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Diskutiere im Thema Schulzeiterfahrungen mit ADS (unaufmerksamer Typ) im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 438

    AW: Schulzeiterfahrungen mit ADS (unaufmerksamer Typ)

    spacetime schreibt:
    vielleicht wie bei mir, der nie die Stärke hatte
    Ich bin mir sicher du hast dafür ganz andere Qualitäten

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Schulzeiterfahrungen mit ADS (unaufmerksamer Typ)

    Ich fand die Schule ganz ganz fürchterlich, aber eigentlich hatte ich noch im Gegensatz zu anderen relativ Ruhe. In den niedrigeren Klassen war meine Trantütigkeit nervig, wurde aber von den meisten Lehrern recht gut ohne murren und gurren mitgetragen (Sportbeutel, Jacken, Mappe etc. nach Hause gebracht, meine Eltern mit erinnert, Essenmarken und Schulmilch extra bestellt, etc ), nur wenige waren sauer. Ich glaube die guten Noten haben besänftigt. Aufmüpfig war ich ja auch nie. Das einzige wo ich gelitten habe, waren die motorischen Defizite. Ich wurde oft die Treppe bei den Pausen runtergeschubst, weil ich zu langsam war, naja Sportunterricht war auch Horror.
    Später habe ich polarisiert. Es gab die Lehrer, die irgendwie merkten das was nicht stimmt, und die, die alles auf Faulheit und/oder Drogen schoben. Weil ich so oft krank war und geschlafen habe oder geistig abwesend, dachten viele ich nehme Drogen.

    Die Schüler haben immer mal wieder versucht mich zu mobben, hatte aber schon immer das "Talent" verbal den wunden Punkt zu treffen, von daher haben sie es immer schnell gelassen. Ich hatte relativ meine Ruhe. Klassenfahrten habe ich ab 12 nicht mehr mitgemacht. Vorher haben mich meine Eltern noch gezwungen.

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Schulzeiterfahrungen mit ADS (unaufmerksamer Typ)

    Ich hatte als Kind kein "H" soweit ich mich erinnern kann, ab meiner Jugend ging das dann mit extremer Unruhe los-leider bis heute. Daher habe ich eine ADHS Diagnose erhalten.

    In der Grundschule hatte ich durchgehend motorische Probleme, bin auch überall gegengelaufen oder runtergefallen, aber nie ins Wasser gefallen ;-)
    Lebte in meiner eigenen Welt, habe von meiner Außenwelt nur sporadisch was mitbekommen und wurde leider gemobbt über Jahre. Im Sport wurde ich in der Grundschule ausgegrenzt,, weil ich einfach nichts konnte und habe später in meiner Jugend Einträge in Klassenbücher gesammelt durch renitentes Verhalten bis ich Sport in der Oberstufe abwählen konnte durch ein amtsärztliches Attest.

    Wohl durch das Mobbing bedingt bin ich heute im Alter eine große Anhängerin von Kampf- und Kraftsport und habe das Bedürfnis mich immer und überall wehren zu können wenn es sein müsste.
    Interessanterweise ist Sport für mich neben MPH ein Allheilmittel gegen meine ADHS Symptome.

    Durch das Mobbing habe ich allerdings ne Menge Spätfolgen davongetragen und die Schulzeit war für mich eine traumatische Erfahrung.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Schulzeiterfahrungen mit ADS (unaufmerksamer Typ)

    Zum Kraft und Kampfsport bin ich später auch gekommen, kann aber durch Schichtdienst es nicht mehr so betreiben und hab auch nicht mehr so das starke Bedürfnis.
    Aber Zeitweise war es echt extrem und wenn ich mal eine Zeit lang nicht zum Training ging, hatte ich schnell das Angst Gefühl wieder schwach zu werden.
    Ebenso hat ich auch sehr große Probleme im Berufsleben , wenn ich mich nicht direkt bei etwas gewehrt hab mich ziemlich schwach fühlte und es dann bei Kleinigkeiten oder es gar kein Grund gab , ich gleich total inadäquat ausgetickt bin.
    Vielleicht weil mir sehr oft der adäquate Umgang mit solchen Problemen in der Kindheit und als jugendliche roft gefehlt hat und nicht immer die selben Erfahrungen machen durfte wie andere aufgrund z.B. Ausgrenzung, geschlagen wurde, Mobbing etc.

