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Diskutiere im Thema Diskussion im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Sunshine

    Gast

    AW: Diskussion

    Hallo daylight,

    ich kann ja nachvollziehen, dass die Probleme die Du mit deiner Mutter hast dich überfordern, aber das ist schon dein zweiter Thread mit diesem Thema, wo Du auch nach 16 Minuten gemeckert hast und beim ersten waren es 23 Minuten, dass dir niemand antwortet....deshalb schließe ich den ersten von dir, es reicht ja nun dieser hier. Solange deine Mutter keine Diagnose hat oder ein ernsthafter Verdacht besteht, können wir da nicht wirklich helfen. Probleme mit Eltern haben viele Menschen, aber dann gleich ADHS zu vermuten ist nicht richtig, auch wenn einige Symptome darauf schließen lassen. So etwas kann letzten Endes nur eine Fachperson sagen.

    Ich weiß nicht, ob Du in unserem Forum richtig bist, denn Du bist ja nicht mal Angehöriger, weil es nicht sicher ist, ob deine Mutter überhaupt ADHS hat. Was ich allerdings in Ordnung finde ist, dass Du dir Gedanken machst und versuchst eine Lösung für die ständigen Streitereien mit deiner Mutter zu finden, nur bezweifle ich, dass Du hier die richtigen Antworten finden wirst.

    Alles was dir die Chaoten hier geraten und erzählt haben, ist aus der Perspektive eines ADHSlers, es muss aber nicht zwangsläufig auch auf deine Mutter zutreffen, da keine Diagnose vorliegt. Viele Chaoten haben hier schlimme und einschneidende Erlebnisse mit ihren Müttern durchgemacht, die aber in deinem Fall nicht zutreffen, weil (wenn ich das aus deiner Sicht betrachte) Du nicht der Betroffene bist, sondern wenn es so wäre, deine Mutter.

    Was wir hier auf keinen Fall wollen ist das ständige verurteilen von Menschen mit ADHS, die an allem Schuld sind und nichts richtig machen. Denn oftmals sind es nicht die Betroffenen, sondern deren Angehörige, die nicht wahrhaben wollen, dass ADHSler nun mal anders sind und somit auch verschiedene Dinge anders handhaben. Es ist immer einfacher die Schuld bei anderen zu suchen, anstatt bei sich selbst anzufangen... aber das nur mal am Rande.

    Du hast ja geschrieben, dass Du bald ausziehst, vielleicht wird es ja dann etwas besser und die Situation entschärft sich, wenn ihr beide etwas Abstand habt. Vielleicht kommt sie ja auch nicht damit klar, dass Du jetzt erwachsen bist und deine eigenen Wege gehst und versucht deshalb ihren "Frust" und ihre Angst auf dich abzuwälzen.... wie gesagt, es kann viele Gründe haben, warum deine Mutter so reagiert, aber ob das alles was mit ADHS zu tun hat, wage ich zu bezweifeln. Auch kann ich nicht beurteilen inwiefern Du vielleicht auch über reagiert hast oder welche Fehler Du gemacht hast.

    Wie gesagt, vielleicht ändert sich ja euer Verhältnis, wenn Du ausgezogen bist und die Wogen sich etwas geglättet haben.



    Liebe Grüße
    Sunshine

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Diskussion

    Was wir hier auf keinen Fall wollen ist das ständige verurteilen von Menschen mit ADHS, die an allem Schuld sind und nichts richtig machen. Denn oftmals sind es nicht die Betroffenen, sondern deren Angehörige, die nicht wahrhaben wollen, dass ADHSler nun mal anders sind und somit auch verschiedene Dinge anders handhaben. Es ist immer einfacher die Schuld bei anderen zu suchen, anstatt bei sich selbst anzufangen... aber das nur mal am Rande.
    Da kann ich Sunshine zustimmen.

    Auch darum muss ich jetzt noch einmal etwas ergänzen, denn selbst wenn vielleicht beide von einem AD(H)S betroffen sind, muss man die Schuld nicht immer bei dem anderen suchen und auch über seine eigenen Anteile nachdenken:
    Es war für mich gestern sehr erleichternd, als ich lesen konnte, dass andere ähnliche Probleme mit ihren Müttern haben und es hat mir daher sehr geholfen.
    Darum finde ich es gut, dass dieses Thema eröffnet wurde.
    Nur aus diesem Grund habe ich es geschafft, darüber zu schreiben.
    Es ist auch sehr gut, dass wir uns noch einmal vor Augen geführt haben, dass unsere Mütter schließlich auch Probleme mit sich haben und Verständnis oder Nachsicht von uns erwarten können.
    Trotzdem ist es für mich sehr wichtig jetzt noch etwas zu ergänzen, denn sonst gäbe es ein schiefes Bild:

    Ohne mein eigenes ADS könnte man mich vermutlich nicht so leicht verletzen oder verärgern.
    Ich wäre nach unseren Gesprächen dann bestimmt nicht so stark emotional aufgewühlt.
    Vermutlich könnte ich ohne mein ADS in Gesprächen mit meiner Mutter wesentlich gelassener und verständnisvoller reagieren.
    Es wäre für mich und mit Sicherheit auch für meine Mutter angenehmer, wenn ich (bzw. wir beide) meine (unsere) Emotionen besser im Griff haben könnte (n).
    Es gelingt mir zwar immer besser, aber eben aufgrund meines ADS nicht vollständig.

    Außerdem können wir beide manchmal auch stundenlang und sehr harmonisch über viele Themen sprechen, wenn diese auch meine Mutter interessieren. Nur kann die Stimmung schnell umkippen, woran wir mit Sicherheit (in unterschiedlichem Ausmaß) beide beteiligt sind.

    Bei allen Problemen und Auseinandersetzungen, die ich mit meiner Mutter habe, ist es mir jetzt sehr wichtig auch hier deutlich zu machen, dass ich sie sehr liebe und dass ich ihr ausgesprochen dankbar bin.

    Sie hat mit Sicherheit einen großen Anteil daran, dass ich heute trotz meines ADS auch ohne eine medikamentöse Behandlung ein vorwiegend glücklicher und positiv denkender Mensch bin.

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