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Diskutiere im Thema Neue Arbeitstelle, neue Chance, aber die Angst im Nacken im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 72

    Neue Arbeitstelle, neue Chance, aber die Angst im Nacken

    Morgen ihr,

    mir liegt ein wenig auf der Seele.
    Ein paar Sachen hab ich schon in anderen Themen von mir angesprochen, doch diesmal geht es um meine Zukunft ab Morgen.

    Wie schon im anderen Thema angesprochen, gehe ich Morgen (total hibbelig) in ein Praktikum.

    Obwohl mein Gespräch 2,5 Stunden ging, wir nach 1,5 Stunden beim "du " waren, hatte es bei meinen Gesprächspartnern noch ein wenig gestockt mit ja oder nein.

    Probem 1: Ich habe durch meine andere Baustelle erst mit 30 meine Ausbildung begonnen, da war lange noch nicht die Diagnose AD(H)S bei mir gekommen (die habe ich ja erst seit 8 Wochen)
    Da ich ganz offene und ehrliche Resonanz bekommen habe, was ein Arbeitgeber da denkt, ist mir erschrocken alles aus dem Gesicht gefallen!

    - Warum ist das so? Hat das Gründe? War der Kriminell, hat der ne Drogenvergangenheit? Hatte der Probleme mit Alkohol? - Dinge die ich nie in Erwähung ziehen würde bei meinem Lebenslauf!

    -> eigentlich hat das ganze einen ganz einfachen Grund, den ich dann aber meinen potentiellen Arbeitgebern das erste Mal seit Jahren dann Offenbart habe: Nein, es ist simpel wie verständlich. Ich wurde nicht mit einem "m" im Perso geboren. (TS)
    Das ist halt was mein halbes Leben mir extreme Steine in den Weg gelegt hat - geklärt habe ich das erst kurz vor der Ausbildung, und bin dann als "er" voll durchgestartet.

    Problem 2: Dieses Jahrelange verstecken hat tiefe Wunden hinterlassen. Mein Selbstvertrauen ist manchmal nicht das beste, ich nehme viel persönlich. Denn es folgte nach der Ausbildung eine Odysee von Arbeitgerbern. Immer zwischen 2 - 12 Monaten, dann war Schluss.

    Das wirft wieder die Frage auf: Warum ist das so? Hat er gekündigt? Hat der kein Durchhaltevermögen? Hatte der immer Stress?
    Und vor allem: Wie wird das bei uns? Verlässt der uns auch wieder nach X Tagen bis Monaten?

    -> seit 8 Wochen weiß ich ja von meinem AD(H)S und bekomme Medis. Im Gespräch bekam ich etwas zu hören, was ich noch nie gehört habe:
    "Du scheinst einen sehr struktuierten Eindruck zu machen".

    Ich war so baff, dass ich dieses Lob in diesem Moment nicht verstanden habe!
    Erst als ich das in einem Gespräch später erwähnte, wurde mir das klar.

    Nun habe ich Angst, große Angst.

    Ich bin total happy, dass ich bevor wir in einen Vertrag stecken ich das ganze erst einmal ansehen kann. Erproben ob ich da rein passe, alle zufrieden stelle und mir den Job zutraue.

    Aber was mach ich?

    Viele Fragen, worauf ich ja heute weiß, welchen Grund es hat.

    Sag ich meinem potentiellen Chef:

    - dass meine Unterlagen beim ärztlichen Dienst liegen?
    - ich in meiner Erprobung das ich erst seit Wochen weiß, dass ich AD(H)S habe?
    - dass ich Medis nehme "aufgrund meiner Konzentration"?
    - dass ich Angst habe, dass ich wieder alles verliere?
    - dass es bei den anderen Arbeitgebern oft auch an meinem Empfinden gelegen hat - weil ich mich nicht wohl fühlte?
    - dass ich auch mit der Art meiner Chefs, der Kollegen und dem Arbeitsweg überfordert war?
    - dass ich Angst habe, dass ich für den Job nicht gemacht bin?

    Die Vorteile bei dieser Stelle sind ganz klar:

    - Die Chefs sind mit ihren Mitarbeitern im Du
    - Pendelzeit pro Strecke (von Haustür zu Haustür) sind nur 45 min incl. Fußweg
    - Jede Schicht, ob Teilzeit, Vollzeit oder Mini geht immer 6 Stunden (ohne Pause) - also bin ich mit hin und her ca 8 Stunden "weg"
    - Obwohl ich meine Schichten später alleine bin, kommt das meinem Wunsch auf einen eigenen Laden sehr nahe. Da ich ja die Verantwortung für den Laden, die Kasse und die Abrechnung habe.

