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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Busfahrer werden oder lieber nicht

    Die Kinder von LKW-Fahrern finden sich allzu oft an den ADHS-Ambulanzen der Unikliniken. Und zwar weil ihre Väter auch ADHS haben, latent oder manifest. Ein ignoranter Arzt an einer psychiatrischen Uniklinik war beim Gespräch in der Kantine beim Mittagessen der Meinung, die LKW-Fahrer würden ihre Kinder zur ADHS-Diagnostik schicken, um selbst an Stimulantien / Methylphenidat zu gelangen, um länger fahren zu können. Mal abgesehen davon, dass es feste Lenkzeiten gibt, die elektronisch kontrolliert werden und nicht überschritten werden dürfen, ist das ein bloße Unterstellung und ganz magere Spekulation.
    Man ist als LKW-Fahrer sein eigener Chef. Allzu hohe Anforderungen im sozialen und auch organisatorischen Bereich gibt es auch nicht. Auch hier im Forum haben schon einige von einer Tätigkeit als LKW-Fahrer geschrieben. Dass man wegen ADHS unfähig wäre, den LKW-Führerschein in seinen verschiedenen Klassen zu erwerben, halte ich für ziemlich abwegig. Hier im Forum schrieben zwar schon Leute, die ein so geringes Selbstvertrauen haben, dass sie trotz PKW-Führerschein sich nicht trauen, Auto zu fahren. Ich war zu Beginn übrigens auch ein richtig schlechter Autofahrer. Seit ich mehr Fahrpraxis habe, gilt das längst nicht mehr. Menschen mit ADHS, auch hoch- und höchstgradige müssen nur mehr und länger üben als Normalos, das gilt für alle Fertigkeiten wie auch den Erwerb von Wissen in der Schule abseits von Interesse und Hyperfokus bzw. Perseveration. Danach beherrschen sie die jeweiligen Tätigkeiten mindestens genauso gut wie Normalos.
    Zurück zu LKW-Fahrern: Dort gibt es wie gesagt sehr viele ADHS-Betroffene. Abseits von naiver Romantik hat es auch was, mit dem Brummi durch Europa zu touren. Und man ist als ADHSler ständig stimuliert bei der Tätigkeit, eben weil man ständig auf den Verkehr achten muss. Das Problem mit der Aufmerksamkeits-Inkonsistenz bei ADHS stellt sich dadurch nicht für den Trucker mit ADHS. Aber wie gesagt, die polnische und osteuropäische Billigkonkurrenz (das läuft dann nämlich so, dass polnische Speditionen die Transporte in Deutschland übernehmen, ein LKW-Fahrer der abseits der Arbeit in Polen wohnt, hat jedoch dort viel niedrigere Lebenshaltungskosten als ein deutscher Konkurrent, der in Deutschland seine Wohnung hat. Daher kann der Pole auch viel niedrigere Löhne akzeptieren als der deutsche LKW-Fahrer.) drückt die Löhne mehr und mehr auf die gesetzliche Lohnuntergrenze / Mindestlohn von 8,50 Euro. Angesichts der hohen Kosten für LKW-Führerschein + Grundqualifikation von zusammen ca. 6000 Euro würde ich es mir in Deutschland zweimal überlegen, ob ich in dem Beruf für mich eine Perspektive sehe.
    Angesichts der Entwicklung bezüglich Lohnhöhe und Arbeitsmarkt für LKW-Fahrer kann man gleich Packetzusteller oder Bofrost-Fahrer machen. Als Packetzusteller verdient man auch nur Mindestlohn von 8,50 Euro, aber man braucht nur Führerscheinklasse B und hat die Kosten von ca. 6000 Euro für Trucker-Qualifikation nicht. Als Nomade im LKW schlafen muss man auch nicht. Wenn man die MPU als Busfahrer besteht, ist Busfahrer sicherlich ne Option für Menschen mit ADHS.
    Falls man all das nicht machen will oder "mehr" im Leben erreichen will, bleibt einem nur, ne entsprechend anspruchsvollere Berufsausbildung oder Studium zu durchlaufen und den Kampf im "Spiel" des Lebens anzunehmen. Das ist zumindest für hochgradige ADHSler natürlich leichter gesagt als getan, das mit dem Kampf im "Spiel" des Lebens. Daher kann man für den entsprechenden Personenkreis nur ausdrücklich eine wirksame und dauerhafte unter Umständen gerade auch medikamentöse Therapie der ADHS empfehlen.
    Geändert von ChaotSchland (24.04.2016 um 14:15 Uhr)

