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Diskutiere im Thema Stellenwert von Beruf und Arbeit im Leben, gerade auch bei ADHS im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    Stellenwert von Beruf und Arbeit im Leben, gerade auch bei ADHS

    Dieser publizistische Beitrag des renommierten Arbeitspsychologen Tim Hagemann war bei mir einer von mehreren Schlüsselmomenten hin zu einer weitreichenden Entscheidung, was Beruf und Karriere angeht, ich empfehle diesen Beitrag gerade auch für ADHS-Betroffene hier weiter:

    Sinnsuche: "Nicht jeder Mensch ist für Arbeit geboren" - karriere.de

    mein Bruder meinte dazu, das wäre "Kumbajah"...diese Haltung dazu muss man auch berücksichtigen...für mich persönlich viel sie weniger stark ins Gewicht...fiel nicht viel (das nachträglich geändert)...
    Geändert von Nightshadow ( 7.11.2017 um 06:22 Uhr)

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: Stellenwert von Beruf und Arbeit im Leben, gerade auch bei ADHS

    Ich persönlich z.B. habe einen Beruf studiert, der das Verleugnen und Verdrängen persönlicher Bedürfnisse als zentrales Element enthält. Man ist in diesem Beruf (den ich jetzt nicht genauer ausführen werde) ein Dienender...ich habe festgestellt, dass ich kein Dienender bin bzw. nicht gerne diene. "Enjoying life and travelling the world.", davon habe ich persönlich irgendwie mehr. Meine Tante hat groß Karriere gemacht, hat mehr als 80 Leute unter sich, sie hat schon lange den Traum, endlich mal Jordanien und Oman zu bereisen...seit Jahren wird das bei ihr nichts, weil Schulung in Berlin und da wieder was und wieder ne Fortbildung...meine Tante ist mit ihrer Leistung und Lebensleistung zufrieden, glücklich ist sie definitiv nicht...

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 274

    AW: Stellenwert von Beruf und Arbeit im Leben, gerade auch bei ADHS

    Das Thema beschäftigt mich auch sehr und ich finde das im Artikel gesagte auch sehr treffend.
    Ich habe auch nur ein paar Jahre in meinem "studierten" Beruf gearbeitet bzw. in ganz verschiedenen sehr interessanten Jobs, aber aus unterschiedlichen Gründen nie lange.
    Aber alle diese Jobs, so interessant sie auch waren, hatten für mich in erster Linie den Zweck des Geldverdienens.
    Nach Kind 3 haben wir uns für die familienfreundliche Variante entschieden - ich arbeite ein paar wenige Stunden pro Woche in der Firma meines Mannes.

    Ich habe sehr lange damit gehadert, keine "richtige" Arbeit zu haben, und das hing vor allem damit zusammen, was "die Leute sagen":
    Da hast du ja umsonst studiert, das ist aber kein gutes Frauen/ Rollen Vorbild für deine Töchter, du bist finanziell völlig von deinem Mann abhängig und so weiter.
    Abgesehen davon, dass ein Arbeitsplatz schon irgendwie ein Statussymbol ist, was auch sehr stark an der Bezahlung festgemacht wird. Also der Partner, der das Geld nach Hause bringt, "arbeitet", der Partner mit Haushalt und Kindern "bleibt zu Hause", was allgemein mit Freizeit assoziiert wird.

    Ich bin absolut für das BGE, aber ich denke, selbst wenn es das einmal gibt, wird ein Arbeitsplatz auch immer noch ein Statussymbol bleiben. Aber die Chancen stehen dann vielleicht besser, einer interessanten, nützlichen wenn auch wenig einträglichen Beschäftigung nachzugehen, was ja auch viele in Form von Ehrenämtern machen. Finde ich jedenfalls besser als irgendwelchen Müll (den niemand wirklich braucht, aber jeder meint haben zu müssen) zu produzieren und auf Teufel komm raus mit immer neuen Werbestrategien unter die Leute zu bringen, nur weil man ja irgendwie Geld verdienen muss. Oder dass man ein Auto finanzieren muss, nur um damit zur Arbeit zu kommen.

    Ich habe zum Beispiel eine Zeitlang im Kreativbereich gearbeitet und Kurse gegeben, praktisch zum Selbstkostenpreis, es kam nicht sehr viel mehr als die Raummiete rein, aber alle hatten Spaß dran und ich glaube, in dieser Richtung könnte sich einiges entwickeln.

