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Diskutiere im Thema Ratschläge sind auch Schläge im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    Ratschläge sind auch Schläge

    Leider empfinden viele ADHSler so.

    Kritik und Hilfestellungen nehmen wir sehr schlecht an. Zu diesem Thema haben wir in den unterschiedlichsten Threads schon diskutiert.

    Auch wenn wir dann etwas annehmen, heißt das nicht, dass wir dem Helfenden oder Rat gebenden wirklich dankbar sind. Letztlich wird man immer daran erinnert, dass man es selbst nicht geschafft hat. Dass es ganz normal ist, dass man nicht alles selbst schaffen kann, wird uns so oft nicht bewusst.

    Deshalb tun sich auch Partner oder Freunde oft so schwer damit, unsere ablehnende Haltung zu verstehen.

    Vielleicht können wir hier ein paar Möglichkeiten formulieren, wie es uns möglich ist, Hilfe zu akzeptieren bzw. eben Ratschläge nicht als Schläge zu empfinden.

    Ich fang damit mal an:

    Was bei mir immer geht, ist, wenn mich jemand um Hilfe bittet (Helfersyndrom). Natürlich nicht auf die plumpe Art, aber doch so, dass ich mich bewege.
    Ein Beispiel:
    Der Wäscheberg türmt sich mal wieder im Keller, mein Mann findet das unmöglich. Mosert er jetzt darüber rum, schalte ich auf stur und setzt mich mit einem Buch in den Garten. Bittet er mich aber, weil er bestimmte Klamotten anziehen möchte, diese zu waschen, setzte ich mich in Gang und fange an, Wäsche zu sortieren (ein Ding kann man ja schlecht alleine waschen, ausserdem muss man es erst mal finden). Ist erst mal ein Anfang gemacht, läuft der Rest meist von alleine.

    Weitere Vorschläge?

    Erika

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 273

    AW: Ratschläge sind auch Schläge

    Dann will ich mal

    ich nehme Ratschläge an, wenn ich sehe, dass diese Person es wirklich besser macht.

    Was ich eher mag ist Kritik, denn Kritik gibt mir die Möglichkeit mein Denken und Handeln zu überdenken ohne eine vorgekaute Lösung zu erhalten.

    Kritik bezeichnet heute ganz allgemein eine prüfende Beurteilung nach begründetem Maßstab, die mit der Abwägung von Wert und Unwert einer Sache einhergeht. Unterschieden wird häufig nach der Art und Weise:

    • positive Kritik: ein Lob, die Anerkennung
    • negative Kritik: ein Tadel
    • konstruktive Kritik: eine Kritik, die auf Verbesserung des Gegenstandes abzielt
    • destruktive Kritik: eine Kritik, die auf die Vernichtung des Gegenstandes abzielt
    • selbstkritik die differenzierte Überprüfung eigenen Verhaltens und/oder eigener Anschauungen, in Hinsicht auf bestimmte Kriterien, wie z.



    Lieben Gruss

    Matthias
    Geändert von mthisen (24.07.2009 um 12:39 Uhr)

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Ratschläge sind auch Schläge

    hallo zusammen, das ist ja ein spannendes Thema. Als Krankenschwester habe ich sicher auch ein Helfersyndrom. Aber das springt nicht mehr an, also so bald ich das Gefühl habe, irgendwer braucht mich, bekomme ich Fluchtgefühle. Da ist dann wieder der Druck: "ich muss jetzt helfen, das gehört sich so". Ich helfe lieber von allein, wenn ich merke, das evtl meine Hilfe gebraucht werden kann, und dann bin ich auch sehr energisch bei der Sache.
    Wenn irgendwo natürlich ein richtiger Notfall wäre (Lebensgefahr etc) dann bin ich logischerweise auch sofort zur Stelle!!

    Kritik ist so eine Sache bei mir. Ich fühle mich oft als gesamte Person abgelehnt, und nicht das ich dieses eine verhalten mal überdenken sollte. Da mache ich oft erst mal zu und fange gedanklich an auch Fehler beim anderen zusuchen, und was dem überhaupt einfällt, wenn der selbst dies oder das falsch macht. Wenn mich Freunde oder Familie kritisiert, kann ich das sehr gut annehmen, nur bei Arbeitskollegen, bekannten und relativ fremden geht das nicht.

    Ich bin auch jemand, der sich selbst oft kritisch hinterfragt, eigentlich ständig, und wenn dann noch jemand von außen kommt.... ....

    Was hilft mir??? Vertraute, offene Gespräche, in denen andere mir das Gefühl geben auch nicht fehlerfrei zu sein, und mir selbst die Entscheidung überlassen, ob ich mein Verhalten weiter führen will oder nicht. Aber auch mit dem Hinweis, wie mein verhalten bei dem gegenüber wahrgenommen wird, und mit Logik erreicht man viel bei mir. Sobald mir etwas logisch erscheint, sehe ich es ein.

