindiagnose zu betrachten?
    Das ist etwas schwer für mich zu beantworten. Ich habe das nie als Scheindiagnose betrachtet. Obwohl ich es nicht immer gut fand, wenn Kinder ruhig gestellt wurden, um unserem gesellschaftlichen Ideal zu entsprechen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass bei einigen Betroffenen auch feste Regeln, tägliche Routinen, Aufmerksamkeit und Beschäftigung geholfen hätte – bevor man zu Medikamenten greift.

    b) Warum setzt ihr euch mit der Diagnose auseinander?
    Bei meinem Sohn wurde im Alter von 20 ADS festgestellt. Er litt unter extremen Depressionen. Seitdem bekommt er Medikamente und wir haben ein anderes Miteinander gefunden. Ich habe Verständnis für ihn – und er für mich !
    Bereits als Kind erhielt er die Diagnose auditive Wahrnehmensstörung / ADS. Aber damals bekamen ihm die Medikamente gar nicht. Er fand sie „komisch in seinem Kopf“. Er würde auch niemals Medikamente empfehlen.
    Sein Leben war geprägt von Nichtanerkennung, Not-Lügen, Alleinsein am PC und endete in absolut mangelndem Selbstwertgefühl.
    Heute kann er eine Rückfrage besser von Kritik unterscheiden.
    Er ist selbstbewusster und sagt: die Anderen sollen mich so akzeptieren wie ich bin. Er hat einen, wenn auch kleinen Freundeskreis, Hobbies und geht seiner Arbeit nach.

    c) Welche Einstellung vertretet ihr gegenüber der Diagnose?
    Ich finde man sollte sie auf jeden Fall zu lassen. Auch Medikamente sollte man nehmen, wie empfohlen. – Allerdings immer mit eigener Verantwortung: wenn es nichts ändert, nicht hilft oder sogar stört, dann ist es vielleicht nicht der richtige Weg.


    Viele Grüße
    Bride
    Geändert von Bride ( 5.06.2013 um 17:20 Uhr)

  8. #18
    Wom


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 103

    AW: Frage an Angehörige zur Motivation, sich mit AD(H)S auseinander zu setzen

    a) AD(H)S nicht/nicht mehr als Modediagnose oder Scheindiagnose zu betrachten?

    - ist ja zum Glück schon bei so manchen Ärzten angekommen, dass es keine Modeerscheinung ist. - Ich beziehe mich hier ausschließlich im erwachsenen Alter
    - ich selber hatte mir nie Gedanken über ADHS gemacht, bis ich meine Frau vor 3,5 Jahren kennen lernte. Ihr Sohn (heute 20) hat ADHS und einen verminderten IQ. Schule und Arbeit, so wie der Familienverbund war garnicht mit ihm möglich. Da ich aber die Frau nicht wegen ihres Kindes verlassen wollte, habe ich mich ausgiebig mit seinen dicken Ordnern voller unterlagen von den Ärzten befasst. Eine richtige Diagnose habe ich aber nicht gefunden. Bis ich im Netz auf ADHS gestossen bin.
    Wochenlang, die ganzen Nächte war ich im Internetz auf Suche, hab jeden gefundenen Bericht gelesen, und die sehr vielen Forenbeiträge auf zwei Portalen.

    Ich muss kurz erwähnen, zu der Zeit hatte ih schon den Spruch gesagt:
    Es gibt 150 Gründe, warum ich meine Freundin liebe - aber auch 150 Gründe, warum ich sie hasse (hassen bitte nicht überwewerten)
    Das war dann der Ausdruck für mein Misverständniss ihres Verhaltens in den altäglichen Lebenssituationen.

    Naja, über Ihren Sohn wusste ich nun Bescheid, aber auch die Erkenntnis, das meine Frau hochgradig ADHS hat war mir nun auch bewust.

    Diese Erkenntnis war für mich nichts schlimmes, sondern eher eine innerliche Befreiung für mich.

    Nun war mir klar, warum und weshalb so einige Dinge sind bei ihr, wie sie sind.




    b) Warum setzt ihr euch mit der Diagnose auseinander?

    Weil ich meine Frau liebe, und mir bewusst bin, dass Sie eine ganz besondere Frau ist.
    Der Glaube an eine noch bessere Beziehung kann da schon sehr groß werden.
    Ausserdem möchte ich doch erleben, dass sie entlich die Eintrittskarte für ihr tägliches Kopfkino nicht mehr jeden tag kaufen muss



    c) Welche Einstellung vertretet ihr gegenüber der Diagnose?

    Erst mal muss man den geeigneten Arzt finden, und dann auch noch einen Termin bekommen - Bei uns war es fast ein 3/4 Jahr bis zum Ersttermin.
    Bis zur Diagnose waren es dann nochmals etwa 6 Monate - da Depris im Vordergrund standen, und diese behandelt werden sollten.
    Eine Diagnose halte ich persönlich für sehr wichtig, ebenso, wie eine evtl. medi-Einstellung.
    Die Fragebögen, und auch die Gespräche bis zur Diagnose, könnten mit Sicherheit viel besser aufgearbeitet werden heutzutage.
    Krankenkassen, Rentenversicherungträger, Hausärzte etc sollten hier vielleicht mal sich mit dem Thema ADHS mehr auseinander setzten, um zu erkennen,
    dass bei einer frühzeitigen Diagnose mit anschließender Behandlung in welcher Form auch immer, viele Menschen garnicht so tief in Depris, Burnout, Suchterkrankungen etc rein rutschen.


    Es geht darum herauszufinden, ob oder wie man einen Menschen (sich selber oder andere) mit negativen Vorurteilen zum Thema ADHS für eine Auseinandersetzung über den eigenen Tellerrand öffnen könnte.

    Ich behaupte mal, die Kriege früher: Wer stand da ganz vorne in der ersten Reihe auf dem Feld. Mit Sicherheit ADHSler.
    ADHS selber kann etwas genaz besonderes mit sich bringen , auch im Berufsleben:
    Z.B. Ein freier Versicherungsverkäufer mit ADHS wird aus meiner Sicht mehr Erfolg haben als ohne (hab so einen seit der Hochzeit in der Familie ;-))) )
    Die Hilfsbereitschaft vieler ADHSler sehe ich als sehr groß an.

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