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Diskutiere im Thema Wie weiter im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Wie weiter

    @ adatranger
    hallo erst mal, naja, er sagt nicht viel dazu, nur, dass ich ihm ständig in den Ohren liege, er solle nicht Drogen konsumieren und was denn zB. Ritalin anderes sei ja da hat er ja noch sogar ein wenig recht damit oder???? Er ist übrigens 19J. aber niemals so reif wie ein 19 jähriger. Wer ihn erlebt denkt da etwa an 15 oder max. 16 J. Zuerst kommt ja nun die Abklärung,dann werden wir weiter sehen.... WünscheDir einen guten Tag liebe Grüsse Mammeli

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Wie weiter

    Hallo mammeli,
    Ich verstehe, dass du dir Sorgen machst. Dein Sohn ist an einem wichtigen Punkt in Leben angelangt und alles, was er jetzt macht,
    wird seine Zukunft beeinflussen. Du hast Angst, dass er den "Ernst der Lage" nicht erkennt und willst ihn deshalb davor schützen,
    dass er seine Zukunft verbaut. Das kann ich absolut nachvollziehen, aber du solltest bedenken:
    1. Er ist 19 Jahre alt. Deshalb wird er sich von dir nichts vorschreiben lassen. Drohen, schimpfen, predigen und strafen nützt nichts, besonders
    bei ADHSlern - wir sind eben oft richtige Dickschädel (ich habe mir z.B. mit ca. 10 Jahren die Zahnspange (2 Ringe links/Rechts / "Stossstange" mit
    Gummiband am Genick) mit der Zange rausgerissen und nichts in der Welt hätte mich dazu gebracht, dass Ding wieder zu installieren)
    Ausserdem sind ADHSler oft nicht um Ausreden verlegen und können endlos rumdiskutieren, warum sie eben doch recht haben und alle
    anderen sich irren...
    2. ADSHler sind i.d.R. schlechte "Selbstbeoachter". Du liegst also wahrscheinlich richtig, wenn du sagst, dass er seine Leistung schlecht/falsch
    einschätzt. Aber er wird mit grosser Wahrscheinlichkeit wissen, dass irgend etwas mit ihm "nicht stimmt", dass er anders ist - weil ADHSler ecken
    immer wieder an. Das Problem ist, dass alle Menschen (nicht nur ADHSler) die Tedenz haben, das Problem bei den anderen zu suchen - die Welt ist
    schlecht und ungerecht aber ICH mache alles richtig.
    3. ADHSler wurden in ihrem Leben immer wieder entmutigt und abgestempelt: Du bist faul, du bist undiszipliniert, du könntest mehr wenn du dich mehr
    anstrengen würdest, du bist ungeschickt (meine Mutter nannte mich immer "Schutzli"), du bist unreif...
    Wenn du das Jahrelang hörst, dann wirst du ersten auf diesem Ohr taub und zweitens leidet dein Selbstbewusstsein. Viele ADHSler ziehen sich deshalb
    sofort ins Schneckenhaus zurück, wenn jemand so kommt - oder sie werden aggressiv und verteidigen sich. Das sieht dann so aus, als wäre er unreif oder
    würde seine Fehler nicht sehen - aber glaube mir, wahrscheinlich hadert er selber am meisten an seinen Fehlern. Viele ADHSler haben nämlich verdammt
    hohe Ansprüche an sich selber und sind deshalb auch permanent von sich selber enttäuscht.
    Darum, auch wenn du es gut meinst: Lass das predigen und kritisieren - sonst zieht er sich sofort zurück.
    4. Setz nicht deine ganze Hoffnung auf Medikamente - bei manchen wirken sie gar nicht (non-Responder) und sie machen auch keinen neuen Menschen
    aus einem. Je nachdem können Medikamente helfen, ABER viele fallen nach anfänglicher Euphorie (alles wird besser) in ein Loch, weil sie nun die
    eigenen Unzulänglichkeiten erkennen - die gehen nämlich nicht (alle) automatisch weg, aber dank den Medikamenten merkt man sie.
    Ausserdem ist das grösste Problem fast aller ADHSler das Selbstvertrauen, dass über Jahre hinweg von all den Leuten, die es eigentlich gut gemeint
    haben, angekratzt wurde.

