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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 16

    Lehrer und neues Schuljahr

    Hallo liebe Leute,

    am Montag geht die Schule wieder los, und ich spüre schon die Panik in mir hoch kommen.
    Gibt es unter euch Lehrer, denen es genauso geht?

    Für mich sind die Sommerferien zu lang oder auch zu kurz - je nach Betrachtungsweise.
    Einerseits vermisse ich meine Struktur, mein alltägliches Korsett, das mich dazu bringt, einigermaßen zu funktionieren.
    Andererseits habe ich Panik vor dem neuen Schuljahr und vor dem, was es so alles an Stress und Chaos zu Beginn mit sich bringt.

    War diese Woche schon jeden Tag an der Schule wegen Nachprüfungen, habe tausend Kollegen getroffen, gesprochen. Muss tausend Sachen vorbereiten. Alles strömt auf mich ein.
    Dabei liebe ich meinen Job und meine Schüler. Werde wohl auch für immer Teenie bleiben.
    Es kostet mich unheimliche Anstrengung, meine Fassade vermeintlicher Kompetenz aufrecht zu halten.
    Halte mich immer für den Oberversager
    .
    Wie geht ihr mit den Vorteilen und vor allem Nachteilen, die dieser Job für ADSler mit sich bringt um????
    Wer weiss in der Schule von eurem Syndrom? Schulleiter? Kollegen?

    Liebe Grüße
    Malina

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Lehrer und neues Schuljahr

    Hallo MALINA,
    bin zwar nur eine Erzieherin, aber ich habe auch vor meinem neuen Job so Panik gehabt, dass mein Körper richtig rebellierte und ich zum Arzt musste.
    Bei mir war es die Angst vorm Versagen(beim letzten Job kam ich mit der Leiterin und der ganzen Chemie im Kiga nicht klar).
    Wenn es dann soweit ist und man arbeitet wieder, dann wird es besser!
    Weil wir dann im Geschehen und in unserem Element sind.
    Und Fehler dürfen Lehrende ja auch machen.
    Auch ich habe große Probleme Struktur im Alltag zu leben, wenn ich nicht arbeiten gehe.
    Und grübel viel zu viel herum.
    Du wirst sehen ,es wird bestimmt alles gut nächste Woche!
    Die anderen haben auch ihre Päckchen zu tragen und wenn ich sehe, wieviel Lehrer immer wieder krank sind, kann ich mir vorstellen, wie sehr sie auch psychisch belastet sind und diesem Leistungsdruck öfter nicht mehr standhalten können.

    Dir wünsche ich auf jeden Fall einen guten Start und viele schöne Begegnungen (und offene Augen und Ohren,damit du sie auch wahrnimmst.)

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 56
    Forum-Beiträge: 778

    AW: Lehrer und neues Schuljahr

    Hallo Malina 14!
    Hier war doch neulich auch eine Lehrerin auch auf der Suche nach Kollegen??
    Erinner mich leider nicht an den Nick. War auch eine Neuvorstellung.

    Ich war mal Schulsekretärin. Das geht vielen so wie dir und dann ist es auch gleich wieder vorbei, weil der Strudel am ersten Tag gleich wieder losgeht.
    Dann fährt dieses große Schulschiff wieder seinen Weg wie gewohnt weiter.

    Vielen Bühnenkollegen geht es auch so mit dem Lampenfieber vor jedem Auftritt, der jedoch auch ein durchaus positiver Aspekt ist.
    Wenn Du nun schon die Tage da warst, merkst Du auch, dass es anderen Kollegen auch so geht. Das liegt einfach in der Luft.
    Also ruhig Blut!!

    Ganz lieben Gruß aus Berlin
    Petra

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Lehrer und neues Schuljahr

    Liebe Singesong, liebe Petra,

    wieso 'nur Erzieherin'? Möchte nicht tauschen, was Lärmpegel und Chaos angeht. Komme mit Teenagern besser klar. Sehr gut sogar.
    Wussten die in deiner Einrichtung von deinem AD(H)S?

    Schulsekretärin!? Hut ab! Wird dir da nicht extrem viel Organisationstalent und Konzentration abverlangt?
    Unsere Sekretärinnen wissen immer, wo wer/was wie wann ist. Bewundere ich total den Über-/Durchblick.

