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Diskutiere im Thema Was kann ich tun? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    Was kann ich tun?

    Ich bin seit ein paar Monaten mit einem Mann zusammen, der eine noch nicht diagnostizierte ADS hat.
    Es deuten viel Sachen darauf hin und ärtzliche Gespräche gab es auch schon.

    Es gab in diesen Monaten schon 2 Rückzüge mit Trennungen von ihm, am Anfang habe ich geredet und ich glaube ihn auch überredet, seid gestern ist er wieder auf Rückzug, ich will nicht mehr überreden, es muss von ihm kommen, daß er mich will.

    Er sagt mir immer, er hätte noch nie eine Frau so geliebt wie mich und wir haben zwischen seinen Rückzügen eine gute harmonische Zeit gehabt.

    Er ist so voller Selbstzweifel, daß er mir nicht "genügen" würde, ich wäre ihm zu stark.
    Ich liebe ihn und will ihn nicht verlieren, aber ich weiß nicht merh, wei ich mich verhalten soll.

    Gestern haben wir nur telefoniert, weil er meine Nähe nicht zulassen konnte. Ich möchte am liebsten heute zu ihm fahren, aber ich will nicht wieder überreden.

    Ich schreibe ein wenig wirr, weil ich heute so durcheinander bin, entschuldigt das bitte.

    Was könnt ihr mir raten?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Was kann ich tun?

    Danke dir.
    Schicke ihm nachher eine Sms, daß ich heute gerne in seiner Nähe wäre. Hoffe er kann es zulassen.

    Was empfinden denn Adsler, wenn sie gefragt werden, ob man bei ihnen sein kann in diser Situation, wird es euch zu eng?

    Ich weiß momentan nicht was falsch und richtig ist.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 374

    AW: Was kann ich tun?

    Hallo flower-girl

    ich kann nicht für alle von uns sprechen, aber weiß es von vielen und halt auch mir, dass es gerade in der Phase der Erkenntnis "irgendetwas ist mit mir...evtl Adhs...eine Erklärung für mein bisheriges Leben..." erst einmal sehr schwer ist. Ein regelrechtes Auf und Ab der Gefühle...

    Ich weiß, es ist ziemlich direkt und kurz formuliert, wenn ich sage, du "musst" als Partnerin eine sehr starke Person sein ( Verständnis, Rücksichtsnahme, gesprächsbereit, Akzeptanz wenn nicht darüber geredet werden will, trotz allem Grenzen setzen und sich selbst nicht verlieren, ... ), wenn du dich entscheidest mit einem Adhsler zusammenzusein und gemeinsam mit ihm nach dem richtigen Wege zu suchen, wie es beiden von euch gut geht. Es gibt die Möglichkeiten für Therapien evtl auch eine gemeinsame, aber ich denke, dass es niemals einfach wird. Aber dies ist es wahrscheinlich nirgends...

    Naja, das mit dem Empfinden "unsererseits" ist nicht so einfach zu erklären. "Lass mich, doch verlass mich nicht" war auch mein erstes Buch, welches ich zu dem Thema Adhs gelesen habe und es hat meine Gefühle erschreckend gut widergespiegelt.
    Wenn ich es wieder versuche in kurzen Worten zu erklären, dann würde ich schreiben: Es ist so plötzlich, dann fühle ich mich eingeengt / bedrängt...wenn ich dann wieder alleine bin, dann fehlt mir die Nähe...und das fatale daran ist, dass ich es manchmal gar nicht erst oder halt erst viel zu spät bemerke, was mit mir los ist und dass ich mich in einem bestimmten Moment wieder "bedrängt" fühle...

    Es wird sicher Wege und Lösungen in einer Beziehung geben mit "solchen Verhaltensweisen" umzugehen, doch dies bedarf einer langen Zeit der Einstellung aufeinander und viiiiiiiiiiiiiiiiel Verständnis und Akzeptanz, dass nicht jeder Mensch gleich ist, gleich fühlt und gleich handelt....unabhängig davon, ob man sein Handeln kontrollieren kann oder auch nicht ( ein weiteres Problem, mit dem es für Beide nicht einfach ist umzugehen )...

    Ich habe dir jetzt sicherlich nicht viel geholfen mit meinen Worten ( es etwas versucht zu erklären, vor allem, dass wir selber oft nicht wissen, was und wie wir gerade empfinden ), aber ich kann dir aus eigener Erfahrung heraus sagen, wie wichtig es ist, regelmäßig und immer wieder miteinander zu sprechen, gemeinsam auszuprobieren und Lösungen zu finden und wenn manches nicht klappt, dann halt immer wieder schauen, was man noch ausprobieren kann...Zeichen / Signale / feste Gesprächszeiten z.B. am Ende eines Tages, ...


    Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft!



    Liebe Grüße,
    Spengeraner

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Was kann ich tun?

    Hallo Sprengeraner,
    doch mir hilft jeder Hinweis eines Adslers, so kann ich mich besser auf meinen Partner einstellen und manches besser verstehen.
    Vielen Dank.

