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Diskutiere im Thema medikamentenverweigerung im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    medikamentenverweigerung

    hallo ihr lieben,
    ich selber habe kein adhs. mein freund leidet darunter und ich somit auch.
    er mag kein mph nehmen und meint das selbst mit amphetaminen in den griff zu bekommen. das problem an der sache ist dass amphetamine nicht ständig verfügbar sind und er somit in den zeiten in denen er nichts bekommen kann total scheisse drauf ist.
    denkt ihr dass eine geregelte einnahme vom mph ihm hilft?

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: medikamentenverweigerung

    Hm. Da kann ich dir eigentlich nur eines raten: Schlepp ihn zum Arzt. Ob ihm MPH hilft kann man so nicht sagen, nicht helfen wird aber sicher unkontrollierter Drogenmissbrauch.

    Das ist definitiv ungesünder als kontrolliert ein gut eingeführtes, Nebenwirkungsarmes Medikament unter ärztlicher Kontrolle zu nehmen, das ist ja wohl auch ihm klar. Aber für eine medikamentöse Behandlung muss er eh erstmal die Drogenprobleme in den Griff bekommen.

    Wenn er keine Medis will - warum eigentlich, ist er von der Ritlin-Diskussion verunsichert? - dann soll er bitte auch die Drogen lassen und nur Psychotherapie machen, die ihm eh bevorsteht. Und die hilft auch.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: medikamentenverweigerung

    ich danke dir für die antwort, das ist das selbe was ich auch denke, ich brauchte eine bestätigung damit ich ihn in die richtige bahn lenken kann...
    er hat noch nie mph genommen. ich habe das thema schon öfter angeschnitten worauf ich nur immer die antwort bekam dass das ja auch nur amphetamine sind und es einfacher ist sich das zeug so zu beschaffen.
    ich möchte ihn auch nicht unter druck setzen aber ich denke einfach es würde ihm mit den richtigen medis besser gehen.
    ich selbst habe auch eine erkrankung des zns und manchmal würde ich mir wünschen auch mal von ihm aufgebaut zu werden. bisher ist es nur immer umgekehrt der fall gewesen. ist mir auch klar dass ich das unter den momentanen umständen vergessen kann. ich brauche immer kraft für uns beide obwohl meine kraft manchmal nicht mal für mich selbst reicht...

  4. #4


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.804
    Blog-Einträge: 40

    AW: medikamentenverweigerung

    Hallo.

    Also mal abgesehen von deinen sicher wohlwollenden Intentionen finde ich den Titel dieses Threads "medikamentenverweigerung" ziemlich daneben.

    Es ist ja wohl nach wie vor die Entscheidung jedes mündigen Menschen, ob er Medikamente einnehmen will, oder nicht.

    Du schreibst ja, dass du selbst an einer (vermutlich chronischen) Erkrankung leidest und ich denke, dass auch du selbst entscheiden willst, ob und welche Medikamente du einnimmst oder nicht, obwohl einzelne Symptome deiner Erkrankung sicher auch deinen Freund und die Beziehung belasten und somit dein Freund höchstwahrscheinlich auch unter deiner Erkrankung leidet.

    Oder liege ich da falsch?

    Nur, weil jemand eine ADHS hat, ist er deshalb trotzdem voll zurechnungsfähig und entscheidungsfähig.

    Klar ist der momentane Zustand der "Selbstmedikamentierung" mit Amphetaminen (Speed) alles andere als ideal und die Argumentation

    worauf ich nur immer die antwort bekam dass das ja auch nur amphetamine sind und es einfacher ist sich das zeug so zu beschaffen
    schlicht vorgeschoben, in allen Punkten falsch und dumm, aber hier von "Medikamentenverweigerung" zu sprechen, wird der Sache m.E nicht gerecht.



    LG,
    Alex

  5. #5
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: medikamentenverweigerung

    Hallo tiefschwarz,

    Ich schliesse mich Alex an.

    Dabei bin ich der meinung dass amphetamin aus der strasse nicht nur teuerer ist als verschrieben amphetamin (es gibt diese möglichgkeit) aber auch gefährlicher und unberechnerbarer (die mischungen sind nicht immer so sauber). Diese wirkstoff wird manchmal in alternativ zu MPH zu behandlung von ADS verschrieben mit gute ergebnissen.

    Ich denke, wenn er diagnose hat und mit der arzt über seine amphetaminkonsum redet, kann er es auch mal verschrieben bekommen. Es ist sicherer und günstiger. Hat er eine grund diese schritt nicht zu machen? Hast du ihm gefragt? ADSler sind oft weissekittel gegenüber sehr misstraurig, wie sie menschen gegenüber misstraurig sind: es ist eine folge von viel unverständnis und viele verletztungen.

