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Diskutiere im Thema Sohn (21) - Misserfolge im Beruf! im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 2

    Sohn (21) - Misserfolge im Beruf!

    Hallo ihr Lieben!
    Mein Sohn (21) ist „ADHS-Chaot“
    Durch die Schule ist er mit der Hilfe von Stützlehrern, Fördertherapie, Übungen zu Hause usw. gekommen.
    Nun steht er im Berufsleben. Er hat zum 2. Mal den Job verloren (Begründungen: kann sich nicht organisieren (Koch), hält den Stress nicht aus, noch zu jung für diese Arbeit (Pflegebereich), etc.).
    Dominik möchte Tipps/Hilfe haben. Wir waren in Wien bei der Selbsthilfegruppe, aber da konnte er für sich nichts „rausbekommen“.
    Wer hat Erfahrung mit Ritalin, Sport, Psychotherapie, etc. etc. - wie meistert ihr euer Berufs- und Privatleben.
    Vielen Dank im Voraus für eure Tipps - LG Petzi

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Sohn (21) - Misserfolge im Beruf!

    hallo petzi

    o je, das tut mir leid für deinen sohn und für dich
    ist für das selbstwertgefühl nicht wirklich gut.

    ich habe die schulzeit und ausbildung ohne medi/diagnose geschafft -
    das schafft dein sohn auch. bestärke ihn, dass er auch jemand ist... nicht der kleine junge,
    sondern der grosse, erwachsene mann - er kann es.

    sport war bei mir schon auch ein wegbegleiter und für den ehrgeiz sehr fördernt.
    eine psychotherapie, kann ihm nur helfen, wenn er es zulässt - er muss wollen, an sich zu arbeiten.
    medikation würde ich mit einem erfahrenen psychater besprächen.

    im übrigen, es ist nicht schlimm, wenn es im leben nicht gleich klappt wie man es sich vorgestellt hat.... doch
    jeder rückschlag ermöglicht ein weiterkommen in die richtige richtung
    (koch wie auch pfleger sind psychisch sehr belastbare berufe, was man nicht unterschätzen sollte)

    ev. könnte ihm einfach mal abwechslung auch weiterbringen, jobben gehen (berufserfahrungen sammeln)
    und die ausbildung auf später verschieben. mal in verschiedenen berufen, rumschnuppern und sich
    bildung aneignen, abends einen computer-/mal-/musik-/sprach-/tennis-/ernährungsberatungs- kurs - einfach etwas was ihm auch spass macht.

    nur nicht zuhause bleiben und nachgrübeln.

    wünsche euch alles gute

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Sohn (21) - Misserfolge im Beruf!

    Hallo petzi,

    ich versuche es mal zu Antworten hoffe das es Dir ein wenig hilft, dafür muss ich ein wenig ausholen im Thema.

    Mein Sohn ist auch ADS'ler, bei Ihm wurde es Gott sei Dank früh erkannt schon im Kindergartenalter wobei man ja da eigentlich noch gar nichts so genau sagen kann. Wie er in die Schule kam war er zwei Jahre lang in einer "ich sage mal normalen Grundschulklasse" die Lehrer haben Ihn mitgezogen aber sich nicht sonderlich darum gekümmert. Da ich mich sehr viel mit dem Thema ADS auseinander gesetzt habe "und jetzt wieder muss" wegen der Tochter hat sich bei meinem Sohn einiges geändert.
    Ich lief mit Ihm wirklich von der einen zu andere stelle damit ihm geholfen wird, beim Schulpsychologen sagte man das er Ritalin brauche, für mich eine schwere Entscheidung weil man so viel über das Medikament gehört hatte.
    Für mich war aber klar er bekommt das nicht, so suchte ich nach vielen anderen Möglichkeiten die sich ergaben, zb. Magnetsohlen für die Schuhe damit er ruhiger wurde und sich besser Konzentrieren. Das klappte eine weile dann nicht mehr. Er kam in eine Integrative Klasse wo er bis zum vierten Schuljahr super klar kam, weil dort Sozialpädagogen sich um die Kinder kümmerten.

    Danach war natürlich klar, wohin mit Ihm wenn er die 4 Klasse verlässt, denn für ADS Kinder gibt es ja noch keine Schule, bei uns gibt es sowas aber nur als Privatschule. Ich musste Ihn in einer Lernbehinderten Schule anmelden was ich nicht gut fand aber es bestand keine andere Möglichkeit. Dort verbrachte er seine Schulzeit und ich muss sagen ich war froh das ich es gemacht habe.

    Nun ist er mittlerweile fast 19 Jahre und macht eine Ausbildung als Schreiner vielmehr Holzbearbeiter, das alles habe ich dieser Schule zu verdanken, denn erstens war die Lehrerin super da sie zu meinem Sohn immer sagte erinnere Du mich daran, so musst er sich einiges merken. Die Arbeitsagentur hier hat sich dann dieser Kinder angenommen und mein Sohn konnte ein Jahr eine Berufsausbildungsvorbereitungs bildung machen.
    Was bei diesen Jugendlichen Erwachsenen ganz wichtig ist, ist ein geregelter Tagesablauf, den Eltern aber nicht immer geben können. So war ich froh das er in der Woche halt nicht daheim war sondern in der Berufsvorbereitung die 1 Stunde von uns zu Hause entfernt war.
    Nach dem einen Jahr bekam er die Changse dort einen Ausbildung zu machen die ihm unendlich viel spass macht, mittlerweile nimmt er auch Ritalin weil ich es für das Berufsleben wichtig finde da er immer noch nicht flüssig lesen und richtig schreiben kann er hat Lese -Rechtschreibschwäche was meist damit zu tun hat.

    Leider weiß ich nicht ob es dies bei euch in Österreich auch gibt.


    LG
    Martina

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