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Diskutiere im Thema Wie gehe ich damit um? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    Wie gehe ich damit um?

    Hallo,
    bin neu hier und hoffe auf gute Tipps und Ratschläge.
    Vor einem Jahr wurde bei meinem Mann ADHS diagnostiziert. Es war zum Teil nicht immer einfach mit ihm aber wir waren froh zu erfahren, warum er so ist, wie er ist.
    Er bekommt Strattera und fühlt sich alles in allem auch viel besser damit. Trotzdem gibt es immer wieder Tiefpunkte, die (aus meiner Sicht) plötzlich auftauchen. Er macht sich Gedanken über den Sinn des Lebens und das die Menschheit zum Scheitern verurteilt sei. Nur noch Konsum und die Reichen werden reichen und die Armen ärmer. Natürlich hat er recht damit, das Problem ist nur, das es ihn so sehr runterzieht. Er zieht sich dann zurück und will auch nicht wirklich über seine Gedanken sprechen. Das verunsichert mich total, weil ich dann nicht weiß, was mit ihm los ist. Erst viel später ist er bereit zu reden.

    Er hat einen stressigen Job und in der Firma läuft es intern auch nicht toll. Er sieht viele Dinge ganz anders und versucht Änderungen herbeizuführen, was aber nicht wirklich funktioniert. Wenn er dann sehr fustriert ist, reicht ein kleiner Anlass und er reagiert agressiv. Nicht gegen sich oder andere. Bisher mussten immer Gegenstände darunter leiden (die er durch die Gegend wirft) oder er boxt mal eben ein Loch in die Tür. Die Wut steigt dermassen in ihm hoch, das er es irgendwie rauslassen muss.
    Dieser Frust geht für mich genauso überraschend, wie er gekommen ist.
    Mein Problem ist, dass ich nocht gelernt habe mit seinem Frust und seiner Agression umzugehen. Ich lasse ihn dann in Ruhe, habe aber immer ein Horrorszenario dabei im Kopf.
    Zieht er sich zurück, weil ich was falsch gemacht habe?
    Wird er im Streit mit anderen auch mal agressiv Menschen gegenüber werden.
    Wenn ich nach Hause komme - wird er da sein? Hat er die Wohnung zuerlegt? Ist er abgehauen?
    Ich kann ihn in seinen "Frustphasen" überhaupt nicht einschätzen.
    Ich weiß, es geht in erster Linie um ihn und er ist derjenige, dem es schlecht geht. Ich kann ihm nicht helfen.
    Wie geht es anderen in einer vergleichbaren Situation und gibt es Lösungsstrategien???

    Danke, dass Ihr Euch Zeit fürs lesen genommen habt.
    Uschi

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Wie gehe ich damit um?

    Hallo Uschi und herzlich Willkommen im Forum,

    wenn ich Deinen Beitrag lese, erkenne ich mich in vielen Punkten, bis auf die Agression, darin wiedererkennen und ich denke sehr oft darüber nach, wie es meiner Frau damit geht.
    Von daher wage ich mal eine Antwort, aber eben aus der Sicht eines Betroffenen.

    In Deinem Posting steht nichts darüber, ob Dein Mann derzeit in Behandlung ist.
    Zuallererst würde ich daher dringend dazu raten.
    In dem was ich hier lese, erkenne ich Anzeichen einer Depression wieder.
    Auch diese Affektlabilität, also die deutlichen bis extremen Stimmungsschwankungen, sind mir bekannt und ich erkenne sie wieder.
    Den Sinn des Lebens zu hinterfragen ist ein schon recht deutliches Zeichen für eine Depression, ebenfalls die auffällige Schwarzseherei.
    Das alles sind Dinge, die mir derzeit ebenfalls so gehen, also kann ich Dir nicht mit "Klugscheißersprüchen" kommen, wie man damit umgehen und es wegbekommen kann.
    Aber in meinen Augen hilft hier nur eine therapeutische Begleitung.

