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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 484

    AW: Kreative Berufe und ADHS?

    Wenn du das Grundstudium überlebst, ist Maschinenbau sehr differenziert in der Fachrichtungswahl und erfordert sehr viel Kreativität und Querdenken für Problemlösungen

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 477

    AW: Kreative Berufe und ADHS?

    Also ich mag mich vielleicht auch irren, aber ich habe so meine Zweifel das Filmkomponistin und Mediendesignerin wirklich dem entsprechen, was Du Dir vorstellst.

    Ich hoffe ich kann erklären, wie ich das meine.
    Für mich bedeutet "echte" Kreativität sie völlig frei von Vorgaben und aus mir heraus "fließen" zu lassen. Ob das nun beim malen, schreiben, Bildhauerei oder komponieren o.ä. ist. Wenn Du nun aber als Filmkomponistin oder Mediendesignerin Deinen Lebensunterhalt verdienen willst/musst, ist es für mich sehr fraglich, ob Du da Deine Kreativität tatsächlich so frei entfalten kannst. Denn letzten Endes musst Du ja Aufträge von Kunden bedienen und die haben oftmals klare und ganz andere Vorstellungen als man selbst. Ich sehe das als ein großes und sehr wahrscheinliches Risiko, was den vermeintlich kreativen Beruf zu einer höchst unbefriedigenden Sache machen kann.

    Ich selbst habe mich auch immer wieder gefragt, ob ich nicht kreativ arbeiten könnte. Als Teenager standen Modedesignerin, Schaufensterdekorateurin, Innenausstatterin und Goldschmiedin ganz oben auf meiner Liste. Nichts davon habe ich tatsächlich gemacht.

    Modedesign: ist nicht unbedingt ein Muss, aber es wäre ein klarer Vorteil, selbst nähen zu können. Würg! Außerdem hätte ich mir die "Ausbildung" gar nicht leisten können.

    Schaufensterdekorateurin: Gab es im Umkreis von 50 km nur 2 Lehrstellen. Heute bin ich froh dass ich sie nicht bekommen habe, denn mit meiner "romantischen" Vorstellung hatte das Ganze dann doch wenig zu tun. Praktikum sei dank!

    Innenausstatterin: Ich liebe es meine Wohnung neu zu gestalten und behaupte auch ich habe einen guten Geschmack. ABER: Es ist MEIN Geschmack und der deckt sich oftmals nicht mit dem von anderen. Und wenn dann ein Kunde daher kommt, der sagt ich hätte gerne ganz viel Gold und ausgestopfte Tiere und weiße Wände und, und,und (ich übertreibe jetzt mal absichtlich) dann wäre bei mir der Ofen
    schon aus, sprich der Kunde wäre eben nicht MEIN Kunde. Ob ich mir das leisten kann, ist eher fraglich.

    Goldschmiedin: Ähnliche Problematik. Kaum ein Goldschmied entwirft nach eigenem Gusto, sondern was gerade gefragt ist. Wenn Du Dir einen Namen gemacht hast, kannst Du die Trends vllt. mitbestimmen, das ist aber ein weiter und steiniger Weg!

    Ich hoffe Du verstehst, was ich meine und überlegst noch mal, ob Du Deinen Wunsch kreativ zu arbeiten, in den von Dir favorisierten Berufen, tatsächlich so ausleben kannst, dass es Dich befriedigt oder ob es doch ein anderer sein könnte/sollte.

    Man kann auch in anderen auf den ersten Blick unspektakulären Berufen kreativ sein. Ich z.B. habe in den letzten Jahren meine Kreativität ganz wunderbar beim Entwickeln neuer Software für unsere Kunden und auch unsere Firma selbst ausleben können. Auch hat sie mir immer wieder bei der Lösung von organisatorischen Problemen genützt. Und ich weiß, dass meine Kollegen sehr an mir geschätzt haben. Ich war halt so ein "Querdenker".

    Sorry...wieder lang geworden.


    LG Lady

  3. #13
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Kreative Berufe und ADHS?