    Was ich nach wie vor problematisch finde ist, dass die Kranken/Rentenversicherung so eng mit einer SV-pflichtigen Anstellung verknüpft ist. Ich finde, das macht einen sehr unflexibel und versperrt viele Möglichkeiten.

    Ich selbst habe mich inzwischen mit der Situation angefreundet, auch wenn ich mich immer mal wieder dafür rechtfertigen muss, dass ich trotz erwachsener Kinder immer noch in Teilzeit bin.
    Aber in meinem "studierten" Beruf als Ingenieurin könnte ich nie wieder Fuß fassen und ich bin ehrlich gesagt auch jetzt schon überfordert mit meinem Alltag. Ein Vollzeitjob würde mich völlig auffressen, das habe ich schon in meinen ersten Berufsjahren gemerkt, ohne von ADHS zu wissen.

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 729

    AW: Stellenwert von Beruf und Arbeit im Leben, gerade auch bei ADHS

    Ich für mich kann sagen, dass es mir sehr viel wichtiger ist, meinen Beruf als sinnvoll zu empfinden und dass mir mein Beruf Freude macht als Summe x im Monat zu verdienen.

    Ansonsten kommt es auch viel auf das Arbeitsumfeld an: Großbetrieb/Behörde vs. Klein(st)unternehmen. Ich habe schon in beidem gearbeitet und letzteres war viel angenehmer. Da kommt es im Vorstellungsgespräch auch primär drauf an, ob die Chemie stimmt. In Großbetrieben/Behörden ist das nicht so wichtig meiner Erfahrung nach, da muss man sich eher permanent anpassen u die Ellenbgen ausfahren und/oder Ärs*** lecken, wenn es um Beförderungen geht.

    Wenn man Karriere, Familie etc. plant und durchzieht, gerät man eher ins Hamsterrad und kommt da nicht mehr/nur noch schwer raus. Und je älter man wird und je mehr Verantwortung man auch privat trägt (Kinder, Kredite), desto schwieriger wird es, sich beruflich noch zu verändern.

    Ich wünsche mir zwar manchmal ein paar Jahre jünger zu sein, weil mir nicht mehr viel Zeit bleibt, um selbst noch ein Kind auszutragen, aber die Freude, mein Leben zu leben, also meinen eigenen Weg zu gehen, und die für mich richtigen Entscheidungen getroffen zu haben, überwiegen.

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 274

    AW: Stellenwert von Beruf und Arbeit im Leben, gerade auch bei ADHS

    Was mir dazu noch einfällt: Ich bin ja DDR-Kind und da war das Modell "Hausfrau" weniger verbreitet, für unverheiratete praktisch unmöglich. Es gab ein Babyjahr und am ersten Geburtstag des Kindes hatte die junge Mutti -bis auf wenige Ausnahmefälle- wieder am Arbeitsplatz zu erscheinen. Unsere West-Verwandten kannten das ganz anders.
    Ich weiß nicht, wie das inzwischen ist, aber in meiner Umgebung arbeiten die meisten Frauen so schnell wie möglich nach der Elternzeit wieder und "nur"- oder Teilzeit-Hausfrauensind nach wie vor eher selten. Vielleicht hat das mit dazu geführt, dass ich mich in meiner Hausfrauenrolle so unwohl gefühlt habe. Mal abgesehen davon, dass ich den Haushalt ja trotzdem nicht in den Griff kriege.

  6. #6
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 729

    AW: Stellenwert von Beruf und Arbeit im Leben, gerade auch bei ADHS

    Ich bin auch noch ein DDR-Kind und in meiner Generation war es soagr so, dass die Mütter bereits wenige Wochen nach der Geburt wieder Vollzeit arbeiten gingen und man selbst die Kinderkrippe besuchte. Manchmal frage ich mich btw, ob da ein Zusammenhang mit AD(H)S besteht, bzw. zumindest mit den Problemen bei der Selbstregulation.

    Als meine Oma junge Mutter war, gab es sogar Wochenkrippen. Da konnte man sein Kind von Montag bis Freitag lassen. Meine Oma ist bis heute der festen Überzeugung, dass Mütter die ersten 3 Jahe zu Hause bleiben sollten.

