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Diskutiere im Thema Wie mit der Antriebslosigkeit eines ADHSlers umgehen? im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Sunshine

    Gast

    Wie mit der Antriebslosigkeit eines ADHSlers umgehen?

    Kennt das jemand von euch bei Partner, Freund oder Bekannten? Wenn ja, wie geht ihr damit um? Ich weiß mir oft keinen Rat mehr, denn unter Druck setzen ist sowieso tabu, Hilfe anbieten geht auch nicht und bitten, hat auch keinen Erfolg. Immer wenn etwas näher rückt, dass wichtig, aber auch schwierig ist, setzt der bekannte Verdrängungsmechanismus ein, was dann oft zur Folge hat, dass Man(n) ungenießbar wird und dann auch mürrisch ist.

    Das allerschlimmste ist aber, wenn man die Phrase "wir können doch" oder "wir müssen mal" benutzt, da schellen bei einem ADHSler alle Alarmglocken und er fühlt sich bevormundet oder gar wie ein Kind behandelt, dabei möchte man doch helfen.

    Ich versuche schon immer das "WIR" zu umgengehen, was aber nicht immer gelingt.

    Es kann natürlich sein, dass ich was falsch mache und lieber aufhören sollte mir immer Gedanken zu machen, aber das gelingt mir oft nicht.

    Kennt ihr das auch und wenn ja, wie reagiert ihr dann? Oder laßt ihr es einfach laufen, so nach dem Motto "manche Dinge erledigen sich von selbst"?

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.802
    Blog-Einträge: 40

    AW: Wie mit der Antriebslosigkeit eines ADHSlers umgehen?

    Naja

    Ich denk mal, dass das mit dem verhassten "wir" nicht unbedingt nur bei ADHSlern vorkommt.

    Kommt aber wohl bei fast allen ADHSlern vor, die das früher, vor allem von Mutti, zu oft gehört haben, weil die liebe Mutti bei den meisten, berechtigterweise oder nicht, irgendwann in jungen Jahren die Kontrolle über fast alle Lebensvorgänge übernommen hat und die dann später irgendwie nicht mehr abgegeben hat oder das zumindest nicht vorgehabt hat.

    Suggeriert ja nicht zuletzt auch, dass man etwas nicht allein auf die Reihe bekommt und wenn das dann tatsächlich mal so sein sollte, man in dem Moment dagegen aber erst mal machtlos ist, dann kann ein einfaches "wir" mal ganz schnell auf die Barrikaden und zu Rückzug führen.

    Was ganz ADHS-typisches ist es ja, dass man sich nicht organisieren kann, Dinge raus schiebt, die man eigentlich schnell erledigt hätte und sich dann irgendwann zwangsläufig ein Berg ansammelt, den man erst mal ohne eigenen und/oder fremden *****tritt nicht mehr überspringen kann.

    Das entwickelt sich zu einem wahren Knäul im Kopf und man weiß nicht mehr, wo man jetzt anfangen soll und hat irgendwie alles und nichts zugleich im Kopf.

    Deshalb ist ja auch das Coaching so wichtig, denn da ist dann jemand da, der eben erst mal nix mit einem persönlich oder gar gefühlsmäßig zu tun hat und von dem man eben Rat- und Hilfe emotionslos und eben ohne Mutti-Erinnerungen oder dergleichen, samt dazu gehörigen Gefühlen, annehmen kann.

    Ich denk mal, dass es einem ADHSler in dem Moment auch hilft, wenn er gefühlsmäßig Abstand zwischen sich und den Angehörigen bringt, weil dann eben auch das Annehmen von Ratschlägen und Hilfe wieder funktioniert.

    Das Ziel ist aber sicher, den Berg irgendwann dauerhaft zu verhindern, am Anfang durch einen Coach und später, wenn man die Strukturierung seines Lebens auch ohne Coach auf die Rolle bekommt, dann ohne.

    Obs jetzt besser ist, als Angehöriger auf einen vor dem Berg stehenden ADHSler einzureden und den mehr oder weniger mit Hinweisen zu "stressen", was er noch alles machen müsste, kommt wohl auf den Einzelfall an.

    Sollte er aber wirklich mal Totalstillstand haben und sich längere Zeit gar nix mehr tun und/oder er neben den großen und unangenehmen Sachen nicht mal mehr die kleinen und eigentlich angenehmen auf die Reihe bekommen, dann würd ich das auf jeden Fall sehr empfehlen, und zwar mit heftigem Nachdruck

    Das zumindest so lang, bis er eine gute Zusammenarbeit mit einem Coach hat oder irgendwann wirklich in der Lage ist, sein Leben komplett allein zu strukturieren.

