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Diskutiere im Thema Jobsache nach dem Studium der Sozialen Arbeit, bitte um Tipps/System im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 432

    Frage Jobsache nach dem Studium der Sozialen Arbeit, bitte um Tipps/System

    Hallo,

    Vorabinfos:
    Mein ADHS (diagnostiziert, gehe nicht mehr zum Arzt)treibt mich gerade auf die Palme. Habe über ein Jahr für meine Bachelorarbeit gebraucht. Nun bin ich fertig und habe bestanden. Soweit sogut.
    Ich habe mich gegen die Einnahme von Medikinet/Medikamenten entschieden, da ich mit Sport einiges ausgleichen kann (klappt nicht immer).
    Ich bin gerne Querdenkerin und ein Kreativkopf, brauche aber länger um Systeme für mich zu finden, die funktionieren.

    Mein Problem/Anliegen
    Ich möchte dringend eine Arbeitsstelle finden und habe wegen finanziellen Gründen, nicht genug Zeit um mich zu sortieren.
    Mir würde es helfen, wenn Menschen, vor allem die Ahnung von Sozialer Arbeit haben, mir helfen können,
    eine systematische Vorgehensweise für die Jobsuche zu finden/entwickeln. Tipps jeglicher Art sind willkommen.
    Die Soziale Arbeit ist, was die Auswahl der Arbeit angeht, ein riesiger Bereich.

    Folgendes versuche ich zu sortieren im Kopf, ohne Erfolg bisher:

    • Stellenanzeigen Seiten (Jobbörse etc)
    • Berufsbild (zB Bildungsreferentin, gesetzliche Betreuerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin etc)
    • Branchen (Wirtschaft, Gesundheit etc)
    • Einrichtungen selbst (diverse Träger, Ministerien usw)


    Meine Vorgehensweise bisher

    • Bewerbung bei Einrichtungen, die ich bereits kenne (gute Erfahrungen) für offene Stellen, die "gut" klingen
    • Stellensuche auf Jöbbörse
    • Dadurch inspiriert, Suche nach Einrichtungen die gut klingen
    • Suche nach Einrichtungen und deren Homepage, die ansprechend klingen
    • Beschäftigung mit meinen Stärken/Schwächen etc (lese ein Buch paralell dazu/ schlage dort nach)
    • Chaos

    Ergebnis: 2 Bewerbungen innerhalb mehrerer Wochen geschrieben und absolutes Chaos im Kopf.
    Inklusive tausend Lesezeichen für diverse Projekte, Unternehmen, Stellenanzeigenseiten und so weiter...

    Ich weiß ungefähr wo es hingeht beruflich, bin für vieles sehr offen, da mich viele Bereiche der Sozialen Arbeit interessieren.
    Ich weiß nicht wie ich mich sortieren soll und der Druck, schnell was zu finden, macht mich fertig.

    Wie habt ihr es bei der Jobsuche gemacht?
    Geändert von empathie9 (13.02.2016 um 19:20 Uhr) Grund: noch was eingefallen

  2. #2
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: Jobsache nach dem Studium der Sozialen Arbeit, bitte um Tipps/System

    Hallo empathie9,

    ich schaue mir auf den oben von Dir genannten Quellen Anzeigen an.

    Ich gehe so vor:

    1) eine Anzeige spricht mich direkt an (vertraue auf meine Intuition, lasse mich ansprechen)--> verfasse als nächstes die Bewerbung zu der Stelle und sende sie sobald wie möglich ab

    2) eine Anzeige spricht mich mäßig an ---> suche weiter, vielleicht finde ich was Besseres

    3) aus der Anzeige geht nicht eindeutig hervor was zu tun ist: ich rufe an und informiere mich. Persönliche Kontaktaufnahme zeigt auch dem Unternehmen, dass Du Interesse hast und ein erster persönlicher Kontakt ist schon einmal vorhanden

    Da eine Bewerbung selten Erfolg hat und Du ja auch selbst wählen möchtest, sind eh mehrere Bewerbungen erforderlich. Und nicht jede Bewerbung führt ja zu einem Vorstellungsgespräch.

