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Diskutiere im Thema Ich liebe ein Mädchen mit ADHS im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Ich liebe ein Mädchen mit ADHS

    Ist eigentlich schon wieder ein scheiß Forum, wo man sich erst anmeldeden muss, und dann feststelt: scho wieder falsch! Leckt mich am A...

    Und schmeiß mich einfach raus, weil ich kein bock auf abmelden hab.

    Ich bin wohl nicht ADHS, weil euch Chaoten versteh ich auch wieder nicht.

    Scheiße und weitersuch

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Ich liebe ein Mädchen mit ADHS

    @Snagila

    meine Enwände zu Wichis posting hat Sunshine schon auf den Punkt gebracht, das muss ich also nicht mehr aufwärmen.

    Mir ist beim ersten Lesen Eines stark aufgefallen: ich, ich, ich .....

    Jedenfalls erinnert mich die Schilderung fatal an Erziehungsromane wie Trotzkopf, in denen Anpassung an und Unterwerfung unter gesellschaftliche Normen als der Weisheit letzter Schluss und vor allem das perfekte Verhalten für eine Frau angepriesen werden.

    Wer so dominant vorgeht, kann zwar kurfristig oberflächliche Erfolge erzielen, aber da keine eigenständige Persönlichkeitsentwicklung stattfindet, hält so etwas nicht.
    Und dass dabei Abhängigkeit bis hin zur Hörigkeit entstehen kann, sagt einem schon die Alltagslogik, auch bekannt unter dem Namen Hausverstand.

    @Wichi
    Du hast sie für dich aufgehoben? Ich bin platt.
    Solche Sätze kenne ich nur aus Büchern, die mindestens 100 Jahre alt sind; sie entsprechen meiner bescheidenen Meinung nach auch der Denkweise des 19. Jahrhunderts.
    Sorry, da bekomme ich als ehemaliges Opfer von dominanten Männern sooooo einen Hals.

    lg

    lola

  3. #13


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.809
    Blog-Einträge: 40

    AW: Ich liebe ein Mädchen mit ADHS

    Snagila schreibt:
    Ist eigentlich schon wieder ein scheiß Forum, wo man sich erst anmeldeden muss, und dann feststelt: scho wieder falsch! Leckt mich am A...

    Und schmeiß mich einfach raus, weil ich kein bock auf abmelden hab.

    Ich bin wohl nicht ADHS, weil euch Chaoten versteh ich auch wieder nicht.

    Scheiße und weitersuch
    Hmm,

    meinst, wenn dir das (wie es ja aussieht) schon öfters passiert ist, dass es dann am Forum liegt?

    Und mal zu dem Satz, den du ja sogar in deiner Sig verewigt hat:

    Niemand ist ADHS und damit erklären sich alle seine Probleme, sondern 1. ist das ADHS immer nur ein Teil des gesamten Menschen und 2. kommt bei Erwachsenen mit ADHS selbiges auch so gut wie nie allein.

    Ob du ADHS hast, oder nicht, weißt du ja selbst nicht mal, da wär also zumindest mal eine Diagnosestellung angemessen, bevor du alle (und eben wirklich alle) deine Probleme auf etwas schiebst, von dem du nicht mal weißt, ob es jetzt auf dich zutrifft, oder nicht.

    Was aus allen deinen Beiträgen hier im Forum zumindest für mich offensichtlich ist und was auch ganz deutlich aus dem Satz in deiner Sig spricht, ist, dass du derzeit in einer ziemlich bösen Identitätskrise steckst und sowohl nicht so recht weißt, wer du bist und wo du hin gehörst, wie auch, dass du nach einer Erklärung für deine Probleme suchst, die wohl auch nicht erst seit gestern so sind, durch die du aber jetzt aus irgendwelchen Gründen in einer Sackgasse gelandet bist.

    Ich würd dir jedenfalls sehr empfehlen, dir therapeutische Hilfe vor Ort zu suchen, damit jemand dir bei deiner Identitätssuche behilflich ist und damit du den Boden unter den Füßen nicht noch weiter verlierst, wie das im Moment schon der Fall ist.

    Dir jetzt hier zu schreiben: "ja, du hast sicher ADHS und weil du das jetzt weißt, ist ja alles in Butter" würd ich für äußerst fahrlässig halten, denn letztendlich hast du davon am allerwenigsten, weil sich deine Probleme, die so an sich nichts mehr mit ADHS allein zu tun haben, ob das jetzt hast oder nicht, dadurch nicht lösen werden.

