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Diskutiere im Thema ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    @ hirnbeiss & @ Stargazer

    Danke, danke, danke !

    Ihr habt ja sooooo Recht! Ich musste das nur mal aus dem Mund (der Tastatur ) von Betroffenen hören. Ihr kennt das ja - jeder hat nen guten Rat für dich und im Grund doch gar keine Ahnung. Da bin ich sehr froh hier gelandet zu sein und klare Worte zu hören.

    Ich halte euch auf dem Laufenden, wie sich die Situation entwickelt

  2. #22
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Ich denke, ihr findet einen Weg.

    Wichtig ist, zu verstehen, das es -nur weil es mit etwas mehr Erwartungshaltung und Konsequenz dann vielleicht einen Monat funktioniert- nicht hinterher automatisch zum Alleinläufer wird.

    Bis sich positive Strukturen bei mir verfestigt haben, dauerte es eine ganze Weile und auch heute habe ich noch in Bereichen, wo ich keine direkte Hilfe habe (wie z.B. Coaching durch Partner oder Freunde) Probleme.



  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Nee, das ist mir schon klar, die Erwartung, dass irgendetwas von Alleine läuft habe ich ja schon gar nicht mehr.
    Aber ich denke ich kann jetzt eine Frist setzen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Mein Sohn hat ja in seinem Leben schon 1000 Dinge angefangen und wieder aufgehört...

    Ich liebe ihn und bin immer für ihn da, wenn er mich braucht, aber er muss jetzt die Konsequenzen für sein Handeln tragen (wenn ihr jetzt sagt, dass das ja auch Zeit wurde, dann habt ihr vollkommen Recht).

    LG, Muttertierchen

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Guten Morgen!

    Kann ich mal kurz ein bisschen rumheulen?

    Das Semester hat wieder angefangen und mein Sohn geht regelmäßig zu spät in die Uni, weil er verschläft!!! Kann mir ja eigentlich egal sein, aber er wohnt halt noch zu Hause und ich arbeite erst ab 11:00 Uhr, so dass ich das immer mitbekomme (Zu seinen beiden Jobs kommt er komischerweise immer pünktlich, aber die beginnen auch erst am späten Nachmittag).

    Es ist nicht so, dass hier jeden Tag Krach in der Familie ist, aber ich lasse das alles zu sehr an mich ran und es zermürbt mich. Klar, das ist mein Problem und ich muss versuchen das abzuschalten, aber es fällt mir so schwer!

    So, das wars schon, heute hab ich frei und gehe gleich erst Mal eine große Runde mit dem Hund spazieren, vielleicht wirds dann besser.

    Danke fürs Lesen!

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Hallo Muttertier, ich glaube dir gerne, dass dich das zermürbt. Kenne es selbst.

    Wir versuchen das mit dem "schlecht aufstehen" meines Sohnes derzeit so in den Griff zu bekommen:

    Mein Sohn muss morgens um 6.15 Uhr aus dem Haus. Aufstehen um 5.45 Uhr.

    Er hat insgesamt 4 Wecker - die unterschiedliche Aufgaben haben:

    1. Einen Wecker, der mit Licht und Geräusch arbeitet. Der steht auf 5.30 und wird 1 x "ge-snoozed". - Aufgabe: wecke mich sanft und bereite mich auf die anderen Wecker vor (Das Licht simuliert den Sonnenaufgang und wird ab 5 Uhr langsam heller)
    2. Einen gewöhnlichen kleinen Reise-Wecker der bimmelt um 5.45 Uhr: mit dem eindeutigen Signal: jetzt aufstehen, ohne weitere Überlegungen.

    3. Um 6.10 das Mobiltelefon: Mit der klaren Ansage: Du musst jetzt aus dem Haus.

    Der 4. "Wecker" bin ich - zur Kontrolle liege ich von 5.45 bis 6.15 auf der Lauer ... und rufe auch mal an (Über Mobil- oder Haustelefon, dass macht bei uns mehr Eindruck, wie mein verschlafenes Gesicht ...war aber bisher ganz selten notwendig einzugreifen.)

    Ich muss sagen: seit 6 Wochen funktioniert dieser Ablauf.

    Wir haben lange an dem Plan getüftelt - wichtig war, dass er begreift, dass er aufstehen muss.
    Und das zweit wesentliche: bloss nicht zuviel Zeit zwischen aufstehen und das Haus verlassen geben, die wird nur vertrödelt.

    Ich klopfe natürlich ständig auf Holz, in der Hoffnung, dass es anhält ......