    Du könntest Dir, je nach Deinem vorliegenden Problem, auch zum Ziel setzen: z.B. 1 Bewerbung in einer Woche oder so.

    Wenn Du dringend Geld verdienen musst, dann erst einmal einen halbwegs passabeln Job nehmen, dann kannst Du ggf. immernoch Ausschau nach was BEsserem halten.


    Viele Grüße
    Susanna

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Jobsache nach dem Studium der Sozialen Arbeit, bitte um Tipps/System

    Momentan wird es in Asylbewerber-Betreuhung ziehmlich viel gesucht.
    Gerade aus dem Bereich Soziale Arbeit/Sozialpädagogik.

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 432

    AW: Jobsache nach dem Studium der Sozialen Arbeit, bitte um Tipps/System

    Erstmal Danke in die Runde!

    @Felis
    Diese Arbeit ist nicht für mich geeignet. Zu wenig Regeln/Strukturen (=Chaos), zu viel Leid, zu wenig kaufmännisches/strukturelles, zu wenig Gehalt, zu viele Überstunden.
    Leider ist es der Bereich, der momentan am meisten nach Arbeitskräften schreit aber am wenigsten Geld bringt. Dafür mehr Stress, mit dem ich (in dem gegebenen Maß) nicht umgehen kann.
    Dennoch danke! Bin mir sicher, dass viele ADHSler in dem Bereich richtig sind (die, die bei Stress besonders gut funktionieren, was bei mir nicht der Fall ist),

    @Susanna
    Lieben Dank! Das ist auch eine gute Vorgehensweise. Ich sammele mir im Kopf die ganzen Tipps (habe auch im Umkreis rumgefragt), und beziehe den Input ein.

    @alle anderen in meiner Situation
    Ich habe mit der strukturiertesten Person gesprochen, die ich kenne. Sie schlug folgendes vor:

    • Als erstes "träumen", was wäre das ideale was ich mir vorstellen kann (Traumjob)
    • Mo-Fr Informationszeiten einrichten. Also zB täglich 2 Std für Informationsgewinnung (Soziale Arbeit Buch über diverse Branchen lesen / Internet gezielt über Branche X informieren)
    • Pro Branche/Richtung (zB Bildung, Gesundheit...): TOP20 Einrichtungen/Arbeitgeber raussuchen.
    • Mo-Mi: ein Tag = 1 Branche pro Tag > dort Bewerbungen schreiben (Maße statt klasse)
    • Do: Diverse unterschiedliche Branchen Bewerben
    • Fr: Stellenanzeigen lesen und nach Branchen (s. oben) aufteilen

    Zu Freitag passen Susannas Tipps perfekt (1-3).
    Sammele gerne weitere Tipps und fasse diese anschließend hier zusammen, wenn mir das nicht zu viel wird
    So können die ADHSler, ich denke ich bin nicht die einzige in dieser Situation, auch was draus lernen.

  5. #5
    DaveR

    Gast

    AW: Jobsache nach dem Studium der Sozialen Arbeit, bitte um Tipps/System

    hi!

    2 Bewerbungen sind nicht viel,oder?

    es ist eigentlich relativ einfach, bewirb Dich auf mehr Stellenanzeigen wenn Du schnell nen Job brauchst.

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 106

    AW: Jobsache nach dem Studium der Sozialen Arbeit, bitte um Tipps/System

    empathie9 schreibt:
    Meine Vorgehensweise bisher

    • Bewerbung bei Einrichtungen, die ich bereits kenne (gute Erfahrungen) für offene Stellen, die "gut" klingen
    • Stellensuche auf Jöbbörse
    • Dadurch inspiriert, Suche nach Einrichtungen die gut klingen
    • Suche nach Einrichtungen und deren Homepage, die ansprechend klingen
    • Beschäftigung mit meinen Stärken/Schwächen etc (lese ein Buch paralell dazu/ schlage dort nach)
    • Chaos

