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Diskutiere im Thema Lehrer/ Referendare/ Lehramtsstudenten anwesend? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #141
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 218

    AW: Lehrer/ Referendare/ Lehramtsstudenten anwesend?

    Danke für die Antwort!

    Also, Eine 6. Klasse, Das KC schreibt bereits Notation im Bass und Violinenschlüssel vor, aber da es sich um eine Klasse handelt, die seid der Grundschule keinen Musikunterricht hatte, bin ich mit einfacher Instrumentenkunde eingestiegen.
    Rhytmusübungen und Spiele kommen nicht gut an, genausowenig Lieder.
    Sie haben sichtlich Spaß an den Instrumenten, sind aber so undiszipliniert, dass ich mit ihnen keine sinnvollen Ergebnisse erarbeiten kann.
    Besonders der hörgeschädigte Schüler erträgt die Lautstärke im Musikraum nicht.

    Nach dem letzten Versuch waren im Musikraum ein Trommelfell, eine Holzglocke und mehrere Rasseln kaputt, so dass ich jetzt in den Klassenraum zurückgekrochen bin.

    Ich habe auch keinen Plan , wie das gehen soll... Ich stelle mir vor, ein Lehrwerk zur Instrumentenkunde (oder auch was anderes) mit differenzierten Arbeitsblättern und Hörbeispielen. So könnte ich zur Ansicht Instrumente vorstellen und immer eine Rhytmusübung (bodypercussion, cupsongs, o.ä.,...) einführen.

    Nicht toll, aber besser als das was jetzt war.

  2. #142
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 218

    AW: Lehrer/ Referendare/ Lehramtsstudenten anwesend?

    Aber ganz allgemein,

    bei uns wird jetzt die Inklusion gnadenlos eingeführt....

    Nach anfänglicher Begeisterung für die Idee, bin ich jetzt schwer ernüchtert.

    Wer hat gute Erfahrungen mit der Inklusion gemacht und kann davon berichten? Warum klappts bei euch?

  3. #143
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 168

    AW: Lehrer/ Referendare/ Lehramtsstudenten anwesend?

    Das Problem ist meiner Meinung nach nicht die Inklusion an sich, sondern die Umsetzung.

    Ich habe sogar den bösen Verdacht, dass es mehr oder weniger so schlecht und so schnell und ohne Hirn umgesetzt wird, dass der Karren zwangsweise an die Wand gefahren wird und alle Kritiker hinterher sagen können, dass sie es vorher schon gesagt haben, dass das nichts wird.

    Ich finde die Schaffung von sogenannten Inklusionsklassen, die dann als Sammelbecken in den Regelschulen dienen höchst problematisch. Das ist strenggenommen nämlich keine Inklusion, sondern nur Fortführung des alten Programms unter dem selben Dach. Problematisch daran ist, dass die Klassen dann oft zu groß sind und die Betreuung durch Sonderpädagogen zu schlecht ist. Die Mischung an Kindern ist dann oft denkbar schlecht.

    In meinem Bundesland werden die Gymnasien ziemlich aus der Sache rausgehalten, was auch keine Inklusion ist. Die Eltern haben Angst, dass ihre Gymi-Kinder von den "anderen" zurückgehalten werden. Inkludiert wird dann in der auf biegen und brechen geschaffenen Gemeinschaftsschule. Der neue Sammeltopf für alle, die es nicht auf dem Gymnasium schaffen. Das ist keine Inklusion, sondern ein zwei-Klassen Schulsystem.

