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Diskutiere im Thema Diskussion im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 6

    Diskussion

    Hallo zusammen,

    ich bin gerade etwas am Verzweifeln. Hatte eben wieder eine Diskussion mit meiner Mutter und wollte mal fragen, ob sie einfach nicht zuhören kann oder was es sonst ist.....denn egal, was ich tue, mittlerweile endet alles im Streit.

    Unterhaltungen verlaufen normalerweise so, dass wir ein Thema finden und dann jeder etwas dazu sagen will. Schon beim zweiten Satz ist sie dann aber zu ungeduldig mir zu Ende zuzuhören, fällt mir entweder ins Wort oder erzählt auf einmal etwas völlig anderes. Wenn ich sie drauf anspreche, meint sie nur, dass ich ja ständig rede und nie aufhöre. (nach zwei Sätzen...??) Es kommt auch oft vor, dass ich ihr etwas erzähle und während ich noch in meiner Erzählung bin, sie plötzlich beginnt, etwas vollkommen anderes zu reden. Wenn ich sie dann frage, ob sie eigentlich rgendetwas von dem, was ic ihr erzählt habe mitbeommen hat höre ich meist nur: Nein, interessiert mich aber auch nicht. ...... Hallo??? Das ist in höchstem Maße unhöflich und außerdem auch kränkend.

    So verläuft leider jede Unterhaltung Vielleicht könnt ihr mir sagen, was man in so einem Fall tun kann, denn ich will mich nicht ständig streiten, aber ich will mich auch nicht dafür beschimpfen lassen, dass ich erwarte, etwas zu Ende erzählen zu dürfen. Das ist doch ganz normal. Schließlich höre ich auch zu wenn jemand etwas sagt, egal ob mich das Thema nun brennend interessiert oder eben nicht.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Diskussion

    Es wäre nett, wenn mir jemand antwortet. Ich möchte die Situation so gerne lösen, denn sie ist ja für uns beide unangenehm.

  3. #3
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Diskussion

    Hallo daylight,

    bevor ich einsteige eine Frage... in deinem Profil steht Angehörige.
    Es wäre schön zu wissen, wer der Betroffene ist... deine Mutter?? Oder doch du?...

    L.G.
    happypill

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Diskussion

    Ich glabe, meine Mutter. Sie würde sich aber nie testen lassen, es ist also eine Vermutung. Aber es passt so vieles, was ich bisher über ads gelesen habe, dass ich dachte, ich frage hier mal nach. Vlt kann mir ja jemand mehr dazu sagen. (nicht zuhören, unterbrechen, antworten bevor die Frage gestellt ist, mitten im Gespräch weglaufen, einfach in ein Gespräch reinplatzen und etww völlig anderes erzählen,..... die Liste ist lang)

  5. #5
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Diskussion

    Hallo daylight,

    willkommen hier im Forum.
    Hmmmm, ich hab zwar die Diagnose, aber diese Seite kenn ich an mir nicht. Eher bei meinem Vater. Wenn ich etwas von mir erzähle, Arbeit oder so, dann unterbricht er mich sofort und beginnt aus dem Stand ein volkommen anderes Thema. Wenn ich irgendwas habe, Krankheit oder so, wird kurz abgetan und auf sich gelenkt.
    Ich weiß nicht, ob diese Menschen als ADHSler gelten.. ich denke einfach es ist mangelndes Interesse.Hier am eigenen Kind.

    LG

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Diskussion

    Ich bin mittlerweile erwachsen. Es sind aber auch Dinge, wie Chaos im Haushalt und damit meine ich CHAOS, ständiges Verlieren von Gegenständen, zigmaliges Kontrollieren ob das Auto abgeschlossen ist und eben dieses nicht-zuhören. Außerdem können nur ganz wenige Termine am Tag eingehalten werden und das auch nur mit Mühe.

