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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 74

    Böse Arbeit und Stress

    Huhu Ihr Lieben

    kennt ihr das auch?

    Ich bin Altenpflegerin, ich renne den ganzen Tag von einen Bewohner zum nächsten. Die Zeiten die ich für die Bewohner habe sind sehr eng geplant, meist reicht sie nicht mal aus und ich muß dann die Zeit vom nächsten Bewohner noch kürzen oder es kommen noch ungeplante Leistungen dazu.

    Eigentlich führe ich meinen Beruf sehr gerne aus aber der ständige Stress macht mich irre und unzufrieden. Ich liebe es meine Bewohner zu bemuttern und zu verwöhnen. Mit dieser Massenabfertigung, wie ich es inzwischen nenne, komme ich nicht zurecht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es den Bewohner dabei gut geht und mir geht es auch nicht gut. Mit den Vorgesetzten darüber zu reden ist sinnlos, die ziehen die Zügel immer straffer.

    Nach 7 Stunden Arbeitszeit könnte ich noch den ganzen restlichen Tag so weiter rennen nur das Denken geht nicht mehr. Fragt man mich und ich will etwas erzählen habe ich die reinsten Wortfindungstörungen und die Namen der Bewohner fallen mir nicht mehr ein.

    Komme ich dann nach hause, will ich nicht mehr angesprochen werden.
    Hier hab ich 2 Techniken entwickelt, die aber unmöglich die Lösung meines Problems sein können. Die Eine, ich gehe schlafen und bin dann den restlichen Tag wie erschlagen und esse hinterher alles was mir in die Finger kommt und mir schmeckt.
    Die Nächste, ich gehe Einkaufen, ich könnte stundenlang in einen Laden verbringen und mir die Auslagen ansehen. Danach fühle ich mich fast so als wäre ich nicht in der Arbeit gewesen.

    Gehe ich aber ganz normal nach hause und nehme mit vor, ich beginne ganz normal mit den Haushalt, kommt absolut nix dabei raus.
    Ich fühle mich wie ausgetrocknet, als hätte ich die ganze Nacht durchgemacht, total übermüdet und fertig.
    Ich denke mit ich trink erst mal Wasser in Mengen, eine Tasse Kaffee und Rauch erst noch eine Zigarette, dann ende ich schlafend auf den Sofa.

    Ich hasse das, meinen Kollegen macht das gar nix. Die sagen, sie trinken daheim einen Kaffee und dann geht es weiter.

    Wenn ich dann aufwache, hab ich oft plötzlich etwas im Kopf was ich vergessen habe und ärgere mich darüber, dass ich mich wieder so stressen hab lassen.

    Wie gerne würde ich aufwachen in ruhe meinen Haushalt machen und mich freuen wie schön mein Leben eigentlich ist. Aber meist kommt dann dieses Überforderungsgefühl und will nicht und angesprochen werden.

    Mit MPH ist das schon viel besser geworden, ich schlafe nicht mehr ganz so lange und bekomme auch keinen Wutausbrüche mehr wenn ich mich überfordert fühle. Ich lasse es geduldig über mich ergehen und starre vor mich hin ohne etwas nützliches zu tun.

    Hab schon darüber nach gedacht den Arbeitgeber zu wechseln aber aus Erfahrung weiß ich, dass es bei uns noch am besten ist. Ich hab viele Bekannte mit den selben Beruf, vom Stress her ist es da nicht besser eher noch schlimmer.

    Den Beruf wechseln mmm, ich kann ja nix anders, verdiene dann ja auch nicht mehr so viel uns so weiter und sofort.

    Kennt das einer von euch und hab ihr eine Lösung für das ,,nach der Arbeitbrobelm" gefunden?

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Arbeit und Stress

    Hallo KaOsPrinzess!

    Ich komm zwar aus einer anderen Branche, kenne dieses Phänomen aber durchaus.
    Ich war mehrere Jahre als Paketzusteller tätig.
    Ich fuhr mit 80 km/h durch Duisburg, mit 50 Sachen durch die Tempo-30-Zone und immernoch mit 30 durch Verkehrsberuhigte Zonen. Lebensgefährlich, diese Fahrweise. Nicht nur für den jenigen, der diese an den Tag legte, sondern auch für alle Anderen, die sich in der Nähe meines Fahrzeugs aufhielten.