    Ich kann mir gar nicht vorstellen, was das für Dich für eine Belastung sein muss, so oft ich auch versuche mich in meine Frau hineinzuversetzen.
    Ihn in Ruhe zu lassen ist sicherlich eine gute Hilfe, aber zeige ihm auch, dass Du für ihn da bist und an ihn glaubst und zu ihm hälst.
    Meine Frau ist nach ihrer Meinung genauso hilflos im Umgang damit, macht aber instinktiv alles richtig.
    Es muss eine unglaubliche Kraft kosten, aber sie bekommt das hin.
    Mir hilft es meinerseits, zu versuchen das alles von ihr fern zu halten.

    Sie gibt mich nicht auf und das betont sie immer wieder und ich weiß, dass sie es ernst meint.
    Wenn ich in diese Hoffnungslosigkeit versinke, versucht sie nicht, mich aufzumuntern oder mir zu sagen, ich solle mich zusammenreißen oder sowas.
    Sie weiß, und ich denke das ist ganz wichtig, das zu wissen, dass nicht ich es bin, sondern die Depression!
    Sie ist der Dämon, der Fluch, der mich in diesen Situationen steuert und denkt, ja: sie denkt mich.
    Du weißt, dass es so ist, kannst es aber nicht verhindern.

    Ich denke, meine Frau weiß das und nimmt es an.
    Toll, jetzt sitze ich hier und heule, weil ich immer wieder der Meinung bin, so eine Frau gar nicht verdient zu haben und ich will ihr das alles nicht auflasten, das will ich wirklich nicht. Was ich will ist, dass sie glücklich ist und von alldem nichts mitbekommt.

    Aus meiner Sicht heraus kann ich Dir verichern, dass er sich sicherlich nicht zurückzieht, weil Du etwas falsch gemacht hast.
    Er kann nicht anders und möglicherweise hasst er sich selbst dafür. Mir jedenfalls geht es so.

    Ich kann Dir leider nicht sagen, wie Du mit den Horrorszenarien umgehen kannst.
    Gerne werde ich aber meine Frau bitten, Dir ihre Seite zu schildern.
    Ich denke, sie versucht es, ... nicht zu ignorieren, sondern mit dem, was man im Angstreduktionstraining (und es ist ja nichts anderes als eine Angst, die Dich plagt) einen positiven realistischen Gedanken nennt.
    Wenn Du merkst, dass diese Szenarien wieder hochkommen, versuche einen positiven Gegengedanken zu bilden.
    Sage Dir, dass er auch genausogut in Ruhe zu Hause sitzen kann, dass bis jetzt die Wohnung immer heil geblieben ist und er bis jetzt auch immer noch da war.
    (Keine negativen Wörter verwenden, also nicht sagen, "er hat bis jetzt die Wohnung nicht zertrümmert und wird es auch jetzt nicht getan haben)

    Am Wichtigsten aber ist, denke ich, dass er sich therapeutisch helfen lässt, denn das kling schon arg nach Depression.
    Der Therapeut/ die Therapeutin sollte sich aber mit ADHS auskennen.

    Liebe Grüße
    Marcus

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Wie gehe ich damit um?

    Hallo und vielen dank für Deine Einschätzung.
    Nein, in Behandlung ist mein Mann nicht. Er bekommt nur die Medis verordnet. Er hat immer mal wieder davon gesprochen sich eine Selbsthilfegruppe zu suchen, aber bisher ist da noch nichts passiert.
    Wie gesagt, er hat einen stressigen Job und muss oft sehr lange arbeiten.
    Wenn er ein "Tief" hat, würde ich ihm gerne helfen, aber wahrscheinlich helfe ich im am besten, wenn ich ihn in Ruhe lasse.
    Ich bin für ihn da, wenn er mich braucht. Das habe ich ihm auch gesagt.
    Es ist nur soooo schwer zu lernen als Partner damit umzugehen. Diese stimmungstechnischen Hoch- und Talfahrten machen mich ziemlich mürbe.
    Ich möchte ihn damit nicht auch noch belasten, wenn er weiß, dass es mir dann auch schlecht geht.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wie gehe ich damit um?