    Sobald ich sie drauf anspreche, wird sie wütend. Das Chaos ist mir egal, ich ziehe bald aus, aber es wäre nett, eine Gesprächsbasis zu finden. Es muss ja nciht ständig im Streit enden, aber wenn ich etwas erzähle und sie fällt mir ins Wort, bezeichnet meins als unwichtig und erzählt selbst etwas ..... finde ich das unmöglich. Sie stellt es dann immer so hin, als wäre es eine Gnade ihrerseits, mir zuzuhören und ich wäre unverschämt, wenn ich das erwarte. Die Schuld liegt also bei mir -.- Sie hört also nicht zu, fällt mir ins Wort und beschimpft mich dann noch dafür, dass ich überhaupt versucht habe, ihr etwas zu erzählen.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Diskussion

    Hallo daylight,
    ich kenne diese diskussionen sehr gut, meine mutter (keine ahnung ob sie ads hat oder nicht)
    ist ähnlich. Ganz schwierig wird es, wenn ich mit den Kindern zu besuch bin, da kann ich etwas erzählen
    und es kommt nichts.... da sie den Kindern zuschaut.... (!?) oder wenn mehrer Personen miteinander über
    ein Thema diskutieren, springt sie zu einem ganz anderen Thema - und niemand versteht den Zusammenhang?!

    Ich glaube, es ist meiner Mutter unangenehmer als mir - das könnte auch der Grund sein, wieso dich
    deine Mutter dann beschimpf - es ist so eine Eigenart, die "Schuld" einem Anderen zuzuschieben. - So sind
    sie nicht gezwungen, ihr Handeln zu hinterfragen - es ist so glaube ich ein Selbstschutz.

    Für dich nicht leicht - doch versuche sie so zu akzeptieren wie sie ist - und nimm es ihr nicht krumm.
    Vermeide, dass sie dich beschimpft - ev. kannst du ihr auch mal schriftlich etwas berichten, bevor du morgens
    aus dem Haus gehst, legst du ihr eine Notiz auf dem Küchentisch. z.B. Hab heute Prüfung, halte mir die Daumen - Hab dich lieb.

    Ich weiss es ist manchmal schwer.
    Manchmal habe ich das Gefühl (obwohl ich der Liebe meiner Mutter sicher bin)
    das es meiner Mutter schwer fällt, sich in andere hineinzuzuversetzten - Die Welt dreht sich um sie, und nicht umgekehrt.
    und es sind immer die Anderen, die schuldigen.

    Nimm es etwas gelassener und versuche dich emozional
    besser zu distanzieren - was nicht heisst, dich im allgemeinen zu lösen
    - doch die Bindungsleine etwas zu verlängern.

    Viele Grüsse

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Diskussion

    Hallo daylight,

    zum Teil hätte dein Text von mir sein können, allerdings habe ich ADS, manchmal mit H, und rede selbst tatsächlich sehr viel und zu schnell.
    Ich kann aber auch gut zuhören, weil es mich wirklich sehr interessiert, was andere beschäftigt und wie sie sich fühlen.

    Gerade aus diesen Gründen versuche ich bei meiner Mutter sehr gut zuzuhören und nur selber etwas zu sagen, wenn sie sich danach erkundigt oder wenn sie sich für ein Thema interessiert.

    Trotzdem sagt sie oft, dass ich ständig rede. Sie möchte dann über meine Themen nicht weiter sprechen.
    Sie redet dann aber lange über ihre Themen und ich muss mich zusammenreißen und nur zuhören. Meine Einstellung interessiert sie nur gelegentlich.

    Sie kann auch sehr schroff und verletzend sein.
    Meine Mutter reagiert eher wütend und ich eher traurig. Oft sagt sie zu mir, dass ich nicht immer so empfindlich sein soll. Sie selbst verträgt aber überhaupt keine Kritik und wird dann sofort sauer und greift an.
    Ich bin inzwischen 55 Jahre alt und habe erst in letzter Zeit endlich begriffen, dass ich gelassener reagieren muss. Das gelingt nicht immer, aber es wird ständig besser.
    Auch wenn sie manchmal sehr verletzende Dinge zu mir sagt, ist mir bewusst, dass sie mich sehr liebt. Das sagt sie auch oft.

    Ich habe außerdem ein großes Mitgefühl für meine Mutter, die nun zunehmend unter altersbedingten Erkrankungen leidet.
    Es fällt mir endlich leichter, nicht mehr so schnell traurig oder ärgerlich zu sein. Vielleicht kann sie sich in diesem Bereich noch schlechter steuern als ich.
    Ich habe meiner Mutter auch schon Briefe geschrieben und das hat sehr geholfen.