    Anders als bei die war, dass ich keine festen Arbeitszeiten hatte, gearbeitet wurde, bis die Pakete ausgeliefert, abgeholte Pakete im Verteilzentrum auf's Förderband gelegt und die Papiere abgegeben waren. Morgens um 6:00 Uhr fing ich an mit der Übernahme der Pakete und wenn ich abends noch GZSZ gucken konnte, war's 'n kurzer Arbeitstag.

    Ich war kräftemäßig nichteinmal mehr in der Lage, mich selbst zu ernähren, ich aß fast nur noch bei Mc Donald's.

    Ich wünsche Dir, dass dieses Alles Dir erspart bleibt. Deshalb sage ich Dir, traue Dich ruhig, krank zu sein und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinig ung abzugeben. Dieses notfalls auch mehrmals im Jahr. Vielleicht wird dann auch die Leitung in Deinem Altenheim wach und entlastet Dich von der Arbeit.

    Gruß
    icke!

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Arbeit und Stress

    ich würde nicht so leichtfertig mit krankenscheinen umgehen!!!!
    heutzutage ist das ziemlich gefährlich. es sei denn, man möchte seinen job verlieren & das auch noch durch sog. eigenverschulden. zu viele krankheitstage sollten nicht sein. nicht, wenn man nicht wirklich krank ist.
    leider ist das mittlerweile ein richtig tiefer teufelskreis geworden...
    denn wer sich nicht richtig auskuriert, wenn er krank ist, muß immer wieder zum arzt. aber aus angst um den arbeitsplatz rennt man mittlerweile mit 40° fieber ins geschäft. auch verdammt ungesund auf dauer.

    ich lese aus deinem posting heraus, daß dich nicht die arbeit an sich streßt, sondern der mittlerweile unpersönliche umgang mit den pflegebedürftigen. daß in immer weniger zeit immer mehr menschen "gepflegt" (wenn man das dann überhaupt noch so nennen kann) werden sollen.

    meine freundin war auch altenpflegerin & mußte schließlich nach burnout mit tiefen depressionen in die reha. ihren alten beruf kann & möchte sie nicht mehr ausüben.
    ich hoffe, dir geht es mal nicht so!!!


    ich selbst bin momentan von meiner arbeit auch sehr überlastet, v.a. körperlich. wobei ich meiner arbeit mit großer freude, spaß & motivation nachgehe. nach der arbeit noch einkaufen gehen? vergiß es! am liebsten gleich mal in die badewanne (entspannen) & dann unmengen essen (am besten was süßes) & mich am nächsten tag wundern, daß ich schon wieder n halbes kilo mehr drauf hab, obwohl ich während der arbeit so gut wie nix esse & nur am laufen bin.

    warum denkst du, deine 2 techniken bringen nichts? das mit dem auslagen angucken hört sich doch irgendwie gut an (solang du nicht dein sauer verdientes geld zum fenster rauswirfst)!


    leider geht es mir nicht wirklich anders als dir. im endeffekt kann ich dir also keinen rat geben. ich halte mich halt momentan so über wasser, daß ich weiß, daß es in ca. 3 monaten saisonbedingt wieder etwas ruhiger werden wird, ich irgendwann keinen nebenjob mehr brauchen werde & dann der streß etwas nachlassen wird - hoffentlich.
    hast du `denn etwas, worauf du dich in dieser richtung "freuen" kannst?

    laß den haushalt von jemand anderen erledigen.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    AW: Arbeit und Stress

    Halo KaOsPrinzess

    Ganz kurze Frage/kurzer Denkanstoss:

    ich weiß, dass es auch ambulante (private) Altenpflege gibt.
    Wäre das für Dich eine Alternative?
    Erst vor kurzem wurde eine Angehörige gepflegt, die 24 Std.-Pflege (zu Hause) benötigte. Und diese wurde durch 3 Pflegekräfte abgedeckt.

    Diese Pflegekräfte haben alle berichtet, dass sie genau wegen der Umstände (oder besser gesagt Zustände), die Du beschreibst aus der Altenpflege im Heim in häusliche Altenpflege gewechselt haben.
    Und die waren auch alle recht entspannt und zufrieden


    Gruß von pingpong

    P.S. Ich habe Hochachtung vor Menschen, die wie Du diese Massenabfertigung der alten und z.T. dementen Menschen verachtenswert finden und das nicht ertragen so arbeiten zu müssen


    KaOsPrinzess schreibt:
    Huhu Ihr Lieben

    kennt ihr das auch?

