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Diskutiere im Thema Bafög - Problem wg Fachrichtungswechsel - kreativer Lösungsweg gesucht im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
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    Bafög - Problem wg Fachrichtungswechsel - kreativer Lösungsweg gesucht

    Hey ihr lieben!

    Ich versuche mich kurz zu fassen Werd daher jetzt nicht auf die ganzen Hintergründe eingehen, da ich euch sonst mit nem mörder-Text bombardieren müsste Bei Fragen - einfach fragen!

    Hab diese Woche mein neues Studium an ner Design-Hochschule begonnen, und fühle mich gleich von Anfang an so richtig wohl! ist im Prinzip ne Mischung aus Produktdesign und Programmierung bzw IT-Geschichten. Sehr abwechslungsreich, kaum Klausuren, dafür Projekte, die auch Handarbeit (Bau von Prototypen) erfordern. Wir behandeln eigentlich alles, was mir so richtig Spaß macht & auch wirklich liegt (Programmierung, CAD, Handarbeiten, Designgrundlagen)

    Problem is nur: Ich hab bis vor 10 Jahren Informatik studiert. Im 4. Semester war ich mit Zwillingen schwanger, leider aber versäumt, mich beurlauben zu lassen, was mir jetzt erhebliche Probleme bereitet, da ich genau deshalb kein Bafög bekomme (Antrag auf Vorabentscheid abgelehnt, hab vor 2 Tagen den Brief gekriegt. 4 Wochen Zeit für Widerspruch).
    Hab mich bei dem Antrag lediglich auf die Tatsache gestützt, dass ich ja im 4. Semester nur 1-2x anwesend war, da die typischen Begleiterscheinungen es kaum möglich gemacht haben, den Vorlesungen zu folgen. Noch versucht, das letzte Semester nachträglich beurlauben zu lassen, aber war auch nicht möglich.

    Beim Durchlesen des Bescheids kam mir, dass ich ja wg ADHS Anspruch auf nen Nachteilsausgleich habe.
    Recherchen haben ergeben, dass folgende Bedingung erfüllt sein muss:

    "Eine eintretende Behinderung oder schwere Erkrankung, die dazu führen, dass die Ausbildung objektiv nicht durchgeführt werden kann und/oder die Ausübung des angestrebten Berufs nicht möglich ist, gelten als unabweisbare Gründe nach § 7 Absatz 3 Satz 1 Nr. 2 BAföG. Nur dann wird BAföG als Normalförderung gezahlt." (Quelle: Studentenwerke.de)

    meine Idee dazu: Das Informatikstudium an einer Hochschule für Technik und Wirtschaft ist sehr trocken, theoriebezogen. Hatte damals schon erhebliche Probleme, dem ganzen dauerhaft zu folgen (wusste damals noch nichts von ADHS). Lediglich Fächer wie Programmierung lagen mir sehr.

    Mit sturem Auswendiglernen komme ich ebensowenig klar. Nützliches Wissen oder sinnvolles, in sich schlüssiges, wenn direkt ein Bezug erkennbar ist, geht. Aber Dinge wie BWL - katastrophe.

    Zudem ist man während des Studiums überwiegend sitzend und häufig am PC tätig, womit ich auf Dauer ebenso Probleme habe. Es fehlt einfach eine ausgleichende Tätigkeit. Selbes kann man vielleicht sogar über das spätere Arbeitsleben sagen. 8-10 Std am PC und abends daheim kinder, Haushalt etc empfinde ich mittlerweile als Folter.

    Nächstes Thema wäre die Gruppengröße u die Größe der Hochschule. Mit mindestens 30-50 Studenten auf ner riesigen Hochschule - da neige ich zu Verhaltensauffälligkeiten, da ich mich dort nur schwer einfügen kann. Dies führt zu noch schlechteren Bedingungen, was Konzentration und Aufnahmefähigkeit angeht.
    Zudem hatte ich immer Hemmungen, Probleme anzusprechen. Man wird dort ja grundsätzlich von A nach B nach C, wieder nach A gejagt, da sich keiner zuständig fühlt. Eine andere Hochschule kommt nicht infrage, da ich wg der Kids (alleinerziehend, Vater sehr unzuverlässig) die Nähe zur Familie brauche, um das überhaupt zu schaffen.

    An die Prüfungssituation muss man auch denken. Viele Prüfungen auf engem Zeitaum. Kaum auf einmal zu schaffen. Und falls doch, auf keinen Fall in der Regelstudienzeit, was ab nem gewissen Alter zudem problematisch ist.

    Meine Art von Kreativität, die ich am liebsten immer und überall auslebe, kann ich dort während des Studiums ebensowenig ausleben (außer in der Programmierung vll auf abstrakte Weise), was auf Dauer wieder zu Depressionen führen kann (und damit hab ich wirklich viel Erfahrung)

    Was meint ihr - hab ich damit ne Chance??

    Oder fällt euch noch weiteres ein, was es einem unmöglich machen würde, ein solches Studium durchzuziehen?
    Wichtig wäre in dem Fall, dass der Bezug zur Informatik (entweder Studium oder zum Berufsleben) vorhanden sein muss.

    Und bei wem hole ich mir entsprechende Nachweise, Schreiben etc? Reicht der Therapeut oder der Hausarzt? Oder wäre was vom Neurologen besser?


    Gibt es noch weitere Stellen bzgl. ADHS, an denen ich mich infomieren kann??

    unterm Strich muss ich echt sagen: das jetzt begonnene Studium ist wirklich das einzige, was ich noch studieren kann (und werde), eben weil der Ausgleich vorhanden ist. Man erschafft eben was und prügelt nicht nur Stoff in sich hinein. Um dies aber zu schaffen, brauche ich finanzielle Unterstützung.
    Ohne Bafög müsste ich dies durch nen Studienkredit (wodurch man aber höchstens die Hälfte dessen abdecken würde, was man an Bafög kriegen würde) und min. einem Nebenjob finanzieren, wodurch Kinder, Studium und ich selbst zu leiden hätten.

    Wäre super, wenn ihr mir mit Tipps etc weiterhelfen könntet.
    und Sorry für den langen Text

    Grütjes!
    Geändert von pixelfee ( 7.10.2016 um 23:39 Uhr) Grund: vll mehr aufmerksamkeit, da in dem thema sehr viele was schreiben können!

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