    Ist irgendwie schwer zu formulieren, hoffe ihr versteht mich einigermaßen

    Liebste Grüße

  4. #4
    Sunshine

    Gast

    AW: Ratschläge sind auch Schläge

    Danke Sally, ich verstehe dich sehr gut

    Danke an die beiden ADHSler die bereits diagnostiziert sind und hier ihre Meinung geäußert haben

    Der Titel ist sehr provokativ, und was Erika schreibt auch, denn man hat den Eindruck, dass sie für alle ADHSler spricht. Und wer provokative Titel schreibt, der bekommt darauf auch provokative Bemerkungen

    Aber nun zum eigentlichen, da wollen wir doch mal sehen, ob wir nicht ein paar vernünftige "Ratschläge" für Angehörige von ADHSlern zusammen bekommen, damit sich die vielen ADHSler nicht geschlagen fühlen müssen.

    Denn auch die Angehörigen, haben das Recht Fehler zu machen, denn daraus kann man am besten lernen. Angehörige sind keine schlechten Wesen, im Gegenteil, wenn sie den ADHSler sogar sehr lieben, tun sie das mit Haut und Haar und wollen das er glücklich ist, und weil sie das wollen, nehmen sie natürlich immer das was sie entweder gelernt haben, oder was ihnen anerzogen wurde, bis hin zu den eigenen Erfahrungen, die sie gemacht haben. Auch hier ist zu beachten, dass Angehörige auch nur Menschen sind, die ihr eigenes Schema F verlassen müssen, um ADHSler glücklich zu machen

    Aber nun mal zu den Sachen, die Angehörige über den "Umgang" mit einem ADHSler wissen sollten und ehrlich Leute, ich mußte das auch erst lernen, aber es geht und funktioniert bestens

    - ADHSler sind nicht alle gleich, es gibt verschiedene Verhaltensmuster und auch die Erfahrungen die gemacht wurden, spielen eine sehr große Rolle

    - ADHSler können ihre "seltsamen" Eigenarten nicht einfach wegzaubern, oder sie abstellen, mit diesen Sachen muß der Nicht-ADHSler leben, bedeutet, man muß den ADHSler nehmen wie er ist, auf keinen Fall versuchen ihn umzuerziehen oder ändern zu wollen

    - man sollte sich einem ADHSler genauso gegenüber verhalten und ihn behandlen, wie man selbst gern behandelt werden möchte

    - einen ADHSler niemals wie ein kleines Kind behandeln, nur weil man den Eindruck hat, er versteht es nicht, weil es mal wieder etwas länger dauert oder er grad gar keine Lust hat

    - keine Sätze wie: nun hab dich doch nicht so, warum kannst du denn das nicht, wieso hast du schon wieder den schlüssel versiebt, also das muss du doch jetzt endlich begriffen haben

    - wenn ADHSler mal auf der Palme ist, nicht versuchen ihn runter zu holen, sondern warten, bis er von selbst wieder runter klettert

    - niemals ADHSler bevormunden oder Partei ergreifen, die Sachen aufräumen die irgendwo rumliegen, auch wenn es das reinste Chaos ist (ihr wißt doch, nur das Genie beherrscht das Chaos)

    - ganz WICHTIG: man kann jemanden bei dem man den Verdacht hat, dass er ADHS hat nicht zwingen, zu einem Arzt zu gehen, das ist die Entscheidung des einzelnen, man kann unterstüzten und Hilfe anbieten, darf aber NICHT erwarten, dass diese auch angenommen wird

    - ganz wichtig ist Komunikation, also miteinander reden, immer wieder das Gespräch suchen und das in einem vernünftigen Ton, ohne Druck und ohne Vorwürfe

    - keine Erwartungshaltung einnehmen und auch keinerlei Wertungen abgeben, würde einem Stino ja auch nicht gefallen, ständig kritisiert zu werden, nur weil er mal wieder nicht pünktlich war oder den Schlüssel verlegt hat

    - wenn eine Beziehung mit einem ADHSler nicht so läuft, dann liegt es selten am ADHS, sondern dann sind es Probleme, die entweder in jeder anderen Beziehung auftauchen können oder sie sind "hausgemacht"


    So, mehr fällt mir im Moment nicht ein, ich überlege aber mal weiter. Bin gespannt ob noch jemand anderes die Liste erweitern möchte

    Liebe Grüße
    Sunshine

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Ratschläge sind auch Schläge

    Ja, sunshine, du hast recht, der Titel ist provokant.

    Aber leider hab ich diese Aussage so mal mit bekommen und sie hat den Empfänger sehr verletzt (nicht mich). Beide haben sich da gegenseitig verletzt, ohne eigentlich zu wissen, warum.