    Ich bin Altenpflegerin, ich renne den ganzen Tag von einen Bewohner zum nächsten. Die Zeiten die ich für die Bewohner habe sind sehr eng geplant, meist reicht sie nicht mal aus und ich muß dann die Zeit vom nächsten Bewohner noch kürzen oder es kommen noch ungeplante Leistungen dazu.

    Eigentlich führe ich meinen Beruf sehr gerne aus aber der ständige Stress macht mich irre und unzufrieden. Ich liebe es meine Bewohner zu bemuttern und zu verwöhnen. Mit dieser Massenabfertigung, wie ich es inzwischen nenne, komme ich nicht zurecht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es den Bewohner dabei gut geht und mir geht es auch nicht gut. Mit den Vorgesetzten darüber zu reden ist sinnlos, die ziehen die Zügel immer straffer.

    Nach 7 Stunden Arbeitszeit könnte ich noch den ganzen restlichen Tag so weiter rennen nur das Denken geht nicht mehr. Fragt man mich und ich will etwas erzählen habe ich die reinsten Wortfindungstörungen und die Namen der Bewohner fallen mir nicht mehr ein.

    Komme ich dann nach hause, will ich nicht mehr angesprochen werden.
    Hier hab ich 2 Techniken entwickelt, die aber unmöglich die Lösung meines Problems sein können. Die Eine, ich gehe schlafen und bin dann den restlichen Tag wie erschlagen und esse hinterher alles was mir in die Finger kommt und mir schmeckt.
    Die Nächste, ich gehe Einkaufen, ich könnte stundenlang in einen Laden verbringen und mir die Auslagen ansehen. Danach fühle ich mich fast so als wäre ich nicht in der Arbeit gewesen.

    Gehe ich aber ganz normal nach hause und nehme mit vor, ich beginne ganz normal mit den Haushalt, kommt absolut nix dabei raus.
    Ich fühle mich wie ausgetrocknet, als hätte ich die ganze Nacht durchgemacht, total übermüdet und fertig.
    Ich denke mit ich trink erst mal Wasser in Mengen, eine Tasse Kaffee und Rauch erst noch eine Zigarette, dann ende ich schlafend auf den Sofa.

    Ich hasse das, meinen Kollegen macht das gar nix. Die sagen, sie trinken daheim einen Kaffee und dann geht es weiter.

    Wenn ich dann aufwache, hab ich oft plötzlich etwas im Kopf was ich vergessen habe und ärgere mich darüber, dass ich mich wieder so stressen hab lassen.

    Wie gerne würde ich aufwachen in ruhe meinen Haushalt machen und mich freuen wie schön mein Leben eigentlich ist. Aber meist kommt dann dieses Überforderungsgefühl und will nicht und angesprochen werden.

    Mit MPH ist das schon viel besser geworden, ich schlafe nicht mehr ganz so lange und bekomme auch keinen Wutausbrüche mehr wenn ich mich überfordert fühle. Ich lasse es geduldig über mich ergehen und starre vor mich hin ohne etwas nützliches zu tun.

    Hab schon darüber nach gedacht den Arbeitgeber zu wechseln aber aus Erfahrung weiß ich, dass es bei uns noch am besten ist. Ich hab viele Bekannte mit den selben Beruf, vom Stress her ist es da nicht besser eher noch schlimmer.

    Den Beruf wechseln mmm, ich kann ja nix anders, verdiene dann ja auch nicht mehr so viel uns so weiter und sofort.

    Kennt das einer von euch und hab ihr eine Lösung für das ,,nach der Arbeitbrobelm" gefunden?

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 74

    AW: Arbeit und Stress

    Huhu icke WES

    Danke das du mir antwortest. Das mit den Krankmachen tue ich echt nur wenn ich auch Krank bin. Ich denke, so hast du das auch gemeint.

    Vor 2 Jahren war ich so überfordert das ich einen Nervenzusammenbruch hatte, wegen Überforderung in der Arbeit und meinen ADS denke ich. Es wurde immer wieder verschieden Dinge umgestellt ich konnte es nicht mehr hören, ein Chef sagte so der andere so, einig waren sie sich auch nicht, ich war echt fertig.

    Nachts bin ich aufgewacht und ausgeflippt wie eine Irre. Ich bin auf meinen Freund los wie eine gestörte. Ich habe mich aufgeregt weil er auf einen Stuhl saß. Hammer oder weil er auf einen Stuhl saß. das war so verrückt das ich es erkennen musste das mit mir was nicht stimmt.

