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Diskutiere im Thema Traurig .... im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    Traurig ....

    Hallo Zusammen,

    ich weiß mir einfach keinen Rat mehr.
    Ich bin nun "offiziell" seit 2 Monaten von meinem Freund getrennt. Ich schreibe bewusst "offiziell" da ich eigentlich schon ein gefühltes Jahr mit ihm auseinander bin, da das letzte Jahr von ständigen Pausen und geprägt war und wir uns sehr selten gesehen haben.
    Mein Ex hat auch ADHS und wir wussten 4 Jahre nicht was mit ihm los war. Ständige Streits, die so heftig waren dass er auch handgreiflich wurde waren bei uns an der Tagesordnung. Das Schlimme daran war, dass ich eigentlich sagen und machen konnte was ich will...er hat in allem Anriff gesehen und ist sofort explodiert. Komischerweise seitdem er nun seit knapp einem halben Jahr die Diagnose ADHS hat, kapselt er sich von mir ab und hat sich nun vor 2 Monaten von mir getrennt. Wie gesagt da wir uns das Jahr davor eh kaum gesehen hatten, war es für mich nicht mehr so schmerzhaft aber ich liebe ihn trotzdem noch sehr. Ich frage mich immer ob ein Mensch der ADHS hat wirklich die Liebe empfinden kann wie andere Menschen es tun. Oft habe ich ihm meine Empfindungen geschildert und von ihm kam dann nur: "ich empfinde garnichts, ich bin innerlich tot". Ich weiss dass das nicht böse gemeint war aber mir hat es sehr weh getan. Auch schwer zu schaffen gemacht hat mir, dass ich ihm wirklich wichtige dinge erzählt habe....zb. von einem sehr wichtigen arzttermin und er fragte dann: was ist denn da nochmal? Ich frage mich halt was in ihm vor geht. Ich habe oft dass Gefühl dass er ur zeitweise an mich denkt...aber nur weil er sonst den kopf immer zu sehr zu hat. Er meinte jetzt vor zwei Monaten dass er momentan keine Beziehung führen kann, da er niemandem Halt geben kann wenn er sich diesen noch nicht mal selbst geben kann...wo er ja recht hat aber nach fast 4 jahren ist das echt heftig für mich
    Wieso kann ein Mensch mit ADHS die Gefühle des anderen nicht aushalten bzw. auf sie eingehen? Ist es ihm in dem Moment zu viel? Wie empfinden Menschen mit ADHS Liebe und Partnerschaft?

    Er würde jetzt gerne den Kontakt zu mir halten aber ich frage mich wie er das kann? Ich kann das nicht so einfach....was geht wohl in ihm vor und da frage ich mich: Liebt er mich überhaupt oder weiss er überhaupt wirklich was Liebe ist?

    Vielleicht könnt ihr mir ja einen Rat geben, wie ich damit umgehen soll und was ich von dem allem halten soll.

    Lieben Dank und Grüßle

    Bibi

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 281

    AW: Traurig ....

    Also ich persönlich kann schon Liebe empfinden.
    Aber absolut mein Partner ist mein engster Vertrauter und ich würde fast alles für denjenigen tun.
    Aber dann dreht sich auch alles nur um diese Person ich bin gedanklich fast ausschliesslich bei ihm, ich finde dass manchmal schon anstrengend.

    Ähnlich ist es mit guten Freundschaften.

    Dass einzige was ich nicht ertrage ist wenn ich jemand vermisse oder Liebeskummer habe.


    Beziehe dass mit dem Gefühle empfinden mal lieber nicht so auf dass ADHS vielleicht hat er etwas anderes dass ihn blockiert.
    Irgendeine andere Psychische Störung, oder vielleicht muss er einfach zur ruhe kommen und sich erstmal mit sich selbst auseinander setzen.

    Beispiel bei mir habe ich eine Depressive Phase kann mich niemand davon überzeugen dass er mich liebt und auch sehe dann wenig Sinn in irgendetwas.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Traurig ....

    Hallo laepche,

    lieben Dank für deinen Beitrag.
    Interessant fand ich deine Anmerkung dass du gedanklich immer bei dem jenigen bist und alles für ihn tun würdest.
    Genau das hat mein Ex auch immer gesagt aber es ist nichts von dem bei mir angekommen...ganz im Gegenteil: Wenn ich Probleme hatte, hat er sich immer zurück gezogen und war nicht für mich da. Die Ärzte haben bei ihm auch noch Borderline diagnostiziert, was die Sache natürlich noch schwieriger macht...da gibt es ja auch wieder Mischformen. Ja diese depressiven Phasen die du schilderst, konnte ich bei ihm auch erkennen...in solchen Zeiten wollte er nie etwas von mir hören oder sehen...ihm war alles zu viel.