    Und es stimmt natürlich, nicht alle sind gleich, egal ob mit oder ohne AHDS. Und jeder reagiert natürlich anders.

    Danke für deine Liste, vielleicht trägt sie ja dazu bei, dass die Kommunikation zwischen Betroffenen und nicht Betroffenen besser klappt.

    Dann verzeiht ihr mir vielleicht auch den Titel

    Erika

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Ratschläge sind auch Schläge

    Das wichtigste ist der Punkt Kommunikation. das finde ich unabhängig von ads oder anderen erkrankungen / störungen. Nur wer spricht, kann verstanden werden, man "muss" über seine Gefühle sprechen lernen, und nur so kommt man in den Kontakt, was einem gut tut und was eben nicht. Ein sehr schöner Beitrag, sunshine.

    Natürlich können Angehörige nicht alles perfekt machen, und ich erwarte dies auch um gottes willen nicht! Dennoch müssen gerade ads`ler lernen, gut für sich zu sorgen, auch wenn dies manchmal Angehörige wegstößt oder auf unverständnis trifft. das ist nicht gegen den menschen, sondern der versuch gut für sich zu sorgen!

  7. #7
    Sunshine

    Gast

    AW: Ratschläge sind auch Schläge

    1411erika schreibt:
    Ja, sunshine, du hast recht, der Titel ist provokant.

    Aber leider hab ich diese Aussage so mal mit bekommen und sie hat den Empfänger sehr verletzt (nicht mich). Beide haben sich da gegenseitig verletzt, ohne eigentlich zu wissen, warum.

    Und es stimmt natürlich, nicht alle sind gleich, egal ob mit oder ohne AHDS. Und jeder reagiert natürlich anders.

    Danke für deine Liste, vielleicht trägt sie ja dazu bei, dass die Kommunikation zwischen Betroffenen und nicht Betroffenen besser klappt.

    Dann verzeiht ihr mir vielleicht auch den Titel

    Erika
    Es sei dir vergeben Erika Es scheint als hast Du von Sally schon was gelernt, nämlich interessante (wenn auch provokative) Titel schreiben und das Resultat? Eine coole Diskussion mit sehr nützlichen Beiträgen

    Und seht ihr, da ist wieder das Zauberwort: Kommunikation. Jetzt hat jeder seine Meinung gesagt und nun sind wir wieder auf dem gleichen Level. Ja, so muss das laufen.

    Ich danke euch auch für eure Beiträge und Sally dir besonders für den letzten Satz, der ist wichtig für uns Angehörige, weil er klar sagt, dass auch ADHSler nicht verlangen, dass wir sie verstehen müssen, sondern einfach auf sich aufpassen müssen um nicht verletzt zu werden, auch wenn das schwer für uns Angehörige ist und wir oft nicht damit zurecht kommen.

    Liebe Grüße
    Sunshine

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Ratschläge sind auch Schläge

    Sunshine schreibt:
    Es sei dir vergeben Erika Es scheint als hast Du von Sally schon was gelernt, nämlich interessante (wenn auch provokative) Titel schreiben und das Resultat? Eine coole Diskussion mit sehr nützlichen Beiträgen

    Ich danke euch auch für eure Beiträge und Sally dir besonders für den letzten Satz, der ist wichtig für uns Angehörige, weil er klar sagt, dass auch ADHSler nicht verlangen, dass wir sie verstehen müssen, sondern einfach auf sich aufpassen müssen um nicht verletzt zu werden, auch wenn das schwer für uns Angehörige ist und wir oft nicht damit zurecht kommen.
    Liebe Sunshine,

    na das mit den Titeln wird wohl ein Dauerkracher bleiben, wa? Habe auch schon wieder Rückenschmerzen, lach.

    Ja, es ist so, wie ich geschrieben habe. Ich kann natürlich immer nur für mich sprechen, oder wie ich es wahrnehme. Sind ja alle verschieden. Ein Angehöriger ist ja auch nicht immer ein Angehöriger, sondern auch ein ganz individueller Mensch mit Herz und Verstand, mit eigenem Leben, und eigenen Erfahrungen. Niemand kann von dem anderen irgendetwas erwarten. Alles was jeman, ein mensch zu geben hat, ist ein Geschenk. Und manchmal ist es mehr, und manchmal weniger. Und ich bin dankbar für jedes "Geschenk" was ich von anderen menschen bekommen darf.