    In meinem persönlichen Umfeld ist es so, dass viele Elternpaare, sobald Kinder da sind, beide nicht mehr Vollzeit arbeiten wollen/gehen. Die Väter machen auch alle einen Teil der Elternzeit. In den Kindergarten geht es dann ab dem 1. Lebensjahr. In meinem persönlichen Umfeld ist auch niemand karrieregeil. Alle wünschen sich ein möglichst ausbalanciertes Leben und versuchen es umzusetzen. Evtl hat es bei uns allen Spuren hinterlassen, dass wir schon mit wenigen Wochen in die Kinderkrippe gingen u unsere Eltern nicht viel Zeit für uns hatten.

  7. #7
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.750

    AW: Stellenwert von Beruf und Arbeit im Leben, gerade auch bei ADHS

    mir fällt scher, gerade das Thema dieses Threades zu erfassen. der dazugehörige Text hat ja eigentlich mehrere Inhalte.Geht es darum, dass nicht jeder für die Arbeit geboren ist ? oder dass man bei der Berufswahl zwischen "reiner Broterwerb" und "Job mit Selbstverwirklichung" sich für die falsche Sparte entschieden hat ? und den Zusammenhang mit Adhs sehe ich grad auch nicht.

    die Antworten hier: Nightshadow hat sich im Broterwerbjob nicht wohl gefühlt. die letzten Posts gehen um Vollzeitjob und junge Mütter. wieder ein anderes Thema. ich finde auch, Threadtitel und Artikel passen nicht unbedingt zusammen.

    noghtshadow, kannst du bitte konkretisieren, um was es dir genau geht, zB in dem Artikel ?

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: Stellenwert von Beruf und Arbeit im Leben, gerade auch bei ADHS

    Moselpirat schreibt:
    mir fällt scher, gerade das Thema dieses Threades zu erfassen. der dazugehörige Text hat ja eigentlich mehrere Inhalte.Geht es darum, dass nicht jeder für die Arbeit geboren ist ? oder dass man bei der Berufswahl zwischen "reiner Broterwerb" und "Job mit Selbstverwirklichung" sich für die falsche Sparte entschieden hat ? und den Zusammenhang mit Adhs sehe ich grad auch nicht.

    die Antworten hier: Nightshadow hat sich im Broterwerbjob nicht wohl gefühlt. die letzten Posts gehen um Vollzeitjob und junge Mütter. wieder ein anderes Thema. ich finde auch, Threadtitel und Artikel passen nicht unbedingt zusammen.

    noghtshadow, kannst du bitte konkretisieren, um was es dir genau geht, zB in dem Artikel ?
    es geht nicht um eine einzelne Passage...aber es geht gerade auch um den Stellenwert, den Beruf und Karriere, sei der Beruf zum Broterwerb oder für Karriere-Verwirklichung oder sonst was, haben und wie sinnhaft bzw. wie berechtigt dieser Stellenwert ist...

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    aber am stärksten ragt für mich noch diese Passage heraus:

    "...Beruflich zu scheitern bedeutet gesellschaftliche Abwertung?

    Hagemann: Ja, und dabei erfolgt die Definition von außen. Es gibt Menschen, die in ihren Jobs todunglücklich sind. Nehmen wir den Manager, der sich fremdbestimmt fühlt und der heilfroh ist, dass er im Zuge einer Firmenfusion seinen Job verliert und endlich seinen Traum vom Aussteigen wahr machen kann. Er geht vielleicht nach Neuseeland, lebt dort in einer kleinen Ein-Zimmerwohnung und verdient seinen Lebensunterhalt mit einfachen Handwerkstätigkeiten. Beruflich gilt er jedoch als gescheitert, gesellschaftliche Anerkennung gibt es für seinen neuen Lebensentwurf kaum. Gerade deswegen leiden so viele Menschen nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes oder wenn sie als Selbständige gescheitert sind. Beruflicher Misserfolg ist ein Stigma. Das ist übrigens typisch deutsch. In den USA sind die gesellschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen anders. Da fängt man nach einer Pleite wieder von vorn an und kann relativ problemlos einen ganz neuen Beruf ausüben. Die Gesellschaft honoriert das...."