    Ich hoffe ihr könnt mir ein wenig helfen

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 102

    AW: Neue Arbeitstelle, neue Chance, aber die Angst im Nacken

    So richtig helfen kann ich dir leider nicht, aber ich habe deinen Text mit großem Mitgefühl gelesen und kann dich gut verstehen. Ich wäre an deiner Stelle jetzt auch sehr aufgeregt.

    Du hast in deinem Leben also gleich zwei große Baustellen auf einmal.
    Ganz spontan denke ich, dass die AD(H)S-Problematik eher ein Grund sein könnte, deine neue Arbeitsstelle zu gefährden. Mit deiner Person als TS scheint dein neuer Arbeitgeber ja auf ersten Blick keine Probleme zu haben.

    Dadurch dass du jetzt weißt, dass du zusätzlich noch AD(H)S hast und bereits Medikamente nimmst, stehen doch die Chancen gut, dass du die neue Herausforderung auch bewältigst.

    Wenn du es schaffst, versuche doch, dich an den ersten Arbeitstagen etwas zurückzunehmen. Schau dir alles an, rede nicht zuviel, vor allem nicht über dich selbst, und überprüfe die Lage. Was einmal gesagt ist, lässt sich nicht mehr zurücknehmen. Und du bist wirklich nicht verpflichtet, dich selbst ans Messer zu liefern.

    Ein anderer Punkt ist, dass dein neuer Chef nicht dein Therapeut sein kann und will. In erster Linie erwartet er von dir die Erfüllung eures Arbeitsvertrages. Nur du selbst kannst einschätzen, ob du dazu imstande bist. Aber auch das wirst du erst genau wissen, wenn du vor Ort bist.

    Viele Gründe, die du für das Scheitern deiner vorherigen Arbeitsverhältnisse genannt hast, könnten sich durch die Medikation bessern, d.h. dass du jetzt insgesamt belastbarer bist.

    Ich wünsche dir einen richtig guten Start morgen und drücke ganz fest die Daumen!

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Neue Arbeitstelle, neue Chance, aber die Angst im Nacken

    Vielen lieben Dank für deine Worte.

    Also durchatmen, zusehen und wuuuuuussssaaaaaa *smile

    Ich habe durch die Medis eh das Gefühl, dass ich endlich seit dem ich mich zurück erinner, endlich Mal entspannt bin.
    So als würde ich mich in einer Dauermeditation (oooommmmmm) befinden.

    Ich sage mitlerweile immer (mein neues Mantra): Dann soll es so sein.

    In den letzten Monaten sah ich nicht das "warum" - also warum es nicht weiterging, warum eine Absage nach der nächsten kam. Warum mir niemand eine Chance gab.
    Trotzdem sagte ich: Das hat alles einen Grund! Auch wenn ich ihn jetzt noch nicht sehe.

    In den letzten Monaten konnte ich also ohne mir sorgen um eine aktuelle Arbeitsstelle, ohne Stress mit Kollegen / Chefs, zum test, mich checken lassen und mich auf Medis einstellen lassen.

    Fakt ist:
    Meine Bewerbung war 6 Monate lang ungesehen im Spamordner der Empfängerin.

    Da kann ich mich wirklich nur wieder auf mein neues Mantra berufen: Dann soll es eben so sein

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 237

    AW: Neue Arbeitstelle, neue Chance, aber die Angst im Nacken

    Mirrorcube schreibt:

    Sag ich meinem potentiellen Chef:

    - dass meine Unterlagen beim ärztlichen Dienst liegen?
    - ich in meiner Erprobung das ich erst seit Wochen weiß, dass ich AD(H)S habe?
    - dass ich Medis nehme "aufgrund meiner Konzentration"?
    - dass ich Angst habe, dass ich wieder alles verliere?
    - dass es bei den anderen Arbeitgebern oft auch an meinem Empfinden gelegen hat - weil ich mich nicht wohl fühlte?
    - dass ich auch mit der Art meiner Chefs, der Kollegen und dem Arbeitsweg überfordert war?
    - dass ich Angst habe, dass ich für den Job nicht gemacht bin?

    NEIN!!!!

    Nichts davon, No way.


    Der Mensch ist nicht Deine Krankenschwester oder Dein Beichtvater oder "die Mama".