    LG,
    Alex

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Ich liebe ein Mädchen mit ADHS

    Hallo zusammen,
    wenn ich Wichi's Eröffnung lese, dann könnte ich auch gleich noch bei leandro's Beitrag: http://adhs-chaoten.net/images/icons/icon8.gif Themen und Situationen zum ausflippen schreiben.
    In meinen Augen handelt es sich bei Wichi um einen selbstverliebten, jungen, unerfahrenen Menschen, der jetzt zutiefst verletzt ist weil ihn seine Freundin wegen eines "besseren" Menschen verlassen hat.
    Was hat er mehr geleistet wie sein Nachfolger? Hmh! Eins mit Sicherheit weniger, nämlich ein verständnisvoller Partner für seine Freundin zu sein.
    Meiner Meinung nach wird er noch häufiger im Leben bzw. in Beziehungen scheitern, egal ob mit oder ohne ADHS Partner, da laut Schilderung nicht die Partnerschaft im Vordergrund steht sondern "Wichi".

    Bezieht sich die Bildung lediglich auf Einbildung?

    Zu snagila verkneife ich mir eine Äusserung

    Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende
    Sperber
    Geändert von sperber (10.07.2009 um 16:41 Uhr) Grund: war nicht als Beleidigung gedacht, neu formuliert

  5. #15
    fox


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 61

    AW: Ich liebe ein Mädchen mit ADHS

    Eure Zeilen haben mich grad sehr erschrocken!
    Es liest sich wie ein Krieg zwischen ADHSlern und denen, die es nicht sind.

    Habt ihr nicht alle schon in eurem Alltag feststellen können, dass es grad diese ganz bestimmten Formulierungen sind, die die ADHSler so rasend und wie man hier deutlich lesen kann, wütend machen? Seid mal ganz ehrlich!
    Grad in meiner Beziehung sind es genau diese Missverständnisse, die zu Konflikten führen.
    Wichi hat hier in erster Linie Rat gesucht. Dass hier die meisten aus seinen Worten lesen, ER sei der Tollste, Beste, Einfühlsamste und alle ADHSler wären nichts, war sicher nicht einmal ansatzweise das, was er sagen wollte. Sicherlich hat er seine Sätze nicht so formuliert, dass sie ein ADHSler emotionslos und unangegriffen aufnehmen kann aber versucht doch mal das Positive aus seinem Beitrag zu lesen: Er hat Rat gesucht! Er will dazulernen!

    Für einen Nichtbetroffenen lesen sich eure Worte wie eine verbale Kriegserklärung. Für euch lasen sich seine Worte so. Haltet euch bitte die offensichtlichen Unterschiede von Betroffenen und Nichtbetroffenen vor Augen und verurteilt hier niemanden, erst recht niemanden, der alles verstehen will.
    Er muss erst lernen, was ADHS bedeutet. Er fühlt anders, denkt anders, ist anders strukturiert. Das wichtigste, ist doch, den anderen so zu akzeptieren, wie er ist. Diese Akzeptanz sollte jedem, also auch Wichi entgegengebracht werden, meint ihr nicht?

    Jeder, unabhängig von ADHS, muss sich seine Eigen- und Überempflindlichkeiten eingestehen, so wie der Partner lernen muss, damit umzugehen. Mein Partner und ich gehen mittlerweile gemeinsam zur Selbsthilfe, damit wir lernen können, in Konflikten und bei den all zu banalen Alltäglichkeiten besser miteinander umzugehen.
    In meinem Denken, meiner Erziehung war früher auch fest verankert, dass man mit Disziplin und Willen alles erreichen kann. Dass dies nicht bei jedem Menschen funktioniert, musste ich erst mühsam lernen. Zu dieser Erkenntnis zu gelangen ist kein kurzer und einfacher Weg, das solltet ihr bedenken.