    Ich weiss genau, dass mein Lampenfieber eine vorübergehende Erscheinung ist. Bin seit 10 Jahren im Schuldienst.
    Leider habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, Stoßzeiten (Fachabi-/Abiphasen, Klausurenzeiten, Zeit vor den Zeugnissen u.s.w.) zu entschärfen, während zwischendrin auch viel Lehrlauf ist. Ist mir alles zu unregelmäßig.
    Organisatiorisches, der ganze Schreib- u. Bürokram, Klassenleitung, Notenlisten, Korrekturen überfordern mich.
    Unterricht läuft dagegen super.
    Überlege ständig, ob es nutzen würde, die Schulleitung zu informieren, dass ich syndrombedingte Schwierigkeiten habe.
    Weiss nicht, ob ich da auf Verständnis hoffen kann.
    Es gibt bei uns null Rückzugsräume, um mal aufzutanken und fünf Min. Ruhe zu haben.
    Ist das in Kindergärten nicht ähnlich?

    Also, erzählen oder nicht???

    Vielen Dank für eure Anteilnahme u. liebe Grüße

    Malina

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 56
    Forum-Beiträge: 778

    AW: Lehrer und neues Schuljahr

    Ha schön das Du das siehst mit Deinen Problemen.
    Ich hab viel zu lange den Kopf in den Sand gesteckt.
    Das ist eine Frage der Organisation und die ist bei uns bzw jetzt bei mir in einiger Schräglage.

    Schulsekretärin (Gymnasium) war ich damals als Schwangerschaftsvertretung für eine Kollegin und wurde dann selbst schwanger. Nu is meine Tochter schon 20, also bin ich schon einige Zeit raus aus dem Schuldienst.
    Ja, da ging die Post ab.
    Nimm doch den ersten Tag mal einfach zum Aufwärmen und Schauen. Die Schüler sind doch genauso angeregt. Ferienrückblick positives/negatives auf allen Seiten.
    Ich seh, das ist so ein Bienenschwarm mit so vielen unterschiedlichen Energieebenen.
    Wir sollen uns die positiven Seiten suchen und verstärken.
    Also versuch dich zu entspannen vorher.
    Noch ist ein wenig Stille um Dich herum, genieß es.
    Diese Reserven brauchst Du Montag.
    Dann schau erst mal wie es anläuft und überleg mal ob Du nicht einen Coach bekommen kannst. Such ich auch grad.

    LG Petra

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 98

    AW: Lehrer und neues Schuljahr

    Ich erkenne mich zu 100% in dem wieder, was du schreibst:-)

    Ich hatte auch schon überlegt, einen Thread zu eröffnen mit einem ähnlichen Thema, aber das muss ich jetzt ja nicht mehr :-)

    Ich habe auch am Montag wieder Schule und hatte am Freitag eine Nachprüfung (ich weiß nicht, wer nervöser war - die Schülerin oder ich).

    Ich freue mich sehr auf die Schule, weil ich in den Ferien immer alleine mit meiner Tochter (1,5 Jahre alt) war und mir ein Rhythmus sowie Zeit für mich gefehlt hat.
    Auf der anderen Seite aber passiert gerade das, wovon du schreibst - ich habe 2 Klassen, in denen ich ein neues Thema mache - ich habe kein Material und weiß, wie schlimm ich mich verzetteln werde:-((((

    Ich kopier mal ein Stück aus meiner Lebensbeichte (auch hier im Forum zu finden) - in meinem Beruf passiert folgendes:

    Im Referendariat gefiel mir die Struktur und ich genoss es, ein letztes Mal in der Schülerrolle zu sein – diesmal aber mündlich aktiv und mit guten Noten!
    Dass man nach Lehrproben „auseinandergepflückt“ und sehr genau unter die Lupe genommen und bewertet wurde, machte mich sehr nervös und ich hatte große Angst vor dieser Art von Prüfung. Mehr Spaß gemacht hat mir die (empirische) zweite Staatsarbeit.
    Jahrelang hatte ich Angst davor, das falsche zu studieren, da ich mich für zu schüchtern für den Lehrerberuf hielt. Aber diese Schüchternheit anderen Menschen gegenüber und die Angst davor, im Mittelpunkt zu stehen, legten sich bald.
    Es ist nach wie vor nicht meine Lieblingssituation, wenn alle Augen auf mich gerichtet sind, aber ich betrachte es als Herausforderung, und je netter die Klasse ist, desto weniger macht es mir aus. Ich empfinde es nur als sehr, sehr anstrengend – vor allem, da man ja in den Frontalunterrichtsphasen auf sehr viel gleichzeitig achten muss.

