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Diskutiere im Thema ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 8

    ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Hallo zusammen,

    mein Sohn wird dieses Jahr 20 und war immer sehr lebhaft, impulsiv laut und in der Schule der Clown. War bis heute mit ihm auch bei Ärzten und Psychologen, er hatte auch eine Gesprächstherapie gemacht, die Vermutung war da mit ADHS aber er hat so viele positive Seiten daß wir das nicht ganz abgeklärt hatten, ich hatte auch immer Angst, ihm Medikamente zu geben und irgendwie haben wir als Familie daß ausgehalten. Er hatte auch nie Probleme mit seinen Freunden und hat auch nicht geschlägert. Wenn er agressiv war dann hat er gegen Gegenstände geschlagen.

    Letztes Wochenende ist es eskaliert. Seine große Liebe hat sich von ihm getrennt (zu impulsiv) und er war sehr am Boden. Er hatte auch gedroht, dass für ihn alles keinen Sinn mehr hat. Er hat sie und auch ihren Freundeskreis angeschrieben und nicht locker gelassen, er war wie im Wahn und wir hatten unendliche Angst um ihn. Deshalb sind wir in eine psychologische Notartzpraxis. Die Ärztin hat mit ihm und mit mir gesprochen über früher und heute und sie hat mit ihm einen Test gemacht. Sie hat ihm erklärt, daß er für seine Impulsivität und für sein "klammern" nichts kann sondern daß es am ADHS liegt, deshalb kann er sich auch in der Schule nicht konzentrieren und hat eine schlechte Verhaltensnote. Er war sein Wunsch, sich behandeln zu lassen mit Medikamenten und Gesprächen. Seit Dienstag nimmt er nun Medikinet adult, erst eine, seit heute 2 Tabletten am Tag = (1 TAB. 5 mg).

    Er ist natürlich immer noch sehr sehr traurig aber viel ruhiger und ich habe das Gefühl er kann es eher annehmen. Er hat auch meines Wissens seine Ex nicht mehr angeschrieben und auch niemandem in ihrem Umfeld.

    Ich hoffe, es war die richtige Entscheidung aber wenn ich die ganzen Nebenwirkungen lese habe ich doch Angst. Aber ich glaube sein Leidensdruck ist zu groß geworden. Er war in Beziehungen mit Mädchen immer sehr klammernd, kontrollsüchtig und Impulsiv. Ich finde er ist ein toller Junge und ich wünsche, daß wir den richtigen Weg gehen.

    Vielleicht könnt ihr uns Tips geben oder uns Mut machen.

    Danke!

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Upps, ja, die sattsam bekannte Formel nennt sich "Lass mich, doch verlass mich nicht."

    Das ist ein Buch von Cordula Neuhaus, dass Du Deinem Sohnemann ans Herz legen solltest, FALLS er wissen will, warum die Sache immer so ausgeht, wie sie ausgeht.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Ich glaube aber fast, dass in seiner momentanen Lage in Ruhe lassen noch das beste ist. Zuhören und Gespräche anbieten, aber bitte nicht aufdrängen. Er sollte sich angenommen, aber nicht überwacht oder überbeführsorgt fühlen.


  3. #3
    hirnbeiß

    Gast

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Tja, Osterhase.
    Mach dir mal keine so großen Sorgen. Dein Sohn ist, wie du geschrieben hast, 20 Jahre auf dieser Welt.
    Zugegebenermaßen noch jung, aber doch alt genug um sich auf er Straße des Lebens selbst umzusehen.
    Laß ihn mal machen. Wildfang hat das schon gut ausgedrückt.
    Überbefürsorgt. Das kann sehr schnell schief gehen und kontraproduktiv wirken.
    Lass ihn erwachsen werden.

    Übrigens. Schlechtes Verhalten und ähhh, anders ausgedrückt: Impulsivität in einem sehr ungesunden Maß muß nicht zwangsläufig
    an ADHS liegen (und klammern) im übertriebenen Sinn. Ich komme durcheinander.
    Hat die Ärztin wirklich gesagt, daß er nichts dafür kann (für sein Verhalten) und daß alles an ADHS liegt? (oder hast du da was falsch verstanden?)
    Na gut. Daß man Wege findet, um mit ADHS besser zurecht zu kommen, das ist wichtig.
    Sieh dich hier um und stell einfach Fragen. Sie werden hier beantwortet.