    Und nun noch zu dir, Wichi,
    sicherlich hast du vieles mit den besten Absichten gemacht, leider anscheinend nicht mit dem richtigen Hintergrundwissen. Deshalb finde ich es gut, dass du jetzt den Weg hierher gefunden hast. Mein Partner hat auch ADHS und ich weiß, dass für dich vieles an IHR nicht einfach nachvollziehbar sein dürfte. Letztlich musst du SIE so nehmen, wie SIE ist. Wie wir festgestellt haben, ist das Allerwichtigste, dabei den Humor zu behalten oder wenn er bisher nicht da war, ihn aufzubauen. Auch ein ADHSler kann über sich lachen, wenn er es zulässt.
    Alle machen Fehler, Alle vergessen mal etwas und Alle haben Probleme, die für einen anderen nicht nachvollziehbar sind, unabhängig von ADHS oder nicht. Wir wollen uns nicht über einen ADHSler stellen, leider wird dies von einem ADHSler oft anders wahrgenommen. Es wird kein einfacher Weg für dich sein, deine Sichtweise zu ändern aber wenn du ernsthaft an IHR interssiert bist, hast du keine andere Wahl!
    Ein Buchtipp dazu: "ADD - Eine andere Art, die Welt zu sehen"

    Bedenke: Wir sind Alle anders! Es kommt immer auf die Sichtweise des Betrachters an. Der Schlüssel liegt in der Akzeptanz des anderen!

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Ich liebe ein Mädchen mit ADHS

    >fox, in meinen Augen hat das nichts mit Kriegserklärung, zwischen ADSlern und Nicht-ADSLern zu tun. Ich werde wenn sich jemand für was Besseres hält.

    LG Sperber

  7. #17


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.809
    Blog-Einträge: 40

    AW: Ich liebe ein Mädchen mit ADHS

    fox schreibt:
    Bedenke: Wir sind Alle anders!
    So richtig, ja

    Die Trennung Betroffener/Nicht-Betroffener an sich, wie man die leider sehr häufig gerade in Foren zum Thema ADHS erlebt, ist mir daher alles andere als sympatisch. Ich kenne Menschen mit ADHS, mit deren Ansichten ich teilweise konform gehe oder eben nicht und genauso ist das auch bei Menschen ohne ADHS oder bei denen ich davon nichts weiß.

    Den oder die ADHSLer(in) gibts genauso wenig wie den oder die "Normalo", was immer das dann sein mag.

    Aber ein Krieg zwischen Betroffenen und nicht-Betroffenen in diesem Thread?

    Kann ich so nicht finden, weil die pro- und contra-Meinungen hier sowohl von Betroffenen, wie auch von nicht-Betroffenen stammen und sogar von welchen, bei denen man darüber gar nichts weiß.

    Die Wichis Texten gegenüber schärfer formulierten und Kritik-reicheren Meinungen wage ich sogar auf Seiten der nicht-Betroffenen zu erkennen, und das sogar recht deutlich.

    Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, von einer Abhängigkeitsbeziehung in die nächste rutschen, gibts sowohl bei Betroffenen, wie auch bei nicht-Betroffenen und Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, der Gegenpart solcher Abhängigkeitsbeziehungen sind, gibts auch auf beiden Seiten.

    Ich würd also generell hier mal nicht überbewerten, ob jemand jetzt ADHS als Diagnose hat, oder nicht, denn ADHS selbst bezieht sich, wie der Name schon sagt, nicht auf Beziehungsprobleme oder auf diesbezüglich spezifisch veränderte Persönlichkeitsstrukturen.

    Das sind dann Folgen völlig individueller Persönlichkeitsentwicklungen und des ganzen Lebensverlaufes und diese Folgen sind in jedem Fall nicht spezifisch und immer auf das Vorhandensein oder nicht-Vorhandensein von ADHS zurückzuführen.

    Diese Rechnung wäre eine ziemliche Milchmädchenrechnung und würde der Komplexität der ganzen Sache, gleich ob aus Sicht eines Betroffenen oder nicht-Betroffenen, so in jedem Fall nicht gerecht.



    LG,
    Alex

    Edit: Beiträge ab hier abgetrennt, neues Thema erstellt: http://adhs-chaoten.net/eiseleins-co...entheorie.html
    Geändert von Alex (10.07.2009 um 19:57 Uhr) Grund: Siehe Edit

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Ich liebe ein Mädchen mit ADHS

    also ich habe den ganzen Thread schon eine Weile mitgelesen und echt überlegt, ob ich hier meine Meinung auch noch zum besten gebe und möchte es jetzt doch tun.

    Ich denke, es geht nicht grundsätzlich um die Frage, ADS-ler oder Nicht-ADS-ler, wohl eher darum, wie man miteinander umgeht und dabei ist ADHS sicher ein Teilaspekt, macht aber nicht generell den Umgang miteinander aus.