    Liebe Grüße
    Bride

    (Vielleicht hilft es jemandem...)

  6. #26
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Und das zweit wesentliche: bloss nicht zuviel Zeit zwischen aufstehen und das Haus verlassen geben, die wird nur vertrödelt.
    Aus eigener Erfahrung als Leidtragende.........das stimmt bei mir zumindest.
    Je mehr Zeit ich vorher habe, desto schlechter kann ich einschätzen das ich mich fertig machen muss..Eine halbe Stunde,, wow, so viel Zeit, da kann ich ja nochmal schnell emails lesen, und bums, bin ich zu spät dran.

    Der Aufweckplan sieht gut aus. :-)
    Danke fürs Teilen.

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Danke! Mir gehts schon besser. Ich hab mich jetzt genug im Selbstmitleid gesuhlt und eben mit meinem Sohn über einen "Weckplan" gesprochen.
    Ab Montag werden wir das dann mal ausprobieren. Vielen Dank für den Tipp.

    Das nächste "Drama" steht aber möglicherweise schon ins Haus, er ist sich nicht mehr so sicher, ob der Studiengang wirklich das Richtige für ihn ist - und das mit 23...
    Ich versuche entspannt zu bleiben :-)

    Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende.

    LG, Hope

  8. #28
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    hm - ich kann nur hinbeiß beipflichten ... vielleicht mal aus meiner Perspektive:

    mein Kind ist genau so alt wie deines, Muttertier, ... und hat selber ein mittlerweile 3-jähriges Engelchen ...

    wir haben harte Zeiten durch - meinem Kind habe ich zu Terrorzeiten mein Lieblingsmantra vorgebetet:

    "In meinem Muttervertrag steht nicht drin, dass ich im Sinne des Kindes immer "nett" sein muss ... ich muss in meinem Muttertiersinne meinem Kind gegenüber verantwortlich handeln ... dass kann durchaus zu zeitweiser Antipatie führen ... das ist dann blöd - für beide - aber nur so kann ich am nächsten Tag noch in den Spiegel schauen ..."

    NATÜRLICH war das hart!! Und ich habe ca. über einen Zeitraum von 4-5 Jahren befürchtet, dass ich mein Kind verliere und es mich für den Rest der Lebenszeit hassen wird ...

    Heute haben wir wieder ein inniges Verhältnis ... mein Kind entwickelt sich prächtig, das Kindeskind ist fitt und schon ein starkes kleines Persönchen ... das Ausschlaggebende, was mein Kind jetzt immer stärker macht:


    • dass es weiß, dass ich für es da bin, wenn es selber mitarbeitet!
    • dass es weiß, dass ich auf meine eigenen Grenze achte ... (das war zwar ein Programm, dass ich selber auch erst mal lernen musste - aber es hilft meinem Kind vor allem zu lernen, die Grenzen anderer zu respektieren ... und sie weiß, dass Grenzen ziehen und mein Kind lieb haben prima parallel laufen kann!... wenn wir telefonieren und mein Kind noch 5 Pötte aufmachen möchte, von denen es mir erzählen will, dann kann ich mittlerweile prima ausbremsen: an meiner Stimme erkennt sie meine konstante Zuneigung, auch wenn ich sage:"haaaalt ... dass kann ich jetzt alles nicht mehr verarbeiten! Alles was du ab jetzt sagst, wird leider hinten aus meinem Hirn wieder rausplumpsen, weil die Aufnahmekapazität erschöpft ist ... erzähl mir den Rest beim nächsten Mal, dann kann ich dir auch wieder richtig zuhören " )
    • dass es vor allen Dingen gelernt hat: wenn ich den Karren überreiße, ist meine Mutter tatsächlich raus aus dem Spiel, dann muss ich selber laufen lernen ... und tatsächlich kann ich immer besser und immer weiter laufen!"


    Mein Kind sagt heute:"Mama, ich bin so froh, dass du mich an der Stelle XY vor die Wand hast laufen lassen! Ich habe gelernt, dass ich die Dinge selber in die Hand nehmen muss und kann!"

    "Der einzige Glaube, der Berge versetzen kann, ist der Glaube an die eigene Kraft"

    Den kann man aber nur entwickeln, wenn man die Möglichkeit bekommt, seine Kraft zu trainieren ...

