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Diskutiere im Thema Reizoffenheit bei Jobcenter erwähnen? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #111
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Reizoffenheit bei Jobcenter erwähnen?

    Halt überlegen, was das Gegenüber im Jobcenter darüber weiß und was er will; in der Regel will er nur, dass du ein Formular ausfüllst. Eine guten Job für Dich finden, der genau passt, das passiert da eher auf der klasschischen Schiene - also Lebenslauf - nicht aufgrund ICD-10 Kategorien usw. Würd mich da knapp auf die Stärken drauf besinnen.

    Wenn'st - glaub ich aus einem selbstkritischen Impuls der Lauterkeit - das ADHS benennst, kommst schnell in die Defensive und ich glaube nicht, dass die Leute im Jobcenter eine Ahnung haben, was das ist und wie sie damit umgehen sollen.

    Lg
    Geändert von Loyola (26.01.2016 um 15:31 Uhr)

  2. #112
    Scherzkeks

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 293

    AW: Reizoffenheit bei Jobcenter erwähnen?

    Ich habe ähnliche probleme allerdings wurde ich zjm amtsarzt geschickt und war beim berufpsychologen wo man einen iq test etc. Machen musste.

    Adhs interessiert die vom amt mal überhaupt nicht, im gegenteil wenn das auf aufmerksamkeit etc bezogen word verstehn die das nicht und drehen dir einen strick daraus. Wie z.b. in jedem job muss man aufmerksam sein, die stellen einen hin als ob man ne ausrede hat nicht arbeiten zu wollen. bin jetzt auch in einem 6 monate kurs man bastelt wie in der ergotherapie kocht zusammen aber schreibt keine bewerbungen und sucht auch keine stellen das muss man uzuhause machen.

  3. #113
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Reizoffenheit bei Jobcenter erwähnen?

    shadowgolf schreibt:
    bin jetzt auch in einem 6 monate kurs man bastelt wie in der ergotherapie kocht zusammen aber schreibt keine bewerbungen und sucht auch keine stellen das muss man uzuhause machen.
    Das wäre mir zu entwürdigend, als sei man geistig degeneriert und das was für dich am wichtigsten wäre, also das schreiben von Bewerbungen wird vernachlässigt.
    Genau dort muss das Amt doch ansetzten, da du es anscheinend von alleine nicht schaffst, das andere ist nur eine sinnlose beschäftigungs-Maßnahme.

    Wenn die Kurse so "flexible" und unstrukturiert sind wie man es von Maßnahmen kennt, dann würde ich mal fragen ob dort jemand mit dir Bewerbungen durchgehen kann.

    Vielleicht sollte mal jemand das Jobcenter beraten wie man mit AD(H)S betroffenen besser verfahren kann, wenn es um die richtige Beschäftigung geht.
    Nach meiner Einschätzung erreicht man mit Maßnahmen eher nur das Gegenteil, wichtig sind ja vor allem Erfolgserlebnisse, Förderung, Struktur, Abwechslung usw.
    Komplett verkehrt ist es wenn man AD(H)S'ler wie Kleinkinder behandelt und dann noch bevormundet, was ja in vielen Maßnahme der fall ist.

    Meine SB hat wohl etwas mehr Verständnis für meine Lage (da sie selber noch recht jung ist) , ich muss mich zur Zeit immer nur ab und zu bei ihr melden
    und schildern ob ich fortschritte in Sachen eigen Bemühung zwecks Aufklärung mache. Ich werde bald mal eine ADHS Spezialsprechstunde besuchen,
    fragt sich nur wer die Fahrtkosten dahin übernimmt und wie ich dahin gelange (12 stunden. Fahrtzeit Hin u. Zurück).

  4. #114
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Reizoffenheit bei Jobcenter erwähnen?

    Mistwalker schreibt:
    Das wäre mir zu entwürdigend, als sei man geistig degeneriert und das was für dich am wichtigsten wäre, also das schreiben von Bewerbungen wird vernachlässigt.
    Genau dort muss das Amt doch ansetzten, da du es anscheinend von alleine nicht schaffst, das andere ist nur eine sinnlose beschäftigungs-Maßnahme.

    Das ist es eben nicht. Nicht wenn man angibt aus bestimmten Gründen nicht arbeiten zu können, oder gar nicht mal Bewerbungen schreiben zu können. Ehrlich gesagt bin ich langsam echt leicht entrüstet, was hier so erzählt wird. Entweder man ist gesundheitlich nicht in der Lage, dann müsste aber auch tägliches Erscheinen dort schon Anstrengung sein, auch beim Kochen und Basteln braucht man Konzentration, DUrchhaltevermögen, muss Regelmäßigkeit bringen. Oder man ist in der Lage zumindest halbtags zu arbeiten.

    Die Maßnahmen die niedriger angesetzt sind, sind für Leute, die dies schon als Herausforderung haben, egal ob der IQ bei 90 oder 150 liegt. Es geht um Regelmäßigkeit, Frustrationstoleranz erweitern, Konzentration etc. Wer angibt Defizite in arbeitsrelevanten Bereichen zu haben, wäre, wenn er ehrliche Angaben gemacht hat, mit einer knallharten Jobsuche oder Weiterbildung/ Umschulung überfordert. Das wäre aussichtslos und rausgeschmissenes Geld für das Amt.

    Wenn man sich absolut unterfordert in einer Maßnahme fühlt, dann sollte man das dem Amt mitteilen, dann scheint man doch für mehr fähig zu sein.