    Geh mal getrost davon aus, dass er sich wenig für Deine Probleme interessiert aber sehr wohl dafür, dass Du seine Probleme löst (deswegen gibt er Dir Geld dafür und nicht Du ihm)

    Davon sollst Du ihn beim Praktikum überzeugen , deswegen bietet er es an.

    Behellige ihn bloß nicht mit Deinen Problemen! Denk daran, der interessiert sich vor allem dafür wie gut Du ihm helfen wirst (und das muss er als Chef auch)

    Wenn Du punkten willst dann zeig Dich von Deiner engagierten, interessierten - und nützlichen - Seite und mach einen guten Eindruck.

    Der Rest wird sich dann ggfs. später finden.

    (Nur der Vollständigkeit halber - Thema Medis und Konzentration - das musst Du sagen wenn es sicherheitsrelevant ist (bzw werden könnte) aber solange das

    nicht der Fall ist (!!!) mach es nicht zum Thema.)


    Also...Bon Courage!!!

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 300

    AW: Neue Arbeitstelle, neue Chance, aber die Angst im Nacken

    Hallo Mirrorcube,

    HAU REIN !

    Alles wird gut !

    Warum sage ich das?

    1.) zu Deiner Odyssee kann ich nichts sagen, aber die Erklärung warum so spät / lang / kurz / wechselhaft sollte Dir damit voll und ganz gelingen

    2.) Ich habe ein angekratztes Selbstbewusstsein (Ja ja - das ist eine STARKE Untertreibung) sollte für viele Fragen in den nächsten Wochen als Erklärung ausreichen

    3.) Ich habe nach einigen Jobwechseln auch mit Medis angefangen und auch völlig überraschend das Feedback bekommen "...so strukturiert..." - ICH ! - Wahnsinn ! (Will der mich verschaukeln... ?)

    4.) Das ist noch immer so :-)


    Jetzt zur Strategie:

    Mache aus Deiner Not eine Tugend !

    Hier ein paar Gedanken bzw, Satz-Vorschläge für Dich (wenn ich Dir so mit der Tür ins Haus fallen darf)

    Der Job / Praktikum ist mir wichtig - Was muss ich beachten ?

    - Moment ich schreibe mir das auf...
    - Habe ich auf meine Checkliste !
    - Möchten Sie, dass ich das so oder SO mache ?

    ...Nach einer Woche - Feedback abfragen !

    - Entspricht es Ihren Erwartungen ?
    - Finden Sie es gut, dass ich das so-und-so mache ?
    - Was kann ich verbessern ?
    - Oh - das wusste ich nicht ... WIe machen Sie es denn im Umgang mit Kunden / Lieferanten / Telefonaten / was-auch-immer
    - Haben Sie einen Tip für mich ?

    Nach einem Monate nochmal (siehe oben)

    Immer brav mitschreiben, abhaken und an die Struktur halten - Dann klappt das !

    Ggf. kommst DU ja in einem Laden mit chaotischen Kundenkontakten voll in eine Art "FLOW" weil das irgendwie genau DEIN DING ist...

    Ich bin im Aussendienst mit Kundenkontakt und blühe bei Problemen, Messen, Chaos voll auf - Wenn andere die Nerven verlieren, dann komme ich in meinen optimalen Wirkungsbereich

    Viel Erfolg - Du schaffst das !

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 300

    AW: Neue Arbeitstelle, neue Chance, aber die Angst im Nacken

    Luis Iffre schreibt:

    NEIN!!!!

    Nichts davon, No way.



    Der Rest wird sich dann ggfs. später finden.

    (Nur der Vollständigkeit halber - Thema Medis und Konzentration - das musst Du sagen wenn es sicherheitsrelevant ist (bzw werden könnte) aber solange das

    nicht der Fall ist (!!!) mach es nicht zum Thema.)


    Also...Bon Courage!!!
    Ooops vergessen !! - 3 goldene Regeln !


    Regel 1)

    Sag es niemanden !


    Regel 2)

    Sag es niemanden oder schau noch mal bei Regel 1 nach


    Regel 3)

    Dein (Ehe)-Partner kann als Ausnahme von Regel 2 angesehen werden...


    Sicherheitsrelevant trifft z.B. nicht darauf zu, wenn Dein Arbeitgeber Dir einen Firmenwagen überlasst.

    Also muss hier ganz speziell nach regelmässigen Medikamenten gefragt werden und das vom Amtsarzt !

    Solange der nicht vor Dir sitzt solltest Du dazu schweigen !


    Viel Erfolg !

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Neue Arbeitstelle, neue Chance, aber die Angst im Nacken

    nein- auf keinen Fall ir-gend-was zu ir-gend-ei-ner Diagnose/Problem sagen...
    Schon gar nicht "gleich".........!!!!!

