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Diskutiere im Thema Viele Fragen, hoffe auf viele Antworten :-) im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 7

    Viele Fragen, hoffe auf viele Antworten :-)

    guten abend,

    also ich muss leider etwas weiter ausholen damit ihr die Zusammenhänge sehen könnt. Es geht um meinen Partner, Reiner. Er ist 26. Ich bin mit ihm seit 1 1/2 jahren zusammen. Als ich ihn kennengelernt habe, war er schwer Drogensüchtig (Amphetamine,Marihuana,Extasy& Alkohol) ausserdem bekam er seit 10 jahren(!) versch. Antidepressiva und Mittel gegen Schizophrenie und Epilepsie. Dieser ganze Mischkonsum löste ein paar mal monatlich eine Art Panik/Angst Attacke aus.Ich habe so jemanden wie ihn noch nie vorher erlebt.
    Er war die letzten 10 Jahre von einer Psychatrie in die nächste gekarrt worden, eingesperrt worden, unter versch. Medikamente gesetzt, Entzüge gemacht etc. Er ist kaum raus gegangen(circa 1 mal die Woche um Drogen zu beschaffen) ansonsten hat er nur vor seinem Pc gehangen und hat sortiert, sich selber programme beigebracht etc. das kann er aber nur wenn er amphetamine zu sich nimmt.
    Ich habe stundenlange Gespräche mit ihm geführt, im cleanen Zustand wie auch im Drogenrausch. Und mir ist immer mehr bewusst geworden das dieser Mensch gar keine Drogen möchte. Er sagt ohne Drogen ist das Leben langweilig...er hat kein spass draussen...sieht nicht die Dinge die uns fröhlich sein lassen. Wenn er raus geht dann nur mit Ziel... Ich habe viel mit seiner Mutter gesprochen und seine Zeugnisse gesehen. Er war schon immer ein sehr aggressives Kind, konnte sich nicht konzentrieren. Er sagt ohne Speed hätte er den Realschulabschluss nicht geschafft.
    Dann mit 18 kam die Bundeswehr. Er hat sie geliebt. Mit klaren Regeln, in einer Gemeinschaft funktioniert er. Dann kamen aber die Drogen wieder...die er nehmen "musste" um gegen die Medikamente und deren Nebenwirkungen anzugehen.

    Es ist eine lange Leidensgeschichte, mit vielen Psychologen die nicht an ADHS glauben( Mutter hatte schon oft wegen ADHS angefragt...alle haben es abgetan und gesagt er habe nur ein gewaltiges Suchtproblem)
    So. Und jetzt bin ich da, und werde ihn aus diesem Teufelskreis rausholen. Könnt ihr mir helfen? -Wie gehe ich vor? Ich habe schon einige Psychologen angeschrieben für eine Diagnose. Also wenn wir dann die Diagnose haben, Wie geht es weiter? Im Moment ist er clean aber bekommt noch ne Menge Antidepressiva etc.... Müssten die alle abgesetzt werden damit man ADHS Medikamente mal ausprobieren könnte?

    Vielen Dank für´s lesen.... Wäre dankbar für jedes Wort was ich von euch lese... :-) chris2010

  2. #2
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Viele Fragen, hoffe auf viele Antworten :-)

    Tja ich weiß nicht ob das Arroganz oder Angst dieser Halbgötter in Weiß ist, warum Sie auch nicht nur einmal versuchen deinen Freund mit einer AD(H)S Therapie zu helfen. Such dir bitte schleunigst jemanden der deinen Freund auf AD(H)S untersucht. Man kann die Therapie ja immer noch unterbrechen wenn es die falsche ist. Aber einen Versuch ist es auf jedenfall Wert ! Also Beine in die Hand und Montag gleich loslegen !

    Dein Freund muss ein unglaublich willenstarker Mensch sein. Und das mein ich so wie ich es sage ! Denn was der durchgemacht hat hätte jeden normalo schon längst in den Tod getrieben !

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Viele Fragen, hoffe auf viele Antworten :-)

    Ja, das denke ich auch! :-) Danke für die Antwort. Muss das ein Psychologe sein der sich auch mit Sucht auskennt oder wäre das egal?

  4. #4
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Viele Fragen, hoffe auf viele Antworten :-)