    Ergebnis: 2 Bewerbungen innerhalb mehrerer Wochen geschrieben und absolutes Chaos im Kopf.
    Inklusive tausend Lesezeichen für diverse Projekte, Unternehmen, Stellenanzeigenseiten und so weiter...
    Bei deiner bisherigen Vorgehensweise fehlt mir etwas: Erstellung professioneller Bewerbungsunterlagen. Hat die mal jemand überprüft? Und damit meine ich keine Überprüfung durch Leute, die sonst nullqualifizierte Menschen in einen Job bringen. Das Niveau deiner Bewerbungsunterlagen muss höher angesiedelt sein als das von Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten.

    Es gibt enorm viele Absolventen in dem Bereich. Also einfach wird das nicht.

    DaveR schreibt:
    es ist eigentlich relativ einfach, bewirb Dich auf mehr Stellenanzeigen wenn Du schnell nen Job brauchst.
    Stellenanzeigen für soziale Arbeit? 1000 Bewerbungen auf eine Stelle.

  7. #7
    DaveR

    Gast

    AW: Jobsache nach dem Studium der Sozialen Arbeit, bitte um Tipps/System

    Hirnverleih schreibt:
    Das Niveau deiner Bewerbungsunterlagen muss höher angesiedelt sein als das von Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten.
    Ja,das wäre schön.


    Aber das versteh ich nicht:

    Hirnverleih schreibt:
    Stellenanzeigen für soziale Arbeit? 1000 Bewerbungen auf eine Stelle.
    also ich denke empathie9 braucht sich auf jede Stelle nur einmal bewerben,aber insgesamt sollte der Output höher sein als 2 Bewerbungen /x Wochen.

    Alles träumen und Brainstormen hilft nämlich wenig. Es gibt einen defacto Arbeitsmarkt in dem sie mit der Ausbildung unterkommen kann und da muss sie halt hinschreiben sonst sind auch keine Ergebnisse zu erwarten.

    Und weil empathie9 Berufsanfängerin ist, sollte die Priorität sein, erstmal irgendwie/irgendwo Berufserfahrung zu sammeln.

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Jobsache nach dem Studium der Sozialen Arbeit, bitte um Tipps/System

    Ich denke mal Hirnverleih meint, dass man eine extreme Konkurrenz auf Stellenanzeigen hat. Vllt. nicht 1000, aber doch so einige, und da ist man als Berufsanfänger oft im Nachteil und wird schnell aussortiert.

    Ich habe mich damals unstrukturiert und unsortiert überall beworben, also wenig wählerisch, und habe dann auch nicht in meinem Wunschberuf angefangen- bin dann aber über Umwege dorthin gelangt Insofern war meine Strategie rückblickend genau passend für mich. Ich habe keine Lücke im Lebenslauf.

    Ich war mir nicht zu schade "unter meiner Qualifikation" zu beginnen-Hauptsache Berufserfahrung. Man muss dann nur gucken, dass man sein Ziel von da aus stringent verfolgt. Das hat bei mir mit Glück, Anstrengung und Hartnäckigkeit geklappt.

    Habe mich auch überregional beworben und ca 10 pro Woche losgeschickt-dementsprechend natürlich auch viele Absagen kassiert, aber auch viele Erfarhungen mit Vorstellungsgesprächen.

  9. #9
    DaveR

    Gast

    AW: Jobsache nach dem Studium der Sozialen Arbeit, bitte um Tipps/System

    hypie1 schreibt:
    Ich denke mal Hirnverleih meint, dass man eine extreme Konkurrenz auf Stellenanzeigen hat. Vllt. nicht 1000, aber doch so einige, und da ist man als Berufsanfänger oft im Nachteil und wird schnell aussortiert.
    Wahrscheinlich, aber 1000 ist doch recht hemmungslos übertrieben. Kommt auch auf die Region an.
    Unabhängig davon bleibt natürlich das Bewerben trotzdem Voraussetzung für die Anstellung...



    hypie1 schreibt:
    Ich habe mich damals unstrukturiert und unsortiert überall beworben, also wenig wählerisch, und habe dann auch nicht in meinem Wunschberuf angefangen- bin dann aber über Umwege dorthin gelangt Insofern war meine Strategie rückblickend genau passend für mich. Ich habe keine Lücke im Lebenslauf.