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Schulzeiterfahrungen mit ADS (unaufmerksamer Typ)

    Genauso geht es mir auch.
    Therapie hat da auch nur begrenzt geholfen diese Erfahrungen hinter mir zu lassen.
    Sport hilft mir zu dem Gefühl von innerer Stärke.
    Schlimm wird es immer nur wenn ich verzichten muss wg.Verletzungen,Krankheit o.ä.
    Schichtdienst hatte ich auch früher,da hab ich dann die Vormittage beim Sport verbracht,alles andere blieb da leider dann liegen...heute mache ich auch nur noch 4-5x die Woche was.

  6. #16
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Schulzeiterfahrungen mit ADS (unaufmerksamer Typ)

    Für mich war nicht Schulzeit auch wenig schön.

    Also an meine Grundschulzeit habe ich im Grunde keine einzige Erinnerung.
    Meine Eltern haben mich aber irgendwie (mit viel Lernerei) ins Gymnasium durchgeboxt, jedoch konnten Sie als Migranten mir dann nicht mehr viel helfen.

    In der Sexta-Quarta ging es noch. Ich war der Klassenclown und das Spielkind. Ständig hieß es, ich solle aufhören Spielzeug mitzubringen. Aber die Noten waren noch Ok.
    Dann wurden die Lehrer gewechselt zur Mittelstufe hin und die neuen Lehrer mochten mich zum großen Teil nicht.
    Unsere Klasse hatte hier auch großes Pech, dass wir erst sehr engagierte Lehrer hatten und dann in der Mittelstufe das genaue Gegenteil bekamen.
    Den Lehrern war alles egal und liesen mit sich alles machen. Dabei hatten wir auch einige sehr gemeine Lehrer und bei der guten Frau Schmitz [Englisch] war ich sofort im ersten Jahr raus,
    nachdem ich als kleiner Pimpf sie "hinter" ihrem Rücken beleidigte (sie war tatsächlich massiv übergewichtig) und sie von da an mir das Leben zur Hölle machte.

    Meiner Noten rutschten zu der Zeit massiv ab. Viele 5en gab es und Frau Schmitz nutze jeden Moment um mich bloß zu stellen und mir und meinen Eltern weiß zu machen, dass ich niemals mein Abitur schaffen könne. Kurz darauf haben wir dann wieder neue Lehrer bekommen und unter ihnen auch den strengsten Lehrer der Schule. Er war ein gemeiner Hund und wurde zu oft persönlich, aber unter seiner strengen Hand lernte man wenigstens das Erwachsen werden. Zu seiner Zeit schrumpfte die Klasse dann von (über die Jahre) insgesamt 40 Personen auf 12.
    Abgesehen vom Studium habe ich nie wieder soviel gelernt für ein Fach (es waren ca. 5 Std täglich [ Latein ])

    In der 10. Klasse schaffte es Frau Schmitz dann tatsächlich und überzeugte meine Deutschlehrerin mich durchfallen zu lassen (trotz mündlicher Zusage, ich würde es schaffen) und ließen mich sitzen bleiben.

    Im nachhinein war das super. Ich habe jede Menge tolle Leute kennen gelernt und es ging mit den Noten etwas bergauf. Das Abitur schaffte ich am Ende dann sehr, sehr knapp.