    Deshalb würde ich dir empfehlen: Informier dich über ADHS (mit deinem Beitrag im Forum hast du den Anfang gemacht)... Lies Bücher darüber. Vielleicht
    kannst du auch selber zu einem Psychiater gehen - vielleicht kann er dir helfen, wie du dich deinem Sohn gegenüber richtig verhalten kannst.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Wie weiter

    @ Shuai-Ran

    hallo Shuai Ran. schön Dich kennen zu lernen. danke schön für Deine Zeilen. Du hast recht, kritisiert werden unsere ADHSler oft.Vielleicht habe ich mich da unklar ausgedrükt.Die Kritik kommt am wenigsten von mir als mammi, sondern von sonst überall her. Lehrer, Grosseltern, Aisbildner , und was am traurigsten ist von seinen Geschwistern.... die ertragen ihn oft gar nicht gut! Mich schmerzt das dann immer sehr! Es tönt dann meistens: "Du lässt ihm alles durchgehen"! Stimmt so ja nicht , aber wie du richtig sagst bringt diskutieren meistens gaaar nichts oder das Gegenteil von dem was ich erreichen wollte!
    Auch mein Mann ( Stiefvater des Jungen) hat nicht gerade viel Verständnis für ihn, er kennt es einfach nicht und hat vor unserer Zeit nicht einmal gewusst was ADHS ist! Ja du siehst, es ist ein sehr komplexes Problem!
    Oft bin ich mit meiner Kraft am Ende und wünschte mir nur noch zu schlafen, bis alles einfacher wird. Blöd ich weis es! Im Moment geht es darum, dass er die Lehre zu Ende machen kann und das sieht sehr schlecht aus!!!!! Er schafft es nicht , weil er nicht lernt. Ich weis nicht wie ich ihn dazu bringe ,aber warscheinlich kann ich da gar nicht helfen. wir werden sehen wenn wir den Termin bei Psychologen haben. So, genug gejammert. Freue mich von Dir zu lesen! bis bald..liebe Grüsse Mammeli

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Wie weiter

    Du musst bedenken, dass viele ADHSler gerade durch die ständige Kritik übersensibel sind. Darum kann es gut sein, dass eine Bemerkung, die du vielleicht
    als Ermutigung gedacht hast, bei ihm als Kritik ankommt und er deshalb abblockt.

    Ein anderer wichtiger Punkt ist (da du die Geschwister ansprichst): Eine Therapie einzes einzelnen Mitglieds ist immer eine Eingriff in das ganze
    "Biotop" Familie. Die Rollen werden plötzlich verändert und das macht den anderen Mitgliedern Angst (plötzlich gibt es kein "schwarzes Schaf" mehr).
    Auch wenn die Situation sich durch die Therapie für alle verbessern könnte, kommt es oft vor, dass andere Familienmitglieder die Versuche unbewusst
    veruschen zu sabotieren - lieber mit Gewissheit in der Hölle leben, als den Aufbruch in eine ungewisse Zukunft wagen. Darauf solltest du dich vorbereiten
    und dieses Thema auch mit dem Psychiater/Psychologen ansprechen.

    Ebenfalls wichtig ist, dass ihn nicht zu sehr beschützt. Er ist jetzt 19 Jahre alt und muss auch, trotz ADHS, Verantwortung für seine Taten übernehmen.
    Wenn du ihn zu sehr beschützt, dann wird er sich einfach damit abfinden, dass die Welt schlecht ist und alle (Geschwister, Lehrer..) gegen ihn sind.
    Das Problem ist, dass die Welt sich nicht ändern wird - er muss sich ändern. Und wenn du ihn zu sehr schützt, fehlt vielleicht einfach der Druck, der ihn
    zur Erkenntnis führt, dass er sich ändern muss. Erzwingen kann man diese Einsicht als Angehöriger leider nicht...
    Das ist ein verdammt schwieriger Drahtseilakt zwischen ermutigen/stützen und zu viel beschützen. Insbesondere weil er aus deiner Sicht gerade im Begriff
    ist, seine Zukunft in den Sand zu setzen - und dies selber einfach nicht einsehen will.

    Bei Suchtkranken spricht man von "Ko-abhängigkeit", d.h. die Angehörigen versuchen, die negativen Konsequenzen der Sucht vom Süchtigen
    fernzuhalten. Das ist eine ganz normale Reaktion von Angehörigen, die Absicht dahinter ist ja eigentlich auch gut. Aber die Auswirkungen sind
    leider genau falsch. Deshalb solltest du dich ebenfalls psychologisch beraten lassen. Nicht weil du etwas falsch gemacht hast, als Mutter versagt
    hast oder etwas mit dir nicht stimmt! Sondern einfach deshalb, weil diese Situationsehr schwierig ist und man ohne professionelle Hilfe selber
    nicht weiterkommt. Ich verstehe deine Situation und ich glaube, ich kann mich auch in deinen Sohn hineinfühlen - aber trotzdem habe ich kein Patentrezept
    für dich. Da kann dir wirklich nur ein Profi helfen.

    Was vielleicht fürs erste helfen kann: Lese dich in das Thema ein, das Buch von Hallowell hat mir z.B. sehr geholfen. Dann kannst du dich vielleicht
    ein bisschen in die Gefühlswelt eines Betroffenen versetzen.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 55

    wie weiter fortsetzung

    hallo zusammen

    ich habe lange nichts geschrieben (umsomehr gelesen)! Sorry!

    Ich brauchte Zeit zum Nachdenken! :denk:

    Ich habe meinen Sohn und sein Problem in den vorherigen Berichten ja erläutert und auch über meine Aengste deswegen geschrieben!

