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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 55

    Beruf . ADHS an Regeln halten?

    Hallo zusammen. Ich arbeite momentan als Servicekraft und bin öfters verpeilt und unkonzentriert. Mir wurde die ADHS Diagnose vor einem Jahr festgestellt und seitdem an habe ich Medikamente bekommen, die leider nicht die volle Wirkung gezeigt haben. Dazu ist das so, das ich nun das Medikament Fluvoxamin nehme, was natuerlich einigermassen anschlaegt. Ich bin konzentrierter und wacher und mein Antrieb ist auch einigermassen gesteigert. Es ist nun mal so, das ich mit dem ADHS mich nicht irgendwie richtig an Regeln halten, was dazu führt, das ich sehr ablenkbar bin mit dem Handy z.B und auch jetzt Anschiss vom Arbeitgeber bekommen habe. Es ist auch so, das ich sehr sensibel bin und Sachen auch sehr schnell ernst nehme. Mein Arbeitgeber meinte, wenn so eine Aktion nochmal passieren würde, dann koennte ich gehen. Ich weiss nicht, ob er mir jetzt Angst einjagen wollte oder Ernst gemeint war. Die Krankheit an sich macht mich sehr zu schaffen und ich bin komplett zerstoert. Ich bin sehr hilflos geworden mit der Zeit und kann nicht mal weinen, weil ich mich mit den ganzen Niederschlaegen gewoehnt habe. Es ist auch so, das ich waehrend der Arbeit immer Angst habe Fehler zu machen, und wenn immer Druck ausgeübt wird. Mach ich nochmal Fehler. Ich kann echt nicht mehr und habe auch keine Lust mehr den Beruf zu wechseln. Bitte hilft.mir . Bin 25 Jahre alt.

  2. #2
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Beruf . ADHS an Regeln halten?

    schaffe die Ablenkung wie Handy ab (sorge dafür, dass du nur für wirkich wichtiges erreichbar bist) und überlege dir Methoden, dich zu focussieren. am besten, für jedes Einzelne Problem konkret. es gibt sicherlich auch die Möglichkeit, sich Notizen oder ähnliches zu machen.

    übermäßige Handynutzung im Job ist ein NoGo in jedem Job. das Ding gehört aus, man kann die engsten Familienmitglieder informieren, dass in wirklich wichten Augenblicken man über das Diensttelefon erreichbar ist, wenn man das Handy nicht umschalten kann darauf, dass nur wichtiges reinkommt (zB nur bestimmte _Familienangehörige oder so). es reicht mitunter auch schon, wenn man einfach den internetempfang ausschaltet, dann kommt so lange kein Whatsapp rein.

    und: lass dir auch helfen. vielleicht haben Kollegen ein paar Memotricks drauf, die du dir abschauen kannst. und sprich mit deinem Chef darüber, welches Hilfsmittel bei euch erlaubt sind und ob du vielleicht das ein oder andere nutzen kannst (Block, Stift), auch wenn es eher unüblich ist. eskann helfen und es zeigt auch deinen guten Willen.

  3. #3
    Nicht die Mama

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 369

    AW: Beruf . ADHS an Regeln halten?

    Das mit dem Handy kenne ich zu gut ... allerdings bin ich ohne ziemlich aufgeschmissen, da ich mein Handy eig. für alles benutze (Notizen, Erinnerungen,...) Ich habe damals als "Service-/Sicherheitskraft" mit Handy besser funktioniert und wurde dadurch mehr oder weniger zum Bereichsleiter "befördert". Damit musste ich erreichbar sein und durfte damit dann am Handy rumspielen

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 90

    AW: Beruf . ADHS an Regeln halten?

    Oha, ein Job als Servicekraft - Respekt, bei mir wäre das nicht drin! Wenn ich dann zum x-ten Mal hin und her gerannt wäre und selbst ruhige Gäste nervös gemacht hätte, mehrfach falsche Getränke gebracht und garantiert die Extrawünsche "aber die Kartoffeln ohne Petersilie..." vergessen hätte, wäre wohl auch der coolste Chef neben der Spur und ich ´raus!

    Die Handyproblematik darf keine sein - Privatgespräche gehören nicht auf die Arbeit, das muss dann schon die Ausnahme bleiben, die man dann ankündigt oder gut erklären kann. Ich würde den Chef da ernst nehmen!

    Einfach den Job machen und ggf. mit dem Chef besprechen, unter welchen Umständen Du wann und wo das Handy nutzen kannst.

    LG
    Wat?

  5. #5
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Beruf . ADHS an Regeln halten?

    Wat? schreibt:
    Oha, ein Job als Servicekraft - Respekt, bei mir wäre das nicht drin! Wenn ich dann zum x-ten Mal hin und her gerannt wäre und selbst ruhige Gäste nervös gemacht hätte, mehrfach falsche Getränke gebracht und garantiert die Extrawünsche "aber die Kartoffeln ohne Petersilie..." vergessen hätte, wäre wohl auch der coolste Chef neben der Spur und ich ´raus!

    LG
    Wat?
    haha, daran habe ich auch gerade gedacht und sogar mal probeweise erfahrungen gemacht. ich hab wirklich oft iwas vergessen und am ende des abends gabs n anranzer und danach war ich raus, sowie du schriebst

  6. #6
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Beruf . ADHS an Regeln halten?

    Es ist nun mal so, das ich mit dem ADHS mich nicht irgendwie richtig an Regeln halten,
    Kennst du denn die Regeln, auf die es bei deiner Arbeitsstelle ankommt?

    Du "kennst" die Regeln, wenn du sie aufzählen könntest. Wenn du das nicht kannst, kennst du die Regeln noch nicht. Dann wäre es sicher hilfreich, wenn du sie zunächst in Erfahrung bringst.