    Mir fällt es so schwer zu erkennen was mein Gegenüber denkt wenn das Verhalten was er an den Tag legt genau dem Gegenteil entspricht.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 281

    AW: Traurig ....

    Also ich glaube dass das dann eher mit Borderline zusammenhängt.
    Daran kannst du dann vorerst auch nichts machen ich merke es an mir, entweder du lebst mit ihm bzw kämpfst um ihn(egal in welcher Form)
    Dass kann sich Lohnen muss es aber nicht weil man nie vorraussagen kann wie sich dass entwickelt.
    Wobei es könnte wennn er Therapie macht besser werden.
    Oder du musst, wenn es für dich nicht tragbar ist , ihn als guten Freund behalten, und mit der Beziehungssache bzw mit der Liebe zu ihm abschliessen.

    Klingt hart, aber ich weiß es aus eigener Erfahrung, manchmal kann man seine Gefühle nicht zeigen, entweder dein Gegenüber erträgt dass oder er zerbricht daran.

    Ich könnte es noch weiter ausführen aber ich möchte dass nicht, ist nicht wirklich ein Thema wo jeder mitlesen sollte.
    Geändert von laepche (17.04.2011 um 14:19 Uhr)

  5. #5
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Traurig ....

    laepche schreibt:
    Also ich glaube dass das dann eher mit Borderline zusammenhängt.
    Daran kannst du dann vorerst auch nichts machen ich merke es an mir, entweder du lebst mit ihm bzw kämpfst um ihn(egal in welcher Form)
    Dass kann sich Lohnen muss es aber nicht weil man nie vorraussagen kann wie sich dass entwickelt.
    Wobei es könnte wennn er Therapie macht besser werden.
    Oder du musst, wenn es für dich nicht tragbar ist , ihn als guten Freund behalten, und mit der Beziehungssache bzw mit der Liebe zu ihm abschliessen.

    Klingt hart, aber ich weiß es aus eigener Erfahrung, manchmal kann man seine Gefühle nicht zeigen, entweder dein Gegenüber erträgt dass oder er zerbricht daran.

    Ich könnte es noch weiter ausführen aber ich möchte dass nicht, ist nicht wirklich ein Thema wo jeder mitlesen sollte.
    .... das ist wie eine Goldene Regel! Wir sollten das hier irgendwo im Angehörigen-Bereich aushängen!!! Genial.... einfach genial formuliert!!!!!

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Traurig ....

    Ja das ist echt hart, besonders wenn man 4 Jahre lang für etwas gekämpft hat und man letzenendes vor einem riesen Trümmerhaufen steht und man dem Sinne für NICHTS gekämpft hat. Das einzigst postive was ich aus diesem Kampf gezogen habe, ist es zu merken wie man selbst tickt und einem die eigenen Bedürfnisse viel klarer werden.

    Du hast recht es gibt nur ein entweder oder.....und ich glaube ich muss um nicht ganz daran zu zerbrechen mit der Liebe zu ihm abschließen. Ich kann einfach nicht mehr mit diesem On & Off leben...das zerreisst einen innerlich. Ist es für "euch" denn auch schlimm oder empfindet ihr das ganze Wirr Warr in einer Beziehung als normal?

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Traurig ....

    Hallo liebe Bibi,

    Ja, es ist schon schwer mit uns

    Ich halte wenig von Ferndiagnosen von nicht Fachleuten.

    Klar empfinden ADSler Liebe, und das nischt zu knapp.
    Wie bereits erwähnt ist das aber in einer depressiven Phase anders, weil man sich selbst noch nichtmal lieben kann.
    Durch die schwer kontrollierbare Impulsivität sagt man im Streit oft Sachen die andere verletzen, obwohl man das garnicht will.
    Man ist übersensibel und versteht alles schnell als persönlichen Angriff. Da gehen schnell die Pferde mit einem Durch.
    Für außenstehende die keine Ahnung von dieser Wahrnehmungsstörung haben wirkt das oft kalt und extrem übertrieben.

    Die Diagnose hat er seit einem halben Jahr. Das ist nicht lang. Bekommt er medikamente? Macht er irgendeine Therapie?