    hallo uschi

    ich habe mir lange gedanken gemacht, ob ich es mir erlauben soll, dir etwas zu schreiben.
    so aus der ferne ist es, so finde ich, immer schwer, man steckt ja selbst nicht in genau der gleichen
    situation.

    als betroffene möchte ich dir schreiben: halte zu ihm. erschrecke dich nicht ab seinen tiefs & hochs - die sind meiner meinung
    nach, für die mitmenschen extremer als für einen selbst. aus den tiefs, kann man nur aus eigener kraft rauskommen - doch liebende
    mitmenschen, die einem halt geben, können sehr stärken.

    bitte schaue auch auf dich, damit du auch zur ruhe kommst - und nicht auch in ein tief fällst.

    ich würde ihn direkt ansprechen, dass dich seine gefühlsschwankungen angst machen - frage, was du, für ihn tun kannst.
    du kannst ihm den stressigen job nicht abnehmen, die weltordnung nich gerechter machen - doch ev. nimmt er deine hilfe an,
    und würde mit dir zu einer gesprächs- / stressabbau- / verhaltenstherapie gehen - organisiere fixe termine - wenn er dies will.

    ev. muss er auch veränderungen vornehmen, doch auch für veränderungen braucht man kraft - die er bei einem guten therapeuten findet.

    ... wenn er will.

    gruss

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wie gehe ich damit um?

    @fliegerlein

    mach dich nicht fertig - DAS ist LIEBE - was deine frau dir gibt, macht sie aus liebe und weil sie
    es dir geben will.

    deine dankbarkeit ihr gegeüber finde ich sehr schön. du schätzt ihre liebe.
    nimm es an.

    verdrehe nicht das ganze ins negative - sie liebt dich aufrichtig mit all deinen eigenschaften -
    du bist es ihr wert - sie liebt dich
    sei du, dir es auch wert - dich zu lieben

    soll nicht abgedroschen dahergeschrieben sein, es ist einfach nicht fair -
    du bist ihr wichtig - sei dir selbst auch wichtig

    ich weiss, wenn man drinn steckt..... kann man sich noch so viel "glücklich-sein" wünschen.... doch kämpfe,
    in erster linie für dich - für deine frau - für alle - doch in erster linie für dich, du bist dir am nächsten.
    ich wünsche dir alles, alles gute und viel kraft und positive gedanken -
    wieso soll ich es geschafft haben? - so schaffst es auch du! (du bist stark)

    heute muss ich sagen, dass ich es als chance sehe - um die nötigen veränderungen vorzunehmen - es war ein standbay meiner seele
    ein notruf - stopp/ du MUSST handeln.

    lieber gruss & viel kraft
    Geändert von Smile (22.07.2011 um 10:01 Uhr) Grund: rechtschreibung

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Wie gehe ich damit um?

    uschi schreibt:
    Hallo und vielen dank für Deine Einschätzung.
    Nein, in Behandlung ist mein Mann nicht. Er bekommt nur die Medis verordnet. Er hat immer mal wieder davon gesprochen sich eine Selbsthilfegruppe zu suchen, aber bisher ist da noch nichts passiert.
    Wie gesagt, er hat einen stressigen Job und muss oft sehr lange arbeiten.
    Wenn er ein "Tief" hat, würde ich ihm gerne helfen, aber wahrscheinlich helfe ich im am besten, wenn ich ihn in Ruhe lasse.
    Ich bin für ihn da, wenn er mich braucht. Das habe ich ihm auch gesagt.
    Es ist nur soooo schwer zu lernen als Partner damit umzugehen. Diese stimmungstechnischen Hoch- und Talfahrten machen mich ziemlich mürbe.
    Ich möchte ihn damit nicht auch noch belasten, wenn er weiß, dass es mir dann auch schlecht geht.
    Hast du ihn mal angeboten , für ihn eine Selbsthilfe Gruppe zu suchen ?
    Vieleicht hat er einfach keine "Kapazitäten" frei ... darauf seine Aufmerksamkeit zu richten .... schiebt das Ganze vor sich hin.
    Vieleicht reagiert er dann erleichtert, wenn er merkt, dass du es tuest, um ihn zu helfen, und nicht aus Frust ?
    Sucht doch eine Mlglichkeit für ihn für den Stressabbau... ( Sandsack / Jogging über Mittag etc. ?)