    Handy: Gehört in deinen Spind. Nicht in deine Tasche oder Hand.

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Beruf . ADHS an Regeln halten?

    regeln auf der arbeit?

    habe ich auch. glücklicherweise habe ich einen chef der mich lange genug kennt und mich machen lässt.

    ich kann halt manchmal einfach nicht anders. und das ist gut so.

    bei mir ist es nur nicht das handy. ich verlege immer die werkstatt temporär ins büro.


    thorsten

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 238

    AW: Beruf . ADHS an Regeln halten?

    Ich komme ohne Handy/PC nicht aus, wenn mir ohne langweilig ist.

    Kann das bei dir auch zutreffen, DeLeduxe?

    Warum möchtest du den Job nicht mehr wechseln? Nach deinen eigenen Erläuterungen kommst du in dem Beruf nicht gut zurecht. Liebst du ihn trotz der Probleme? Dann kann ich nur raten, mach dich schlau, wie du besser klar kommst. Durchstöbere das Internet in deiner freien Zeit (ich finde durch Eigenrecherche bekommt man mehr Lösungen als mit einem Thread im Forum, der aber dennoch ein guter Anfang ist) und probiere verschiedene Möglichkeiten.

    Bist du in Therapie? Kannst du mit deinem Arzt über deine Probleme reden?

    Wenn es tatsächlich an Langeweile liegt, dass du das Handy viel benutzt, dann schaue in den Momenten, was du gerade tun kannst. Suche dir Aufgaben. Wenn dir das schwer fällt, dann bitte einen Vorgesetzten um ein paar Aufgaben, die du zwischendurch machen kannst.
    Wenn du deinen Handyfokus so umpolst, machst du in Zukunft sogar Pluspunkte beim Chef.
    Wenn du trotzdem noch fixiert auf das Handy bist, dann liegt es eventuell doch daran, dass der Job nicht der richtige für dich ist und du weiter nach einem neuen suchen musst.

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 457

    AW: Beruf . ADHS an Regeln halten?

    TheLeduxe schreibt:
    Ich kann echt nicht mehr und habe auch keine Lust mehr den Beruf zu wechseln. […] Bin 25 Jahre alt.
    Moin TheLeduxe,

    mir ist durchaus klar, dass man(n) sich mit 25 Lenzen sehr wohl müde und verbraucht fühlen kann. Ging mir vor mittlerweile mehr als 25 Jahren genau so. Wenn ich so zurückblicke, fühle ich mich heute, gut doppelt so alt, viel jünger als damals mit Mitte 20. Vielleicht ist das schon die eintretende Altersschwäche. Wer weiß.

    Im Ernst: mit 25 stehst Du einerseits mitten im Leben, andererseits gerade so am Anfang. Du arbeitest als Servicekraft: erst einmal auch von mir alle Achtung! Ich selber musste Mitte/Ende 20 eine Zeit lang als Pädagoge "nur" abwechselnd den Cafeteria-Dienst schieben und es war der blanke Horror. Für mich sowieso. Aber auch und vor allem für die Gäste. Zum Glück habe ich mir bald was anderes gefunden.

    Es gibt nun mal Berufe, die für uns besser geeignet sind als andere. Der Beruf eines Service-Menschen gehört meines Erachtens definitiv nicht auf unsere Positiv-Liste. Was kannst Du denn sonst so – oder was würdest Du gern beruflich machen? 25 ist nun wirklich das allerbeste Alter für grundlegende berufliche Veränderungen. Auch wenn persönliche Beispiele nur bedingt aussagekräftig sind: ich habe vom Pädagogen/Lehrer einen Bogen über Grafikdesign zum Redakteur gemacht. Angefangen mit Anfang 30, beendet ist der Prozess immer noch nicht vollständig – und wird wohl erst beendet sein, nachdem ich meine irdischen Tools niedergelegt habe.

    Das Ganze lief wohlgemerkt ohne dass ich wusste, was mir fehlt – die ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter kam erst recht spät. Da waren schon einige Chancen verfehlt, einige Gelegenheiten verstrichen.

    So, das wäre dann das Plädöjä eines älteren Herrn.

    Was kurzfristig helfen kann, haben schon andere bemerkt: Schaff die Ablenkungsfaktoren ab. Privates Handy gehört während der Arbeitszeit in den Spind – das ist das Einfachste und das Effektivste, was Du zu Beginn machen kannst. Merke: bleibst Du dabei und nutzt das Mobile während der Arbeit, so ist es Deine freie Entscheidung. Folgt dann der (bereits angekündigte!) Rausschmiss, hast Du Dich faktisch auf eigenen Wunsch gefeuert. Tut mir leid, das so direkt und unverblümt sagen zu müssen, aber es ist nun mal die Faktenlage in der Arbeitswelt.

    Was Dein Chef in diesem Zusammenhang sagt, das nimm bitte sehr ernst. Wenn ein Chef einem schon so etwas in Aussicht stellt, meint er es für gewöhnlich ernst und Du stehst auf der Abschussliste. Dann entsteht eine Kette von Ursache und Wirkung. Piloten sprechen von einer Kaskade: ein Ausrutscher führt zum anderen, Stress provoziert weitere Fehlhandlungen, am Ende bist Du froh, am Rettungsschirm mit einigermaßen heiler Haut davongekommen zu sein. Diese Schleudersitz-Situation lässt sich natürlich noch abwenden, zu Deinem Gunsten (und zu Gunsten des Arbeitgebers…) verändern. Das erfordert zwar recht viel Einsatz, aber die Mühe kann sich lohnen.

    Woher ich das alles so gut kenne? Aus eigener Erfahrung. So viel sei verraten.

    Viel Glück und beste Grüße

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