    Meiner Meinung nach kann Inklusion nur gelingen wenn

    -die Klassengröße verkleinert wird. Denn auch eine Gymasialklasse 30 Leuten ist immernoch zu heterogen, um sich um Individuen wirklich kümmern zu können.
    -Mehr pädagogisches Personal an Schulen. (Sonderpädagogen, Sozialpädagogen ggf. Erzieher usw.)
    -Entlastung der Lehrkräfte in der Verwaltung, damit mehr Zeit in den Unterricht fließen kann. Man kann nicht individualisiert unterrichten, wenn man nur 30 min Vorbereitungszeit pro Stunde hat.
    -ganz viel Auklärung und langsames Vorgehen. So viele Leute haben Angst, dass ihre "normalen" Kinder durch Inklusion in ihrer Entwicklung gehemmt werden. Das ist ein riesengroßes Hinderniss! Inklusion gelingt per Definition nur, wenn alle daran beteiligt sind. Auch das Gymnasium in seiner heutigen Form muss abgeschafft werden.
    -Es muss mehr Material entwickelt werden, bevor es überall losgeht. Es gibt so wenig Material für inklusiven und selbstätigen Unterricht, bei Inlusion geht Frontalunterricht nur begrenzt, aber das Material für Gymnasialunterricht ist hauptsächlich darauf ausgerichtet.
    -Fortbildungen und Untersützung für Lehrerinnen und Lehrer. Ich habe Lehrer erlebt die gegen inklusion sind, weil sie überfordert sind. Wie kann man Menschen mit dieser Situation alleine lassen?


    Meinung von einer ADSlerin, die ohne Diagnose durch die Schule kam, weil die Schulen (private) mich ausversehen inkludiert haben, weil sie einfach minimal anders waren als die staatlichen, was den Umgang untereinander, Klassengröße, Klassenzusammensetzung und Stundentafel anging.




    -

  4. #144
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 218

    AW: Lehrer/ Referendare/ Lehramtsstudenten anwesend?

    Klar, die Argumente sind bekannt.
    Aber meine Frage ist: Bei wem klappts? Und warum?

    Ich dachte auch es läge vor allem an den Rahmenbedingungen, aber dessen bin ich mir jetzt gar nicht mehr so sicher...

    An unserer MInischule (230 Schülerinnen und Schüler) sind die Bedingungen ganz o.k.

    Wir haben zwei SozPäds, eine Berufseinstiegsbegleiterin, 5 Förderschullehrkräfte, Differenzierungsräume und eine anständige Schulleitung.

    Klar, die kommen nicht in den Musikunterricht, aber auch sonst gelten viele unserer I- Kinder als unbeschulbar.... Sie ziehen sich im Unterricht aus, schlagen Mitschüler, können sich auf kein Angebot einlassen beherrschen keine grundlegenden Techniken, ich fühle mich da überfordert.

    Denn Schule ist für mich vor allem anderen ein LERNORT.

    Ich habe aber das Gefühl, dass in diesen Klassen nicht gelernt wird, keine Fortschritte erreicht werden.

    Vielleicht ist dieser Eindruck auch falsch, wir arbeiten ja erst seit diesem Schuljahr in dieser Form, vielleicht braucht es längeren Atem...

    Deshalb interessiert mich ja so sehr was sich bei anderen als hilfreich erwiesen hat. wie sich Kollegen damit fühlen....

    Wenn ich mir vorstelle als Schülerin mit meiner ADS in so einer Klasse gewesen zu sein... der blanke Horror... ich hätte gar nichts hingekriegt... so viel Reize... so viel Ablenkung.

    Selbst als Lehrer bin ich froh, wenn die Stunde ohne größere Vorkommnisse rum ist und ich wieder zu meinen Großen kann. Die sind zwar doppelt so viele und haben auch ihre Päckchen und Packen zu tragen, können aber in der Regel dem Unterricht folgen und ihn sinnvoll mitgestalten.

    Aber in Zukunft wird der Unterricht ja nur noch in inklusiven Klassen stattfinden...

  5. #145
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Lehrer/ Referendare/ Lehramtsstudenten anwesend?

    Hallo, ich krame aus gegebenem Anlass und aus egoistisch motivierten Gründen diesen Thread noch einmal hervor.

    Ich muß gestehen, ich habe nicht alles gelesen...nicht mal annähernd. Angefangen, mal hier und da ein paar Worte bis Sätzcehn gelesen.

    Ich habe noch keinerlei Diagnose, eine Psychologin hat die Verdachtsdiagnose ADHS geäußert. Die Diagnostik folgt. Ich kann auch etwas ganz anders haben oder eben gar nix. Was komisch wäre, weil ich dann einfach so bekloppt und verfehtl wäre. Da wäre mir irgendwas Benennenswertes lieber, dem man die Schuld am eigenen Chaotentum geben kann.