  2. #22
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Busfahrer werden oder lieber nicht

    ChaotSchland schreibt:
    Menschen mit ADHS, auch hoch- und höchstgradige müssen nur mehr und länger üben als Normalos, das gilt für alle Fertigkeiten wie auch den Erwerb von Wissen in der Schule abseits von Interesse und Hyperfokus bzw. Perseveration. Danach beherrschen sie die jeweiligen Tätigkeiten mindestens genauso gut wie Normalos.

    Aha...... man kann also permanente Aufmerksamkeit üben? Wozu nehmen wir dann Medikamente?
    Das Problem liegt doch in der Unaufmerksamkeit, und die macht nicht nur menschliche Ablenkung aus, das ist ein einziger Aspekt von vielen.

    Das gerade die impulskontrollgestörten ADHSler unfallgefährdet sind scheint dir nicht bekannt zu sein. Es gibt tolle Autofahrer, die aber aufgrund ihrer schwachen Impulskontrolle rechts auf der Autobahn überholen, die auf der linken Spur drängeln und andere Autofahrer und sich dadurch gefährden, die häufig zu schnell fahren, gefährliche Manöver aufgrund ihrer Ungeduld machen etc.



    Das sich Kinder von LKW-fahrern häufiger in Ambulanzen finden ist wo und wann festgestellt worden? Oder ist das wieder eine Erkenntnis, die du von den Ärzten hast, die auch sagen, das Juden und Roma und Sinti gehäuft ADHS haben? Oder eine eigene Erkenntnis die du mal weder als "ist so" darstellst?

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Busfahrer werden oder lieber nicht

    Das mit den vielen Fällen mit ADHS bei Kindern von LKW-Fahrern ist in der Psychiatrischen Klinik der Unikliniken Würzburg allgemein bekannt.
    Ich hab hier nicht geschrieben vom Üben von Aufmerksamkeit (was man gar nicht kann, weswegen das viel gehypte und beworbene Neurofeedback als wirkliche Therapie bei ADHS auch kompletter Stuss ist), ich hab geschrieben vom Üben von Fertigkeiten und Abläufen und dem Erwerb von Wissen abseits des "Hyperfokus" / der Perseveration. Ich meine dass genauso wie der Geiger übt, ein Stück zu spielen. Zumindest der hochgradige Fall von ADHS braucht dafür deutlich länger.

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Busfahrer werden oder lieber nicht

    Das Problem bei ADHS sind aber eben nicht die Fertigkeiten.

    Und wieso veröffentlicht diese Erkenntnis nicht die Uni Würzburg? "Allgemein bekannt" ist bei dir ein sehr dehnbarer Begriff. Der fängt bei dir an und hört bei Frau Neuhaus auf, sehr selten geht allgemein bekannt bei dir auch mal weiter.

    Neurofeedback übt nicht die permanente Aufmerksamkeit sondern das Umswitchen und das "Gefühl", was überhaupt Aufmerksamkeit ist. Dadurch sind viele erst in der Lage diesen Zustand bewusst anzuwenden.

