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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    Schulprobleme

    Guten Morgen

    ich wiederhole gerade die 12. Klasse, weil ich letztes Jahr ein totales Burnout hatte und gar nichts mehr ging. Ich war dann in einer Klinik und dachte, ich bekomme das wieder hin mit der Schule. Nach einem ziemlich guten Zeugnis im ersten Schulhalbjahr bin ich wieder völlig ausgebrannt und schaffe es seit Wochen nicht mehr zu lernen.

    Da ich versuche, rauszufinden, ob ich ADHS habe und mir eine spezielle Medikation bei meinen Schulproblemen helfen könnte, habe ich eine Frage an euch.

    Ich hatte immer Probleme mit dem Lernen, bin in der achten vom Gymi geflogen. Dann, in der elften Klasse, konnte ich auf einmal lernen. Ich hatte in diesem Schuljahr einen 1,4 Schnitt und war Klassenbeste. Damals hatte ich noch keine Therapie und keine Medikamente. Allerdings konnte ich ausschließlich vorm Fernseher lernen, anders ging es gar nicht.

    Das klappt jetzt jedoch auch nicht mehr, ich kann keine Fünf Sätze lesen, ohne die Konzentration zu verlieren.

    Kann es sein, dass auch ohne Behandlung die ADHS-Symptome phasenweise schwächer werden?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 195

    AW: Schulprobleme

    huhu choko, ich glaube nicht das die Symptome phasenweise schwächer werden.
    Das was du während deiner Schulzeit erlebt hast ist alles andere als nett......
    Hast du denn in nächste Zeit eine Möglichkeit dich testen zu lassen?
    hast du irgendwas an deiner Struktur geändert?

    Ich geh ja momentan auch wieder zur schule, nachdem ich einige Jahre gearbeitet habe..... mir fällt die Umstellung auch nicht leicht, meine mündlichen Noten reißen meine schriftlichen raus. Ich hab auch erst vor 6 Wochen angefangen wieder mit Medikamenten zu arbeiten....

    puh..... außer dir den rat dich testen zu lassen, eine Einstellung vorzunehmen und evtl. mal auf weitere bzw. andere Erkrankungen zu achten, geben......

    lg goofy

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Schulprobleme

    Ich denke, dass die Lernprobleme stärker werden, da ich auf jeden Fall eine langjährige Depression habe. Die verläuft phasenweise und deshalb kann ich manchmal lernen und manchmal gar nicht.

    Gestern habe ich zum ersten Mal mit meiner Therapeutin über ADHS gesprochen.
    Sie meinte, dass sie sich gut vorstellen kann, dass ich es habe. Aber sie meinte auch, dass es mir für die Therapie nichts bringt, mich darauf untersuchen zu lassen, da wir ja die Symptome auch ohne Diagnose kennen.

    Ich habe ihr erklärt, dass es mir vor allem um eine richtige medizinische Versorgung geht. Ich habe gerade ein AD angefangen, jetzt muss ich erstmal 4 Wochen warten, ob es wirkt. Das ist zumindest mal eines, dass besser auf meine Symptome passt, also Antriebsstörung und Konzentrationsprobleme.
    Sie meinte dann noch, dass sie ein Risiko bei einer Medi-umstellung sieht, weil es mir zur Zeit so schlecht geht.

    Ich weiß, dass ich auch ohne die Depression starke Konzentrationsprobleme habe. Aber zur Zeit ist vor allem die starke Antriebslosigkeit mein Problem.

    Ich werde jetzt trotzdem mal einen Termin in der Uniklinik machen, dort gibt es eine ADHS-Sprechstunde. Auch wenn meine Therapeutin sehr kompetent ist, würde ich gerne mal mit jemandem sprechen, der sich auf dieses Gebiet spezialisiert hat...
    Geändert von chocochunk (20.02.2010 um 10:05 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Schulprobleme

    Habe jetzt einen Termin in der Uni-Klinik, allerdings erst anfang Juni....

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Schulprobleme

    Hallo Chocochunk, vielleicht ist es auch einmal ein Gedanke zu überlegen, ob du hochbegabt bist. Ist das schon einmal ausgetestet worden?

    Klingt für dich vielleicht seltsam, da du ja deiner Meinung nach wahrscheinlich eher den Eindruck hast, dass es in der Schule nicht gut klappt- das hat aber nichts mit Intelligenz zu tun, wie viele - leider auch Lehrer- irrtümlich glauben.

    Ich kenne sehr viele Kinder und Jugendliche, die wegen AD(H)S Symptomen in Therapie waren und wo das eigentliche Problem eine vorhandene aber nicht erkannte Hochbegabung war. Vielleicht ist das ein Ansatz, den du mit deiner Therapeutin einmal durchsprechen solltest. Dazu passt auch deine enorme Leistungssteigerung in der 11. Klasse.

    Ihr müsstet herausfinden, was dich damals so motiviert hat. War der Stoff so interessant, dass du dich - vielleicht im Gegensatz zu früher - nicht mehr in den Stunden gelangweilt hast? Hattest du Lehrer, dich in deiner Person geschätzt und angenommen haben? Hattest du Anerkennung, die du vorher nicht hattest? Hattest du ein Ziel, für das es sich deiner Meinung nach gelohnt hat? Warst du verliebt und hast dich dadurch anerkannt gefühlt - du merkst , es können ganz unterschiedliche Hintergründe sein, die auf einmal dazu führen, dass vorhandenes Potential plötzlich auch zu Leistung führt.

    Zu dem Erscheinungsbild „Underarchiver“, also Leuten, die eigentlich das vorhandene Potential haben, es aber nicht umsetzen können, würde auch passen, dass du Probleme in der Schule hattest und sogar vom Gymnasium abgehen musstest- trotz deines eigentlichen Leistungsvermögens, dass du aber nicht gezeigt hast oder zeigen konntest.

    Vielleicht warst du bereits in der Grundschule gelangweilt und unterfordert und hast daher nie gelernt, zu lernen. Ich weiß nicht, ob es bei dir an diesem Problem liegen kann, dazu müsste ich viel mehr von dir wissen, aber es lohnt sich mit Sicherheit für dich, wenn ihr in der Therapie darauf eingeht.

    Es gibt auch die Kombination von AD(H)S und Hochbegabung. Diese Kombination ist für die Betroffenen auch sehr heftig, da sie oft nicht erkannt wird, bzw. das eine das andere überdeckt, sodass es schwer zu diagnostizieren ist.

    Ich habe selber einen hochbegabten Sohn mit AD(H)S, der gerade erst im letzten Jahr Abi gemacht hat und weiß, auch von meiner Arbeit mit vielen Kindern und Jugendlichen, dass sehr oft Burnout und Depressionen auch Folgen von Unterforderung und mangelnder Lernorganisation mit Selbstwertproblemen sein können.

    Besonders heftig wird es, wenn zur Hochbegabung noch AD(H)S mit den entsprechenden Symptomen kommt. Man kann sich nicht einordnen, fällt in kein Raster und fühlt sich in der eigenen Haut unwohl und unverstanden.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du die Hilfe bekommst, die dir gut tut und die deiner Persönlichkeit gerecht wird. Erkundige dich, ob die Uniklinik auch jemanden hat, der sich mit dem Problem der hochbegabten Underarchiever auskennt. Sprich es ruhig an, auch wenn es dir vielleicht noch für dich fremd vorkommt und bitte darum, dass es abgeklärt wird! Du kannst dich gerne noch einmal bei mir melden, wenn du noch Fragen hast! Liebe Grüße !

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