    Du liebst ihn, und er dich ganz offenbar auch, denn er sucht ja wieder Kontakt zu dir.
    Offenbar hat er sich zurückgezogen um besser zu sich zu finden und das ist doch nicht negativ.

    Bevor du irgendetwas übereilt entscheidest rede mit ihm.
    Kläre ab ob ihm geholfen wird, wie es ihm geht, wie er sich euere Zukunft vorstellt.

    Wenn ihr euch liebt, und er sich helfen lässt, dann würde ich dir empfehlen eine Selbsthilfegruppe für Angehörige zu suchen.
    Informiere dich noch mehr darüber wie ein ADSler tickt, wie man z.B. Kritik anbringen kann ohne dass er sich angegriffen fühlt usw.

    Ich wünsche dir und deinem Ex alles Gute

    lg
    Lillemoor

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 281

    AW: Traurig ....

    @Lillemoor

    Dass du wenig von solchen Ferndiagnosen hälst und dass auch noch von nicht Fachleuten ist klar, und kann ich vollkommen verstehen.
    Es ist ja auch lediglich meine Sicht der Dinge Nicht böse gemeint Aber ich hatte dass Bedürfnis mich zu äussern da ich mich angesprochen gefühlt habe.

    Im Prinzip muss man eh selbst entscheiden wie man vorgeht.

    @Bibi15

    Ich finde Beziehungen anstrengend ich hab selbst erst 3 1/2 Jahre Beziehung hinter mir die alles nur nicht leicht waren und bin vor drei Tagen wieder in ne Situation geraten die mich jetzt nicht mehr los lässt und sehr belastet. Ich mag keine ON-OFF Beziehungen wenn ich mich trenne oder sich von mir getrennt wird gibts nen guten Grund( meistens sogar mehrere) und die bleiben auch wenn man getrennt war. Soweit meine Erfahrung zu diesem Thema.

    Lg laepche

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Traurig ....

    Hallo,

    lieben Dank für eure Beiträge.

    @lillemoor: Ja genau set einem halben Jahr weiß er davon und probiert gerade eine Reihe von Medikamenten aus um zu schauen womit er am besten klarkommt.
    Ja ich denke auch dass er zu sich selbst findet momentan, was auch echt gut ist aber für mich ist es seltsam auf einmal von ihm getrennt zu sein und zu bemerken dass sich sein verhalten geändert hat..das macht kir auch Angst. Ich bin ja nur froh wenn es ihm besser geht aber trotzdem ist das alles etwas seltsam für mich. Ach dass das erst seit der Diagnose so ist. Ich habe auch manchmal das Gefühl dass er einfach nur das nachquatscht was die Therapeuten ihm raten.
    Ich würde gerne mit ihm reden aber das habe ich schon oft getan..also darüber wie es mir damit geht usw. Dann sagt er, er wüsste nicht was er dazu sagen solle und lässt mich mit meinen Gedanken alleine. Ich würde manchmal echt gerne wissen was in ihm vorgeht aber er klatscht sich seinen Alltag neben der Arbeit mit so vielen Aktivitäten zu, dass er garnicht zum Nachdenken kommt.
    Ich denke die Dinge kommen so wie sie kommen aber was ich komisch finde ist diese ständige Abgrenzung....warum grenzt man sich von dem mensch den man liebt ständig ab?

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Traurig ....

    Vielleicht kapselt er sich ab und zieht sich zurück, weil er nicht derjenige sein möchte der verlassen wird, weil er sich schon verlassen fühlt? Einmal der Hunger nach Liebe, aber die Angst davor verletzt zu werden oder zu verletzen ... vielleicht ist ihm auch irgendwo bewusst geworden, was er gemacht hat die letzten Jahre und will nicht, dass das so weitergeht? Vermutlich tut ihm das auch weh, daran erinnert zu werden, aber er schaltet ab, weil er es nicht erträgt?

    Hast du ihm gesagt, dass du ihm seine Zeit lässt, dass er gedanklich zur Ruhe kommt aber dass er zu dir kommen kann wenn was ist? Und dann einen Zeitraum setzen, in dem du auf jeden Fall nochmal mit ihm sprechen willst, z.B. in 2 oder 3 Monaten? Und dann auch wirklich in Ruhe lassen, dass er nachdenken kann.

    Ich persönlich denke, dass er die letzte Zeit Einiges einstecken musste, die Diagnosen, Erkenntnisse, warum er nie so konnte wie er wollte, vielleicht wirklich durch die Medikamente eine andere Sichtweise im Leben ... das kann ein ganz schöner Knaller sein, den man erst verarbeiten muss.

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