    Auch - oder grade!?- nicht, wenn die Chefs mit den Angestellten per Du sind. Das verleitet -unsereins- zum plaudern. Und unsereins schafft sich damit Probleme. Herz auf der Zunge und so... Eiiiiiiiiiiiiiiiiiigentlich toll, ich mag das (ach was)--- im Arbeitsleben aber eher tödlich, wie ich lernen musste....

    Ein Duzverhältnis zum Chef wäre für mich, nach eigenen Erfahrungen, übrigens eher KEIN Vorteil.
    Ich bin -inzwischen- so weit, das ich eine "gewisse" Distanz zwischen mir und Chefs nicht nur gut, sondern notwendig finde. Aus folgendem Grund: ein lieber Kollege aus der SH Gruppe meinte mal: wir haben offenbar immer wieder und sehr schnell eine sehr große Nähe zu Menschen---- und verstehen oft nicht,dass das nicht auf Gegenseitigkeit beruht. WIR fühlen es doch. Sehr konkret sogar...

    Das kann ich absolut unterschreiben und bin -deswegen- immer wieder an die Wand gerasselt: ich fühlte/hatte eine Verbundenheit, die der Gegenpart nicht hatte. Und die Aktionsmöglichkeiten sind in solchen Ungleichgewichten eben auch genau so----------- ungleichgewichtig. Heißt: kann sehr wehtun. Existenzbedrohend werden.

    Genau in dem Punkt ist ein "nicht-Du-Verhältnis" zum Chef für mich so wichtig- damit ich nie, nie vergesse, wie die Hierarchien sind. Bzw, und das ist ja ein "altes ADHSler Problem"--- das es diese Hierarchien überhaupt gibt. Never forget- wir denken anders und haben in weiten Teilen Probleme damit, Hierarchien zu akzeptieren
    Fakt im real existierenden Arbeitsleben ist aber:

    Wir sind nicht gleich mit Chef. Duzen hin oder her.
    Wir sind keine Freunde. Duzen hin oder her.
    Wir sind Chef und "Sklave" (diesen harte Ausdruck nur deshalb, damit du die Gewichtung kapierst!!)




    Alles alles Gute für morgen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!
    Geändert von tusnelda (12.11.2017 um 19:39 Uhr)

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Neue Arbeitstelle, neue Chance, aber die Angst im Nacken

    Danke euch allen

    Es tat gut, ein paar Worte von Mitbetroffenen zu bekommen!

    Eure Ratschläge werde ich auf jeden Fall im Hinterkopf haben!

    Das mit dem "du" war bisher nie ein Problem für mich.
    Aber ich kann jetzt nicht der einzige im Unternehmen sein, der nun das "sie" verwendet - da mach ich mich nur unbeliebt.

    Aber ich hab Erfahrungen mit dem Anreden ^^ während der Ausbildung würde mir vom Chef auch das "du" angeboten - trotzdem hörte er in Situationen mit Außenstehenden dann immer "sie".

    Damit war er dann selbst überfordert - wenn ich dann um die Ecke kam und stören musste, hörte er dann immer "sie" .
    Sorgte immer für einen kurzen irriteirten Blick seinerseits

    Aber obwohl wir im Büro und beim "du" waren - hatte ich immer zum Chef ein anderes Verhältnis als zu meinem Ausbilder. Während ich mich dann auch beim Ausbilder mal "ausheulen" konnte, wäre mir das bei meinem Chef niemals in den Sinn gekommen.
    Das war fast so, als wenn der Ausbilder wie ein Bruder und Chef wie der autoritäre Stiefvater gewesen wäre ^^

    Da ich Einzelhändler bin, und nur mein eigenes Auto zur verfügung habe, und auch keine großen Maschinen bedienen muss denke ich nicht, dass ich in eine Situation komme, wo ich das als Sicherheitsrelevant einstufen würde.

    Aber ich hab schon im Gespräch gesagt, dass ich immer Papier und Stift bei mir habe, damit ich mir halt alles aufschreiben kann - damit mir keine Fehler passieren.
    Das wurde sogar als Gut befunden.

    Bei anderen Chefs bin ich da echt schon auf Probleme gestoßen!
    Ich schreibe mir lieber alles Mögliche mit, damit ich halt keine Fehler mache - das hab ich mir irgendwann angewöhnt, obwohl ich noch nix von meiner Diagnose wusste.
    Einige fanden das sogar albern und meinten, dass sollte ich lassen -> "verboten" mir es sogar indirekt -> das führte natürlich zu Unsicherheit bei mir -> dies führte zu Fehler - > dies letztendlich zur Kündigung.