    Willkommen bei den Chaoten.

    LG --hirnbeiß--
    Geändert von hirnbeiß (23.03.2012 um 22:42 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Hallo Eiselein,

    danke für deine Antwort, werde mir noch heute das Buch besorgen. Es stimmt, ich neige dazu überfürsorglich zu sein wenns meinen Kindern schlecht geht. Werde versuchen, daß zu ändern. Hab halt Angst wenn er so Äußerungen macht wie: Alles hat keinen Sinn mehr, ich will nicht mehr u.s.w.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Hallo hirnbeiß,

    danke für deine Antwort. Ich war nicht die ganze Zeit bei dem Gespräch mit der Ärztin dabei. Er hat zu mir gesagt daß die Ärztin wohl gesagt hat daß bestimmte Verhaltensweisen an dem ADHS liegen. Er nimmt jetzt auch nicht nur die Tabletten sondern ist regelmäßig (wöchentlich) bei der Ärztin.

    Ja es stimmt, ich bin wirklich manchmal zu fürsorglich. Er war am Wochenende in einem Zustand wo ich richtig Angst hatte um ihn.

    Werde versuchen, eure Ratschläge umzusetzten und das richtige Maß zu finden.

    LG

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 38

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Oh, das Thema passt auch für mich!

    Osterhase, hallo erstmal :-)
    Unser Sohn wird demnächst 25 und vor 1 1/2 Jahren hatte er schwere psychische Probleme. Bis er sich geöffnet hat, musste erst was Unschönes passieren, sonst wäre er wohl nicht von selber gekommen. Ich hatte zwar schon länger gemerkt, dass mit ihm etwas nicht stimmt, aber er ließ keinen an sich rankommen. Über den Verdacht eines Suchtproblems kam ich dann auf ein mögliches ADHS, auch deswegen, weil das schonmal im Kindergartenalter angesprochen wurde.
    Nach gründlicher Untersuchung in einer entsprechenden Einrichtung stand die Diagnose Ende letzten Jahres endlich fest. Seit ca. 10 Wochen bekommt er Medikinet adult, damit kommt er gut zurecht.
    Auch ich neige dazu, manchmal zu fürsorglich zu sein. Wir sind aber im Moment auch an einem Punkt, an dem mir mein Sohn immer wieder zeigt, dass er das auch noch braucht. Er hängt sehr an der Familie und hat auf Grund seiner Kontaktprobleme auch nicht viele Freunde. Da hilft im Augenblick auch alles ermuntern nichts. Er geht alleine nicht weg, weil sich unter Fremden nicht wohl fühlt.

    Ein Punkt, der uns immer noch Schwierigkeiten bereitet ist, dass ich nur eine Aussage in den Raum stellen muss und er tritt eine Diskussion los, wird laut, regt sich auf...
    Beispiel (er ist ein bisschen "kräftig" gebaut): Es ist noch Pizza vom Abendessen übrig, er kommt nachts von seinem Kumpel heim und will sich die Pizza mit in seine Wohnung nehmen. Da es noch ziemlich viel ist, sage ich nur, er müsse ja jetzt nicht alles essen. Und schon geht's los :-/
    Er fühlt sich sofort persönlich angegriffen, kann keinen Kompromiss eingehen und geht ab wie das HB-Männchen.
    Klar weiß ich, dass er Impulsiv ist und dass das ein Problem bei ADHS ist. Aber ich denke auch nicht bei jeder meiner Aussagen daran, dass er es mal wieder völlig falsch auffasst.

