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Diskutiere im Thema Mein Sorgenkind im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #51
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Mein Sorgenkind

    [QUOTE=Bride;256605

    Er (wir) können doch nicht jedem auf die Nase binden, dass er besonders ist. Welcher Arbeitgeber würde ihn denn mit Kusshand nehmen? - Das begreift doch heutzutage niemand, "wo die Arbeitsplätze besetzt sind von Menschen, die a) sehr jung und hochmotiviert, b) sehr studiert und voll konzentriert und c) einen Auslandsaufenthalt in 2 Ländern mit exotischen Fremdsprachen, bieten" ....... (Ich hoffe mein letzter Satz ist verständlich)

    Bride

    (Ich komme mir vor, wie Don Quichote im Kampf gegen die Windmühlen)[/QUOTE]

    Hallo Bride,

    seit mein Sohn 16 ist, entscheidet er selbst, ob er seinem Gegenüber sagt, dass er ADS hat. Fast immer vermeidet er es aber. Wir haben es in der Schule gesagt, allerdings kann ich im rückblickend nicht sagen, dass eine gute Entscheidung war. Die meisten Lehrer haben mir zu verstehen gegeben, dass ich nur eine Ausrede für meinen faulen Sohn suche!

    Ich denke auch, dass die allerwenigsten Arbeitgeber so viel Ahnung haben, dass sie mit der Diagnose umgehen können.

    Jedes Mal, wenn mein Sohn etwas Neues anfängt, denke ich: Endlich, jetzt gehts aufwärts! Spätestens nach ein paar Wochen fällt er dann wieder in das altbekannte Muster und ich lebe in der ständigen Angst, dass er wieder abbricht. Das macht mich wahnsinnig!!!

    Wie sieht es denn momentan bei deinem Sohn aus? Gefällt es ihm an seinem neuen Arbeitsplatz?

    Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass es gut geht!

  2. #52
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Mein Sorgenkind

    Hallo Muttertier

    [Quote] "Jedes Mal, wenn mein Sohn etwas Neues anfängt, denke ich: Endlich, jetzt gehts aufwärts! Spätestens nach ein paar Wochen fällt er dann wieder in das altbekannte Muster und ich lebe in der ständigen Angst, dass er wieder abbricht. Das macht mich wahnsinnig!!

    Wie sieht es denn momentan bei deinem Sohn aus? Gefällt es ihm an seinem neuen Arbeitsplatz?" [/Unqoute]

    Genau dass sind auch meine Befürchtungen. Die letzte Ausbildung hielt 5 Monate.

    Im Moment ist unsere "Trumpf-Karte", dass er die Ausbildung im selben Betrieb wie ein Freund macht. Dieser Freund ist ihm z.Zt. sehr wichtig - und dem hat er versprochen, dass er diesmal durchhält. - Mein Anteil ist ihn zu wecken, ihn an an seine Medikamente zu erinnern und ihn abends, wenn ich ihn erwische "zwangs"-zu ernähren, damit er bei Kräften bleibt. -

    Dazwischen versuche ich so oft wir eine Gelegenheit haben, ein möglichst ruhiges Gespräch zu führen, mit ihm über ADS, seinen Job und seine anderen Verpflichtungen (z.B. Berichtsheft) zu reden.

    Dieser neue Ausbildungsplatz ist im Moment ganze 14 Tage jung und die Diagnose ADS hat er erst seit Januar. Deswegen überwiegt bei mir, glaube ich, noch die Hoffnung.

    Allerdings bin ich bereits schweißgebadet, wenn ich merke er ist zu spät aufgestanden. Dann wird nämlich alles umständlich für ihn und statt zur Arbeit zu gehen, geht er in den Park Enten angucken.

    Ich finde es sehr wichtig eine abgeschlossene Ausbildung zu haben. Weil ich davon überzeugt bin, dass man ohne Ausbildung sehr schnell zum "Menschen zweiter Klasse" abgestempelt wird. Und man wird zum Spielball von einem gemeinen und ausnutzenden Umfeld. (Kenne es von seinem Vater, der ohne Diagnose klar kommen muss)

    Wie alt ist dein Sohn heute? Und hat er jetzt eine Ausbildung oder eine Beschäftigung?

    LG
    B
    Geändert von Bride (26.08.2012 um 17:56 Uhr)

  3. #53
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Mein Sorgenkind

    Hallo Bride,

    guck mal meinen post von gestern Abend an, da hab ich unsere momentane Situation beschrieben (ich will mich nicht wiederholen und andere user langweilen ;-))

    Ich bin halt auch immer in dem Zwiespalt, wie viel Hilfe und Unterstützung ich ihm geben muss, ohne ihn ganz aus der Verantwortung zu nehmen. Medikamente nimmt er zur Zeit nicht. Ich glaube er hat unter anderem Angst vor der Appetitlosigkeit. Er hat gesagt, dass er sich eigentlich mal wieder was verschreiben lassen muss, um besser lernen zu können, aber bis jetzt waren das leere Worte.

    Ich mach das ganze Spiel ja jetzt schon seit 12 Jahren mit und ich werde einfach immer kraftloser. Ich mache mich emotional so abhängig vom Befinden meines Sohnes. Wenn er morgens aufsteht und in die Uni geht, habe ich einen guten Tag. Bleibt er wegen Kopf-, Bauch- oder Wasweßichfürschmerzen liegen bin ich schon wieder total fertig. Ich hab das halt alles schon in der Schule erlebt. Alle Beteuerungen "Jetzt streng ich mich an" oder "Ich gehe da regelmäßig hin" haben nichts gebracht. Auch sitzen bleiben oder Nachprüfung haben nichts geändert.

    Jetzt wird unsere Tochter wegen des Studiums ausziehen müssen und langsam wird es finanziell knapp.

    Eigentlich wollte unser Sohn die Hälfte zum Studiengeld beitragen, aber er schafft es einfach nicht sich einen Job zu suchen. Was soll ich machen? Ihm die Pistole auf die Brust setzen und sagen "Wenn du nicht wenigstens ein paar Stunden arbeiten gehst, dann musst du das Studium abbrechen!" oder in den sauren Apfel beißen und die kompletten Gebühren bezahlen und zusehen, wie er immer noch genug Zeit hat nächtelang durch die Clubs zu ziehen und Klausuren entweder nicht mitzuschreiben oder durchzufallen? Die Frage hört sich ein wenig provokant an, aber ich meine das wirklich ernst: WAS SOLL ICH TUN?

    Die Situation bei deinem Sohn hört sich doch im Moment gut an, einen Freund an der Seite zu haben, den man in Gewisser Weise als Vorbild hat und der einen motiviert, finde ich ganz wichtig! Ihr scheint auch ein entspanntes Verhältnis zueinander zu haben, das ist unwahrscheinlich wichtig.

    LG, Muttertier

  4. #54
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Mein Sorgenkind

    Muttertier schreibt:

    Die Frage hört sich ein wenig provokant an, aber ich meine das wirklich ernst: WAS SOLL ICH TUN?

    Die Frage ist m.E. völlig zu Recht gestellt. Vielleicht könntest du noch ein "NOCH" einfügen. .... Leider habe ich keine Ahnung, wie dir, mir und unseren Kindern wirklich geholfen werden kann. -

    Im Moment lebe ich mit der Hoffnung, dass wir diesmal den richtigen Zug bekommen haben.


    LG
    Bride

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