    Am nächsten Tag bin ich in die Arbeit, ich war nicht in der Lage zu sagen, ich kann nicht arbeiten. Nein ich bin Arbeiten gegangen. In laufe des Vormittags wurde mir das klar so geht es nicht weiter. Ich hab während er Arbeit Termine bei meinen Hausarzt und einer Psychologin ausgemacht. Nacht der Arbeit hab ich mir für 2 Wochen Krankschreiben lassen. weiter 4 hat die Psychologin nach 2 Wochen noch dran gehängt.

    Nachdem konnte ich mir dann von meiner Chefin sagen lassen ob sie mich jetzt in Rente schicken soll und die Kollegen die für mich einspringen mussten wollten das ich mit den Stunden runter gehe damit sie nicht für mich mitarbeiten müssen.


    LG KaOsPrinzess

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 74

    AW: Arbeit und Stress

    Huhu strangecat

    Danke das du mir geantwortet hast.

    Das mit den Krankmachen ist nicht mein Ding, damit hätte ich dann auch wieder Gewissensprobleme. Da hast du voll Recht damit, man muß echt Angst haben und froh sein wenn man heute noch Arbeit hat.

    Mein Freund hat leider zu Zeit keine Arbeit mehr, erst Kurzarbeit dann Entlassung. Für ihn schlecht, für mich gut, dann kann er schon mal etwas Haushalt machen.

    Ich jammere hier rum und anderen geht es nicht viel besser. Ich musste es mir einfach auch mal von der Seele schreiben.

    Danke für die Antwort und dein Interesse

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 74

    AW: Arbeit und Stress

    Huhu pingpong

    Danke für die Antwort und dein Interesse.

    Ganz kurze Frage/kurzer Denkanstoss:

    ich weiß, dass es auch ambulante (private) Altenpflege gibt.
    Wäre das für Dich eine Alternative?
    Erst vor kurzem wurde eine Angehörige gepflegt, die 24 Std.-Pflege (zu Hause) benötigte. Und diese wurde durch 3 Pflegekräfte abgedeckt.
    Ambulante Pflege ist leider nicht viel besser, wenn nicht sogar schlechter. Meine Tochter lernt gerade in der ambulante Pflege. Die Zeit ist genauso eng bemessen und sie jagt von einen Patienten zum nächsten mit dem Auto. Kommt sie bei einen zu spät, kann sie sich von den noch dumm anreden lassen. Sie hat vor kurzen ein Praktikum in einen Heim gemacht, das gefällt ihr besser und da wird sie nach der Ausbildung auch arbeiten.

    Ist natürlich auch wieder Geschmackssache, ich hätte mehr Angst das im Winter die Straßen glatt wären. Und ein weiterer Grund ist auch das liebe Geld, ich bin seit über 10 Jahren in dem Haus und würde im nächsten Job nur noch einen befristeten Vertrag bekommen und weniger Geld, kein Weihnachtgeld mehr und weniger Urlaub. Wenn ich aufhören würde möchte ich mich selbständig machen aber davor habe ich auch wieder so viel Angst.

    LG KaOsPrinzess

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Arbeit und Stress

    Hallo zusammen!

    strangecat schreibt:
    ich würde nicht so leichtfertig mit krankenscheinen umgehen!!!!
    heutzutage ist das ziemlich gefährlich. es sei denn, man möchte seinen job verlieren & das auch noch durch sog. eigenverschulden. zu viele krankheitstage sollten nicht sein. nicht, wenn man nicht wirklich krank ist.
    leider ist das mittlerweile ein richtig tiefer teufelskreis geworden...
    denn wer sich nicht richtig auskuriert, wenn er krank ist, muß immer wieder zum arzt. aber aus angst um den arbeitsplatz rennt man mittlerweile mit 40° fieber ins geschäft. auch verdammt ungesund auf dauer.
    Natürlich sollte man nicht leichtfertig mit dem "Krankfeiern" umgehen. Aber ich denke mitlerweile, dass kein Arbeitsplatz, auch im Hinblick auf Hartz IV, besser ist, als einer, der die Gesundheit derart zerstört, wie es bei KaOsPrinzess der Fall ist. Und die Ausführungen von KaOsPrinzess lassen darauf schließen, dass sie arbeitsunfähig ist.
    Des Weiteren arbeitet KaOsPrinzess in einem Beruf, den kaum einer machen will. Da herrscht Mitarbeiterknappheit. Sollte sie wegen zu vielen Krankheitstagen gekündigt werden, so wird es ihrer Nachfolgerin potenziell ähnlich ergehen. Ihr Arbeitgeber wird dann rel. schnell vor dem Problem stehen, keine Leute mehr zu bekommen, wenn er weiter die Arbeitsbedingungen verschlechtert. Und KaOsPrinzess würde auch rel. schnell eine neue Arbeit finden.
    pingpong schreibt:
    Halo KaOsPrinzess

    Ganz kurze Frage/kurzer Denkanstoss:

    ich weiß, dass es auch ambulante (private) Altenpflege gibt.
    Wäre das für Dich eine Alternative?
    Erst vor kurzem wurde eine Angehörige gepflegt, die 24 Std.-Pflege (zu Hause) benötigte. Und diese wurde durch 3 Pflegekräfte abgedeckt.