    Hier wäre ich auch für Tipps von anderen Betroffenen dankbar, denn ich hasse diese unnötigen Diskussionen.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Im würden vor allem feste Regeln helfen.
    Fürsorge ist ja schön und gut, aber die Welt besteht nicht bloß aus Menschen, die den Sohn mit den gleichen liebenden Augen einer Mutter betrachten. Es gibt doch diesen Spruch: Den kann nur (s)eine Mutter lieben! Meist sind das völlig übertüddelte Kids, die dann weltfremd und selbstgerecht sich und vor allem anderen wahnsinnig auf den Keks gehen.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Zitat
    "Auch ich neige dazu, manchmal zu fürsorglich zu sein. Wir sind aber im Moment auch an einem Punkt, an dem mir mein Sohn immer wieder zeigt, dass er das auch noch braucht. Er hängt sehr an der Familie und hat auf Grund seiner Kontaktprobleme auch nicht viele Freunde. Da hilft im Augenblick auch alles ermuntern nichts. Er geht alleine nicht weg, weil sich unter Fremden nicht wohl fühlt"

    Ich sehe eine Gefahr darin, dass Mütter/Väter co-abhängig werden können. Und das nutzen unsere Lieben dann ggf. gerne (aus) Der sekundäre Krankheitsgewinn, angenehm, wenn sich alles um sie dreht . . .
    Loslassen wär' eine gute Alternative, trau' ihm zu, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen!
    Ich wünsch' Dir viel Kraft und Glück dabei

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 83

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    nur weil so viele nebenwirkungen auf dem beipackzettel stehen, heist das nicht das er alle kriegt. vielleicht hilft ihnen ja auch dies, meine erklärung für kinder und verzweifelte eltern. mph ist wie eine brille auf zeit, man trägt sie nicht auf der nase, man schluckt sie. ohne brille ist man immer in bewegung weil man die richtige entfernung, den richtigen winkel sucht um die welt klar zu sehen, struckturen wahrzunehmen. mph läst einen klar sehen, man muss nicht mehr zwanghaft hinundher rennen und die stressverarbeitung klapt auch wesentlich besser ^^. mph hat es mir ermöglicht mein abitur zu machen, in der 4 klasse sollte ich auf eine sonderschule kommen, ich habe mit der hilfe von mph gelernt mich zu kontrolieren, ich kann zwar keine negative sache vergessen, aber ich kann sie abharken

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Würde mich auch interessieren, wie man als Mutter die beste Unterstützung geben kann. - Mein Sohn hatte nie richtige Freunde. Alle mochten ihn, aber so einen richtigen Kumpel mit dem man etwas unternimmt hatte er nie. Bis zum Teenager-Alter war er einfach "unauffällig".

    Dann kam aber die Zeit in der er auf dem Papier volljährig wurde. Ich denke wir waren beide der Meinung, dass er beginnt sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das ging allerdings nach hinten los.

    Sein bester Freund war die Playstation. Dabei war er immer todmüde. Weder Körperpflege noch Nahrungsmittelaufnahme war ihm möglich. Geldsorgen ohne Ende, niemand dem er kein Geld schuldet.

    Früher konnte ich ihm helfen seine Probleme zu lösen - wir sind dann zusammen zu den Lehrern gegangen, oder ich habe Verträge für ungültig erklärt, weil er ja nicht volljährig war. ... Aber jetzt ist er volljährig und gerät damit ständig in Situatinen, die ja auch rechtliche Folgen haben (lässt sich Verträge aufschwätzen oder Kumpels brauchen mal ein neues Handy und denken, dass könnte unsere Hausratversicherung finanzieren.)

    Er nimmt jetzt Medis - dank denen er wach ist. Körperhygiene klappt auch wieder, allerdings isst er nichts mehr.

    Er hat eine neue Ausbildung. - Aber die strengt ihn an (im Kopf). Ständig muss er mich anrufen und mir (aus seiner Sicht) total spannende Dinge erzählen, die auf seiner Arbeit passiert sind. Ich habe aber auch einen Beruf - da kann ich nicht ständig mit ihm reden. Und dann legt er beleidigt auf. Dabei würde ich ihm (zu einer passenderen Zeit) gerne zuhören.

    Ich möchte ihm vermitteln, dass er mir vertrauen kann und ich ihn unterstütze, wenn mal wieder etwas schief geht (oder besser noch vorher). Ich denke, aus unserer früheren Zeit ist es für ihn noch ein Selbstverständnis, dass ich mal auf seine Bankauszüge gucke - und versuche rechtzeitig aufzufüllen. ..... Aber langfristig muss dass doch anders werden, oder?

    Wir stehen noch am Anfang von Diagnose und Weg. Ich will ihn loslassen und gleichzeitig schützen.
    Geändert von Bride (23.08.2012 um 21:24 Uhr)

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