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Busfahrer werden oder lieber nicht

    Ich bin hochgradiger ADHSler. Ich habe ohne Medikation deutliche Probleme mit Aufmerksamkeit und Konzentration. Ich fahre dennoch Auto, wenn ich die Medikation mal vorübergehend absetze. Ohne Beifahrer habe ich im Zustand ohne Medikation überhaupt keine Probleme beim Autofahren. Mit Beifahrer dagegen durchaus. Ein Gespräch führen am Steuer mit dem Beifahrer ohne Medikation und ich fahre nur Scheiße zusammen. Meine Sicherungsmechanismen beim Autofahren funktionieren aber auch dann noch. Ich reagiere zwar später auf die rote Ampel, aber ich würde dennoch nie deswegen durch die rote Ampel durchfahren. Auch ein Kind in nem Wohngebiet, das hinter nem parkenden Auto auf Straße rennt, wäre vor mir so sicher bzw. unsicher wie bei jedem Normalofahrer. U.a. auch deswegen, weil jeder Autofahrer weiß :"Wohngebiet gleich Kinder gleich Vorsicht." Ohne Beifahrer und auch ohne Medikation hätte ich wahrscheinlich diesselben Reaktionszeiten wie jeder Normalo. Und eben: das Problem bei hochgradigem ADHS und Autofahren ist die Aufmerksamkeitsinkonsistenz, sozusagen die Ablenkbarkeit. Und die spielt ne Rolle bei Fahren mit Beifahrer aber sonst nicht. Mir passiert es v.a. ohne Medikation übrigens manchmal (wenn ich nicht vorsätzlich drauf achte), dass ich an der Ampel wegtriele. Die Flasche, die an der Ampel schläft, kennt jeder aus dem Straßenverkehr. Wohl oft ist derjenige ein ADHSler.
    Beim kontinuierlichen Fahren auf der Autobahn mit gerade auch häufigem Spurwechsel habe ich überhaupt keine Probleme, nämlich weil dort die Aufmerksamkeitsinkonsistenz (in Wahrheit müsste das A bei ADHS ja für Aufmerksamkeitsinkonsistenz und nicht für Aufmerksamkeitsdefizit stehen) keine Rolle spielt, eben weil die Aufmerksamkeit dort kontinuierlich gefordert wird und man sich gar nicht ablenken lassen kann.
    Das Problem bei ADHS ist mit Einschränkungen schon die Aufmerksamkeitsinkonsistenz, die Konzentrationsschwäche. Bei Fahren mit Fahrgästen könnte das unter Umständen ein Problem sein, beim LKW-Fahrer ohne Beifahrer dagegen definitiv nicht.

    Nachtrag: @ Fliegerlein: um auf deinen Post weiter unten nach meinem zu antworten: Ich schreibe das jetzt als Nachtrag, damit das hier nicht wieder endlos weitergeht.
    Ich bin hochgradiger ADHSler und habe mein Medizinstudium geschafft durchgehend mit Medikation mit Methylphenidat und ich habe auch zuvor nur mit medikamentöser Therapie den Zugang zum Medizinstudium geschafft. Dass man als hochgradiger ADHSler das Medizinstudium trotz vorhandener Intelligenz per se nicht schaffen können soll, halte ich für abwegig. Das Studium ist viel Stoff zu lernen aber von der Komplexität des Stoffes gar nicht schwer. Zur Not studiert man als auch hochgradiger ADHSler dann eben 20 statt 12 Semester. Ich habe aus Gründen, die überwiegend nichts mit meiner ADHS zu tun hatten, 16 Semester (also 8 Jahre) statt 12 Semester gebraucht. Man kann im Übrigen meiner Erfahrung nach auch mit einem IQ von knapp über 100 das Medizinstudium schaffen. Entscheidend in dem Studium ist die Organisation des Paukens.
    Die Organisation des Paukens mit ADHS: hier ergibt sich wieder die Problematik mit den Exekutivfunktionen durch die ADHS. Man kann sich als ADHSler eben tendenziell nicht selbst organisieren. Wenn man eine halbwegs geordnete Sozialisation hinter sich ( ja, das gibt es auch trotz hochgradigem ADHS) ,kann man aber auch da mit Wille manches kompensieren. Zusätzlich spielt ne Rolle die persönliche Motivation für den Arztberuf. Wer will, sucht Wege. Wer nicht will, sucht Gründe. Man kann wie gesagt das Medizinstudium schaffen mit hochgradigem ADHS auch komplett ohne Therapie. Das Resultat ist in so Fällen oftmals die psychische und persönliche Erschöpfung. Die Betroffenen starten als psychisches Wrack in den Beruf.
    @ Fliegerlein: so wie ich das verstanden habe, hast du eher höhergradige oder gar hochgradige Einschränkungen in Konzentrationsfähigkeit , Aufmerksamkeit. Zusätzlich hast du ein komorbides Asperger-Syndrom. Wahrscheinlich hat dir der Weg dahin psychisch größte Opfer abverlangt: Du hast es trotzdem zum Piloten geschafft. Auch alles andere als eine leichte Ausbildung.