    Während der Ausbildung habe ich mir sogar ein eigenes kleines Büchlein fertig gemacht mit Passwörtern (für mich lesbar codiert, falls es mal wer unbefugtes in die Finger bekommt) und mir alle Möglichen Schleichwege in den Computerprogrammen aufgeschrieben, damit ich alles richtig mache.

    Am Ende wurde ich Reihenweise von unseren 1€ Jobbern, Praktikanten und den "Leih"-Azubis nach meinem "Schlauen-Buch" gefragt.

    Immer wenn wer keinen Durchblick hatte, es zu stressig war um im Büro zu fragen, wurde nach meinem Buch geschrien

    Für mich ist es ein enormer Vorteil, wenn mein Arbeitgeber mir dies erlaubt - denn dann schaffe ich noch so große Kriesen auch alleine
    Geändert von Mirrorcube (12.11.2017 um 20:44 Uhr)

  9. #9
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 237

    AW: Neue Arbeitstelle, neue Chance, aber die Angst im Nacken

    @ Mirrorcube
    Hier werden 8 Pfoten und 2 Daumen gedrückt das du morgen einen guten Einstieg ins Praktikum hast.

    Du machst das mit dem Block und Stift schon sehr gut.
    Wenn du etwas aufschreibst, kannst du es nachlesen, wenn du nicht weiter weißt, weil du es vergessen hast.
    Wie du schon geschrieben hast, die Kolleginnen/Kollegen kommen sogar dann zu dir wenn du es aufgeschrieben hast.
    Als ich aus der Telefonzentrale ausgeschieden bin, haben sich die Kolleginnen/Kollegen darum gestritten wer mein Buch mit den ganzen Nummern haben darf.

    Du kannst auch sagen, dass du eine etwas längere und intensivere Einarbeitungszeit brauchst, aber dafür danach topfit bist.
    Frage auch gleich ob du eine feste Bezugsperson hast (Chefs geben die Aufgabe der Einarbeitung gerne ab).

    Zum Chef: Duze ihn ruhig, aber halte dir immer im Hinterkopf: Er ist dein Chef und will nur deine Leistung. Deine Probleme interessieren ihn nicht.

    Bei den Kolleginnen/Kollegen solltest du auch vorsichtig sein. Schütte bitte ihnen auch nicht dein Herz aus.
    Solltest du einmal Probleme mit ihnen haben, haben sie dich in der Hand (Chef, der ....ist krank. Der ADHS...)

    Ich wünsche dir für morgen alles Gute und einen erfolgreichen Einstieg ins Praktikum.

  10. #10
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Neue Arbeitstelle, neue Chance, aber die Angst im Nacken

    Bin trotzdem hibbelig Ich bin heute im "Spät" mit der Chefin, starte also um 15:30 meinen Dienst.

    Hatte ja am Donnerstag noch ein kurzes Telefonat mit meiner Chefin, um ihr zu sagen, dass das Amt der Praktikum bewilligt und auch schon das Führungszeugnis beantragt ist.

    O-Ton: Komm erst mal an, du wirst eh total aufgeregt und nervös sein, du wirst nicht wissen wo deine Jacke hin soll, wo du dein Trinken hinstellen kannst und warst ja noch nicht bei uns hinter der Kasse.

    Und sie bat mich: Wenn was sein sollte, Fragen aufkommen oder so - sprich mit uns!

    Heute klären wir zum einen, an welchen Tagen ich dann zum Praktikum erscheinen soll, und ich hab jetzt noch 2 Wochen Zeit um mein Monatsticket umzuändern.
    Da ich nur ein vergünstigtes habe, womit ich nicht bis zum Praktikum komme und dafür noch Zusatztickets brauche.

    Habe das Glück, dass aktuell im VRR gebiet ein "Schnupperticket" angeboten wird, letzte Start des limitierten Angebots ist der 01.12. das geht nur 3 statt 12 Monate und ich könnte - wenn es nicht klappen sollte - ohne große "Strafgebühr" aus dem Abo raus.

    Plan ist aktuell so: 4 Wochen Tz-Praktikum, wenn dann alles passt (bei Chef & mir), geht es in die Einarbeitung, die ab Tag 1 bezahlt wird - die beiden schätzen auch noch mal so 4 Wochen. Danach ginge es dann los, mit den 1 Mann Schichten - nervös

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