    Ich finde hier teils die Erwartungshaltung wirklich sehr abgehoben. Man will Hilfe, will aber nichts dafür selbst tun damit Hilfe fruchtet, man kann nicht, ist aber mit weniger als vorher unterfordert. Vielleicht sollten sich hier einige mal überlegen ob ihre Erwartungshaltungen mit ihren eigenen Ressourcen (in beide Richtungen) konform gehen.

    ADHS ist sehr unterschiedlich, das Jobcenter braucht deswegen keine Allgemeinberatung für ADHS, sondern so, wie es auch bei anderen Erkrankungen ist, kommt es auf die AUsprägung und den Schweregrad an, was geeignet ist. Wer meint er kann (egal ob körperlich oder geistig) anspruchsvolle Aufgaben erledigen, der kann eigentlich auch arbeiten.
    Und man kann sich auch selbst auslasten, indem man sich Jobs oder Berufe oder Maßnahmen sucht, die zu einem passen könnten, man kann auch selbst dem JC Vorschläge machen, mit denen zusammen arbeiten. Wer was will, muss auch was dafür tun, egal ob mit oder ohne ADHS, anderen fällt ihr berufliches Leben auch nicht vor die Füsse.

    DIese Mentalität "Ich bin krank und mir steht zu" ist naiv und nicht zielführend. Genauso wie Gesunde müssen auch Kranke für ihren Erfolg, egal wo, arbeiten, der Vorteil ist, das sie es nach ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten machen können (dafür gibt es dann weniger Anforderungen oder Hilfsmittel), nicht das sie alles auf dem Silbertablett geliefert bekommen weil sie einen STempel haben.

    Wer individuell bestmöglich Hilfe haben will, sollte sich selbst auch individuell betrachten, denn wenn man sich selbst abstempelt, dann bekommt man eben das, was für die jeweilge Grösse des STempels ist. Was erst verlockend winkt, ist dann bei genauerer Betrachtung eben nur ein "nur".

  5. #115
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 291

    AW: Reizoffenheit bei Jobcenter erwähnen?

    Ich habe mal gestern das erste Mal die Erfahrung mit dem JobCenter gemacht, was ADHS betrifft. Ich werde es teilen, weil es vielleicht jemandem Hilft.

    Eigentlich wollte ich es nicht erwähnen. Eigentlich wollte ich mich wieder um eine Stelle in meiner Branche bewerben, weil ich es so gerne mache, obwohl ich mit den Menschen und die Bedingugen nicht klar komme. Aber es lag mir die ganze Zeit quer auf der Zunge, als meine Sachbearbeiterin mehrfach gefragt hat, ob ich nur in meiner Branche suche. Sie hat sehr viel Verständnis dafür gezeigt, dass ich in Berlin bleiben will - ich denke, da ich eigentlich Ausländer bin, und nachdem ich von Berlin nach Wien gegangen bin, wollte ich nur zurück nach Berlin und nicht sonst wohin - und da das Arbeitsmarkt in meiner Branche groß genug ist, hat sie mich bei der Eingliederungsvereinbarung nur zum lokalen Arbeitsmarkt verpflichtet. Wir waren eigentlich schon durch, aber ich wollte sie fragen, wie schwer es ist, eine Umschulung gefördert zu kriegen.

    Und dann ist es rausgerutscht. Ich habe mit zittriger Stimme erklärt, dass ich in psychiatrischer Behandlung bin und dann kamen die Tränen und weitere Erklärungen, warum weshalb wieso. Sie hat mir gleich einen Karton Taschentücher rübergestreckt und hat verständnisvoll zugehört und mit dem Kopf genickt. Sie hat mir erklärt, dass es mir zusteht, das ganze offiziel als Problem zu schildern und in dem Fall werde ich ausführlich von deren Ärzten getestet und die prüfen, ob mein Zustand es mir nicht erlaubt, weiterhin in meiner Branche zu arbeiten. Wenn sie sagen, das geht echt nicht, dann kann ich gefördert bekommen und zur beruflichen Rehabilitation geschickt werden- Sie hat mir allerdings auch ernst gesagt, den Schritt muss ich mir gut überlegen, weil "Es dauert viele Monate und ist nicht unbeding von Erfolgsgeschichten gekront.". Ich habe ihr gesagt, ich will es noch einmal mit meinem Beruf probieren, weil ich es mir aus Leidenschaft ausgesucht habe, und sie meinte, ich soll mich ausruhen und den nächsten Monat neben den Bewerbungen überlegen, ob ich das nicht mehr aushalte oder bei dem Versuch bleibe.

    Also. Es hat mich keiner den Kopf abgebissen. Es hat mich auch keiner umarmt und die belndede Zukunft versprochen - für meine Zukunft bin ich schließlich verantwortlich. Aber stehen schon einem zur Seite. Es mag schlechte Sachbearbeiter geben und ich weiß, bis auf ein paar Ausnahmen habe ich bis jetzt mit dem JobCenter Glück gehabt - auch wenn die es Situationsbedingt zum Teil extrem streng ausrichten, bis man fast wahnsinnig wird - aber ich bin bis jetzt dankbar, dass der JobCenter doch gegen alle Erwartungen den Leuten noch zur Seite stehen kann.

    Es ist nicht immer so. Klar, ein bekannter von mir war so gesundheitlich beeinträchtigt, dass er nicht jede Arbeit ausüben konnte. Obwohl er eine Umschulung wolte, hat der JobCenter bei ihm nach und nach gehackt, dass er bitte in Frührente gehen soll! Immer haben sie ihm die falsche Umschulungen angeboten und irgendwann ging's nicht mehr.

    Aber ein Versuch ist es immer mehr.
    Geändert von Rosaleen (16.02.2016 um 14:41 Uhr)

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