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    oder auch das:

    "...Hagemann: Der Beruf hat einen hohen Stellenwert. Er ist prägend für die eigene Identität und weist auch unsere gesellschaftliche Stellung zu. Wenn man jemanden neu kennenlernt, ist eine der ersten Fragen: Was machen Sie beruflich? Man kann sich dem kaum entziehen..."

    ich denke, dass die Themen sehr oft auch gerade Personen mit ADHS betreffen...

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Stellenwert von Beruf und Arbeit im Leben, gerade auch bei ADHS

    Arbeite ich um zu Leben oder Lebe ich um zu Arbeiten?


    Idealerweise ist wenn die Arbeit genau so spass macht wie die Freizeit.
    Ich persönlich hatte jedoch immer Montag morgen bereits den Abend und das Wochenende im Kopf.

    Für mich ist die Arbeit ein Mittel um zu Leben, was für eine Arbeit jemand ausführt ist mir egal den es sagt nichts über die Person aus. In Zukunft gibts eh immer weniger davon

  10. #10
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.750

    AW: Stellenwert von Beruf und Arbeit im Leben, gerade auch bei ADHS

    örks, ich möchte so einen Job nicht. ich hatte mal so einen und hab den Montag gehasst. war bequem und man musste sich nicht besonders anstrengen, gut bezahlt etc. aber ich stand so gar nicht dahinter.

    ich denke, in der Berufswahl muss man sich für eine Priorität entscheiden. will ich vor allem viel verdienen? oder will ich gesellschaftliche Anerkennung ? oder will ich persönliche Befriedigung, Selbstverwirklichung, Spaß im Leben ? oder Bequemlichkeit, körperlich nicht sehr anstrengend, Sicherheit, warmes Büro, gute Arbeitszeiten ? es werden sich nur wenige Jobs finden, in denen man all dies zu Traumkonditionen bekommt

    du hattest dich anscheinend für die Kohle entschieden. und dann im Job festgestellt, dass du kreuzunglücklich warst. heisst das, du ziehst jetzt den Schluss daraus, dass du zu denen gehörst, die einfach für das Arbeiten nicht geschaffen sind und forderst die gesellschaftliche Anerkennung ? wenn ich richtig verstanden habe, aber nur in einem Beruf und evtl gar ienen Arbeitgeber. dort warst du kreuzunglücklich. aber anscheinend stand es doch auch nie auf deiner Prioritätenliste, im Job auch glücklich zu sein, oder ?
    Als dir das klar wurde, hast du daraufhin deine Prioritäten neu überdacht und dich beruflich neu orientiert ? so wie der ehemalige Manager, der in dem Artikel auch erwähnt wird, der anschließend glücklich als einfacher Handwerker arbeitet ? hast du diesen Weg mal probiert ?

    ich hab eher das GEfühl, du setzt schon wieder auf das falsche Pferd. Es geht dir nun um gesellschaftliche Anerkennung deiner Nichtberufstätigkeit. Wenn ich den Kumbajah.Kommentar deines Bruders richtig deute, nimmt er dich oder diesen Artikel nicht so recht ernst. vielleicht, weil du vorschnell aufgibst ? zu viel erwartest? nicht mal andere Wege gehst ?

    ich hab mich damals gegen Karriere, Kohle und Bequemlichkeit entschieden und dafür einen erfüllenden Beruf gefunden. es gibt besser bezahlte und hanz gewiss bequemere und mit besseren Arbeitszeiten. aber ich mag ihn gerne und möchte ihn nicht missen. Es muss nicht genau der sein, aber einer, der mir Spaß macht und mir das Gefühl gibt, was sinnvolles zu tun. mir ist wichtiger, in meinem Job glücklich zu sein als die Bezahlung. was hilft die mir, wenn mein Auto, zu dem ich zum ungeliebten Job fahre ein teures ist und wenn ich nachdem ich 250 Tage ungeliebte Arbeit tat mir anschließend einen Luxushotelurlaub leisten kann ? nö, ich hab lieber während der Arbeit Freude. auch wenn sie hart und unbequem ist.