    Jedenfalls bin ich schon im mittleren Alter und studiere nun noch einmal Lehramt. Ich wollte eigentlich Ende dieses Wintersemesters fertig sein, bin aber noch gefühlte Lichtjahre davon entfernt, weil ich irgendwie nix gebacken kriege. Fruchtbar. Und furchtbar entmutigend.

    Mein Problem sind die Prüfungen, mir fällt es schwer, im Semester veranstaltungsbegleitend zu lernen, ich fange an und verzettele mich dann, mache Listen und 1000 andere Sachen, die aber eben nix mit dem Studium zu tun haben oder nicht mit dem Fach, für das ich lernen möchte.

    Ich habe schon ein abgeschlossenes Studium, da habe ich auch immer auf den letzten Drücker gelernt und dann aber wirklich 2-3 Wochen nix anderes mehr gemacht. Wirklich nur wie ´ne wilde Wutz gelernt. Und je abgespacter die Thematik, umso besser, das war wie ein Flow oder so, ich kann das gar nicht beschreiben. Wie im Wahn.

    Früher habe ich auch erst so richtig gegen Abend los gelegt, wenn alle anderen geschlafen haben und es ruhig war.

    Nun habe ich aber eine eigene Familie, also Leute um mich herum, die auch ihre Tribut fordern und das ja auch nun zu recht. Aber ich bekomme das mit der Lernerei mit meinem alltagsfeindlichen System nicht hin. Nach einem Tag Uni und kleinen Wuselzwergen, die hier abends um mich rumtoben und denen nachts einfällt, dass man nicht unbedingt schlafen MUSS, muß ich meine Lernaktivitäten ja irgendwie mit dem Rhythmus meiner FAmilie takten und das bekomme ich irgendwie überhaupt nicht hin.

    Ich habe mir einen Plan erstellt (ich bin die Drau der 1000 sinnlosen Listen), wann ich am Tag was lernen will und setze das nicht um. Ständig mache ich was andere und schiebe alles vor mir her.

    Boah, wat ein Gefasel. Zum Kern meines Anliegens: Kennt das jemand und habt ihr Erfahrungswerte und Tipps für mich?

  6. #146
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 168

    AW: Lehrer/ Referendare/ Lehramtsstudenten anwesend?

    Kommt mir alles seeeehr bekannt vor. Guck, dass du die, bzw. eine Diagnose bekommst. Von da an geht es weiter und meistens besser :-)

  7. #147
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Lehrer/ Referendare/ Lehramtsstudenten anwesend?

    Die Frage ist, ob ich die Diagnose überhaupt bekomme und die weitere Frage: Wie wird sich das auf eine eventuelle Verbeamtung auswirken? Andererseits: Bis dahin ist es noch ein weiter Weg und so, wie es jetzt läuft, ist ja generell fraglich, ob ich überhaupt so weit komme.

    Das Studium muß gepackt werden und dann noch das Referendariat. Höre von allen Seiten nur Horrorgeschichten und das auch ohne Kinder und irgendwelche Aufmerksamkeitsstörungen

  8. #148
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 218

    AW: Lehrer/ Referendare/ Lehramtsstudenten anwesend?

    Gaanz ruhig...

    Es wird nichts so heiß gegessen wies gekocht wird, sagte meine Oma immer...

    Es geht, auch wenn es einem so vorkommt als wäre es unmöglich.

    Das angenehme an diesem Weg ist, dass die Ausbildung sehr stark strukuriert ist, das hat mir sehr geholfen. Einfach einen Schritt nach dem anderen und die Probleme in in der Reihenfolge ihres Auftretens lösen. Also jetzt erstmal Uni und auf den Abschluss hinarbeiten, der Rest kommt sowieso, egal ob du dir jetzt schon Sorgen machst oder nicht.

    Und mit der Daignose wirds tatsächlich viel leichter.

    Also mutig bleiben und Kopf hoch!