    Ich würde mir Gedanken zu einer möglichst strukturierten und stabilen Tätigkeit machen. Du bist möglicherweise kreativ und phantasievoll, aber eine berufliche Tätigkeit, die ebenfalls im Bereich Kreativität angesiedelt ist, ist oft verbunden mit einem sehr hohen Grad an Umsetzungskompetenz, an Selbststeuerungs-Kompetenz und Durchhalte-Vermögen. Du musst damit rechnen, dass es Zeiten gibt, in denen es Dir (von der Lebensenergie her) mal besser und mal schlechter geht. Wenn Du dann einen Job hast, der als stabile Konstante eine gewisse Orientierung bieten kann, ist das besser, als ein toller Job, der dich an deinen schlechtesten Tagen platt macht, weil Du überfordert wirst. Das mag jetzt nicht ganz das sein, was Du gern hören möchtest, aber ich spreche so aus eigener Erfahrung .....
    Wichtig ist, dass an 3 von 5 bzw. 4 von 6 Arbeitstagen in der Woche Dein Job Spaß macht, dann ist es eigentlich fast egal, in welcher Branche Du bist. Vielleicht ist einfach nur ein Wechsel der Ausbildungsstelle eine Option, statt gleiches Alles abzubrechen ..... ?

  4. #14
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Kreative Berufe und ADHS?

    Hallo Lessy, ich weiß nicht, ob das Thema noch aktuell ist, aber ich schreib einfach mal meinen Senf dazu. (hab's leider nicht geschafft, alle Beiträge ganz zu lesen, nur überflogen - sorry!)

    Ich bin selber auch in so einem Kreativjob, seit insgesamt so 15 Jahren, inklusive Ausbildung und Studium. Und es war sehr oft schwierig für mich. Die ADHS-Diagnose ist ja ganz neu bei mir, vielleicht helfen ja Medikinet & Co. etwas.
    Aber oft ist man ja Freiberufler als Kreativer - als Grafikdesigner könntest du evtl. auch angestellt sein, als Filmkomponist wohl eher Freiberufler. Das heißt zwar, du kannst dir freier einteilen, wann und wie du arbeitest, aber du musst dich auch ständig selbst organisieren. Mir fällt das unfassbar schwer, zumal ich im Job permanent vorm Computer sitze und das fiese ablenkende Internet nicht weit ist.
    Es geht schon irgendwie, wenn der Zeitdruck sehr groß ist. Aber eigentlich auch nur dann. Da bin ich ja gezwungen, total durchorganisiert und schnell zu funktionieren.

    Mir macht inzwischen der Job größtenteils keinen besonderen Spaß mehr. Manchmal ist er ok, oft aber auch eher eine Qual, weil ich mich so anstrengen muss, um den Fokus zu halten (trotz Kreativsektor gibt's auch sehr viele repetitive und langweilige Arbeitsschritte). Aus heutiger Sicht hätte ich lieber was anderes studiert. Allerdings bin ich da ja auch irgendwie eher reingeraten, weil ich das Zeug immer gut konnte und alle sagten "du studierst dann bestimmt auch was mit Kunst, oder?". Weniger aus persönlicher Begeisterung.

    Ich weiß nicht, wie viel du dich in deinem Leben mit Grafikkram und Musik beschäftigst und beschäftigt hast. Mein Eindruck ist allgemein, dass man in der umkämpften Kreativbranche ziemlich gut (und netzwerktalentiert) sein muss, um seinen Lebensunterhalt gut zu verdienen. Heißt: es sollte eigentlich vor dem eigentlichen Studium schon eine eingehende begeisterte Beschäftigung mit der Materie gegeben haben. Sonst kommt man eh nicht durch die Zugangsprüfungen.

    Ich würd sagen: überleg' dir das einfach gut mit dem Abbruch deiner Ausbildung. Nicht vergessen: du könntest nach der Ausbildung auch immernoch mit dem Kreativkram anfangen, wenn du merkst, das ist nix für dich. Andererseits, wenn die Kreativdinger einfach schon immer ein totales Herzblut-Ding waren, dann könnte ein Wechsel Sinn machen.
    Aber oft ist es auch schöner, seine Hobbies als Hobbies zu behalten, und nicht zum Beruf zu machen. Weil wenn sie zum Beruf werden, geht echt oft die Freude daran flöten. Dann ist es nur noch Pflicht, nicht Freude (zumindest bei mir).