    Dein Mann erinnert mich an mich selber...
    Auch ich schiebe Sachen vor mich hin ... wenn mein "Aufmerksamkeitsbuffer" voll ist.
    Das kann den Stress nur noch erhöhen, vorallem wenn Arbeiten auf Termin erledigt werden sollten, und man "es einfach nicht kann"
    Man (vor allem Mann) gibt es nicht gerne zu, dass man da Hilfe benötigt ....
    Aber ich muss selber auch lernen Hilfe anzunehmen ...

    Bei mir hat der Stress bei der Arbeit zu einem "Ausbruch" vor meinem Chef geführt.
    Daraufhin wurde mir als Hilfe eine Sozialarbeiterin "verordnet"
    Das ist nun 2 Jahre her und ich bin nicht mehr im roten Bereich
    Im Moment sucht sie einen Diagnose-Termin ( für mich) bei einem Psychiater

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Wie gehe ich damit um?

    Hallo,
    ich bin neu hier und habe ein rießen problem,von dem ich nicht weiß wie ich damit umgehen soll. Also ich fang einfach mal an:
    Also ich war/bin seit 3 Jahren mit meinem Freund zusammen,er hat schon einen sehr langen Leidensweg hinter sich,hat einige Psychische Probleme( Bibolar, SchizoAffektive Störung und noch andere),jetzt hat er noch den verdacht auf ADS(am 13.10 Termin zur Diaknostik). Wir wohnen nicht zusammen,führen eine Fernbeziehung,was auch bis jetzt wunderbar funktioniert hat(wohnen 500km auseinander),haben uns immer sehr gut verstanden,war oft wochenlang bei ihm,haben uns noch nich gestrittrn. Wir haben uns in einer Klinik kennen gelernt,ich habe Depression.
    Jetzt waren wir am letzten Dienstag auf einem Vortrag zum Thema ADS/ADHS allerdigs für Kinder.
    Danach ist der dermaßen Ausgerastet,es kam alles hoch,seine Kindheit und halt der ganze scheiß den er in den letzten jahren durch gemacht hat(Kliniken,Psychologen u.s.w.),er hat mich angeschriehen und hat mir die ganzen sachen um die Ohren gehauen wo ich uberhaupt nichts für kann,dann hat er schluß gemacht und mir gesagt das ihm die letzten 3Jahren nichts bedeutet haben und ich nur nett bin,dann hat er mich quasi vor die Tür gesetzt,da ich aber schon meine Medis genommen hatte konnte ich nicht direkt nach Hause fahren(was ich in der Situation gerne gemacht hätte)hab die ganze nacht nur geheult und am morgen habe ich dann noch einen Kaffee gtrunken und in der zeit konnte mein Freund werder mit mir reden noch konnte er mich anschauen.Ich verstehe ihn und ich kann das auch alles nachvollzien.
    Jetzt meine frage: Wie soll ich damit umgehen und kann das eventl.am ADS liegen.
    Ich habe mich bis jetzt noch nicht wieder bei ihm gemeldetet und umgekehrt. Ich habe ihm eine Brief geschrieben(heute abgeschickt) Ich liebe in überalles und kann mir einfach nicht vorstellen das er das wirklich so meint. .
    Er war die 3jahre auch wirklich liebevoll zu mir und hat mir das gefühl gegeben geliebt zu werden auch wenn er es mir nich gesagt hat.
    Naja das reicht glaub ich erstmal.
    Kali
    Das schwerste das der Mensch zu Meistern hat ist das LEBEN!!!!

