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Diskutiere im Thema wie schauts bei Euch aus? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: wie schauts bei Euch aus?

    So, ein Stück bin ich jetzt weiter. Habe meine Anmeldung abgeschickt.

    @Jamy, Lola

    euren Vorschlag, einen Teil der Arbeitsleistung als Festangestellter und den anderen Teil als "Freiberufler" finde ich sehr gut.

    Habe nämlich massiv ein Problem mit langweiligen Routinetätigkeiten.

    Jedoch lauern in einer reinen Sebständigkeit halt auch Gefahren, weil hier auch Tätigkeiten erledigt werden müssen, die sonst vielleicht eine (langweilige) Abteilung im Unternehmen macht, wie z.B. Rechnungsstellung, Buchhaltung, Steuer etc.
    Durch den "fixen" Job ist jedoch zumindest ein gewisser Grundstock zur Lebenhaltung gelegt, so dass das andere dann auch mehr Freude macht!

    Werde versuchen, in diesem Sinne vorzugehen, danke!

    LG
    Erika

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 142

    AW: wie schauts bei Euch aus?

    Du meine Güte,
    Ihr macht mich an so vielen Stellen so absolut sprachlos!!!! Ich sollte mal aufhören mit dieser 'neinwieichmichwiedererkenne-Nummer', aber das ist schon wirklich überwältigend.
    Was Ihr hier gerade besprecht, ist absolut genau mein Thema.
    Immer dachte ich, ich bin einerseits eben einfach zu blöd, um eine Sache richtig zu machen.
    Andererseits hatte ich immer dieses schreckliche Gefühl, so viele Richtungen interessant zu finden, dass ich in dem Dilemma feststeckte - wenn ich mich für eine Sache ganz entscheide, muss ich allem anderen entsagen. Das war für mich so gruselig, dass ich es offenbar vorgezogen habe, fast 40 zu werden und lieber nichts richtig zu machen, aber dafür immerhin die theoretische Möglichkeit weiter am Leben zu halten, alles mögliche zu machen.
    Ich hatte nach dem Abitur Grundschullehramt studiert, unterbrochen von unzähligen anderen Studiengängen, hab aber mit dem Gefühl, irgendwas doch endlich mal abschließen zu müssen, ein halbwegs uninteressiertes Examen bei den Lehrern gemacht. Danach eine Ausbildung zur Grafikerin, als meine Tochter in den Kindergarten kam. Seit ich die Ausbildung beendet habe, arbeite ich (seit 5 Jahren) als Lehrerin mit jeweils befristeten Vertretungsverträgen an Grundschulen, inzwischen auch gerne, allerdings mit den entsprechenden Problemen bei der strukturierten und planvollen Unterrichtsvorbereitung.
    Nebenbei arbeitet mein Grafiker-ich an verschiedenen Projekten, die meine kreativen Hunger stillen und eine ganz andere Seite von mir ansprechen.
    Grundsätzlich finde ich diese Zweiteilung sehr gut,- andererseits merke ich aber auch dass die dadurch entstehende Komplexität, das zu viele Baustellen im Alltag haben, mir sehr zu schaffen macht. Ich habe dabei diese ewige Sehnsucht nach mehr Überschaubarkeit in einem irgendwie 'kleineren' Leben.
    Es ist aber superinteressant, dass das einerseits dies und andererseits das arbeiten etwas ist, was Ihr auch kennt und praktiziert!
    Und jetzt kommts:
    Lolaaaaa -
    ich dachte ich lese nicht richtig grade.
    Eben habe ich mit einem Menschen vom Arbeitsamt telefoniert (bin grade wie immer in den Sommerferien arbeitslos gemeldet) um zu fragen ob die vielleicht Fortbildungen finanzieren, und zwar den ADS-Coach und den Elternberater!
    Gestern hatte ich zum ersten mal die Idee, dass das ja nun etwas ist, was mich erstens unendlich interessiert, seit ich weiß wie betroffen ich selbst bin, das ist an sich schon eine gute Voraussetzung. Dann glaube ich auch dass man als selbst Betroffener vielleicht gerade erst recht ein guter Berater oder Coach wäre, weil man um die verschiedenen Aspekte des nicht nur durch gelerntes Wissen weiß, sondern sie auch fühlen und erfahren 'durfte'.
    Vielleicht ADS typisch schossen mir gleich tausend Dinge durch den Kopf, wo man überall ansetzen könnte, wie unendlich groß der Handlungs-, Aufklärungs- und Beratungsbedarf ist - bei Eltern, aber auch an Schulen. Ich habe oft in Klassen eine Doppelbesetzungsfunktion gehabt, für einige Wochenstunden, in denen ich, wie sonst FSJ Kräfte oder Elternfeuerwehr, nur dafür da war, ein spezielles ADS Kind unter Kontrolle zu halten, für das Kind da zu sein, es zu unterstützen und notfalls mit ihm raus zu gehen wenn es sich zu störend für die anderen verhält. Aber krass ist, dass wir alle diese Arbeit machten, ohne jede Ahnung was ADS überhaupt ist und was das Kind tatsächlich braucht in all diesen Situationen!
    Es gibt noch unendlich viele Lehrer und Schulen, die mit dem Wissen über ADS hoffnungslos unterversorgt sind,- es müsste eigentlich schon bei der Lehrerausbildung Pflichtseminare über ADS geben (vielleicht gibt es das inzwischen auch) Du meine Güte,- als ein solcher Berater könnte man sich an so vielen Stellen so sinnvoll und hilfreich einbringen...
    Also Lola,- erzähl doch mal,- gerne auch per PN, was genau hast Du vor und was könntest Du Dir vorstellen, nach einer solchen Fortbildung damit anzufangen?
    Finde das super spannend und würde mich über einen Austausch mit Dir darüber sehr freuen!