    Nun ja es kam wie ich vermutet habe ! :(

    Er hat seine Lehrstelle zum 2. mal verloren: Ich damit meinen ganzen Mut !

    Wir haben im Juni mit der Psychologischen Therapie begonnen und in Kürze ist die Abklärung fällig!

    Trotzdem wurde er gekündigt und das 8 Monate vor der LAP! Ich könnte nur noch schreien! Sein Problem ist es ,dass er sich nichts merken kann und seine Unnahbarkeit . Im weiteren heisst es er sei unkonzentriert und vergesse immer wieder Dinge , die halt einfach wichtig sind! Naja was soll man dazu sagen?????? :confused:

    Die Psychiaterin hat mir geagt, das sein ADHS nur ein Teil der Probleme sei, der andere Teil ist eine sog. kognitive Entwicklungsverzögerung! Kognitiv??? das musste auch ich googeln !

    Es bedeutet alles was mit denken, erinnern, lernen etc. zusammenhängt ist betroffen!! Stimmt ganz und gar bei meinem Junior! :top:

    und nun stehen wir im Regen, keine Lehrstelle für ADHSler so könnte man es umschreiben! Ich weis ehrlich gesgt im Moment nicht weiter! Hat hier vielleicht jmand eine zündende Idee???? :denk:

    Ich freue mich auf Eure Feedbacks und grüsse euch aus der Schweiz

    mammeli
    Geändert von Alex (27.09.2011 um 22:39 Uhr) Grund: Formatierung korrigiert

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 135

    AW: wie weiter fortsetzung

    Hallo,

    kannst Du mal versuchen, Deinen Text in Klarschrift dar zu stellen?
    Ich bekomme ihn nicht entziffert!

    MfG
    deroptimist

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: wie weiter fortsetzung

    Danke ALex!!!!!!

    ich habs nicht hingekriegt!!!!
    Lg Mammeli

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: wie weiter fortsetzung

    Hallo Mammeli,

    in Österreich kann man unter gewissen Umständen die LAP vorzeitig machen. Hab ich gerade von einer Bekannten erfahren, die ihre Lehrstelle im 3. Jahr verloren hat. Und sie macht die Prüfung nicht sofort, sondern hat den Termin verschoben und erst die Abklärung bezüglich ADHS gemacht.

    Ich kenne Euer Lehrsystem nicht - bei uns müsstest du vermutlich in der Berufsschule nachfragen ob und wie das geht. Für manche Berufe gibts auch Kurse, wo man den Lehrabschluss nachholen kann. Ich hoffe, dass es auch in der CH solche Möglichkeiten gibt. Dann könntet Ihr jetzt mal in Ruhe durch die Abklärung gehen und Euch dann um eine Abschlussmöglichkeit kümmern. Wenn dein Junior eine Entwicklungsverzögerung hat, braucht er vielleicht eh noch etwas Zeit und Therapie, bis er den Anforderungen gewachsen ist.

    Vielleicht kann euch auch der Psychologe Tipps geben oder einen Fachmann nennen, der euch in dieser Situation beraten kann.

    Ich drücke euch die Daumen, dass sich alles zum Guten wendet.

    lg
    lola

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: wie weiter fortsetzung

    hallo Lola

    danke schön für Deine Zeilen!

    Leider gibts bei uns diese super Varianten nicht ! Alles streng nach Vorschrift! Wir sind nun dran einen neuen geschützten Lehrplatz zu suchen, wenn das klappt, kann er am die LAP. Leider werden uns die Kosten dafür auffressen! Naja seis drum, es wird schon irgendwie gehen!

    Ich habe zur Zeit ständig Kontakt mit den Psychologen ,welche seine Betreuung übernommen haben, das funktioniert recht gut und ich finde ,dass sie sich wirklich bemühen!
    Ich habw wieder Hoffnung und das ist gut so!!!!!

    Wünsche Dir einen schönen Tag!
    Lg mammeli

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 135

    AW: wie weiter fortsetzung

    Hallo mammeli,

    ich habe Dir schon einmal geschrieben und gemeint, dass ich
    Deinen Sohn und seinen Fall nicht genug kenne, um ein
    ordentliches Urteil abgeben zu können.
    Du solltest die Klärung durch Eure Psychologin abwarten, aber
    eventuell auch eine zweite Meinung dazu einholen.
    Wir ADSler sind sehr kreativ und emphatisch, so dass wir durchaus
    auch Fachleute "einwickeln" können.

    Ich weiss, meine nächste Frage klingt nicht sehr schön!

    Kann es auch sein, dass Dein Sohn schlicht faul ist, und sein ADS
    benutzt, um sich dahinter zu verstecken?

    Wie schon gesagt, unterschätz uns nicht.

    Vielleicht solltest Du diese Möglichkeit zumindest nicht ausschliessen.

    Alles Gute für Euch
    deroptimist

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