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Diskutiere im Thema Soziale Berufe im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Lisamarie

    Gast

    AW: Soziale Berufe

    Ich arbeite auch in einem Sozialen Beruf. Leitende Position in einer Einrichtung für behinderte Menschen.

    Ich mag die Arbeit sehr, weil dort so eine offene Atmosphäre herrscht und ich einen Arbeitsplatz habe, an dem ich meinen Tag weitgehend selbst einteilen kann (eben um die Termine drumrum). Aber ich kann dort immer einen Vorwand finden, warum ich aufstehen und rumlaufen muss. Oder meine Bürotüre schließen und mich abschotten.

    So sehr ich die Arbeit auch mag, so anstrengend ist es für mich auch, mit so vielen Menschen (Klientel, Kollegen, Chef, Angehörige, etc.) zusammen zu arbeiten.
    Vorteil ich spreche praktisch 8 Stunden am Tag.
    Nachteil: Es strengt sehr an, die vielen Stimmen, die vielen verschiedenen Dinge, denen man folgen muss, bei denen man den Überblick behalten muss.

    Ich schreibe mir alles auf, jede kleinste Kleinigkeit. Nur so bin ich sicher, dass ich nichts vergesse.
    Bislang scheinen alle ganz zufrieden mit mir zu sein, ich werde für meine Engergie gelobt. Aber andererseits werde ich von meinem Chef häufig für meine Ungeduld ermahnt und viele weisen mich darauf hin, dass ich oft unterbreche und so weiter.

    Diese Woche hat jemand zu mir gesagt "Lisa, du bist viel kompetenter als wie du zunächst wirkst" (wusste nicht, wie ich das finden soll).

    Schwierig wird es für mich immer dann, wenn ich mit extremen Situationen wie Tot, Verletzung etc. konfrontiert werde. Während andere da schneller drüber hinweg sind, geht mir das noch lange nach....

    Ich wünschte, ich wäre geduldiger, könnte besser zuhören und würde mich nicht immer gleich so angestrengt fühlen.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 163

    AW: Soziale Berufe

    Hallo Leute

    Ich mache jetzt eine Ausbildung zur Heilerzieungspflegehelerin, (Betreuerin von Behinderten) und ich falle nicht auf.
    Den ich habe eine Arbeits Kollegin die total Hiebellich und Nervös, wo dann schon mal alles druch einandrer kommt.
    Aber ich falle auf keinen fall auf, in der Arbeit weis auch keiner davon, warum auch.
    Lg Silke

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Soziale Berufe

    Ja auch ich habe bereits einen Sozialen Beruf gelernt und zwar den der Altenpflegehilfe. War allerdings zu langsam und wurde 3 mal deswegen entlassen. Die Alten Leute haben mich geliebt aber ich konnte soweit immer ne Wage bei der Nähe zu denen halten das es mich nicht so sehr runter Zog.

    Nun möchte ich was im sozialen Bereich machen und mache ne Ausbildung zur sozial pädagogischen Assistentin. Habe allerdings auch dort bereits Probleme hier mangelt es mir am Durchsetzungsvermögen. Die Kinder lieben mich aber hören oft nicht. Hier denke ich viel es mir schwerer nen geeigneten Abstand zu halten.

    Mit freundlichen Grüßen Kristin

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Soziale Berufe

    Ich bin Fachkrankenpfleger für Menschen mit Krebs und kann gut mit diesen Menschen in extremen Situationen umgehen. Ich habe ja große soziale Kompetenz. Oft gut für andere, weniger für mich. Ich arbeite seit 25 Jahren halbtags, ist besser für mich. Ich lebe jetzt und heute, das braucht seine Zeit.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Soziale Berufe

    Moin und Tach,

    bin Sozialarbeiter und habe ADS, ich mache das seit 10 Jahren, habe Streetwork gemacht, Beratungsarbeit, und ähnliche Erfahrungen gemacht mit Überforderung und Burn-Out. Ich dachte mal, je offener, desto besser, havbe mich da aber völlig verzettelt, und in festeren Strukturen verliere ich schnell den Überblick. Ich galube, aufgrund der "Gabe" ADS sind viele von den Sozialen Berufen angezogen. Ich bin aber selsbt auch diverse Nächte förmlich mit Klienten "aufgewacht" und habe es nicht gebacken gekriegt, mich abzugrenzen gegen die Schicksale anderer (Ich war in der Drogenhilfe tätig). Bei mir wurde dann tagelang das Gednaknkarussel angeschmissen, und ich kam gar nicht mehr runter, habe mir für alles die Schuld gegeben. Ich hatte mich früher gegen Depressionen behandeln lassen, aber merkte auch, dass es das nicht war.

    Ich habe die Diagnose ADS erst erhalten, jetzt wird mir einiges klarer. Und ich kann jedem nur empfehlen, seine Berufswahl immer durch die Brille seiner "Gabe" zu betrachten: Ich habe ADS, also was heisst das? Im sozialen Bereich werde ich es nie einfach haben, aber das ist eben das, was ich gut kann, und was mir sogar Kicks verschafft. So schräg es klingt: Lasst immer einen Mittelfinger erhoben, zieht Grenzen, geht raus.

    Gerade Menschen mit AD(H)S müssen tierisch auf ihre Energien und Grenzen achten, weil wir sie eben nicht einfach so und selbstverständlich ziehen. Ob in der Pflege, im Kindergarten, oder im Ehrenamt. Wir sollten uns mit Voricht behandeln, damit wir durchhalten. Das sage ich mir auch selbst, da ich morgen nach einer Reha-Phase in den Job zurückkehre (Beratungsarbeit im Integrationsfachdienst), und ein wenig Bammel habe davor. Ich will nicht wieder die alten Fehler begehen und mich fressen lassen - von mir selbst und meinen Ansprüchen.

    Thats it.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 247

    AW: Soziale Berufe

    Ich hab selber ADHS und ohne Medis merkt das auch mein ganzes Umfeld!

    Mit Medis kann ich prima im sozialen Bereich arbeiten!

    Ich habe ienen intuitiven Draht zu Kindern und Jugendlichen mit ADHS und kann ihnen sehr gut helfen.
    Einfach weil sie spüren, dass ich sie verstehe und weiß, was hilft.

    Sich selber helfen ist zwar nochmal was anderes, aber gut.

    Mein Arzt sagt immer wer viel mit ADHSlern arbeitet hats meistens selber!
    (Also nicht weil es ansteckend wäre *g* )

    Nur Mut und Mut zur Struktur und Kreativität!

    Justus

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