    Ich war mir nicht zu schade "unter meiner Qualifikation" zu beginnen-Hauptsache Berufserfahrung. Man muss dann nur gucken, dass man sein Ziel von da aus stringent verfolgt. Das hat bei mir mit Glück, Anstrengung und Hartnäckigkeit geklappt.

    Habe mich auch überregional beworben und ca 10 pro Woche losgeschickt-dementsprechend natürlich auch viele Absagen kassiert, aber auch viele Erfarhungen mit Vorstellungsgesprächen.
    Ja, so kenn ich das auch. Ich glaub so haben es fast alle gemacht.

    Mehr bewerben,weniger träumen....
    Geändert von DaveR (14.02.2016 um 19:50 Uhr)

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 432

    AW: Jobsache nach dem Studium der Sozialen Arbeit, bitte um Tipps/System

    Danke für eure Meinungen, ich werde den Thread nicht mehr verfolgen.

    Sozialarbeiter sind zur Zeit die Akademiker, die am meisten gesucht werden.
    Visualisieren halte ich nicht für überflüssig.
    2 Bewerbungen geschrieben finde ich zwar nicht viel, aber dafür gut.
    Ich habe meine Bewerbungsunterlagen von Professionellen, die selbst Leute einstellen in der sozialen Arbeit, prüfen lassen.
    Ich schreibe persönliche/durchdachte Bewerbungen. Keine 0815 Scheiße für Jobs, die ich eh nicht machen will.
    Ich bin ein Herzensmensch. Wenn ich etwas will, dann muss es aus der Bewerbung rausgehen.
    Wenn ich kein Bock auf einen Job habe, dann kann man es bei mir an Bewerbung oder spätestens am Gespräch merken.
    Ich kann nicht lügen. Es gibt viele Bereiche die mich interessieren und bei denen ich durchaus bessere Chancen habe,
    da ich neben Sozialer Arbeit auch sehr Technikaffin bin, gut im Marketing bin, perfekt mit Zahlen umgehen kann und engagiert bin.
    Das Alles versuche ich, je nach Anforderung, in meine Bewerbung zu stecken.

    Ich denke im Endeffekt macht es die Mischung. Teil der Bewerbungen sollte darauf abzielen "schnell etwas zu bekommen".
    Also mir weniger Zeit für Bewerbungen nehmen und nach "Maße statt klasse" zu handeln.
    Der andere Teil, für den ich länger brauche, beschreibt mein Wunscharbeitsplatz und dafür nehme ich mir die Zeit.
    Um Berufserfahrung zu erweitern, werde ich ab April ehrenamtlich tätig sein, wo genau muss ich noch rausfinden.

    Es bringt Niemanden was, wenn ich irgendwo arbeite, wo ich keinen Spaß habe oder Interesse.
    Denn das sah immer so aus: Kein Spaß, schlechtes Zeugnis. Spaß: Gutes Zeugnis zwischen 1-2.
    So funktioniere ich.

    Versteht mich bitte nicht falsch! Ich weiß, dass die Ansätze von euch gut gemeint waren. Deshalb Danke dafür
    Allerdings passen die meisten nicht zu meiner Situation bzw. zu mir als Person.

    hypie1 schreibt:
    Ich habe mich damals unstrukturiert und unsortiert überall beworben, also wenig wählerisch, und habe dann auch nicht in meinem Wunschberuf angefangen- bin dann aber über Umwege dorthin gelangt Insofern war meine Strategie rückblickend genau passend für mich. Ich habe keine Lücke im Lebenslauf.


    Das macht Mut. Das werde ich zum Teil übernehmen.

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