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Diskutiere im Thema Soziale Berufe im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 14

    Frage Soziale Berufe

    Hi ihr,

    wer von euch arbeitet noch in einem sozialen Beruf + wo? Bzw. wer hat mal in einem Solchen gearbeitet? Wie ergeht/erging es euch dort? Könnt ihr gut die Waage halten zwischen Einfühlung und Abstand um nicht zu sehr Anteil zu nehmen?
    Könnt ihr andren Menschen helfen ihren Alltag zu ordnen und ihr Leben....?
    Meint ihr man kann mit AD(H)S gut im sozialen Bereich arbeiten? Wenn ja, wo gut und wo schlecht, was findet ihr wichtig zu bedenken...
    Mich würde freuen eure Erfahrungen, Gedanken und Sorgen und alles was ihr noch schreiben mögt darüber zu hören.

    Zu meinen Erfahrungen:
    Ich habe Erzieherin gelernt und auch ein paar Jahre in diesem Beruf gearbeitet.
    Aber es gab immer wieder Schwierigkeiten bei den verschiedenen Arbeitsstellen. Ich bin daher nie sehr lange geblieben.
    Teils war es so, dass mich die Kinder mit ihrer Energie und ihrem vielen durcheinander was von mir wollen+Grenzen testen hier, Grenzen testen da total durcheinander gebracht haben + manchmal gradezu überrollt.
    Und es war auch oft so dass mich die Probleme einiger Kinder zu sehr mitgenommen haben + ich dies mit nach Hause genommen hab und dann auch oft nicht schlafen konnte.

    Und es fällt mir schwer, im Berufsleben generell, z.B. schlechte Arbeitsbedingungen lange hin zu nehmen. Ich hatte bei manchem oft das Gefühl ich kann dann so nicht arbeiten, es schränkt zu sehr ein, ist ein zu großes Durcheinander..wenn ich dies nicht ändern kann, dann gehe ich lieber.


    Ich bin nun grade erst mal wieder aus dem Berufsleben draussen, da ich ein Studium begonnen hab-Soziale Arbeit. Ich möcht so gern in dem Bereich arbeiten, aber hab das Gefühl ich kann nicht in jedem Bereich arbeiten...
    Naja, erst mal muß ich das Studium überhaupt schaffen manchmal ist es mir leider viel zu viel. Aber darüber noch mehr zu schrieben grad, übersteigt glaub das Thema hier...

    Thanks for your answers
    Kassiopeia*

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Soziale Berufe

    Hi Kassiopeia,

    ja, das ist ein echtes Problem, dass man sich gerade in den sozialen Berufen zu sehr auf das Gegenüber einlässt und dann die Grenzen nicht mehr kennt!

    Ich wollte auch mal Erzieherin werden. Aber ich habe sehr schnell gemerkt, dass ich mit den Kindern nicht wirklich kann, weil ich mich zu sehr auf jeden einlassen will und dann alles aus dem Blick verliere!

    Ich bin heute Sekretärin, weil ich da Individum sein darf. Und trozdem auch irgendwie immer Anlaufstelle für Kollegen bin.

    Soziale Berufe erfordern sehr, sehr viel Kraft! Innerlich wie äußerlich!

    Und dazu gehört dann auch eine gehörige Portion sich selbst abschotten können.

    Für mich war es also nichts!

    LG

    Snagila

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Soziale Berufe

    Hallo ich bin auch Erzieherin und du mir geht es ganz genauso. Ich habe die Kinder unglaublich gern und baue manchmal eine sehr zu enge Bindung auf. Ich denke in meiner Freizaeit zu oft an die Kids. Nachts träume ich ständig von der Arbeit. Ich hatte einen Jungen in der Ausbildung ( Praktikum) dem es zu Hause nicht gut ging, ich denke jetzt noch oft an ihn = (

    Ich arbeite erst seit 3 Monaten und dass in einer sehr großen Einrichtung und es wird erwartet das ich irgendwann alle Kinder kenne und Eltern, Großeltern usw. zuordnen kann. Ich bringe vieles durcheinander und spiele mit dem Gedanken erstmal in eine kleine Einrichtung zu wechseln wenn das nicht klappt vlt was anderes zu machen.

