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Diskutiere im Thema ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    kurz mal reingehüpft ...

    @hirnbeiß
    Ich glaube, der Begriff "Muttertier" hat in Mütterkreisen eine andere Bedeutung ... ich musste über den Nick schmunzeln ... wir verwenden (hier zu Hause oder im Freundeskreis) den Begriff ganz gerne - ich habe diesen Titel selber damals eingeführt, weil:

    a) ich glaube, dass sich die Menschlein eh zu ernst nehmen, sooo weit sind wir vom Rest der Tierwelt gar nicht entfernt ...
    b) es damals dieses verkopfte "Wir werde ich am besten eine perfekte Mutter und komme dann in die Eltern-Zeitung"-Stressding rausgenommen hat ... als dieser Kopfstress, wie Mutter oder Vater sich am Besten pädagogisch zu verhalten hat ... blablabla ... am Ende bin ich immer dann richtig gefahren, wenn ich auf mein inneres Stimmchen (oder einfach meinen Mutterinstinkt) vertraut habe ... und das hat auch dann und wann gesagt: nee, jetzt muss das Kind mal vor die Wand fahren ...

    @Muttertier

    dieses hin-und-her-reißen zwischen 150% und -10% kommt mir bekannt vor ... ist übgrigens bei uns auch Thema in der ADHS-Thera gewesen ... dort haben wir die ziemlich kluge 70%-Marke kennen gelernt ... die besagt, dass, wenn man versucht, eine Sache 100%ig richtig zu machen, man autmatisch andere Aufgaben vernachlässigt, weil für die ja dann nix mehr übgrig ist ... deshalb soll man höchsten auf 70% für eine einzelne Sache fahren, und die restlichen 30% für so kluge Dinge wie Erholung, Pause, Essen, Schlafen, Einkaufen, auf's Klo gehen .... usw verwenden ...



    LG, habit

  2. #32
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Ich verstehe mich auch als ein "Muttertier", eben genau wie habit es erklärt, mein Instinkt gibt es mir vor.

    So wie manche sich als Löwin in der Schule einsetzen, andere manchmal das Mäuschen spielen, wenn die Familie mal wieder aufdreht, aber dabei gleichzeitig alles am Laufen halten, dann die Kuschel-Kanguruh-Mutter, wo alle ein warmes Plätzchen finden, gegen die "anstrengende" Aussenwelt (egal, was sie sonst so verbrochen haben oder wo es sonst Unstimmigkeiten gibt).......

    Streng wie die Entenmutter quakend vorneweglaufen, wie die Katzenmutter um Reinlichkeit besorgt sein und auch mal am Schlafittchen packen und mit sanftem Biss nach Hause ins Körbchen tragen, bevor das "Training" draussen zu gefährlich wird.

    Wie die Vogelmutter auch das Kuckuckskind bis zur Erschöpfung durchfüttern......auch das sind Mütter.

    So sind Mütter nun mal.

    Sicherlich gibt es da Abgrenzungsrisiken und genau drum brauchen wir den Zuspruch anderer, der uns bestärkt, das das "hart" bleiben an mancher Stelle, nichts anderes ist als den Jungvogel zum Flügge werden aus dem Nest zu schubsen.....

    Aber wenn wir diesen Zuspruch haben und auch die Familie, die Freunde, den Vater, die uns alle beide lieben und aufpassen, das alles gut geht, die dafür mit Sorge tragen, das weder Mutter noch Kind sich (seelisch) verletzen, in den Momenten, wo es auch mal weh tun kann....

    Die einen mittragen, in den Momenten, wo der Muttertierinstinkt uns sagt, "jetzt tuts weh, aber es muss sein."

    Dann sind die Momente der Versöhnung, Zeichen der Liebe, die trotz des "Flügge-werd" Trainings die Familienbande zusammenhält und uns versöhnen.

    Das kostet keine Kraft, das gibt sie uns zurück.



    Edit...
    Ach habit, danke für die Sichtweise mit den 70 Prozent, kommt irgendwie genau richtig bei mir. Danke!!!