    Letztendlich wird von den verpassten Terminen und den raus geschobenen Sachen gerade für den ADHSler selbst mit Sicherheit nix besser und irgendwann, wenn der Berg mal wieder da ist, geht dann eben gar nix mehr, außer der Flucht in alle möglichen unwichtigen Beschäftigungen, um ja nicht mehr an die wichtigen und "stressigen" Sachen denken zu müssen.

    Dann auf jeden Fall aber die , aber bitte auf jeden Fall ohne "wir".



    LG,
    Alex

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Wie mit der Antriebslosigkeit eines ADHSlers umgehen?

    Ja, das "wir" ist schlimm und "gemeinsam" erfüllt schon fast den Tatbestand der gefährlichen Drohung.

    Und die sogenannte Antriebslosigkeit ist oft nur eine Lustlosigkeit oder pure Verzweiflung angesichts des Berges von unerledigten Aufgaben.

    Da ich derzeit bei meiner Mutter wohne, kann ich das am besten in Form von Bitten an Mutti formulieren:


    • überfall mich nicht mit Dingen die du dir für mich überlegt hast, frag erst ob ich schon was geplant habe
    • frag nicht dauernd nach wie weit ich schon bin, da fühl ich mich gehetzt
    • texte mich nicht mit Tipps zu, ich weiss das alles schon längst. Ich hab ein Problem mit der Umsetzung, nicht mit dem Denken
    • für einen gelegentlichen Stups bin ich dankbar, aber lass mich den Job dann auf meine Art machen
    • und stupse mich nicht mehrmals täglich, dann bekomme ich das Gefühl, hier nicht zuhause zu sein sondern im Erziehungscamp
    • zeige nicht so schnell Ungeduld, ich fühle mich dann wie ein widerstrebendes Kind, das an der Hand weitergezerrt wird
    • setz dich mit mir zusammen und besprich mit mir was die wichtigen Dinge sind, wo ich den Stups nötig habe
    • lass mich bei den weniger wichtigen Dingen dafür in Ruhe, sonst lebe ich im Dauerstress
    • verlang in anstrengenden Phasen von mir keine Freizeitaktivität, ich bin zu kaputt dazu
    • und bitte bitte bitte verkneif dir diesen genervten Nörgelton, der macht mich rasend, da kann ich nicht mehr antworten vor lauter unterdrückter Wut
    • und sei bitte nicht eifersüchtig, wenn mein Coach mich zu Dingen bringt, die du seit Jahren vergeblich versucht hast; von diesem Fremden kann ich es leichter annehmen, da ist nicht so viel Emotion dabei

    Das ist jetzt eine sehr persönliche Aufzählung; die Temperamente sind ja auch unter ADHSlern genauso verschieden wie unter allen Menschen. Aber vielleicht gibt sie einen Einblick in die Wahrnehmung eines Menschen, der ein chronisch schlechtes Gewissen mit sich rumschleppt; und der jede Ermahnung als zusätzliche Demütigung wahrnimmt zum eigenen Selbsthass dazu.

    Ich kann das so schreiben, weil ich momentan eigentlich gut zurecht komme, in einer schlechten Phase würde die Antwort vermutlich anders ausfallen, aber frag nicht wie, ich weiss es nicht.

    lg

    lola

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Wie mit der Antriebslosigkeit eines ADHSlers umgehen?

    Jo, Mutti, ich liebe Dich, des wollt ich Dir schon immer mal sagen. Ganz ohne Zynismus im übrigen, was für mich fast noch peinlicher ist, als ausgesprochen mit.

    Ich würde Dir zwar gerne Deinen Lieblinsgatenarbeitsspaten ins Genick hauen und Dich mit demselbigen eigenhändig unterm Deinem heimischen Lieblingsblumenbeet begraben.

    Aber das eine schliesst, wie wir wissen, das andere ja nicht aus. Die widersprüchliche Empfindung ist ja gerade das, was uns von einem gewöhnlichen Normalo unterscheidet.

    Jo, zwar leidet man die meiste Zeit seines Lebens darunter, nicht normal zu sein, but beliefe me or not, es kommt ein Punkt, wo man das begrüsst und in grosser Dankbarkeit zu schätzen weiss, insbesondere dann wenn man einen Nachbarn hat, der zweimal am Tag die Strasse kehrt, kehren muss. Dann erst bekommt man die Glückseligkeit, die im Chaos oder im Dreck an sich liegt, erst richtig zu schätzen, wenn man das Elend der Cleaner studiert.


    Ha jo, des hört sich seltenbleed an, aber wenn der ADSler einmal ehrlich zu sich selber ist, wird er erkennen, dass alle seine wesentlichen Beziehungen (Familie, intime Beziehungen, Lern- und Arbeitsbeziehungen) vom Spannungsfeld HASS/LIEBE geprägt sind.

