Hallo!

Ich bin neu im Forum, habe mich auch gerade erst vorgestellt. Ich habe einen Freund mit (höchstwahrscheinlich) ADHS; wir beide studieren.

Er studiert Gesellschaftswirtschaft, was viel Rechnen beinhaltet. Dyslexie hat er auch, und Zahlen richtig behalten fällt ihm auch schwer. Er liest eine Zahl und merkt sich eine andere. Graphen findet er auch schwierig.

Aber am meisten frustriert es ihn, dass er keine Ruhe hat, sich überhaupt erst zum Lernen hinzusetzen. Er sagt, er müsse erst im richtigen "Modus" sein - aber in den kommt er nur alle paar Tage mal. Und dann wird er entweder hypoerfokusert für mehrere Stunden, was er unangenehm findet, oder er wird nach einer halben Stunde "dicht im Kopf" und muss aufhören.

Er berichtet und ich merke, wie sehr ihn das frustriert. Er bekommt dann schlechte Laune und dann geht natürlich erst recht nichts mehr. Habt ihr Tips, wie er mit der Frustration umgehen bzw. sie gar nicht erst so sehr wachsen lassen kann? Gibt es etwas, das ich tun kann? Wir wohnen zusammen, sind beide im zweiten Semester und ich lerne wie ein Fuchs, weil ich bald wichtige Prüfungen habe. Ich habe ihn versucht zu animieren, sich ab und zu dazuzusetzen, aber das nützt eigentlich nichts und im schlimmsten Fall empfindet er das sogar als nervend/frustrierend oder so.

Es sieht aus, als würde er eventuell bald mit Medikamenten anfangen. Wie sehr hilft das für Konzentration? Wie viel muss er "selber" noch strukturieren/lernen?

Liebe Grüße und vielen Dank im Vorraus!
Janaki