    Ente gut, alles gut

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 461

    AW: Schulzeiterfahrungen mit ADS (unaufmerksamer Typ)

    Meine Schulzeit war sehr gemischt. Angst vor Sport und Handarbeiten in der Grundschule, bis meine Mutter den Fach-Lehrern die Leviten gelesen hat, gemobbt von den Mitschülern, keine Freunde, immer entweder allein in der Bank oder ein Junge als "Strafe" neben der braven Lydia ...

    Aber gute Klassenlehrer gehabt, was für ein Glück, streng und gerecht, super Disziplin bei 42 !!! Schülern. Kniebeugen zwischen den Stunden, gesungen zwischen den Stunden, wir wurden immer wieder aufgeweckt. Alle spurten und man war "aufgehoben", beschützt (außer in der Pause). Nach der Schule gewartet, bis alle weg waren, dann allein nach Hause, in Traumwelten versunken, nicht mal die eigene Mutter erkennend.

    Auch im Gymnasium sehr gute Lehrer gehabt, einfach Dusel, wieder streng, gerecht und viel Enthusiasmus (viele junge Lehrer). Bis auf wenige Ausnahmen, aber mit denen konnte ich umgehen, ich hab ein Talent zum Schauspielen.

    Brötchen getoastet auf der Heizung, von einer Schulstunde auf die nächte HAusaufgaben gemacht, bei schlechten Noten nie die Schuld bei mir gesucht (konnte ich komischerweise) und nie gelernt. Außer in der Schulstunde, ich hab unter der Bank die Schulbücher durchgelesen, die waren informativer als das langatmige Gebrabbel ...

    Gemischt fand ich die Schulzeit vor allem deshalb: Weil ich zwar Lehrer unnötig fand (für was gibts gute Schulbücher), Mitschüler erst recht (hab auch Kampfsport begonnen, 15 Jahre lang ...), aber ich fand fast alles interessant, was es zu Wissen gab. Wissensjunkie. Und in der Schule bekam man die Schulbücher ... Heute besorg ich mir alles selbst, bin am liebsten Autodidakt.

    Mein jüngerer Sohn ist fast genauso, lernt gern, aber Schule? Für was???
    Geändert von Lydia (18.05.2016 um 00:06 Uhr) Grund: Wort ausgetauscht, falsch gewählt. Wissen statt Lernen

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 1.008

    AW: Schulzeiterfahrungen mit ADS (unaufmerksamer Typ)

    Eine Lehre, die ich heute aus meiner Schulzeit ziehe: Lehrer können so unterschiedlich sein, wie Tag und Nacht.

    Meine erste Lehrerin hat mich mißhandelt und gedemütigt, und zudem hat sie alle Interventionsversuche meiner Mutter abgeblockt.
    Nach dem ersten Schuljahr hat mich diese Schule nie wieder gesehen.
    Andere Lehrer haben mal mehr mal weniger mit sich reden lassen.
    Einige haben tatsächlich guten Willen gezeigt, andere nur vordergründig "ja" gesagt und sind dann fortgefahren wie bisher.
    Und auch diejenigen, die sich wirklich engagiert für mich eingesetzt haben, konnten manchmal ebenfalls mit "gut gemeint aber schlecht gemacht" gewaltig daneben liegen.

    Dauerproblem: ich war immer viel zu langsam.
    Ganz besonders, was das Schreiben betrifft, fiel das immer wieder negativ auf.
    "Dann mußt Du halt lernen, schneller zu schreiben!" klang für mich einfach zynisch.
    Genauso könnte man von einem Blinden verlangen, doch gefälligst das Gucken zu erlernen, oder von einem Querschnittsgelähmten das Laufen.

    Zu meiner Schulzeit wurden nicht die Streber fertiggemacht, sondern die "Loser".
    Und ich war so einer.
    Uncool, fett, ungeschickt, langsam, einfach zu verar5chen,...