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Also ehrlich gesagt hat sich bei uns das "Muttertier" aus dem "Dönertier" entwickelt.
    Zu irgendeiner Zeit fanden meine Kinder und deren Freunde Erkan und Stefan und das Dönertier witzig. Noch witziger fanden sie es dann mich, analog dazu, "Muttertier" zu nennen. Das wurde dann zum Running Gag in unserer Familie - weiter nix!

    Ob ich ein Muttertier, bzw. eine Glucke bin? Bestimmt! Aber nach vielen Jahren Therapie (mit und ohne meinen Sohn) weiß ich warum. Wegen der Migräne bin ich seit 30 Jahren in Behandlung. Aber gegen den Trigger "emotionaler Stress" kann man nur wenig machen.

    Mein Sohn hat als Kleinkind autistische Züge gezeigt und noch heute bin ich froh, wenn er (sehr, sehr selten) körperliche Nähe zulässt. Da freue ich mich halt einfach über eine schlichte Umarmung.

    Die 70%-Formel klingt gar nicht mal so übel...

    LG, Hope

  4. #34
    hirnbeiß

    Gast

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Ok, ihr Mütter.......ihrs. Da habt ihr mir aber den Wind aus der Seele gepustet.
    Ich verbinde halt eine elende Zeit mit diesem Ausdruck. Was wiederum dann die Frage in mir aufwirft, was denn zur Höl...ähhh, ein Tochtertier sein sollte?
    Ehrlich. Nicht daß ihr denkt, ich will hier lediglich Rabatz machen. Aber manche Ausdrücke triggern eben.
    Ich lass euch gerne euren Löwenmut, den kann man ja auch oft gebrauchen.
    Ich entschuldige mich hiermit für meine schwachen Nerven bei allen M*ttertieren. (ich kanns immer noch nicht ganz ausschreiben), man möge mir verzeihen.

    LG --hirnbeiß--

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    ..........

  6. #36
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    ..............

  7. #37
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    OhauahauaHA ... du hast ja 'nen richtigen Zoo - ähhh ... Du BIST ein Zoo ... *schiel
    stargazer schreibt:
    Sicherlich gibt es da Abgrenzungsrisiken und genau drum brauchen wir den Zuspruch anderer, der uns bestärkt, das das "hart" bleiben an mancher Stelle, nichts anderes ist als den Jungvogel zum Flügge werden aus dem Nest zu schubsen.....
    *schmunzel
    auch dafür gab es bei uns eine Analogie: die Tigermutti - in einer Tierdoku haben wir den manchmal etwas unsanften aber zum Lernen ggf überlebensnotwendigen Tatzenpatscher kennengelernt ... außerdem hat die Tigermutter ein waches Auge für Situationen, welche für die Kinder zwar schwierig oder erschreckend sind, aber trotzdem nicht lebensbedrohlich ...
    Wenn das Kind gepiept hat:"Nein, das will ich nicht, davor habe ich Angst!" gab es das Gegenfragemantra:"Hör mal, du weißt, ich mach das wie die Tigermamas: meinst du wirklich, ich würde dich einer Lebensgefahr aussetzen? Ich lasse das jetzt nur zu weil ich genau weiß, das du dort sicher bist!" (z.B. Kindergarten ...)

    *lachwech ... das Ende vom Lied war - beim Kindergartenbeispiel - dass mein Kind keinerlei lange Abschiedszeremonien veranstaltet hat ... ein lockeres "OK, Tschüss, bis nachher dann ..." und schupps, weg war es ... da war innerlich ich diejenige, die jetzt gerne mal noch gedrück und geknutscht und sich lieber noch nicht getrennt hätte ... *hüstel

    @hirnbeiß
    *breitesgrinsgrübeln ... "Tochtertier" ... das ist mal 'ne gute Frage!! Was selten passiert: es gibt gerade keinerlei spontanes Assoziationsaufploppgebot in meinem eigenen Tochterhirn ...