    Ich würd mal die Sucht außen vorlassen. Da diese nur durch AD(H)S ausgelöst sein könnte. Hab schon viele Berichte gelesen wo absolut abhängige Menschen von einen Tag

    auf den anderen durch Methylphenidat oä. Medikation ihre Süchte plötzlich loswaren. Ich weiß nicht ob man von einm normaler Artzt der ja auch nur irgendwie ein Mensch ist

    erwarten kann diese Zusammenhänge zu verstehen. Die langwierige Geschichte deines Freundes macht das überdeutlich. Und ehrlichgesagt wenn das wirklich AD(H)S ist

    das daran schuld ist. Dann würd ich seine bisherigen behandelnde Ärtzte mit ihren stümperhaften Behandlungsmethoden anzeigen. Das

    ist geistesvergewaltigung was die gemacht haben. Gleichzusetzten was damals im 3.Reich passiert ist denen gehört die Lizenz

    entzogen. Sowas darf man nicht auf die Menschheit loslassen

    Ok ok *inneres Ruhetier suchen abkühlen

  5. #5
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Viele Fragen, hoffe auf viele Antworten :-)

    ja, das ist ja immer das Problem. Wie einen guten Arzt finden der ihn nicht sofort darauf beschränkt? Und man muss es ja erwähnen, genau wie die Medikamente die er immer noch nimmt bzw. nehmen muss! Er hat schlimme Nebenwirkungen bei den letzten Auschleichversuchen der Medikamte bekommen. :-(

  6. #6
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Viele Fragen, hoffe auf viele Antworten :-)

    Tja ich kann dir leider keinen Artzt empfehlen. Aber vlt. weiß ja hier irgendjemand der die selbe oder ähnliche Problematik hatte ne Adresse. Sicherlich die Medienkampagne gegen AD(H)S ist nicht zu übersehen. Liegt Sie auch gut im Trend. Und jeder mit Moralstufe 3/4 wozu 99% der Ärtzte gehören will ja trendie sein, und deswegen heißt es jetzt im Chor die wollen doch nur billige Drogen. Ich weiß das hört sich jetzt hart an aber es ist einfach so.

    Tip: Wenn du und dein Freund damit zum Artzt gehen, und der Artzt wieder so reagiert. Dann leg ihm doch mal Nahe das der Wunsch des Patienten immer zu respektieren ist, und du ihn für eine Fehlbehandlung gerichtlich belangen wirst !

    Wenn er dann schaut wie der Fuchs im Hühnerstall wenn der Bauer gerade die Tür aufmacht, dann hat er`s kapiert :-D

    Aber was jetzt noch wichtiger ist ist das du deinem Freund jetzt hilfst Selbstvertrauen aufzubauen. Das ist immer gut

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Viele Fragen, hoffe auf viele Antworten :-)

    Ja Selbstvertrauen brauch er auch. Ich gehe mit ihm diesen Weg bis ich allen bewiesen hab was ich jetzt schon weiß. Erst wenn er wirklich hilfe bekommt werde ich aufhören. Danke für Deine Antworten.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Viele Fragen, hoffe auf viele Antworten :-)

    Hallo Chris...

    Ich würde den Neuen Arzt erstmal Nix von Drogen und Alkohol erzählen, Ich stecke seit 2 Jahren in der selben Sitztation und 90 Prozent der Arzte machen es sich einfach und stecken dich (deinen Freund) als Alkohliker oder Drogenabhänigen ab, das ist leister und schneller für Ärzte ( Schnell verdientes Geld ohne sich den Arsch aufreissen zu müssen....)

    Ich meine eigentlich nur das der Arzt Nicht voreigenommen ist und deinen Freund von A bis Z Testet und Untersucht



    Wie gesagt ich Kämpfe damit seit über 2 Jahren und sobald die Meisten Alk oder Thc hören bist du schon Ahbgeschrieben

    Finde es Gut das du so zu deinen Freund Steht..

    MFG
    Tommy

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Viele Fragen, hoffe auf viele Antworten :-)

    Ich kann mir gut vorstellen wenn er AD(H)S hat das sein Lebene durch eine Therapie vollig aufblüht

    Vor allem denk ich ist ne Therapeuthische Behandlung notwendig. Wie will man denn einen Marathon gewinnen wenn man keine Beine hat ? Und den will ein AD(H)S ler im

    Grunde bewußt oder unbewußt seit Anfang seines Lebens laufen. Und weil er es nicht konnte, sind all seine Probleme die er sonst noch hat entstanden. Man muß ihm das

    alles aufzeigen nur so wird er sich sein schlechtes selbstschädliches Verhalten abgewöhnen können. Indem man ihm Beine gibt und ihm nochmal das laufen lernt.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Viele Fragen, hoffe auf viele Antworten :-)

    Hey Chris 2010,


    wollte kurz mal gesagt haben- ganz ganz viel Respekt von mir!!

    Der Weg vom Speed wieder zurück ins " normale Leben" ist schon die Hölle. Aber dazu noch die ganzen anderen Umstände - muss sagen ich bin sprachlos!

    Schon allein wie stark der Kampfwille von deinem Freund ist, anstatt aufzugeben und lieber wieder in alte Gewohnheiten zu verfallen - absolut sauber!
    Auch für dich ist es bestimmt sehr schwer und belastend - muss dir sagen, es ehrt dich und ich ziehe absolut den Hut vor euch beiden!


    Ich drücke euch beiden ganz fest die Daumen und wünsche euch von ganzem Herzen, dass ihr nicht aufgebt. Schon allein der Weg bis hierhin ist alles andere als Ponyhof.

    Alles alles gute und viel Erfolg!!!

    Ente

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