    Aber eben, ihm zwingen kannst du ja nicht! Nur mitteilen wie es dich dabei geht (sehr wichtig!), besonders wenn er total darauf scheisse ist, was du weisst und dann ihm entscheiden lassen. Du kannst ihm auch immer feedback geben wie du ihm im moment erlebst. Ich denke, du merkst selber ob er amphetamin intus hat oder nicht und es kann ihm auch helfen... Es hilft sicher wenn du auch probiert ihm zu verstehen wieso er so macht und es akkzeptiert. Vielleicht braucht er zeit sich anders zu entschieden. Irgendeinmal wird ihm das illegal verschaffen von amphetamin vielleicht zu mühsam sein... Oder wenn du einfach ihm nicht drängt, aber versteht und zuhörst, wird es sich nicht nur gegenüber dich mehr vertrauen haben, aber auch gegenüber eine arzt um sich wirklich helfen zu lassen.

    Hast du der eindruck dass er es in griff hat? Ist er mit die menge vernünftig? Wie wirkt es auf ihm? Im fall wenn es in grüne bereich bleibt, würde ich mich auch nicht zu viel sorgen machen... Es gibt ADSler die damit schon klar kommen über jahren, auch wenn es nicht gerade zu empfehlen ist.

    lg

  6. #6
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: medikamentenverweigerung

    Hallo tiefschwarz,

    Noch ein link zu thema: Amphetamin

    Vielleicht könnt ihr darüber in ruhe reden? Dass er von seine erfahrungen redet, wie es sich anfühlt und du was du wahrnimmt. Wenn er sich schon weigert auf legale weg etwas einzunehmen, kann er sich auch mal einfach über der "stoff" informieren um zu wissen auf was er sich einlässt...

    Ich finde auch besser wenn du schaust dass es daraus keine krieg gibt. Es scheint mich besser wenn du seine handeln mal zulässt, damit er es dich nicht verbergen muss und offen mit dich reden kann. Aus vertrauen wird mehr erreicht als mit druck! Aber wie du es alles erlebt muss er natürlich auch wissen und dass du ihm unterstützen würde wenn er mal seine meinung ändert. Wenn er jetzt die risiko einehmen will weiter illegal sich amphetamin zu beschaffen, kannst du vielleicht ihm dabei unterstützen es mindentens vernünftig zu machen. ADSler haben eine schlechte wahrnehmung und auch mit medis die legal verschrieben sind, nimmt der umfeld ehe wahr wie es wirkt. Also, feed-back wie du ihm im moment wahrnimmt und erlebt bleibt sehr wichtig! Vielleicht wird er merken wie krass es sein kann wenn er nicht intus hat...

    Auch ein thema: oft ist bei männer sehr schwierig seine schwächen einzugestehen, und daraus auch dass mein auf etwas angewiesen ist um der alltag in griff zu haben. Wenn du ihm mit seine "sucht" animmst und liebst, ihm zeigt dass er für dich doch attaktiv bleibt obwohl er schwächen hat, kann ihm helfen sich selber dort zu annehmen und vielleicht mal der mut haben es nun "offiziel" und "legal" zu machen, was auch sicher angenehmer ist (ausser wenn man irgendwie sich schämt dafür).

    Aber dann muss er auch mit die konsequenzen leben von seine freie wahl und nicht du. Also ihm geld geben wenn es ihm fehlt muss du auch nicht und wenn es für dich zu anstregend ist wenn er schlecht drauf, darfst du auch abstand nehmen wenn du damit nicht klar kommst.

    lg

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: medikamentenverweigerung

    danke für eure antworten. es ist nicht so dass ich ihn dazu drängen will. ich sehe wie er unter dem zustand leidet. der aktuelle stand ist der dass sein neuro ihm kein ritalin geben mag wegen suchtgefahr^^
    ich liebe ihn immer egal was er tut oder nicht. ich lass ihn in ruhe wenn er die braucht, ich rede mit ihm wenn er es mag...
    ich hab ihn noch niemals unter druck gesetzt, hab ihm lediglich denkansöße gegeben wie sein leben vielleicht besser sein könnte.
    mal schauen wie das mit seinem neuro noch weitergeht.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: medikamentenverweigerung

    ich hab nich dagegen wenn er sich speed reinpfeift wenn es ihm hilft!

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Thema: medikamentenverweigerung im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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