  9. #149
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Lehrer/ Referendare/ Lehramtsstudenten anwesend?

    Hallo, vielen Dank für Eure Antworten!

    Inwiefern wird es denn durch die Diagnose einfacher? Durch die Auseinandersetzung mit der Thematik ADHS und der daran anschließenden Selbstreflektion? Weil man sich und sein Verhalten besser verstehen kann, analysieren kann und gezielt(er) gegensteuern? Oder wodurch?

    Meine Therapeutin hat mir warnend mit auf den Weg gegeben, dass eine DIagnostik a) ergebnislos verlaufen und vor allem b) sich negativ auf eine mögliche Verbeamtung auswirken kann, besonders, wenn tatsächlich Medikamente verschrieben werden.

    Ich solle besser "einfach" üben, meine erstellten Pläne einzuhalten, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, mir technische Geräte als zusätzliche Erinnerungsstütze zu Hilfe zu nehmen,

    Mir wird keiner sagen können, ob und wie sich eine mögliche Diagnose auf eine eventuelle Verbeamtung auswirken kann. Mich interessiert eher, ob und wie sich die Diagnose auf das Studium, das Referendariat, den Alltag als Lehrer auswirkt, inwieweit sie hilft.

  10. #150
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 168

    AW: Lehrer/ Referendare/ Lehramtsstudenten anwesend?

    Es ist diskriminierend und ungerecht, dass nicht alle Menschen, die diesen Beruf ergreifen den selben Status bekommen. Du solltest dir aber überlegen, willst du Beamtin werden oder Lehrerin? Willst du Beamtin werden, such dir einen anderen Job. Dafür ist die Schule zu anstrengend. Willst du Lehrerin werden, werde Lehrerin! Auch wenn du nur angestellt werden solltest, bist du in vielen Dingen Beamten gleichgestellt. Selbst gekündigt wird im ÖD äußerst selten.

    Du bist jetzt schon in Therapie? Das kann dich die Verbeamtung genau so kosten: denn ohne Probleme würdest du ja keine Therapie machen. Da wird eventuell noch viel mehr nachgefragt, als wenn du eine fertige Diagnose hast. Wenn die Diagnostik ergebnislos verläuft, musst du sie nirgends angeben. Wenn du eine Diagnose erhälst, dann kann man gezielter an Problemen arbeiten.

    Ich wünschte inzwischen, dass ich die Diagnostik nicht erst im Ref angegangen wäre. Mein Studium wäre sicher deutlich einfacher und glatter verlaufen und ich wäre nicht schon mit einem total kaputten selbstbewusstsein ins Ref gestartet.

    Dass du einfach üben sollst klar zu kommen, halte ich für eine echt unseriöse Einstellung. Ja, üben ist ein ganz wichtiger Teil. Aber es ist auch mit Medikation verdammt hart. Ich habe 30 Jahre lang geübt ordentlich und organisiert zu sein. Ich kann erst wichtiges von unwichtigem Trennen, seit dem ich weiß, dass das bei mir "kaputt" ist. Und die Medis helfen da ungemein viel. Auch, dass mich Schule zum Teil heftig überreizen kann, wurde mir erst durch die Diagnose und der Beschäftigung mit dem Syndrom klar. Abstellen kann ich das aber nur mit Medikamenten im Moment. Aber allein das Wissen macht den umgang mit sich selbst einfacher. Ich verzeihe mir, dass ich nach der Arbeit fertiger bin als andere. Ich verzeihe mir, dass ich auch nach dem Ref länger eine Teilzeitstelle anstrebe (und dafür ist nicht verbeamtet werden gar nicht so doof, weil sich die Versicherung dann nach dem Einkommen richtet). Ich gehe einfach nachsichtiger mit mir selbst um. Ich erwarte nicht mehr, dass ich trotz einer theoretischen vorhandenen Leistungsfähigkeit alles wie andere können und Leisten muss. Ich gehe nachhaltiger mit mir selbst um. Ich hatte schon Zusammenbrüche in meinem Leben, ich brauche nicht noch mehr.

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