    Nach erfolgreicher Beendigung des Referendariats trat ich eine feste Stelle an einer neuen Schule an, die mit sehr viel Korrekturaufwand verbunden war und durch die Struktur der Schule ist auch der Anspruch recht hoch (Fachabitur- und Abiturklassen).
    Da begann das Dilemma. Die volle Stundezahl sowie der hohe Anspruch und der Korrekturaufwand wurden mir zum Verhängnis. Aus dem Referendariat war ich es gewohnt, Unterricht präzise vorzubereiten. Den Sprung, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und den Stoff sinnvoll zu strukturieren, habe ich häufig nicht geschafft und bin auch heute noch damit beschäftigt, effektiv vorzubereiten.

    Ich bereite so uneffektiv Unterricht vor, dass ich in Bedrängnis gerate, wenn es Abend wird und ich erst einen Bruchteil der Stunden vorbereitet habe. Ich verzettele mich bei der Planung, werde nie „fertig“ mit einer Stunde, selbst, wenn sie vielleicht schon ok ist, kann sie nicht weglegen, weil ich Angst habe, dass sie nicht laufen wird oder ich zu wenig vorbereitet habe, und finde in manchen Themen und Methoden auch einfach keine Struktur, so dass ich dem Unterricht auch keine logische Reihenfolge geben kann.
    Auch mein Unterrichtsmaterial ist nicht geordnet. Ich möchte es am liebsten akribisch geordnet katalogisieren, aber das schaffe ich nicht. Im Moment habe ich ein gutes Ordnungssystem (das hundertste!), aber letztendlich endet alles immer im Blätterwust.

    Bei der Unterrichtsvorbereitung fehlt mir häufig der Überblick über das Thema, weil ich bei der Vorbereitung viele Aspekte aufgenommen habe, die ich dann alle auch in den Unterricht integrieren möchte. Es fällt mir schwer, zu strukturieren und zu selektieren.
    Ich schreibe mir immer noch Planungen, die ich auf dem Lehrerpult vor mir liegen haben muss. Manchmal ergibt sie sich auch aus dem Unterricht, dann muss ich sie aber immer direkt aufschreiben, für nachfolgenden Unterricht.
    Ich möchte eine Planung haben, die mir Sicherheit gibt. Das kommt daher, dass ich während des Unterrichts nicht viel denken oder spontan machen möchte – ich muss da auf so vieles gleichzeitig achten, so dass eine gute Planung meine Überforderung mit der Vielfalt meiner Aufgaben abmildert. Ich habe manchmal das Gefühl, dass meine Schüler ein Thema besser strukturieren können als ich und ich die Struktur nur für mich brauche. Ich denke aber auch, dass sie davon profitieren, wenn ich eine gute Stunde halte und immer wieder zusammenfasse, an welchem Punkt der Struktur wir uns befinden.
    Ich würde gerne immer wieder dasselbe unterrichten, statt oft etwas Neues zu machen, je mehr Struktur und Erfahrung, desto besser, auch wenn es vielleicht irgendwann langweilig wäre – zumindest könnte ich ständig mein Material optimieren. Allerdings müsste ich dann ja auch irgendwann eine Grenze ziehen, wann die Reihe „perfekt“ ist und das würde mir schwer fallen.
    Auch, wenn ich eine Reihe gut geplant habe, bin ich unruhig, denn es gibt immer noch etwas zu optimieren, sei es das Design der Aufbewahrungsmappe. Das mache ich dann eher, als mich an die wichtige Vorbereitung einer baldigen Stunde zu einem anderen Thema zu setzen.

    Früher habe ich mich oft krankgemeldet, wenn ich am Ende des Tages (4 Stunden Unterrichtsvorbereitung, 2 Stunden kochen, 2 Stunden Internetsurfen, 2 Stunden Fernsehen, alles durcheinander und teilweise gleichzeitig) nur eine Doppelstunde vorbereitet hatte und die anderen Stunden, die ich auch am nächsten Tag hatte, noch gar nicht vorbereitet waren. Das Krankmelden war dann wie eine Last, die von meinen Schultern fiel.
    Mittlerweile komme ich auch ohne gute Vorbereitung über die Runden, das kann mir dann aber vor den entsprechenden Stunden den Schlaf rauben.
    Ich habe generell immer Panik, dass mein Unterrichtsmaterial nicht ausreicht und ich schneller als gedacht fertig bin. Ich bekäme dann Panik und wüsste nicht, wie ich die Zeit füllen soll. Ich habe diese Situation zwar noch nie erlebt – meistens reicht mein Material völlig aus.
    Ich habe aber massive Probleme damit, die Zeit abzuschätzen und meine Planung anzupassen – ich lasse sie dann laufen und oft enden die Stunden in einem ungünstigen Moment. Ich hätte das beeinflussen können, dazu fehlt mir aber die innere Geplantheit und Struktur, so dass meine Stunden oft chaotisch enden.