    Ich brauchte meine Sms nicht mehr schicken, es kam eben eine von ihm, ob ich heute abend kommen möchte. Bin ganz glücklich darüber.

    Ich werde heute abend einfach abwarten und ihn nicht bedrängen, ich glaube das ist das Beste.

  5. #5
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Was kann ich tun?

    theBee schreibt:
    Hier der Text der zu obigem Link führt.(nicht weil ich den so super finde sondern "Befehl" von oben )

    Arme Flowergirl.

    Das Problem ist das dieser Rückzug, so war es bei mir, eher ein inneres Gefängnis ist. Man möchte da raus (geholt werden), aber alles was Partner haben ist oft Sprengstoff, vor dem MANN dann wieder Angst hat, sich in die nächste Ecke verkriecht.

    Ich kann dir leider KEIN Patentrezept an die Hand geben!

    Ich kann dir nur sagen was bei mir passiert ist. Bei mir wurde eben versucht mich da mit "Gewalt" rauszupressen. Heißt: meine Frau hatte versucht mir eben Druck zu machen. "jetzt rede doch mal mit mir!" "Wo ist denn dein Problem!" "Lass dir doch mal endlich helfen!" "Ich kann nicht mehr!"...

    Klingt harmlos und nett, was aber in dem Moment für mich nicht zu erkennen war. Ich sah nur etwas auf mich zukommen.

    Wenn ich hierzu mal kurz etwas einwerfen dürfte (also nicht MIR einwerfen...sonder eher hier beitragen )

    Ich glaube, was auch hilfreich wäre, wären die berühmten Ich-Botschaften!
    Nicht: "Lass dir doch mal helfen!" "Oder Rede doch mal mit mir!"
    Sondern
    "Ich fühle mich so und so, wenn du dies und das tust (oder eben nicht tust)"
    "Ich wünschte mir du würdest (konkret und nicht so larifari) dies und jenes tun /bzw. nicht tun, weil es mir sonst schlecht geht."


    Solche Botschaften vermitteln nämlich Inhalte! Das andere sind versteckt Vorwürfe die ins Nichts führen.
    So sehe ich das zumindest und ich habe auch selbst die Erfahrung gemacht, dass es mehr Wirkung zeigt, dass ich hier und da sagte, wie ich mich in einer Situation gefühlt habe ( sogar hier bei den Chaoten
    Was mich fertig macht in meiner Beziehung sind genau diese leeren Phrasen...diese Fragen, die ich nicht beantworten kann bzw. die guten Ratschläge , die ich nicht befolgen kann... Da könnte ich meinen Mann immer durchschütteln und sage oft, er soll mir ENDLICH mal sagen, wie er sich fühlt, was er fühlt, ob er überhaupt was fühlt *seufz*

    Das kann natürlich nur der Anfang sein, ist aber m.E. ein Guter!

    L.G.
    happypill

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 564

    AW: Was kann ich tun?

    Ähm

    "Ich wünschte mir du würdest (konkret und nicht so larifari) dies und jenes tun /bzw. nicht tun, weil es mir sonst schlecht geht." (Zitat von Happypill)

    das würde ich allerdings als versteckten oder wenig versteckten Vorwurf sehen. Tut mir leid, is meine Meinung

  7. #7
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Was kann ich tun?

    Träumerle78 schreibt:
    Ähm

    "Ich wünschte mir du würdest (konkret und nicht so larifari) dies und jenes tun /bzw. nicht tun, weil es mir sonst schlecht geht." (Zitat von Happypill)

    das würde ich allerdings als versteckten oder wenig versteckten Vorwurf sehen. Tut mir leid, is meine Meinung
    nur raus damit... muss dir nicht leid tun!


    Ich hab es gern, wenn ich weiß, was mein Gegenüber denkt, empfindet.

    Das kann natürlich weh tun... aber da ich sowieso immer davon ausgehe, nicht gemocht zu werden, zu nerven, alles falsch zu machen,usw. Kann die Wahrheit kaum schlimmer werden. Aber wenn man mir sagt, was nicht ok. ist habe ich 1. die Chance Missverständnisse aufzuklären oder 2. die Chance, etwas zu verändern, dass den anderen kränkt.

    Du hast aber recht insofern ;dass wenn man nur noch solche Botschaften erhält, man bald zu macht und dann gar nichts mehr angenommen/aufgenommen werden kann.


    Und ich meinte ja, dass es der Anfang sein muss! Der Anfang eines ehrlichen Umgangs miteinander. Das muss auf gegenseitigkeit beruhen und mit einem gewissen Respekt passieren. So wie es sich hier liest, klingt es tatsächlich vorwurfsvoll, aber da macht ja auch der Tonfall usw. noch was aus....


    UND: Jeder ist anders. Vllt. ist es für manche Menschen wirklich unerträglich... Ich brauche ein ehrliches Feedback.


    Liebe Grüße
    happy

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Was kann ich tun?