    Ich muß aus meiner Sicht sagen und dabei bin ja laut Diagnose nicht eindeutig ADS-ler, dass ich mich in einer Partnerschaft, wo ich das Gefühl habe, ich werde behandelt, als wäre ich nicht in der Lage, selbst zu denken oder Entscheidungen zu treffen, auch irgendwann unglücklich. Sicher ist es ert mal toll, wenn Dir jemand alles abnimmt, Dich an Termine erinnert, weil Du sie vielleicht vergisst, Strukturen schafft, was Dir vielleicht schwer fällt u.s.w., aber Du kannst dann eben nicht Du selbst sein. Ich habe immer irgendwie das gemacht, was andere von mir wollten, war immer irgendwie abhängig und auch in meinen Partnerschaften neige ich leider dazu, mich allzusehr anzupassen und entwickle dadurch a) kein Selbstwertgefühl, b) keine Individualität, c) keine Eigenverantwortung, kurz ich bin nicht ich, sondern das, was jemand aus mir formt. Ich weiß, dass ich so bin und ich muß höllisch aufpassen, ich selbst zu sein, was mir manchmal sehr schwer fällt.

    Es ist eine Gradwanderung und die Frage sollte wohl sein, wie kann man dem Partner (egal ob ADHS oder nicht) helfen, mit seinen eventuell vorhandenen Schwächen umzugehen, ohne ihn abhängig zu machen oder zu sehr den eigenen Willen aufzudrücken und gemeinsam die Beziehung so gestalten, dass beide Partner gleichwertig sind und gemeinsam das Zusammensein gestalten.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 1

    AW: Ich liebe ein Mädchen mit ADHS

    Hiya, all of you!
    wie kann man dem Partner (egal ob ADHS oder nicht) helfen, mit seinen eventuell vorhandenen Schwächen umzugehen, ohne ihn abhängig zu machen



    Many thanks, jawoll, genau das scheint die Frage zu sein.
    Ich sehe die ganze „Wichi“-Geschichte nicht als ein ADHS-Problem, sondern vielmehr als ein (Zwischen-) Menschliches Problem.


    Nach allem, was W. Geschrieben hat, entsteht bei mir der Eindruck, dass ADHS an sich in der Beziehung bis eben zum Schluss kaum ein Thema war Im Gegenteil, es war tabu, wie er sagt
    (wollte sie von ihm, dass er sie behandelt, als gäbe es kein ADHS?). Eben das war wohl auch kontraproduktiv: dadurch, dass dieses Thema oberflächlich kaum präsent war,ließ er sich wohl allzu leicht dazu verführen, sich nicht zu informieren oder frühzeitiger Hilfe zu suchen.


    Trotz (oder gerade wegen?) seiner Unwissenheit hat er versucht, ihr mit all ihren Problemen, die z.T. Wahrscheinlich auch ADHS-bedingt waren, zu helfen.
    Und was er für sie getan hat, obwohl es nicht immer leicht für ihn gewesen ist, wie er andeutet, finde ich


    -beachtens-/
    -bemerkens-/
    -bewundernswert.


    Er schien an seine Grenzen zu gehen, um sie glücklich zu machen! Was ihm anscheinend auch gelungen ist.
    Klar, es hätte sie langfristiger glücklich gemacht, wenn sie sich selbst zu ihrem Glück, zu ihrer Zufriedenheit verholfen hätte. Was sie aber zu diesem Zeitpunkt nicht allein geschafft hat, weil sie nicht wollte oder konnte.
    Sie hat sich wohl zu sehr auf W. gestützt, der sich dessen zu spät bewusst wurde. Deshalb diese emotionale und eventuell auch materielle Abhängigkeit. W. Hat (aus Liebe!) definitiv zu viel getan.. Anstatt die Aufgabe des Therapeuten und Lebensberaters, der versucht, Strukturen etc für sie zu schaffen, zu übernehmen, hätte er eher die des „moralischen Arschtreters“ bzw Motivators (was er teilweise wohl auch war) übernehmen sollen, um ihr zu ermöglichen, sich selbst zu helfen.
    Die Träume anderer zu verwirklichen, kann und darf nicht die Aufgabe des Einzelnen sein.
    Das ist aber wesentlich schwerer und anstrengender. V.a. Wenn man so sehr verliebt ist und das Bedürfnis hat, so viel zu geben.
    Schlimm nur, wenn man hinterher entdecken muss, dass es falsch war, so viel zu geben und aus der Hand zu nehmen.