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Ratschläge sind auch Schläge

    Hallo,

    Der Titel dieses threads klingt nur dann provokant, wenn man den Spruch noch nie gehört hat. Ich kenne ihn nicht nur im Zusammenhang mit ADHS. Nein, sämtliche Berater und Therapeuten haben mir das gesagt (abgeschwächt durch ein "können") angesichts meiner Verzweiflung wegen Hilfsangeboten, die mir nicht halfen, aber trotzdem fühlte ich mich zur Dankbarkeit verpflichtet. In der Formulierung "Auch Ratschläge können Schläge sein" ist der Spruch für mich reine und schmerzliche Wahrheit. Was mich allerdings oft nicht davon abhält, selbst manchen Mitmenschen gegenüber so unsensibel vorzugehen. Es ist verdammt schwer, als Helfender diesen Spruch als womöglich wahr in Betracht zu ziehen, man will ja wirklich nur das Beste.

    Zum Spezialfall ADHS fällt mir noch was ein:

    AHDSler sind an anecken und Kritik gewöhnt und tun sich oft sehr schwer, Vertrauen und Hoffnung zu schöpfen. Deshalb reagieren sie so enttäuscht und verletzt, wenn "Kritik" (Ratschläge werden so empfunden) von einem geschätzten oder geliebten Menschen kommt. So im Sinne von "wieder jemand dem ichs nicht recht machen kann, egal wie sehr ich mich bemühe." Oder "wieder jemand für den ich mich verbiegen muss, um akzeptabel zu sein."

    Deshalb ist es manchmal wirklich sinnvoller, die Beratung an eine außenstehende Person abzugeben. Weil dann Änderungsvorschläge nicht persönlich genommen werden und nicht so weh tun.

    Wenn du an einen ADHSler rankommen willst, dann gewinne sein Vertrauen. Und sei nicht enttäuscht, wenn es eine Weile dauert, er/sie hat schon viele (Rat)schläge einstecken müssen. Es ist kein Mangel an Liebe, der ihn so "verstockt" reagieren lässt, es ist oft (gar nicht bewusste) Angst.

    Und noch was, das schon mehrmals zu mir gesagt wurde:
    "Für Sie ist Autonomie sehr wichtig, Sie müssen offensichtlich in Allem ihren eigenen Weg gehen."

    Stimmt, ich kann Ratschläge nur umsetzen, indem ich sie in mein eigenes Denken und Fühlen integriere. Und das geht eben nicht auf Befehl, das dauert. Also sei dem Berater auch Geduld empfohlen, wenn er Erfolg haben will.

    Ich glaube, das ist erst mal genug Text für ein posting, vielleicht fällt mir später noch was ein.

    lg

    lola

    P.S.: während ich geschrieben habe, wurden mehrere Antworten gepostet. Kann also sein dass meine Antwort nicht ganz zum Diskussionsverlauf passt, ich stelle sie aber trotdem rein.

  10. #10
    Sunshine

    Gast

    AW: Ratschläge sind auch Schläge

    lola schreibt:
    Hallo,

    Der Titel dieses threads klingt nur dann provokant, wenn man den Spruch noch nie gehört hat.
    Veto, auch wenn ich ihn vorher gehört hätte, wäre er mir genauso provokant vorgekommen, denn es setzt eine konkrete abgeschlossenen Handlung voraus.

    Wenn ich jetzt den von Dir nehme
    lola schreibt:
    "Auch Ratschläge können Schläge sein"
    dann muss ich sofort zustimmen, denn das ist dann so richtig Aber lassen wir mal den Titel sein und kommen wir zu dem wichtigen...

    lola schreibt:
    AHDSler sind an anecken und Kritik gewöhnt und tun sich oft sehr schwer, Vertrauen und Hoffnung zu schöpfen. Deshalb reagieren sie so enttäuscht und verletzt, wenn "Kritik" (Ratschläge werden so empfunden) von einem geschätzten oder geliebten Menschen kommt. So im Sinne von "wieder jemand dem ichs nicht recht machen kann, egal wie sehr ich mich bemühe." Oder "wieder jemand für den ich mich verbiegen muss, um akzeptabel zu sein."

    Deshalb ist es manchmal wirklich sinnvoller, die Beratung an eine außenstehende Person abzugeben. Weil dann Änderungsvorschläge nicht persönlich genommen werden und nicht so weh tun.

    Wenn du an einen ADHSler rankommen willst, dann gewinne sein Vertrauen. Und sei nicht enttäuscht, wenn es eine Weile dauert, er/sie hat schon viele (Rat)schläge einstecken müssen. Es ist kein Mangel an Liebe, der ihn so "verstockt" reagieren lässt, es ist oft (gar nicht bewusste) Angst.
    Oh, dass ist sehr interessant... kannst du das mit der Angst etwas näher erläutern? Was ist das für die eine Art Angst, also Angst verletzt zu werden oder Angst sich rechtfertigen zu müssen?


    Man, der Thread hier wird ja immer interessanter

    Liebe Grüße
    Sunshine

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