    Die Unterrichtsvorbereitung belastet mich am meisten. Ich habe schon unzählige Fehldrucke von Arbeitsblättern, selbstverfassten Texten etc. produziert, weil ich immer noch etwas verbessern muss. Ich will alles in Word und gut leserlich haben, deshalb tippe ich oft Texte aus Büchern ab und optimiere sie – das stiehlt Zeit. Dafür werde ich aber irgendwann die ordentlichste Sammlung an Unterrichtsmaterial auf dem PC haben. Irgendwann … oder nur halb vollendet …
    Auf der Suche nach dem Ordnungssystem habe ich schon viel Zeit verloren – nun habe ich aber eins gefunden (erfunden), das praktikabel ist und eine Arbeitserleichterung darstellt (darstellen könnte). Ich benutze aber es aber nicht (richtig) und ende wie immer im Chaos.

    In der Schule habe ich schon etliche Male unzählige Arbeitsblätter überflüssigerweise kopiert – sie waren entweder bereits kopiert und die Klasse hatte sie schon oder sie lagen meinem Fach. Manchmal waren auch Fehler drauf, die ich dann verbessern musste und so habe ich alles weggeworfen, geändert und neu kopiert.
    Ich korrigiere lieber Klausuren als dass ich Unterricht vorbereite. Ich denke, das liegt an der Strukturierung – wenn ich sie vorgeben muss, dauert alles ewig und ist unangenehm; wenn ich sie vorgegeben bekomme, bin ich schnell.
    Ich bin zeitmäßig absoluter Spitzenreiter im Klausurenkorrigieren, aber absolute Niete in effizienter Unterrichtsvorbereitung. Es wird aber langsam etwas besser. Mir hilft der Dreischritt Einstieg – Erarbeitung – Transfer. Am liebsten würde ich nur solche Stunden geben.
    Schwierigkeiten bekomme ich damit im Abiturbereich. Die Schüler sind oft schon sehr selbstständig und stellen hohe Ansprüche an den Lehrer. Das macht mich nervös und setzt mich bei der Unterrichtsplanung zusätzlich unter Druck. Es fällt mir auch schwer, viele Details zu überspringen, weil die Schüler ein Vorwissen mitbringen – diese Details fehlen mir dann und ich bin nicht so souverän im Unterrichtsgespräch.
    Ich unterrichte am liebsten jüngere, unselbstständigere Schüler und mache sie selbstständig. Vor gut vorgebildeten, selbstständigen, älteren, ehrgeizigen Schülern habe ich teilweise sogar Angst. Im Moment setze ich alles daran, nicht im Abiturbereich unterrichten zu müssen.

    Wer weiß von meinem ADHS?

    Ausgewählte Kollegen - ich erzähle es keinem meiner "Chefs" - musste ich mir der Verbeamtung doch anhören, dass ich nicht gut organisiert bin und mein Unterricht nicht so der Knaller ist. Ich würde den Teufel tun, meinen Schulleiter darin noch zu bestätigen.
    Was mache ich in Puncto Struktur etc.

    Tja, ich versuche, mit meinem 1.000-fach überarbeiteten Ordnungssystem im Arbeitszimmer und meinem Wissen über mein ADHS, Ordnung zu halten, nicht zu viel Krempel anzuhäufen, schon in der Schule vorzusortieren und die unterrichtsplanung zeitlich zu begrenzen, meinen Perfektionismus abzulegen, mir meine Rolle als Lehrer immer wieder vor Augen zu führen. so nach dem Motto:
    Ich bin der Lehrer und kann alles und den Schülern ist es egal, ob ich meinen Unterricht nachvollziehen kann oder nicht - Textarbeit geht immer und ist für Schüler kein Beinbruch, sie mögen mich wegen meiner "jugendlichen" Art und meiner Extrovertiertheit und Menschlichkeit etc.

    Wenn ich davon ein bisschen umgesetzt bekomme, so dass ich ein voneinander getrenntes Berufs- und Privatleben habe, sage ich dir Bescheid und lasse mir meine Denkweise patentieren.
    ich bin gespannt, wie ich mich schlagen werde....

    Dir viel Erfolg!
    Wenn wir ähnliche Fächer haben, können wir ja gerne Material austauschen. Ich bin jetzt endlich so weit, dass ich mit fremdem material arbeiten kann!!!! Stolz!!!