    Zurück zu Autofahren mit ADHS:
    Ich mache nie das Radio an, wenn ich Auto fahre. Auch bin ich mir meiner Defizite durch mein ADHS wie Ablenkbarkeit etc. bewusst. Daher fahre ich auch tendenziell entsprechend defensiv, wenn Beifahrer mit an Bord sind. Geile ****** betrachten aus dem Auto heraus: So sehr kann ich mich trotz meiner Störung der Exekutivfunktionen durch ADHS dann doch noch zusammenreißen, dass ich mich bei der sehr verantwortungsvollen Tärigkeit des Autofahrens davon nicht ablenken lasse.
    Ich habe bei kontinuierlicher Forderung der Aufmerksamkeit definitiv keine schwerwiegenden Probleme mit dem Auto fahren, auch nicht ohne Medikation. Endlose gerade und unbefahrene Straßen z.B. in Australien sind eben wegen der Aufmerksamkeitsinkonsistenz bei ADHS für ADHSler durchaus ein größeres Problem als für Normalos. Auch die Impulsivität, z.B. wenn man entscheiden muss, ob man bei gelber Ampel noch durchfährt oder anhält, stellt ein gewisses, jedoch verkraftbares Problem im Verhältnis mit Normalos dar. Nur, um zum Ausgangspunkt dieser mal wieder unnötig heftigen Diskussion ( der Thread fing sogar ganz anders mit ADHS und Busfahrer an)zurückzukehren - dass viele LKW-Fahrer wegen der dortigen auf ADHSler am ehesten zugeschnittenen Arbeitsbedingungen ADHSler sind - wieso soll das alles gegen eine Tätigkeit als LKW-Fahrer sprechen. Auch hochgradige ADHSler sind dazu in der Lage.

    Außerdem: nichts ist komplett sicher in der Welt. Man weiß nie so wirklich, ob der Chirurg, der einen gleich auf dem OP-Tisch operieren wird, nicht vorher schnell nen "Kleinen Feigling" gezischt hat etc. etc.
    Man muss einfach solche "Unvollkommenheiten" akzeptieren, und da ist ein hochgradiger ADHSler als LKW-Fahrer noch das geringste Problem.