    Zynisch formuliert: Jo, folks, you can`t get the one thing without the other.


    Jo, traurig ischd die Erkenntnis schon. Aber sie entbehrt - ehrlich und selbstkritisch reflektiert - nicht ganz der einfachsten Lebenstatsachen.

  5. #5
    Sunshine

    Gast

    AW: Wie mit der Antriebslosigkeit eines ADHSlers umgehen?

    Danke für eure Beiträge Das merkwürdige daran ist, das ihr ein Mutti-Problem zu haben scheint. Es ist ja so, dass man wirklich nur helfen will und das wir oder wir können ja gemeinsam ist keinesfalls böse gemeint, sondern viel mehr der Versuch zu helfen. Ich weiß auch nicht, was man machen kann, dass ihr das helfen nicht falsch versteht, dass es kein bevormunden ist oder gar der Versuch euch unter Druck zu setzen. Es ist ja meist so, dass jemand wie ich nur "Zuschauer" ist und die ganze Sache, aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und wenn ich merke, dass etwas brenzlich wird, dann schlage ich "Alarm".

    Ja, das mit dem Rat von Fremden annehmen, wie lola es beschreibt, habe ich auch schon bemerkt, und kann das sogar verstehen, weil ebend keine Emotionen dahinter stecken, sondern weil alles nüchtern und neutral behandelt wird. Dies kann aber z.B. in einer Freundschaft oder Beziehung niemals funktionieren, gerade bei Emotionen, ist es schwer, da man nicht den nötigen Abstand aufbringen kann.

    Vielleicht muss man bei euch einfach lernen, dass man erst mal die Füße stillhält und erst wenn es kurz vorm "Zusammenbruch" ist, dass man dann versucht aktiv zu werden,was aber ganz schön schwer sein wird und ich hoffe nicht, dass es unmöglich ist.

    Übrigens, habe ich gerade festgestellt das mir hier ADHSler geantwortet haben und keine Angehörigen, dass ist klasse, dass ihr versucht zu erklären, wie ihr euch fühlt und die Sicht von eurer Seite aus geschrieben habt

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Wie mit der Antriebslosigkeit eines ADHSlers umgehen?

    Hallo Sunshine,

    ja ,das" wir" ist so eine Sache.Leider versucht das Umfeld oft "mitzuerziehen" und welcher Erwachsene möchte schon erzogen werden .Da blockier ich sofort wenn jemand "erziehen" möchte.Vor allem "in" der Situation ist es ein sehr ungünstiger Zeitpunkt.Wenn ich eh schon geladen bin und mein Mann meint mir gute Ratschläge geben zu müssen ( er meint es wirklich nicht böse) da kommt es zur und nichts geht erst mal.

    Da war der Tipp in einem Buch(für Kinder ) recht gut, erst miteinander sprechen ,wenn der Betroffene von der Erregungspalme runtergeklettert ist. ( Geb,s ehrlich zu auch das ist nicht einfach ,aber lange nicht so explosiv )
    Neutrale Personen sind da wirklich eine gute Lösung,

    LG Dori

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Wie mit der Antriebslosigkeit eines ADHSlers umgehen?

    Hallo Sunshine,

    Ich hab ein Mutti-Problem, weil ich mit meiner Mutter zusammenlebe. Wenn ich in einer Partnerschaft leben würde, hätte ich ein Partner-Problem. Ist eigentlich das Selbe in Grün.

    Ich mag jetzt aber nicht in eigenen Worten aus der Neuhaus zitieren, also voilà der link http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-bue...lass-mich.html

    Da gehts um ADS/ADHS in Beziehung und Familie. Der Schreibstil von Frau Neuhaus ist nicht jedermanns Geschmack, aber ich habe aus dem Buch vieles gelernt über die Dynamiken und Missverständnisse, die ADHS in einer Beziehung (mit)verursachen kann. Mir ist dabei auch über mich einiges klarer geworden.

    lg

    lola

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Wie mit der Antriebslosigkeit eines ADHSlers umgehen?

    Bei mir ist der Grund der Antriebslosigkeit unterschiedlich.

    Einmal gibt es da so depressive Phasen, da bin ich zu nichts zu bewegen, nicht mal zu Sachen, die mir sonst Spaß machen. Ein Ansporn von außen, egal von wem, funktionert da sehr selten, egal wie er vorgebracht wird. Naja, wenn ich so voll in einer Phase der Antriebslosigkeit drinstecke ist es schwierig.

