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Diskutiere im Thema Bis in die geschlossene Neurologie... im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 1

    Unglücklich Bis in die geschlossene Neurologie...

    Hallo, ich bin das erste mal hier. Ganz kurz über mich bin eine 27 jährige Frau, bin seit einem guten Jahr mit einem 42 Jahre alten ADHS´ler verheiratet. Wir haben eine kleine Tochter mit 1 Jahr.
    Vor ca. 4 Monaten wurde bei ihm ADHS festgestellt. Mein Mann war schon seit ich kenne ( 5 J.) war er schon immer sehr aufbrausend, manchmal recht laut und agressiv. Es ist ihm auch schon manchmal die Hand ausgerutscht. Aber wenn man weis wie man ihn nehmen muss, ein guter Mensch, hilfsbereit, in meiner Schwangerschaft trug er mich auf Händen.
    Doch seit unsere Tochter auf der Welt ist dreht er total durch. Er ist eifersüchtig auf unsere eigene Tochter!! Zum Schluss war es so schlimm, dass er es nicht ertrug, die kleine auf meinem Arm zu sehen. Er flippte, schrie und schlug um sich.
    Zuletzt war es so schlimm, dass ich den Rettungsdienst und die Polizei rief und die ihn dann in geschlossene Neurologie ( Irrenhaus ) einwiesen!!! Aber dass war das beste, sieht er jetzt schon nach 3 Tagen ein.
    Er ist in den letzten 4 Wochen wahnsinnig vergesslich geworden, was eine Stunde zuvor passiert ist oder gesprochen wurde, wusste er nicht mehr. 3 mal zum einkaufen gegangen, weil er einfach alles wieder vergessen hatte. Beim normalen langsamen gehen sacken ihm die Knie weg, oder Arm fällt einfach beim Essen runter ( wird schwach). Ich habe schon wirklich das Gefühl er wird ein bisschen verrückt..
    Ich möchte ihm helfen, ihm zur Seite stehen. Ich fahre in jeden Tag besuchen. Ich versuche wirklich alles!!

    Ich habe tausend Fragen...
    Wird mein Mann wieder normal - gesund??
    Wie kann ich ihm helfen??
    Geändert von Alex ( 2.07.2009 um 01:24 Uhr) Grund: Riesige Schriftgröße auf normal gestellt

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.809
    Blog-Einträge: 40

    AW: Bis in die geschlossene Neurologie...

    Hmm,

    was ein "Irrenhaus" sein soll, ist mir hier recht unklar.

    Die Bezeichnung für derartige Einrichtungen lautet "Psychiatrische Klinik" oder auch "Psychotherapeutische Klinik".

    Bitte diese Bezeichnungen hier in diesem Forum auch so verwenden und auf derartige, extremst sowohl die gesamte Fachrichtung wie auch alle psychisch angeschlagenen oder psychisch kranken Menschen, die bereits einmal die Hilfe einer solchen Einrichtung benötigt haben, beleidigenden und alle diese Menschen aufs übelste angreifenden Äußerungen verzichten.

    Was ich zu dem Ganzen nur sagen kann: Das hier geschilderte ist ganz sicher nicht ein Problem von reinem ADHS, sondern hat mit dem Syndrombild ADHS, das sich, wie der Name schon sagt, zunächst einmal aus einer verminderten, mentalen Aufmerksamkeit seiner Umwelt gegenüber und evtl. zusätzlich vorhandener, motorischer Hyperaktivität zusammen setzt, nicht das Geringste zu tun.




    LG,
    Alex

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Bis in die geschlossene Neurologie...

    @rosafee

    das mit dem "Irrenhaus" sollten meine Psychiatrieschwestern mal hören, die würden dir was erzählen. Reden sich ja den Mund fusselig, um den Patienten und Angehörigen klar zu machen dass auch die Psychiatrie ein Krankenhaus ist und psychische Probleme sind Krankheiten, kein Irresein, wie man es im vorletzten Jahrhundert nannte.