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Wie gehe ich damit um?

    Hallo Uschi,

    ich kann nur von mir selber reden... aber vielleicht hilft dir das ja ein bißchen.
    Diese Stimmungsschwankungen und plötzlichen Wutausbrüche kenne ich auch gut. Meist ist das eigentlich (für mich) ein Alarmsignal, dass ich dringend meinen Streßpegel runterschrauben muss.

    Bei mir war das früher dann auch öfter so, dass ich gegen eine Tür oder Wand geschlagen habe. Der Schmerzreiz hilft dabei die Spannung zu lösen. Oder ich habe einem Volleyball solange gegen eine Wand geschlagen, bis die Handgelenke blutunterlaufen waren. Danach ging es mir einfach besser.

    Ich persönlich hätte nie diese Spannung an jemand anderen ausgelassen. Eher würde ich kurz in einen anderen Raum gehen und gegen die Wand schlagen. Die Wut richtet sich ja auch nicht gegen jemand bestimmten... Das ist einfach nur ein Ventil, um Dampf abzulassen.

    Das Beste was Du machen kannst, ist tatsächlich ihn in dem Moment in Ruhe zu lassen. Wenn er wieder runtergekommen ist, wird er von sich aus auf dich zukommen.

    Und gaaaanz wichtig. Beziehe dieses Verhalten nicht auf dich!!! Ich explodiere auch ganz gern mal (mittlerweile ist das aber viel besser geworden), aber ich will damit niemanden persönlich angreifen. Es ist wirklich nur ein kurzes Spannung abbauen. Das musst Du dir immer vor Augen halten.

    Was aber die Wohnungseinrichtung angeht... würde evtl. ein Sandsack helfen? Ich meine, wenn Dinge durch die Gegend fliegen oder die Tür ein Loch hat, ist das auf Dauer auch nicht schön.

    Ein Achtsamkeitstraining kann da z.B. helfen. Zumindest das man selber eher merkt, dass man sich einem kritischen Punkt nähert (in dem Fall der Wutausbruch) und gegensteuern kann.

    Das ist übrigens auch ein genereller Rat von mir... Einfach nur Medis und gut, damit ist es nicht getan. Man steckt voller festgefahrener Verhaltensmuster. Eine begleitende Therapie ist also immer gut. Die Depris können übrigens auch von den Medis kommen. Das ist mitunter eine Nebenwirkung. Dein Mann sollte sich diesbezüglich mal mit seinem Arzt unterhalten.

    Alles Gute.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Wie gehe ich damit um?

    Hallo Kali,

    es tut mir in der Seele weh,wenn ich mir vorstelle wie du dich in dem Moment gefühlt haben musst.

    Ich glaube,das er selber von seinem Wutausbruch überrascht worden ist und aus Angst mit dir Schluss gemacht hat.
    Vielleicht hat er Angst nicht gut für dich zu sein und er hat Angst vor einer engeren Beziehung. Da der Auslöser ja ein Vortrag zu Adhs von Kindern war.

    Ich glaube es hat sich in ihm eine grosse Lawine gelöst und ihn überrollt. Das ihm die letzten 3 Jahre nichts bedeutet haben,könnte eine Schutzbehauptung gewesen sein.

    Leider kann ich nur spekulieren....

    ich wünsche Dir und ihm alles erdenklich Gute und hoffe,das ihr Euch in Ruhe aussprechen könnt und sich doch noch alles zum Guten wendet.

    Liebe Grüsse,

    Chaosengel

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Wie gehe ich damit um?

    Hallo Chaosengel,danke für deinen lieben worte aber leider hat sich die sache mit meinem Freund erledigt.
    Ich habe heut einen Brief von ihm erhalten in dem er mir sagt das ich die letzten 3jahre ein geschwürr an seinem arsch war(entschuldige die ausdrucksweise).
    Naja da muß ich jetzt wohl durch

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