    Die 3 Monate haben mich auch schon ganz schön fertig gemacht, die vielen Leute ( Kollegen, Eltern). Ich komme in großen Gruppen nicht klar. ( das war schon in der Schule so).

    Aber denoch denke ich das ich weiterhin mit Menschen zusammen arbeiten möchte, nur nicht mit so vielen. Ich denke für Adsler sind soziale Berufe im Grunde gur geeigent. Wir können uns gut in andere hineinversetzen und brauchen Abwechslung im Alltag.

    LG Reha

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 163

    AW: Soziale Berufe

    Hallo Ihr lieben

    Ich arbeite mit Behindern macht super spaß, und ich glaube das ich nicht auf falle.
    Da sind die Kollegen viel schlümer als ich .
    LG Peiper

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Soziale Berufe

    Hallo Peiper,

    ja das stimmt, die Arbeit mit Menschen mit Behinderung ist schön da habe ich auch schon drüber nachgedacht das wieder zu machen. Aber oft braucht man da eben auch noch mehr Kenntnisse in der Pflege und die hab ich als Erzieherin nicht + auch nicht nach dem Studium was ich grad mach.
    Was bist du denn von Beruf? + wie lang bist du am arbeiten?

    +was meinst Du genau mit:
    Da sind die Kollegen viel schlümer als ich .
    Was machen die denn?

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 163

    AW: Soziale Berufe

    Hallo Kassiopeia
    ich mache grade das Vorpraktikum für die Ausbildung Heilerziehungspflegehelferin,
    und meine Gruppenleiterin die mich anlernt ist Erzieherin.
    Erzieherin werden in der behinderten arbeit gesucht.
    Schau mal im Internet bei dir in der nähe die Lebenshilfe ist, bei mir im Wohnheim sind sehr viele die Erzieher/rin sind.
    lg Peiper

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Soziale Berufe

    @Reha,
    ja das kenn ich mit den großen Einrichtungen...ich war mal in einer mit offenem Konzept, da war ein einziger Wirrwarr.

    Aber Kleine können eben auch mehr nahe gehen-ich hab in zwei Vereinen gearbeitet mit je nur einer kleinen Gruppe+recht intensiver Elternarbeit + da wachsen einem alle erst recht ans Herz, bzw. das mit dem Abstand ist schwer- dort kannte mich meine Chefin am Ende einfach zuuu gut+ hat dann auch mitbekommen dass ich von den Kids und so überrannt werde (Menschen die mich ein bissschen kennen sehen mir meine Emotion einfach so sehr an.)

    ...Zusammenarbeit mit dem Chef würd ich so eng nicht mehr wollen, macht einen angreifbar. Sie hat mich dann nach einigen Monaten in denen ich krank geschrieben war +auf eine Reha gewartet hab gekündigt und gemeint man wisse ja nicht wann ich wieder in der Reihe sei (das ist eine extreme Zusammenfassung, die Story ist recht lang).


    @Peiper, ach die suchen auch Erzieher_innen, OK hab ich noch nicht so bemerkt, Danke


    LG Kassio

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 1.323

    AW: Soziale Berufe

    Hallo zusammen,

    ich arbeite zwar (noch nicht) in einem sozialen Beruf, habe aber aufgrund meiner Tätigkeiten (beruflich, als auch in meinen Ehrenämtern) sehr viel praktische Erfahrungen gesammelt.

    Durch meine langjährige Praxis in der Arbeitgeber- und Versichertenbetreuung (Schalter) war ich viel mit Schicksalen konfrontiert. Das mag erstmal unpersönlich klingen, aber ich habe mich immer um die Menschen bemüht, die vor mir standen. Es waren für mich nie Versicherte xyz, sondern Menschen mit Problemen. Trotzdem habe ich mir eine gewisse Professionalität angeeignet. Das heisst für mich, in der Arbeit bin ich zu 100 % präsent, aber wenn ich heimgehe, lasse ich das alles im Büro. Ich nehme keine Probleme mit nach Hause.

    In den Ehrenämtern ist das genauso. Ich habe langjährige Erfahrung als Trainerin in Sportvereinen, wo ich 3 mal die Woche trainiert hab. Hier musste ich auch sehr oft individuelle Lösungen finden. Aber auch da gilt, die Probleme bleiben in der Halle.