    Diese Pflegekräfte haben alle berichtet, dass sie genau wegen der Umstände (oder besser gesagt Zustände), die Du beschreibst aus der Altenpflege im Heim in häusliche Altenpflege gewechselt haben.
    Und die waren auch alle recht entspannt und zufrieden
    Mein Bruder ist altenpfleger in der mobilen Altenpflege. Und dort sind die Arbeitsbedingungen genau so wie ich es beschrieben hab:
    80 km/h durch Duisburg, mit 50 Sachen durch die Tempo-30-Zone und immernoch mit 30 durch Verkehrsberuhigte Zonen.
    Ich warte eigentlich nur darauf, dass der wegen zu schnellen Fahrens den Führerschein verliert. Patienten, wie Deine Angehörige, die in drei Schichten â 8 Stunden gepflegt werden, sind hier die absolute Ausnahme. In der mobilen Altenpflege geht es in der Regel auch nach dem Motto: satt, sauber, trocken.

    KaOsPrinzess schreibt:
    Vor 2 Jahren war ich so überfordert das ich einen Nervenzusammenbruch hatte, wegen Überforderung in der Arbeit und meinen ADS denke ich. Es wurde immer wieder verschieden Dinge umgestellt ich konnte es nicht mehr hören, ein Chef sagte so der andere so, einig waren sie sich auch nicht, ich war echt fertig.

    Nachts bin ich aufgewacht und ausgeflippt wie eine Irre. Ich bin auf meinen Freund los wie eine gestörte. Ich habe mich aufgeregt weil er auf einen Stuhl saß. Hammer oder weil er auf einen Stuhl saß. das war so verrückt das ich es erkennen musste das mit mir was nicht stimmt.
    Lass es in Deinem Interesse nicht wieder so weit kommen. Wenn Du das nächste Mal zusammenbrechen solltest, werden 4 Krankheitswochen nicht reichen. Und beim übernächsten Mal? Willst Du arbeiten, bis Du von den Herren im weißen Kittel und der Jacke mit den geschlossenen Ärmeln oder noch schlimmer mit dem schwarzen Kombi von der Arbeit abgeholt wirst?

    Ich denke, doch wohl nicht. Oder?

    Gruß
    icke!

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 74

    AW: Arbeit und Stress

    Huhu icke WES

    Wow, du bist echt schnell mit den Schreiben. Ich danke dir das du so viel von mir hältst, ich leider halte nicht ganz so viel von mir und mein Chef denke ich auch nicht.

    Es gibt 10000000000 andere wie mich und die nächste Neue verdient weniger Geld, die kommt denen auch noch billiger. Und es kratzen täglich neue an der Tür meiner Chefin und wollen meinen Job.

    Ich bin in einer Situation aus der ich mich momentan nicht befreien kann, es muß erst einen Schlag geben. Ich weiß nicht auf was ich warte und was ich will, ich habe Angst vor der Zukunft und vor Harz IV.

    LG KaOsPrinzess

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Arbeit und Stress

    Hallo KaOsprinzess!

    Ich kann das gut nachempfinden wie du dich fühlst.Auch ich arbeite in nem Altenheim und bekomm nach der Arbeit nichts mehr auf die Reihe.

    Stehe manchmal so im stress auf Arbeit das mir die einfachsten Wörter nicht mehr einfallen, was bei der Übergabe seehr peinlich ist.

    Renne oft mega verpeilt rum und meine größte Angst ist das ich mal deswegen nen groben Fehler mache. Auch nach der Arbeit kann ich nicht abschalten und hab immer ein schlechtes Gewissen oder das Gefühl was vergessen zu haben.

    Ne Lösung hab ich auch noch nicht wirklich gefunden und das Mph nehm ich ja auch erst seit einer Woche.

    Also wirklich weiterhelfen konnte ich dir jetzt auch nicht.

    Liebe grüße

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