    Noch ein Nachtrag: Rennfahrer mit (leicht bis mittelgradigem) ADHS in adult subklinischer oder gar leichtgradig klinischer Ausprägung:
    Ich habe da große Zweifel, dass man als adult hochgradiger ADHSler Formel-1-Fahrer werden kann. Dort bestehen die Stärken der ADHS diesbezüglich zwar auch, aber die Defizite sind so überwiegend, dass eine Karriere in dem Bereich quasi ausgeschlossen ist.
    Leichte und mittelgradige Fälle (zumindest auf das Kindesalter bezogen) von ADHS dagegen findet man in der Formel-1 mutmaßlich häufig. Allen voran Michael Schumacher (siehe dazu auch den Thread über ADHS bei Prominenten). Im Gegensatz zum aufmerksamkeitsinkonsistenten alltäglichen Straßenverkehr erfordert ein Formel-1-Rennen den permanenten Zustand höchster Alertheit mit schnellen Reaktionszeiten. Und wie bei der bei Menschen mit ADHS tendenziell sehr souveränen Reaktion im Notfall (konträr zum Alltag) sind ADHSler in diesem Zustand gegenüber Normalos im Vorteil (damit indirekt assoziiert ist übrigens auch die umstrittene aber sich haltende Hunter-Farmer-Theorie von Tom Hartmann). Ich würde drauf wetten, dass in der Formel-1 mindestens 1/3 der Fahrer mehr oder weniger ausgeprägt dem ADHS-Spektrum zuzurechnen ist.
    Geändert von ChaotSchland (24.04.2016 um 22:27 Uhr)

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Busfahrer werden oder lieber nicht

    ChaotSchland schreibt:
    Ich bin hochgradiger ADHSler.
    Ein hochgradiger ADHS'ler mit abgeschlossenem Medizinstudium? ... na gut ...

    ChaotSchland schreibt:
    Ich reagiere zwar später auf die rote Ampel, aber ich würde dennoch nie deswegen durch die rote Ampel durchfahren.
    Dann denk mal einen Schritt weiter:
    Auch wenn Du vielleicht so gerade noch rechtzeitig vor der Ampel zum stehen kommst, überleg doch mal, was das für den restlichen Straßenverkehr bedeutet.
    Die müssen dann nämlich damit zurechtkommen.

    Mein Fahrlehrer hat mal gesagt, dass jene, die einem sagen, sie würden ja schon jahrelang unfallfrei fahren, darüber nachdenken sollten, ob das nicht einfach auch daran liegen könne, dass die anderen immer rechtzeitig für sie gebremst haben ...

    Wenn einer nicht ausreichend vorausschauend fahren kann, fährt er unkoordiniert und impulsiv (das heißt nicht zwangsweise hektisch oder aggresiv etc., das heißt: unbrechenbar).
    Damit bringt er den restlichen Verkehr genauso in Gefahr.
    Die restlichen Verkehrsteilnehmer müssen auf plötzliches Bremsen und unvorhersehbare Fahrmanöver reagieren und das kann wiederum zu Unfallsituationen führen.
    Das ist so in etwa wie wenn jemand mit dem Handy in der Hand und am Ohr fährt ... völlig unkonzentriert und ohne jede Vorausschau, einfach nur aus der Situation heraus reagierend oder kurz: Gefährlich ...

    Nach allem was ich aus Deinem Posting lese, überschätzt Du Dich ganz schön ... gefährlicher Trend, aber für ADHS ja nicht untypisch

    ChaotSchland schreibt:
    Und eben: das Problem bei hochgradigem ADHS und Autofahren ist die Aufmerksamkeitsinkonsistenz, sozusagen die Ablenkbarkeit.
    Und wieder so ein Satz, der so formuliert ist, als sei es eine Tatsache, aber das ist schon wieder nicht korrekt.
    Barkley hat mit einem Team von Fachleuten Untersuchungen mit ADHS-Betroffenen in Fahrsimulatoren gemacht und was er berichtet, war schon recht beeindruckend.
    Und da war mitnichten nur die Ablenkbarkeit ein Problem (aber auch, das sit schon korrekt), sondern genauso auch die Impulsivität.
    Wo Nichtbetroffene besonnen reagieren und erstmal in der Defensive verbleiben, gaben ADHS-Betroffenen Gas, fuhren über Fußwege und ach ... so einiges mehr.
    Er hat darüber mal in einem Vortrag erzählt ... war an sich lustig, wenn es nicht so ernst wäre.