    Trotzdem sollten wir uns nicht zu oft sehen, weil ich mich dann nicht mehr so gut kontrollieren könnte.
    Ich möchte nie im Streit auseinandergehen, weil ich ein sehr harmoniebedürftiger Mensch bin.

    Immerhin habe ich mir aufgrund meiner Enttäuschungen geschworen, nicht den selben Fehler zu machen und bin immer sehr aufmerksam und interessiert, wenn mein Sohn mir etwas erzählt
    (Das fällt mit allerdings auch nicht schwer, weil ich es wirklich immer interessant finde).

    Was smile geschrieben hat, fand ich absolut super. Besser hätte man es nicht ausdrücken können und ich kann jeden Satz unterstreichen!

    Viele Grüße

    Celine
    Geändert von Celine ( 5.05.2011 um 13:50 Uhr)

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Diskussion

    danke celine,

    wisst ihr, was mir gut tut.... dass ich nicht alleine bin, das es menschen gibt,
    die ähnliche beziehungen zur mutter haben - wie ich.

    gruss

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Diskussion

    Da kann ich mich gleich einreihen

    Ich bin inzwischen 54 und meine Mutter wird dieses Jahr 86. Seit 3 Jahren wohne ich mit ihr in einer Art von WG in ihrer riesigen Wohnung. Diese Jahre waren mitunter anstrengend und ich war mehrmals kurz vor dem Ausziehen. Da Mutter aber eine intelligente und neugierige Frau ist, hat sie mit der Zeit begonnen, Interesse am Thema ADHS zu entwickeln, und ich habe teils schon erstaunliche Aussagen von ihr gehört. Mit der Zeit und therapeutischer Unterstützung für mich haben wir uns zusammengerauft, vertragen uns gut und können uns an guten Tagen auch gegenseitig so nehmen, wie wir sind.

    Trotzdem kann keine von uns aus ihrer Haut.

    Mutter ist der extrem kommunikative Typ. Kann und will über jede Kleinigkeit reden, kann schlecht zuhören, unterbricht nach dem zweiten Wort und sagt meine Sätze fertig, platzt mit jedem Gedanken sofort heraus und so weiter und so fort.....

    Bei mir zeigt sich die Reizüberflutung dann in einem starken Rückzugsbedürfnis. Das Gequassel geht mir total auf den Geist, vor allem wenn es um ihre Themen geht, mit denen ich nichts zu tun habe. Dass ich genauso eine Quasselstrippe sein kann, zeigt sich eher in anderen Situationen.

    Empfindlich auf Kritik sind wir beide, nur dass ich das bei mir gar nicht wusste, weil Mutters Mimosenhaftigkeit immer auffälliger war. Meine Empfindlichkeiten hat sie aber kritisiert. Das hat sich durch ein bewusst vorsichtiges aufeinander Zugehen aber gebessert. Und ich habe in der Therapie gelernt, meine Mutter wie eine starke ADHSlerin zu behandeln, sodass wenigstens ich nicht gleich alles persönlich nehme. Ändern kann ich ja nur mich selbst und niemanden anderen. Für ihr hohes Alter hat sie sich eh schon als sehr flexibel erwiesen (was auch für das ADHS-Gen sprechen würde).

    Wie gesagt, Mutter steht dem Thema ADHS offen gegenüber. Deshalb fehlt bei ihr inzwischen auch die Schimpferei, die früher unser Verhältnis belastet hat. Und wir sind jetzt auch beide instande, uns mal zu entschuldigen, wenn der Mund schneller war als das Hirn. Das hat aber Übung gebraucht. Die starke Abwehr eurer Mütter klingt für mich sehr nach Selbstschutz im Sinne von "nein ich habe kein Problem". Das macht es aber leider nicht angenehmer.

    Noch ein kleiner positiver Punkt zum schmunzeln: Mutters Angst vor Altersdemenz hat sich sehr gebessert, seit sie sieht, dass ihre 30 Jahre jüngere Tochter oft genauso weit neben der Spur steht wie sie.

    lg
    lola

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