    Es gibt andere Psychologen, die auch Artikel schreiben, die genau von diesem "ReinerBroterwerb/PunktFünfStiftfallenlassenund SichDieGanzeWocheAufDenFreitag FReuenUndDannLebeIch-Einstellung als unglücklich machend analysieren. die dazu raten, nicht zu streng zwischen Job und Freizeit zu trennen und nicht das Glück in der NichtArbeitszeit zu suchen. Sondern Lebensziele, Glück, Zufriedenheit etc eben gerade in der Arbeit zu suchen empfehlen. zB Floweffekte, die besonders glücklich machen, werden zu 85 Prozent in der Berufszeit (weniger als Freizeit) erlebt und nur zu 15 Prozent in Freizeit und Beruf. man ist glücklicher, wenn man den Job nicht als Fron und das Private als Freiheit, Inder ich mich verwirklichen kann trennt.

    ich glaub, du weisst nicht so recht, was du willst . du hast auf das "Broterwerb"-Pferd gesetzt und dich dann gewundert, dass du nicht glücklich wurdest. Hm, offenbar hast du gemerkt, dass glücklich werden im Beruf dir doch wichtiger ist als reiner Broterwerb, wenn ich das Recht verstehe. was hast du dann gemacht? daraus eine Lehre gezogen und beruflich umgesattelt? offenbar nicht ? geht vielleicht der Kommentar deines Bruders in diese Richtung ? versteht er den Artikel als Rechtfertigkeit deiner fehlenden Berufstätigkeit ? wenn ich es recht verstanden habe, bist du nicht der ehemalige Karrierist, der nun einen zufrieden machenden, aber ganz und gar nicht gesellschaftlich anerkannten Beruf nachgeht, sondern du gehst keinem Beruf nach. und es geht dir zumindest aktuell vor allem um gesellschaftliche Akzeptanz desselben. Ganz ehrlich ? meines Erachtens setzt du damit schon wieder auf das falsche Pferd. Auch gesellschaftliche Anerkennung ist auf Dauer nicht wirklich befriedigend. und die Gesellschaft öndert sich nunmal nicht nach dienen WÜnschen. Wenn du darauf wartest, dass sie es tut, wirst du vermutlich unglücklich bleiben. Aber ehrlich gesagt ist gesellshaftliche Anerkennung nicht die allerdringenste Sorge, die jemand arbeitsloses hat.

    wenn du der Meinung bist, dass du nunmal nicht dazu gemacht bist, berufstätig zu sein, solltest du zumindest nach meinem Dafürhalten erstmal ganz viel ausprobiert haben und auch mal Staub geschluckt und hart, aber erfüllend gearbeitet haben, bevor du dich selbst aufgibst und von "bin nunmal nicht dazu gemacht, berufstätig zu sein".

    wenn du es gerne machen würdest, aber stark erkrankt bist oder so und einfach nicht berufsfähig, dann entschuldige bitte meinen Kommentar. Aber ich denke, das hättest du vielleicht schon erwähnt? und ich verstehe den Kumbajah-Kommentar nicht in diese Richtung.

    also; willst du glücklich sein, dann baue nicht darauf und suche nicht dein GLück darin, dass die Gesellschaft dich und deine Tätigkeit oder Nichttätigkeit anerkennt. sondern settze dir Prioritäten und Ziele und mach was. Probiere was aus. mache Praktika. Willst du Glück, Erfüllung, Selbstverwirklichung? dann probier doch mal eine soziale Tätigkeit. oder ein schönes Handwerk. vielleicht erstmal als Praktikum. finde heraus, was du kannst und was du _wirklich_ willst und welchen Preis du bereit bist zu zahlen. Und höte dich vor der Suche nach der Wollmilchsau. wenn Erfüllung im Beruf tatsächlich sein ziel ist, dann suche nicht gleich nach guter Bezahlung und Anerkennung und pfeife am besten überhaupt auf letzteres. aber setze dir eine Priorität und arbeite erstmal daran, sie zu erfüllen ! Wenn du das gefunden hast, kannst du glücklich werden. auch ohne dicken dicken Gehaltsscheck und Statusdenken.
    und das wird dich auch froher machen als das Nichtstun. du bist zu jung zum "Frührentner". Es ist schlimm genug, dass manche Menschen leider gesundheitlich (auch physisch) nicht in der Lage sind, berufstätig zu sein. Aber ich wage mal zu behaupten, dass die gesellschaftliche Akzeptanz nicht ihr dringlichstes Problem ist.

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