    ChaotSchland schreibt:
    Und die spielt ne Rolle bei Fahren mit Beifahrer aber sonst nicht.
    Aha?
    Sonst nicht?
    Es gibt im Straßenverkehr außer Beifahrern sonst nichts, das einen ablenken kann?
    Keine Radios?
    Keine anderen Autos, keine hübschen Mädels oder oder oder?
    Oh, ein Flugzeug, guck mal wie tief und da, die Eule, oh, war da ein Verkehrsschild?
    Da prasseln Tausend Reize auf einen ein und Du denkst ernsthaft, dass nur ein Beifahrer eine Ablenkung für einen ADHS-Betroffenen darstellt?

    Ja nee is' klar ....

    BTW:
    Es ist auch ein Problem, wenn man auf einer eher ruhigeren Strecke fährt ...
    Das führt auch bei Nicht-ADHS-Betroffenen zu Ermüdungsersheinungen und Verlust von Reaktionszeiten, bei Menschen mit ADHS geht das umso schneller, weil die Stimulation fehlt und dann wundert man sich anschließend, wenn Autos im Straßengraben landen, obwohl es nichts gab, dass dies irgendwie erklären könnte ...
    Geändert von Fliegerlein (24.04.2016 um 19:58 Uhr)

  7. #27
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Busfahrer werden oder lieber nicht

    1. ABSÄTZE

    2. Meine Aufmerksamkeitsinkonsistenz hat sich noch nie drum geschert,wann sie EIGENTLICH nicht zuschlagen sollte

    3. Ein hochgradiger ADHS'ler(BetonungH)hat nicht nur mit dem A,sondern eben auch mit der Impulsivität Schwierigkeiten und gewöhnlich kein abgeschlossenes Medizinstudium

    4. Autobahnhypnose sagt Dir was?

    5. Einsame Nachtfahrten...und ADHS'ler

    6. Bewegungsarmut...und ADHS'ler

    Ich hör hier mal auf.

  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Busfahrer werden oder lieber nicht

    Und die Unaufmerksamkeit in anderen Bereichen kommt auch immer durch andere Personen? Wegträumen verursacht die Ehefrau oder der Mitschüler?


    Bei dir scheinen mehr ADHSler zu sein, die nicht typische, nicht pathologische Verhaltensweisen haben, als andersherum. Da scheinst du dich wenig auszukennen......

  9. #29
    ellipirelli

    Gast

    AW: Busfahrer werden oder lieber nicht

    ich scheine - trotz 3 abgeschlossener Ausbildungen- zu unaufmerksam zu sein, um diesem Thread folgen zu können..
    Oder zu wollen...

    Aber soweit ich weiß, ging es in der Ausgangsfrage um "Busfahrer oder nicht"...

    und sorry- aber mich nervt dieser "Selbstdarstellungsdrang" und dies "Überstülpende" (i.e. dies: "bei mir ist das so und so,und es geht kein Weg drumrum, es MUSS bei dir ge-nau-so sein..etcpp,blabla, tbc....) einiger User
    Geändert von ellipirelli (24.04.2016 um 22:02 Uhr)

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Busfahrer werden oder lieber nicht

    @ ellipirelli: das mit dem Überstülpen kannst du mir aber nicht vorwerfen. Mir wurde hier umgekehrt die Möglichkeit abgesprochen, ein hochgradiges ADHS zu haben, weil ich ein Medizinstudium abgeschlossen habe. Dumm nur, dass genau das bei mir mit testpsychologischen Verfahren entsprechend ausgetestet wurde mit eben dem Ergebnis hoch- , fast eher höchstgradiges ADHS.
    Ansonsten sollte auch die andere Seite nicht immer von sich ausgehen frei nach dem Motto, wer nicht eine ebenso schwere psychische Leidensgeschichte hinter sich hat wie ich, der kann gar kein ADHS und erst recht kein hochgradiges ADHS haben.

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