    Auf jeden Fall alles Gute!

  5. #15
    Gesperrt (Aufforderung zu Straftaten)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Kreative Berufe und ADHS?

    Lessy schreibt:
    [...]
    Meine Kreativität ist eigentlich meine stärke, wie wohl bei vielen hier im Forum.

    Nun habe ich auch einige Ideen in der ich mich vielleicht verwirklichen könnte: Filmkomponistin und Mediendesignerin als Beispiele.

    Wie steht ihr denn zu einer solchen Berufswahl? Ist es Sinnvoll seine Energie, seine Kreativität und seinen Ideenreichtum sinnvoll zu verwenden?

    Früher lebte ich immer in der Annahme sowas solle alles mein Hobby bleiben. Aber da es anders immer scheitert, wäre das wohl eine Intelligente Lösung, oder?
    Hey Lessy,
    ich wollte früher auch Mediendesign machen, dachte mir aber immer, da muss ich nach so vielen Vorgaben arbeiten, was mich schnell wieder von dem Gedanken abbrachte.. Dein kreatives Potenzial kannst Du da sicher nicht richtig ausschöpfen, was eben sehr schade ist... aber Du kannst es natürlich ausprobieren oder mach mal Praktika in Reproduktionsfirmen und ähnlichen, um ein besseres Gefühl für diesen Beruf zu bekommen.

    Und ja, es ist definitiv sinnvoll, seine Kreativität sinnvoll zu verwenden! Wenn Du die Motivation dafür hast, nur zu, die Menschheit wird sicher davon profitieren... vorallem wenn es was wirklich kluges, dienliches ist und nicht irgendein seelenlosen Kapitalistenmist.

    Ich dachte auch mal, vllt sollte man das trennen, aber wieso? Was bringt es? Ist es nicht am schönsten, soviel Freude am Tag wie möglich zu haben? Und dafür sogar Geld zu verdienen? Man ist wohl der Auffassung das ginge so nicht, weil Arbeit ist ja Arbeit und mache keinen Spaß... das ist Unsinn. Nutze Deine Kreativität und erschaffe Deine Arbeit, die Dich glücklich macht. Einen idealen Beruf wirst Du, so glaube ich zumindest, nicht wirklich finden... kreative Köpfe und Chaoten sind eben meistens Freigeister und werden früher oder später im Angestelltenverhältnis unzufrieden, wenn nicht der Job an sich voll genial, das Team super und das Privatleben mehr als erfüllend sind.

  6. #16
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Kreative Berufe und ADHS?

    Hallo

    ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, da ich mich auch in einer ähnlichen Situation befinde.


    Was brauchst du JETZT für Strukturen?
    Welche Schule/UNI bietet dir das was du brauchst am ehesten?

    Mach Praktikas! Rede mit den Leuten aus den Berufen. Über ihre Vorstellungen von dem Beruf und der Tatsache.
    Rede mit Azubis und Studis. Lies in Foren mit. Besorg dir bei der Bücherei Bücher über deine Auswahl-Berufe. Ist dieser gerade gefragt?
    Oder ein anderer?

    In welchem Beruf gibt es weniger Konkurrenz? Oder andere Faktoren die dich negativ stressen würden?

    Ich würde weder nach Geld noch nach Fame gehen, sondern einfach danach wo die gechilltesten Kolleginnen sind, die einen so nehmen, wie man ist. Also, keine Erfolgshaie und Schnösel.

    Und besuche alle Beratungen, die du mitnehmen kannst!
    Geändert von Albernaut (14.09.2016 um 19:08 Uhr)

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 723

    AW: Kreative Berufe und ADHS?

    google mal freelancer jobs...wozu hab ich eigentlich das ge****te Medizinstudium gemacht...ich will an nem Strand in Südeuropa mit Laptop arbeiten...nur raus aus dem gängigen, starren und durchgetakteten Arbeitsleben...ich will raus aus dem System....

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