    Ich denke, dass gilt für die Kinder ebenso wie für die Eltern: wenn ich es durchhalte, mein Kind laufen zu lassen, und wenn ich sehe, dass es laufen lernt, dann kann ich auch beruhigt mein Kind in die Welt und ins Leben ziehen lassen und auf seinen Überlebenswillen vertrauen ... das stärkt gleichzeitig mich als Mutter oder Vater ...

    abgesehen davon, dass ich da vielleicht auch ganz kleines Bisschen egoistisch bin: ich habe irgendwann mal beschlossen, mich nicht den Rest meines Lebens vor Sorgen und Angst um mein Kind zerfressen lassen zu wollen ... ich bin nicht als Mutter geboren ... vor dem Zustand des Mutter-seins gab es bereits weitere Persönlichkeitsanteile die auch ein Recht darauf haben, weiter neben meinem festen Vertrag als Mutter, zu kooexistieren ...

    An der Stelle schließt sich auch der Kreis: mein Kind muss sich auch nicht dauernd Sorgen um mich machen, muss nicht dauernd überlegen, was es macht oder tut, das wiederum mich in den Angstabgrund stürzen würde ... es weiß, dass es keinesfalls die Verantwortung für mein Seelenheil hat!

    Natürlich trägt man in gewisser Hinsicht auch als Erwachsener dafür die Verantwortung, seine Lieben nicht in Angst und Schrecken zu versetzen ...

    aber nur bis zu einem gewissen Grad ...

    danach ist man auch selber dafür verantwortlich, sich nicht in Angst und Schrecken versetzen zu lassen ...

    sach ich jetzt mal so ...

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Das ist ein sehr schöner Beitrag, habitbreaker, vielen Dank!

    An meinen "guten Tagen" klappt alles wunderbar. Ich bin entspannt, kann auf meine Grenzen hinweisen und diese auch durchsetzen und trotzdem zugewandt und emphatisch sein.
    Dann bin ich der beste Coach/Therapeut den mein Sohn sich nur wünschen kann. Aber ich hab eine ganze Menge schlechte Tage (Migräne). Dann bin ich die Person in unserer Familie, auf die am Meisten Rücksicht genommen werden muss. Oder, noch schlimmer, dieser ganze emotionale Stress löst gleich eine neue Migräne aus.

    Aber, auch an schlechten Tagen (seine oder meine), auch wenn wir uns vorher angezickt haben, kommt er zu mir, nimmt mich in den Arm und sagt mir, wie lieb er mich hat. Das versöhnt mich dann wieder sehr.

    Ich möchte mich an dieser Stelle für all die informativen und konstruktiven Beiträge in diesem Forum bedanken, ich bin so froh euch gefunden zu haben!

    LG, Hope

  10. #30
    hirnbeiß

    Gast

    AW: ADHS, wie helfe ich meinem erwachsenen Sohn?

    Muttertier schreibt:

    Aber, auch an schlechten Tagen (seine oder meine), auch wenn wir uns vorher angezickt haben, kommt er zu mir, nimmt mich in den Arm und sagt mir, wie lieb er mich hat. Das versöhnt mich dann wieder sehr.

    Ich möchte mich an dieser Stelle für all die informativen und konstruktiven Beiträge in diesem Forum bedanken, ich bin so froh euch gefunden zu haben!

    LG, Hope
    Hai, Mutterti...ähh Mutter (ich kann das nicht, das mit dem ..Tier, sorry), das sagt für mich so viel aus, daß..aber lassen wir das.
    Es ist sehr schön, daß dein Sohn (wissentlich, oder auch nicht) dich nach brenzlichen Situationen wieder auffängt.
    Aber ganz ungefährlich ist das wiederum auch nicht. Er zermürbt mit diesem Verhalten ganz deutlich ( ..das versöhnt mich dann wieder sehr..) deine Grenzen.
    Du mußt dann wieder von Vorne anfangen deine Position neu zu stecken. Ein 'Hin und Her- Spiel'.
    Ich weiß nicht, wo der Auslöser deiner Migräneanfälle versteckt ist. Das kann ich nicht wissen.
    Aber manchmal sind es oft schwierige Situationen, die Körper und Geist malträtieren.
    Wenn man hin und hergerissen wird von den Lebensumständen und den Aufgaben in der Familie, dann schiebt man es oft mit einem 'es wird schon wieder' beiseite.
    Unter uns gesagt,- dein Nickname sagt so vieles aus.
    Nix für ungut. Es ist nur so tief in mir drin, dieses Gefühl, daß du das einmal überdenken solltest...für dich, und nur für dich.

    LG --hirnbeiß--

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