    Mit Kontrolle hat das für mich nicht das geringste zu tun. Meiner Meinung nach hat er nicht versucht, sie zu kontrollieren, sondern nur, ihr zu helfen; ihr neue Möglichkeiten zu eröffnen (s. Biken etc...).
    Ich kann aber durchaus verstehen, warum hier mehrere ihm genau das vorwerfen. Er sagt ja selbst:


    Naja, ich habe sie dann umgekrempelt“


    Das hört sich schon verdammt nach Kontrolle an. Wenn dieser Satz so gemeint ist, wie er geschrieben ist, dann wäre das fatal!
    Zieht man aber den Rest seiner Beiträge in Betracht, sehe ich dies als eine wahnsinnig unglückliche Formulierung an.
    Er meinte vlt eher, dass sie sich im Laufe ihrer Beziehung völlig verändert hat, zu einem anderen Menschen wurde; zu einem (zumindest teilweise) glücklicheren Menschen. Was ihn natürlich weiter in seinem Tun bestärkt hat.


    Auch seine Schilderung von sich selbst finde ich, wie viele andere auch, anstößig. Vor allem dieses statement:


    Er ist nicht so gebildet wie ich es bin, sieht nicht so gut aus und hat eigentlich noch nichts bemerkenswertes getan.“


    Aber wieder, denke ich, muss man weiterblicken, als auf das, was man direkt liest:
    seine Freundin hat ihn verlassen. Er wurde nach längerer Beziehung urplötzlich durch einen anderen ersetzt. Klar ist er da eifersüchtig und sauer.
    Und mitten in seiner ganzen Wut, seinem emotionalen Tief, hat er sich so geäußert. Was durchaus etwas selbstverliebt klingt.
    Jemand anders, vielleicht einer von uns, hätte sich in dieser Situation selbst fertig gemacht; aufgrund dieser seelischen Verletzung nur noch seine Schwächen gesehen und sein Selbstbewusstsein an den Nagel gehängt.
    Wer aber wie W. reagiert, versucht, sich selbst zu stärken und sich nicht das bisschen Rest-Ehre auch noch selbst zu nehmen. Das macht nur kaputt.
    Narzissmus, Selbstverliebtheit sehe ich hier nicht-dazu hat er seine Exfreundin zu sehr geliebt. Nur Selbstschutz.


    Was ich an der ganzen Sache nicht so ganz verstehen kann:
    Eure Beziehung schien so lang so gut zu laufen. Wie du sagst, hat sie dich nie kritisiert; nie geäußert, dass sie unzufrieden ist. Kam das dann auf einen Schlag mit dem Vorschlag, den du geäußert hast und der sie so getroffen hat? Hat das gereicht, um sie sagen zu lassen, du hättest ihr ADHS nicht akzeptiert?
    Warum wollte sie dich heiraten, kam aber kurz darauf mit einem anderen aus dem Urlaub zurück? Liegt wohl an ihrer Persönlichkeit in Kombi mit ADHS zusammen (?)
    Diesen plötzlichen Bruch finde ich persönlich echt krass.
    Vielleicht hat sich in ihr sehr lange irgendein Unwillen gegen dich oder deine Art mit ihr umzugehen aufgestaut. Aber gezeigt hat sie dir das offensichtlich nicht oder nicht deutlich genug.


    Sie zu akzeptieren, wie sie ist, hat er sicherlich gewollt. Ich kann mir aber vorstellen, dass das nicht sonderlich einfach ist mit einem Menschen, der sich offensichtlich nicht einmal slebst so akzeptiert.


    All in all,
    scheint mir die ganze Beziehung etwas einseitig gewesen zu sein Was aber durchaus von ihr unterstützt wurde. Mit relativ viel stand er wohl alleine da, was ihm letzten Endes nur geschadet hat (obwohl es natürlich eine Menge an schönen Momenten, die man cniht missen mcöhte, auch gab.
    Trotzdem: der Wille zu verstehen, bleibt.


    Find ich gut.


    Pusteblume sagt Goodbye

  10. #20
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Ich liebe ein Mädchen mit ADHS

    Hi Alex,

    ich danke dir und du hast Recht! ich bin im Moment nicht ich. Und ich weiß im Moment auch zeitweise gar nicht wer ich überhaupt bin. Ich suche nach Antworten, nach Gewissheit (Schei..., das dauert noch bis Ende September) und ich bin so verzweifelt, dass ich eigentlich nur noch dass will, was ich früher schon sein wollte: nämlich tot. Endlich Schluss mit Rechtfertigung, endlich Schluss mit nicht erklären können, endlich Schluss mit entschuldigen, verteidigen oder sonst was müssen.

    Ich bin einfach nur kaputt und verzweifelt!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !


    Snagila

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