    Wenn ich mir durchlese wie du die aktuelle Krise beschreibst, dann sieht das für mich eher nach einem Zusammenbruch aus. In wie weit das mit ADHS zu tun hat, kann ich dir nicht sagen, ich bin keine Ärzten. Da musst du den behandelnden Arzt deines Mannes fragen.

    Ich kann gut verstehen, dass du jetzt total durcheinander bist. Ich kenne dich aber nicht gut genug, um dir zu raten.
    Schreib doch einfach deine Gedanken hier auf, dann können wir dir antworten und dich vielleicht ein bisschen unterstützen in dieser schweren Situation.

    lg

    lola

  4. #4
    Patty

    Gast

    AW: Bis in die geschlossene Neurologie...

    Hallo rosafee,

    Thema "Irrenanstalt"

    Meine Tochter will ihr Schulpraktikum Ende des Jahres in der Psychiatrie machen. Hospitiert hat sie da bereits in den Osterferien, um zu sehen, ob sie dafür geeignet ist.

    Wenn nun in ihrer Klasse (9.Schulj., Gymn.) das Thema aufs Praktikum kommt, wird sie oft dumm angemacht, mit Sprüchen wie:"Wo gehst du noch mal hin? In die Irrenanstalt?!"

    Meine Tochter ist glücklicherweise sehr schlagfertig. Sie antwortet ruhig aber bestimmt: "Nein, nicht in die Irrenanstalt! Ich gehe ins geschlossene Altenheim. Und wenn da jemand eine Persönlichkeitsstörung hat, dann hat er sicher selbst keine Schuld daran."

    Zitat meiner Tochter: "Wenn mir einer mit Irrenanstalt kommt, kriegt der verbal eins übergezogen."

    Aus erster Hand weiß ich, daß niemand, wirklich niemand, sich davor sicher fühlen kann, nicht irgendwann einmal in die Psychiatrie zu müssen.

    Jeder sollte daher seine Einstellung zu dem Thema dringend überdenken!

    Patty

  5. #5
    Viper8

    Gast

    Lächeln AW: Bis in die geschlossene Neurologie...

    Angefangen bei Alex, ihr habt einfach soooo Recht, genau diese "KLeinigkeiten" sind sowas von wichtig! Ich bekomme es selber bzw. alleine nicht hin, nicht immer "klapse" oder so zu sagen, obwohl ich dort selber war und seitdem ich hier im Forum schreibe, ich durch eure Verständniss merke, das ich unbedingt bald wieder stationär oder nicht stationär behandelt werden muss, weil ich aufgrund meines ADHS wirklich ganz schwere Angststörungen, Panikstörungen oder vllt. eine Depersonaliersungstörung habe, das sollte man einfach ERNSTER nehmen.
    Keiner kann mich zwingen aber wenn ich teilweise mein Verhalten nicht selbst kontrolliere kann dann ist auch vollkommen gut so wenn Eltern oder Partner oder so, sofort Polizei oder so anrufen, weil es wirklich das beste ist, da man dann keine Möglichkeit hat und um Menschen wir mir zu helfen, brauch man Ihnen nur Liebe entgegen zu bringen und Liebe kann auch sein das man jemand einweisen lässt ihn aber beweißt das man ihn nur liebt indem man denjenigen besucht oder ihm was schenkt (meine persönliche Einstellung).

    Ich freu mich schon wenn ich irgendwann von mir sagen, ich habe mir erfolgreich im Klinikum oder dergleichen helfen lassen, es gibt übringens viele Anlaufstellen und wirklich viele schlechte Anlaufstellen, deshalb sollte man sich wirklich gut informieren bzw. probieren...

    Dein Mann kann wirklich stolz auf dich sein, du sagst ja auch nach 3 Tage hat ers auch gecheckt^^

    Ne Frage, gibt er das "gerne" zu? bzw. hat er auch Angststörungen?


    LG

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