    Mehr Erfolg versprechend ist die Phase, wenn ich den Berg Arbeit vor mir herschiebe. Jedoch erfordert es, bewusst oder unbewusst, etwas Fingerspitzengefühl mich da zu motivieren. Bei mir hilft da am Besten allgemeine Arbeitswut. Wenn alles um mich herum rumwurschtelt (aufräumt, im Garten arbeitet, putzt, etc.) fühle ich mich dazu genötigt, auch was zu tun. Und ist erst mal ein Anfang geschafft, dann läuft es i.d.R. auch ganz gut.

    Was auch immer hilft, aber dafür haben die wenigsten Angehörigen Verständnis, ist extremer Termindruck. Leider hilft es nichts, wenn dieser nur vorgetäuscht ist.

    sunshine schreibt:
    Oder laßt ihr es einfach laufen, so nach dem Motto "manche Dinge erledigen sich von selbst"
    Ja, manchmal ist das wirklich so. Und auch das ist eine wichtige Erkenntnis. Leider funktioniert das nicht bei allem.

    Hilfe annehmen, das ist auch nicht meine Stärke. Ich fühle mich sehr schnell angegriffen, obwohl das sicher nicht so gemeint ist. Aber da ich weiß, dass ich ja das eine oder andere schon längst hätte machen müssen, fühle ich mich sowieso schon "schuldig". Daher wirkt jeder "Rettungsversuch" als weitere Beschuldigung. Und dementsprechend reagiere ich dann.

    Ob dies anders wäre, wenn mir jemand fremdes helfen würde, ich weiß es ehrlich nicht.
    Rein vom Gefühl her lasse ich mir lieber von jemandem helfen (wenn überhaupt), von dem ich weiß, dass er mich so akzeptiert, wie ich bin. Aber vielleicht wär es ja mal einen Versuch wert......

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Wie mit der Antriebslosigkeit eines ADHSlers umgehen?

    "Was auch immer hilft, aber dafür haben die wenigsten Angehörigen Verständnis, ist extremer Termindruck. Leider hilft es nichts, wenn dieser nur vorgetäuscht ist."

    Nee, des kriegen wir schon spitz, wenn es noch ein Schlupfloch gibt, sich aus der Affäre zu stehlen.

    "Hilfe annehmen, das ist auch nicht meine Stärke. Ich fühle mich sehr schnell angegriffen, obwohl das sicher nicht so gemeint ist."

    Jo, des ist`s Hauptproblem.

    Denn um Hilfe bitten ja nur absolute Loser, die sich selbst nich zu helfen wissen.

    Des ist natürlich falsch. Aber in einem drin steckt diese ständige Ermahnung schon, dass man endlich mal was auf die Reihe kriegen sollte, selbstständig.

    Wenn man`s dann mit Hilfe auf die Reihe kriegt, ist es zwar erledigt, aber das nicht vorhandene Selbstbewusstsein hat eine weitere Kerbe eingeschnitzt bekommen.

    Jo, Schuldgefühl.

    Des wird eim lebenslang eingeimpft. Und durch solche Situationen reaktiviert.

    Denn in 99 % aller Fälle heisst "Ich will dir helfen" in Wirklichkeit "Ich will dir helfen, weil ich weiss, dass Du nichts zustande kriegst."

    Was zwar die Wahrheit ist.

    Aber wer will diese immer hören?

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Wie mit der Antriebslosigkeit eines ADHSlers umgehen?

    Ja,ja ,die Schlupflöcher

    bei mir hieß es immer , du hast schneller eine Ausrede als eine Maus ein Loch.

    Hilfe annehmen ,das ist ein heikles Thema, wo,s viele Tretminen gibt,die es erst mal gilt zu entschärfen.

    Ideen hätte ich viele,zB sich zusammen tun,ne Freundin von mir ,wir haben mal ne zeitlang alles gemeinsam gemacht.
    Zuerst haben wir die Fenster bei ihr geputt,das nächste mal bei mir und man kann prima sich unterhalten in der Zeit.... usw....

    Oder man zieht als Hausgemeinschaft zusammen ,das ist man nicht so eng aufeinander wie in einer WG.(Rückzug gewährleistet) und erledigt anfallende arbeiten zusammen.

    Oder doch WG ,so wie sich zum Teil Senioren WG,s bilden die nicht ins Altenheim wollen,wo man sich gegenseitig unterstützt.
    Sprich es würde in der WG dann Aufnahmebedingungen geben,das es ein gute Mischung gibt.
    Einer der gut organisieren kann,einer der nicht alles vergißt, usw. weil wenn alle den gleichen blinden Fleck hat wird,s kritisch

    oder wir mieten einen ganzen Straßenzug....OK geb,s zu jetzt wird,s unrealistisch

    ....uzumindest hätte man nicht das Gefühl ,das man nur selbst Hilfe braucht ,sondern man würde sich gegenseitig helfen und hätte nicht so das Gefühl unnütz zu sein.

    LG Dori

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