    ach - und zu entschuldigen, finde ich, ist da mal gar nix ... das finde ich doch hier im Forum so befreiend ... ich glaube, man hat selten eine Umgebung in der man sagen kann: ich bin sicher, dass in dieser Gruppe 90% genau das kennen:

    da kommt ein armes unschuldiges Wörtchen, huscht in die Hirne der Menschlein und lacht sich insgeheim wahrscheinlich kaputt, weil es in jedem Hirn etwas anderes auslöst ... also von mir aus können deine Nerven bis zum Ende aller Zeiten sich auf die Ausschreibung von "M*ttertieren" beschränken ... so lange du mich nicht eine du***l**ge *u* nennst *grinseschmunzeln

    ansonsten finde ich nämlich auch genau das hier so spannend: zu lesen, wie und wohin Wortassoziationsgeploppe mal bei anderen führt ...
    Geändert von habitbreaker (16.09.2012 um 12:26 Uhr) Grund: ediTier

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Hallo Zusammen,

    gerade im Zusammenhang mit diesem Forum habe ich oft über meine Rolle nachgedacht.

    Im Grunde habt ihr schon viel geschrieben - wir Mütter sind m.E. verantwortlich für das Wohl unserer Kinder .... angepasst an Lebensjahr und - situation, natürlich.

    Wir lernen parallel zur Entwicklung unserer Kinder, unsere Fürsorge, anzupassen. .... Aber weil das eher mit "loslassen" und "abgrenzen" zu tun hat, ist das ein sehr schwerer Weg, den jeder unterschiedlich anpackt.

    Eine Bekannte, deren Tochter ebenfalls 21 ist, sagte mal zu mir: "Ich habe mich im Laufe der Zeit schlau gedacht...." - Sie meinte damit: wir beide kannten uns, als unsere Kinder 2 Jahre alt waren. Und hatten besondere Erwartungen, was aus unseren süßen, genialen Kids werden soll. ..... Und dann kam das Leben und wir mussten lernen.

    Um mal bei den Tieren zu bleiben:
    In unserer Nachbarschaft wohnen Mauersegler. Ihr solltet mal sehen, wie die ihre Jungen gegen Krähen verteidigen ..... da machen sie übrigens denselben Terz, wie wenn die Jungen endlich fliegen sollen.

    Liebe Grüße
    Bride

    @habitbreaker: danke für die 70%-Methode.

  9. #39
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    da machen sie übrigens denselben Terz, wie wenn die Jungen endlich fliegen sollen
    tschA ... die haben dafür sicher kein Hotel-Mauerseglermama ... und über den homo nesthockerus würden die sich sicherlich die Schnäbel zerreißen ...

    *öhhh ... ich werde albern ...


  10. #40
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Hi - ich will jetzt gar nicht in das "Jammertal" hinab steigen und schon gar nicht unlustig werden ....

    Ich merke, wie schwierig es ist die Situation als Mutter zu beschreiben.

    Von den letzten Jahren war ich derjenige, der Therapien gesucht hat - der privat finanziert hat, (weil es keine Krankenkasse schert) - der die Diskussionen mit den Lehrern oder Lehrherren führte - der an jeder Front ständig für sein Kind da war.

    Das Ganze selbstverständlich immer vor dem Hintergrund: das muss endlich in die eigene Verantwortung meines Sohnes übergehen.

    Immer wieder Rückschläge aus allen Richtungen.

    Dann wieder von vorne anfangen, mit Problemlösungen, mit Motivation. Wieder der Kampf gegen Aussenstehende, die kein Verständnis haben, wieder abwarten, wann mein Sohn so ruhig ist, dass er begreifen kann.

    Da er sich nicht mitteilt - zusätzlich die Antennen ausfahren - beobachten, wo könnte was schief gehen. Egal, ob er sich schadet oder anderen.

    Und wieder die Bitte / Aufforderung: fliege !

    Und dabei immer darauf achten, dass man nicht überbetüdelt - oder sich selbst vergisst.

    Ich finde das unglaublich anstrengend. Fakt ist, es wäre echt leichter weiter zu behüten .... aber das ist nicht Sinn und Zweck. Das Ziel ist: Er fliegt !

    Ich habe ein Kind ohne ADS - da ist das loslassen viel einfacher.

    Ich glaube nicht, dass ich überbehüte - oder super ängstlich bin oder so .... es ist einfach anders.

    Bride

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