    Nachdem ich gerade eine Ausbildung zum Suchthelfer mache und auch in diesem Bereich arbeiten will, hoffe ich, dass ich auf diese Professionalität zurück greifen kann, denn das ist kein leichtes Brot. Probleme in der Arbeit müssen auch dort bleiben, wenn ich diesen Schnitt nicht schaffe, muss ich mir die Frage stellen, ob die Tätigkeit wirklich gut für mich ist.

    Das selbe gilt auch für die Frage, kann ich mich im Beruf genügend abgrenzen? Wenns mir immer schlechter geht und ich die Grenze nicht finde, dass mich Schicksale zu sehr belasten, muss ich mir was anderes suchen. Es ist niemandem geholfen, wenns mir schlecht geht.

    Liebe Grüsse
    Enolem

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Soziale Berufe

    Hallo ihr Lieben,
    auch ich bin Erzieherin. Das Berufsleben hat bei mir Achterbahnqualität.

    Ich arbeite hervorragend wenn alle um mich herum versagen, laufe dann zur Höchstform auf. Ich verausgabe mich dann. Dieses dann Perfekte, macht Neider ohne ende, weil warum funktioniere ich nicht immer auf diesem Astronomischen Level?? Hyperfokusieru ng und der Abfall danach , darüber haben sich schon viele lustig gemacht. Das tut sehr, sehr weh. Damals hatte ich noch keine Diagnose, ich wehrte mich nicht.

    In meinen Kiga Gruppen war es immer lauter und unordendlicher, Kinder durften wild sein und viel nach drausen. Langeweile und träumen erlaubt. Bastel tue ich nict für Eltern, sondern als Materialerfahrung- Wahrnehmungsförderung mit Nebenprodukt - das hat mich nicht nur eine Stelle gekostet. Auch meine unpünktlichkeit aufgrund hoher fam Belastung ( 2 Behindertte Kinder), hat mich nicht beliebt gemacht.

    Nun arbeite ich im Sportverein 3 Std pro Woche, ich liebe es, die Kinder und Eltern schätzen mich, der Druck ist gering und meine Gruppen sind voller Chaoten. Diesen Kinder bin ich oft der Hafen der andere nicht sein wollten, ich nehme jeden wie er ist. Ich leite Fortbildungen für andere Trainer ( die meines Vereines habe ich fast alle mit ausgebildet, die kennen sich heute recht gut aus) und versuche so die Welt um mich herum etwas zu sensibilisieren für unlangweilige Kinder.
    ( Aufgeklärtes Umfeld schafft klare Fronten , man weis gleich wer OK ist und von wem man sich besser fern hält. Ich suche mir Leute die mir gut tun als ausgleichenden Pohl. Dort schöpfe ich die nötige ruhe und Kraft, diese Pohle tun nichts, sie müssen nur da sein tun kann ich dann für 2.-
    Entweder man mag mich, oder eben nicht!

    Mein Mann geht voll arbeiten und ich arbeite zuhause als Erziehungsstelle. D-H- wir haben bewust ein Kind aufgenommen das keiner wollte, das schwerst verhaltensauffällig ist und mich und den Rest der Welt oft fast bis in den Wahnsinn treibt.

    ADHS ist zuweilen eine Qual im Alltag, aber Leute: FAS (fetales alkoholsyndrom) ist die Hölle!!!

    Ich weis nicht wie ich das schaffe, schlafe viel, nutze alle Hilfen wo gibt und habe 2-3 richtig gute Freunde.
    Ich liebe meine Kinder, versuche auch mich mit Diagnose zu mögen und nicht zu verzweifeln.

    Ich sage immer : es bleibt spannend!

    Die Entspannung kommt oft zu kurz, das mus ich noch lernen.

    Liebe Grüße euer ewig wuselndes Wuselinchen

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    AW: Soziale Berufe

    Hut ab, Wuselienchen!!!!

    Ich kann Dich nur bewundern. Mein kleiner Sohn ist übermäßig anstrengend und ich habe nur den einen...so zwischen ADS und Asberger!

    Liebe Grüße
    rosenmädchen

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