    (schon wieder Roman geschrieben,- muss damit aufhören und lernen mich kurz zu fassen, herrje...)

    Liebe Grüße!

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: wie schauts bei Euch aus?

    @Julia,

    ich schick dir morgen ne PN. Heute hab ich die Zeit übersehen und bin jetzt müde.

    Das Thema reizt mich langsam zu einer Umfrage: "Wieviele abgeschlossene Ausbildungen, wieviele angefangene? 5, 10, 20, 100?"

    lg

    lola

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: wie schauts bei Euch aus?

    @ Lola: die Umfrage fände ich in der Tat nicht uninteressant, vielleicht etwas anders formuliert

    Ich hatte in der Schule massive Probleme, weil ich mich in der Klasse nicht wohl gefühlt habe, und diese typischen Symptome inkl Impulsivität mit mir durchgingen. habe dann viel geschwänzt, und hätte nach der 9. Klasse keinen Abschluss gehabt.
    Also 10. Klasse gerade so mit dem Hauptschulabschluss verlassen. Danach 2 jahre Pflegevorschule (Berufsschule) dort mit erweitertem Realschulabschluss abgegangen. Dann wollte ich Fachabi machen, habe dies nach 2 Jahren kurz vor den Prüfungen abgebrochen. Dann habe ich meine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht, und danach ein dreiviertel Jahr etwa auf Intensiv gearbeitet. Das war zuviel und nun bin ich seit 17 Monaten krank geschrieben. Neben der Schule habe ich nebenbei noch jedes WE im Altenheim gearbeitet.

    Meine Therapeutin sagte mir: ich brauche einfach erstmal Ruhe, einfach nur Ruhe. Oh wie Recht sie hat!!!

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 44

    AW: wie schauts bei Euch aus?

    Moin liebe brüder und schwestern

    also ich habe auh schon einiges gemacht, erst Gärtner gelernt , dann rettungsassistent und dann fahrlehrer also ein bunter mix.

    Aber enke das ist in heutiger zeit eh so das man vielleicht schneller den Job wechselt und nochmal was neues lernt als früher oder meint ihr das es ADS spezifisch ist ?

    Ich glaub das liegt an der heutigen zeit

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: wie schauts bei Euch aus?

    Nein, nur an der heutigen Zeit liegt es bestimmt nicht.

    Bin schon der Meinung, dass es auch was typisches ist. Es gibt hier denke ich zwei Extreme:

    Einmal die, die durch immer die gleichen Tätigkeiten und Abläufe Struktur und Sicherheit erhalten. Für so jemand ist es sehr schwer vorstellbar, sein gewohntes System zu verlassen, weil die Ordnung sonst komplett zusammen brechen würde.

    Die Andere Fraktion ist das komplette Gegenteil. Eine Tätigkeit ist nur so lange interessant, so lang sie neu ist und Herausforderungen bietet.
    Sobald Routine aufkommt, ist das langweilig. Hinzu kommt, dass man bei langweiligen Tätigkeiten schnell Flüchtigkeitsfehler macht, der Erfolg des ganzen kann hiervon beeinträchtigt sein. Also lieber wieder was neues suchen .....

    Ideal ist denke ich eine Tätigkeit, die beides ermöglicht. Gewisse Strukturen, aber viel Freiheit, um eigene Kreativität einsetzten zu können. Ebenso muss sie immer wieder neue Herausforderungen bieten.