    Ein Schulwechsel auf ein Internat mit kleinen Klassen hat das Blatt gewendet.
    Plötzlich war ich ein schulischer Überflieger, der alles abhängte.
    Trigonometrie, Kernphysik, organische Chemie, Plattentektonik, die Geschichte des 20. Jahrhunderts und ihre Zusammenhänge habe ich aufgesaugt wie die Luft zum atmen.
    Nur in Erörterungen und anderen Sorten Aufsätzen blieb ich grottenschlecht.

    Der große schulische Fehler war, mich zur Oberstufe wieder auf eine Schule mit großen Klassen zu stecken.
    Meine Beiträge waren den Unterrichtsvorbereitungen einiger Lehrer stellenweise haushoch überlegen, aber dafür auch entsprechend selten.
    Die meiste Zeit saß Bummel ganz weit hinten, langweilte sich und schweifte mit den Gedanken ab.
    Außerdem war ich immernoch langsam.
    Und schlecht in Textinterpretationen und Textanalysen.

    Von Klasse 6 bis 8 und dann nochmal in Klasse 11 und 12, sowie später auf den Berufsschulen war ich ein notorischer Hausaufgabenverweigerer.
    In Klasse 9 und 10 war das aufgrund der schulischen Organisation (feste Zeiten für die Hausaufgaben, und das unter Aufsicht) nicht möglich.

    Dazu muß ich sagen, daß ich nie irgend einen Lernerfolg aus Hausaufgaben gezogen habe.
    Genausowenig daraus, mir zuhause alles nochmal durchzupauken.
    Entweder saß es von Anfang an, oder es paßte nicht in mein Gehirn.
    Dafür habe ich aber - meiner Meinung nach - ganz schön viel aus diesen Zeiten im Gedächtnis behalten...

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Schulzeiterfahrungen mit ADS (unaufmerksamer Typ)

    Eine Schule wo ich die 2 Jahre die meisten Probleme hatte , leide ich wirklich noch heute unter den Folgen, ich hatte dort dann die Schule freiwillig abgebrochen da ich ja meine 10 Pflichtjahre durch nachsitzen fertig hatte.
    Dann hatte ich auf so einer Art ´projektschule (wie auch immer) meinen Hauptschulabschluss nachgeholt, ich war dort wirklich mit den heftigsten Typen aus den letzten Ecken in einer Klasse, teilweise echt kriminelle, nur komischerweise klappte dieses Jahr am besten in meiner Schulzeit und ich kam da echt um ein so großes Maß besser zurecht.
    Oder besser gesagt es war meine Rettung !

    Später hab ich dann meinen Realschulabschluss nach zweiten Versuch dann nachgemacht , aber wie gesagt ich leide heute noch unter den Folgen, bin wie ein duckmeuser oder wie man das nennt.
    Habe Depressionen , geringes Selbstvertrauen etc.

  10. #20
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 256

    AW: Schulzeiterfahrungen mit ADS (unaufmerksamer Typ)

    Ich kann leider nicht so viel dazu beitragen wie ihr, da ich meine Diagnose etwas früher gekriegt habe.

    Weiß von meiner Grundschulzeit nicht mehr so viel. Selbst an Sachen über die in späteren Schuljahren meine damaligen Schulkameraden erzählt haben, erinnere ich mich nicht. Dafür an die Pausen und den Chor nach der Schulzeit sehr gut.

    Musste nach dem ersten Halbjahr von der ersten Klasse umziehen. Die Klassenanführerin der neuen Klasse hatte beschlossen das sie mich nicht mag. Musste aber zugeben hab das nicht so ganz mitgekriegt. Naja wurde nicht groß zu Feiern eingeladen und so und keiner wollte mich anfassen. (Sagten ich hätte eine Pest) Und ich habe gedacht sie wollen mit mir fangen spielen und habe versucht sie anzufassen

    5./6. Klasse kam die Diagnose und Medikamente und ab dann habe ich gemerkt wie sie mich mobbten und das hat mich so richtig fertig gemacht
    Zu den späteren kann ich für ohne Medikamente nicht viel sagen hab nur 10. und 12./13. Klasse keine Medis gehabt.

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