    Schreib mir doch mal ne PN

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Lehrer und neues Schuljahr

    Liebe Artep,

    habe eine Frau gefunden, die eine Fortbildung für unser Kollegium gemacht hat. Irgendwie habe ich sofort gemerkt, dass sie auch AD(H)S hat. In der Mittagspause habe ich sie angesprochen. Mein Verdacht war nicht nur richtig, ich hatte einen 6er im Lotto. Sie ist Ärztin, hat ADS, in ihrer Familie gibt es ADSler und sie ist Coach. Leider wohnt sie ziemlich weit von mir entfernt, so dass wir meist nur Telefonkontakt haben.
    Sie hat mit extrem wichtige, aber rel. einfache praktische Tipps gegeben, wie ich mit meinem finanziellen Chaos umgehen kann, mit Bürokram u.s.w.
    Außerdem war ich letztens bei ihr mit meinem (Wieder-)Partner, um Beziehungsprobleme zu lösen.
    Dank ihr habe ich es nochmals mit MPH versucht. Auch das läuft.
    Ich kenne sie aber erst seit ca. 8 Wochen, so dass Schule bei unseren Themen fast nicht vorkam.
    Di. habe ich wieder einen Telefontermin. da wird es aber erstmal wieder rum Beziehung und Familie gehen.
    Beruhigende Worte helfen. Ich danke dir, dass du mich ernst nimmst.
    Die meisten Leute haben keinerlei Mitleid mit Lehrern, weil unser Bild in der Gesellschaft meiner Ansicht nach sehr negativ ist.
    Danke also!!!

    Liebe Janie,

    hatte teilweise Gänsehaut beim Lesen. Unsere Grundproblematik ist sehr ähnlich. Allerdings ist es bei mir genau umgekehrt: Ich habe Probleme mit Korrekturen und überhaupt nicht mit Unterrichten trotz mangelnder Vorbereitung. Das erste Staatsexamen war mein erstes richtiges Erfolgserlebnis (1,3). Keine Ahnung, was ich sonst machen könnte, beim Unterrichten bin ich in meinem Element, auch wenn ich manchmal nicht mehr weiss als die Schüler (vor allem was Datenverarbeitung angeht).
    Wenn ich mir vorstelle, dass es so weitergeht die nächsten 27 Jahre, glaube ich nicht, dass ich meine Pensionierung erleben werde.

    Meine Fächer sind Englisch und Russisch, ich arbeite an einem Berufskolleg und habe eine 12-jährige Tochter, die ich seit 7 Jahren allein erziehe.
    So viel für den Anfang.
    Muss gleich weg. Werde dir auf jeden Fall heute Abend 'ne PN schreiben zwecks näherem Austausch. Vielen dank fü das Angebot!!!!

    Liebe Grüße
    Malina

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 56
    Forum-Beiträge: 778

    AW: Lehrer und neues Schuljahr

    hi malina,
    is ja toll, das is auch das, was uns ADSler ausmacht mit dem besonderen Animus.
    Bei Dir hats zu diesem Coach geführt. Da das noch viel weiter reicht kannst Du auch gut mit den Lernenden umgehen.
    Ich bin inzwischen Physiotherapeutin und arbeitete anfangs auch mit Gruppen, hätt ich mir früher nie vorgestellt. Das konnt ich mir zwar zurechtlegen, welches Areal ich bearbeiten wollte, jedoch entscheidet die Gruppe und die jeweilige Tagesform aller doch, was sich tatsächlich im Unterricht abspielt. Da ist unser Improvisationstalent und Flexibilität optimal nutzbar.
    Wenn, ja wenn das Papier nicht wär, geht mir genauso!!
    Arbeiten und mir Menschen Wege finden ist mein Element. Werd ich auch wieder finden, hoff ich. Bin schon das ganze Jahr nicht mehr fähig zu Arbeiten außer in Gedanken. Kliniken und nun kommt noch eine Reha.
    Ich hab auch immer wieder Lehrer in der Praxis, die überhaupt nicht klar kommen und total überlastet sind. Ich weiß wovon Du redest.

    Lieben Gruß Petra

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Lehrer und neues Schuljahr

    Liebe Petra, liebe Janie,

    habe euch beiden jeweils eine PN geschickt, weil ich eure Reaktionen so toll fand und ich mich weiter austauschen möchte über dieses Thema hinaus. Bei meinem Postausgang steht aber 'ne 0!!!
    Beiss mir in den Arsch, wenn bei euch nix angekommen ist und ich alles nochmal neu schreiben muss.
    Bitte, bitte meldet mir zurück, ob bei euch was angekommen ist!

    Danke
    M.

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