    Hey flower-girl,

    wie du ja schon in meinem Vorstellungsthread gelesen hattest haben wir beide scheinbar eine ähnliche Situation.

    flower-girl schreibt:
    Es gab in diesen Monaten schon 2 Rückzüge mit Trennungen von ihm, am Anfang habe ich geredet und ich glaube ihn auch überredet, seid gestern ist er wieder auf Rückzug, ich will nicht mehr überreden, es muss von ihm kommen, daß er mich will.
    So geht es mir auch! Nach den Trennungen hatte ich immer das Gefühle, als hätte ich ihn dazu überredet zu mir zurückzukommen, aber von seiner Seite aus kam nie "ich habe eine doofe Entscheidung getroffen, bitte komm zurück zu mir."
    Kann man so was von jemandem mit ADS denn erwarten? Oder ist das Hauptproblem, dass die Person selber nicht genau weiß, was sie eigentlich will und fühlt und nur immer so handeln kann, wie es gerade ist? Ich weiß es einfach nicht... Aber es ist auf jeden Fall kein schönes Gefühl jemanden zu überreden...

    spengeraner schreibt:
    aber ich kann dir aus eigener Erfahrung heraus sagen, wie wichtig es ist, regelmäßig und immer wieder miteinander zu sprechen, gemeinsam auszuprobieren und Lösungen zu finden und wenn manches nicht klappt, dann halt immer wieder schauen, was man noch ausprobieren kann...Zeichen / Signale / feste Gesprächszeiten z.B. am Ende eines Tages, ...
    So etwas wären auch Ansätze, die ich bisher für richtig gehalten habe. Nur was tun, wenn der Partner von jeglicher Unterhaltung von "Ist-Zuständen" schon so genervt ist und für ihn jede Unterhaltung in diese Richtung bereits Stress und eine "kein Bock-Einstellung" auslöst...?! *verzweifelt bin*

    @flower-girl: ich hoffe, dass wir hier beide ein paar gute Tipps finden können und werden!

    LG Svenja

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 564

    AW: Was kann ich tun?

    Hallo Happy,

    schön das du nicht böse bist. Ich habe deinen Ansatz schon verstanden, und stimme dem zu bei sich zu bleiben. Ein Gespräch wird viel besser laufen wenn man seine Sätze überdenkt. Und dann formulieren wie es einem geht (das meine ich mit bei sich bleiben). Zusammen Lösungen suchen. Vorwürfe egal ob ADSler oder nicht, führen meist ins Leere, man stößt auf Abwehr, dabei sucht man gerade den Weg zur Nähe ...also kontraproduktiv in diesem Fall.

    Schön das man drüber reden kann, also mit dir...meine ich wirklich ernst. Tolle Eigenschaft von dir, einen Grund mehr dich zu mögen, zu sehen das du da nichts falsch machst!

    Und ich bin auch immer dankbar für Kritik, besser als wenn man mich und das Gespräch meidet.

    Zurück zum Thema,

    ich glaube momentan ist erstmal ein wenig Abstand gut, oder ? Das heißt nicht die Trennung auf Dauer. Vielleicht eher Freiraum, dennoch zeigen das man füreinander da ist, das man sich liebt, miteinander reden ist wichtig, aber dazu muss man auch offen sein...schwierig wenn man auf den Rückzugstrip ist. Einfach ist das nicht, aber da muss man vielleicht erstmal abwarten. Und wenn man sich zurückzieht ist es vielleicht auch von Vorteil zu sagen das es wieder besser wird und das es mit den jenigen Gegenüber nichts zu tun hat .

    (Sorry bin gerade etwas kofus unterwegs, hatte seit zwei Tagen ne Talfahrt...muss erst noch das Tiket für die Rückfahrt buchen ....)

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Was kann ich tun?

    allo Svenja,
    danke, dir auch alles Gute

    Und allen anderen Danke für eure Tipps

    Gestern bin ich nun zu ihm gefahren und es war ein schöner Abend, zwar wieder mit vorsichtigem Annähern und auch Reden über die Situation, aber erstmal haben wir beide es genoßen uns wieder nah zu sein.

    Ich habe gestern bewusst darauf verzichtet alles komplett "durch zu kauen", ich wollte ihm erstmal seine Zeit geben.
    Svenja, entschuldigen kann er sich allerdings bei mir für sein Verhalten, das finde ich schön.

    Wir wollen am Wochenende viel reden und überlegen, wie unser weiterer Weg aussehen kann, mit welchen Hilfen. Ich werde ihn bitten, sich erstmal testen zu lassen, so daß wir Gewissheit haben und er seine Diagnose schwarz auf weiß sieht, ich denke dadurch erfolgt auch eine bessere Akzeptanz.

    Ich glaube allerdings auch, sein Ads nicht so stark ausgeprägt ist, weil mich dieser kurze Rückzug positiv überrascht hat.

    @ träumerle, wünsche dir eine erfolgreiche Rückreise
    Geändert von flower-girl ( 5.01.2012 um 17:14 Uhr)

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