    Es kommt sicher nicht von Ungefähr, dass viele ADHSler mit Menschen arbeiten, da ist jeder ein Idividuum, immer eine neue Herausforderung.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 44

    AW: wie schauts bei Euch aus?

    1411erika schreibt:
    Nein, nur an der heutigen Zeit liegt es bestimmt nicht.


    Es kommt sicher nicht von Ungefähr, dass viele ADHSler mit Menschen arbeiten, da ist jeder ein Idividuum, immer eine neue Herausforderung.
    da muss ich dir recht geben die genannten punkte kenne ich auch sehr gut... wiso nur ???

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: wie schauts bei Euch aus?

    Ich hab da zwei Gesichter: es gibt ein oder zwei total mechanische Tätigkeiten die ich sehr gerne mache, da kommt fast ein flow-Gefühl auf. Oder ich brauche Abwechslung und nicht zu viele Leute um mich rum.

    Bin ja zur Zeit in ner Reha-Firma. Da ist es immer wieder frustrierend, dass die Betreuer meine speziellen Schwierigkeiten mit Gruppen nicht kapieren. Aber ich schweife ab...

    lg

    lola

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 56

    AW: wie schauts bei Euch aus?

    Also ich finde mich mal voll und ganz bei der fraktion wo wenns langweilig ist weg mit und was neues her(ums direkt zus schreiben).Wobei ich aber sagen mus ich habe keine ahnung warum das so ist,was ich irgendwo und wan auch mal herausfinden werde/will.Weil bei mir wars so ausbildung angefangen abgebrochen. danach 1 berufsfachschule angefangen und wieder abgebrochen dan Bund Die haben mich dienstuntauglich erklärt wegen meiner fehlstellung meines Brustbeines und seither fang ich was an bekomme mich aber nicht dazu selber überedet es fertig zu machen.

    Ist mir aber auch schon aufgefallen das ich mehrer sachen machen sollte(mus) das ich überhaupt irgendwas fertig bekomme.Deshalb hab ich mir schon viel ärger eingeheimst(auf Familie bezogen).

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 34

    AW: wie schauts bei Euch aus?

    ich wollte eigentlich ausschalten und ins Bett gehen:

    Schule und Penne liefen sehr gut, weil fast von selbst (brauchte nicht groß lernen).

    Nach dem Abi (genau zur Wende) stand ich erstmal auf dem Schlauch (bin aus den neuen Bundesländern), da erstmal alles platt gemacht wurde. Übrig blieb ein Wirtschaftsstudium in Dresden. Erst nach dem Grundstudium wusste ich, was ich eigentlich machen wollte: Steuerrecht. Das bestand ich dann mit einer glatten 4.0 (ab 4.1 wäre ich durchgefallen!), da ich ganz konsequent lernen wollte, wobei es dann aber auch beim Wollen blieb.

    Jetzt bin ich schon - nach 2 jährigem Gastspiel in einem Finanzierungsbüro -seit 10 Jahren bei der gleichen (kleinen feinen) Steuerkanzlei (nur der Chef hat zwischendurch gewechselt) mit 7 tollen Kolleginnen. Steuern - wie trocken. Das ist der Spruch, den ich immer höre. ABER: Mir macht die Arbeit Riesenspaß. Ständig Abwechslung (kein Fall ist wie der andere), ständig neue Änderungen (jedes Jahr umdenken), unterschiedliche Menschen u. Schicksale (die Leute reden sich bei uns alles vom Herzen). Bin wohl auch ganz gut; bearbeite mit die (für die Kanzlei) größeren Fälle, komme gut mit den Mandanten, Kollegen aus (mit Chef meistens). Probleme hab ich bei der ORDNUNG (Papier vermehrt sich praktisch von selbst) und mit der ORGANISATION, da ein Fall nicht durchgängig bearbeitet werden kann, weil immer was oder wer dazwischen kommt. Hab jetzt erst eine wichtige Frist verpasst... Ab und zu kommt mal ´ne Bemerkung wie "Kopf zusammen nehmen", "aufwachen", "Hallo, Ihr Urlaub ist vorbei". Dann ist aber auch wieder gut. Echte Probleme habe ich mit der "Zeiterfassung". Wir müssen jeden Tag aufschreiben, wie lange wir für was gebraucht haben (im 1/4 h-Schritten). Es klappt immer ein paar Tage, dann verschieb ichs wieder auf später... Ich warte schon auf den nächsten Anrunkser.

    Das große Chaos ist zu Hause. Und das kriege ich NICHT in den Griff.

    P.S. Eigentlich wollte ich nie einen Bürojob...

    Ist ´n bisschen lang geworden. MfG

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