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Diskutiere im Thema Opfer Rolle und Mobbing auf der Arbeit im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 545

    Unglücklich Opfer Rolle und Mobbing auf der Arbeit

    Hallo zusammen,
    irgendwann bei den ganzen Test`s habe ich aufgeschnappt das AD(H)S`ler empfänglicher wären für die Opfer rolle.
    Geht es Euch so, ist da wirklich ein Zusammenhang?

    Auf der Arbeit ist das Niveau schon mehr als sehr niedrig. Männerdomäne halt, sexistisch, verbal ausfallend usw.
    Und ich kann auch gerne mal nehn Spaß machen, auch mal nehn 2 Deutigen oder versaut...alles kein Problem.

    Das Problem fing mit dem Mobbing an, als ich meinen Partner auf der Arbeit fand. Wir wurden regelrecht so gemobbt das die Beziehung gestört wurde, Gerüchte zu mir von ihm getragen und umgekehrt. Stunk gemacht ohne Grenzen.
    Da ich noch kein großes Vertrauen zu meinem Vorgesetzten hatte und auch immer hörte "ohne Zeugen, bist Du machtlos" habe ich nichts unternommen.
    Daraufhin wurde ich depressiv, war mehr krank als alles andere und dann auch stationär.

    Abgemacht wurde, das ich mit Betriebsrat und Vorgesetzten rede wenn es Probleme gibt, was ich nun auch mache.
    Also beschwere ich mich...und derjenige kommt zu mir und brüllt mich schon fast an..was mir Angst macht.
    Der eine fasst mich an, gut keine besonders intimen stellen aber ich möchte das nicht und das sagte ich ihm. Dann kam es wieder vor und heute wurde mit Betriebsrat und ihm kurz gesprochen.

    Damit er kein Problem bekommt, hat er sich natürlich rausgeredet und nun bei Feierabend höre ich wie die Kollegen (bin ja auch die einzige frau in meiner Gruppe) sich schon das Maul zerreißen.
    Ich hatte ja schon Angst wenn der Typ in meiner Nähe war, jedes mal wenn er an einem vorbei geht.grabscht er.

    Also habe ich auch heute extra länger gebraucht um nicht mit denen raus zu laufen (auf den Parkplatz). Das kenne ich aus meiner Kindheit, sowas tat ich auch.

    Irgendwie habe ich Angst das da ein Nachspiel kommt, das sich alle das Maul zerreißen und Geschichten erfinden.
    Denn das sind Menschen, die nicht fragen wie das nun wirklich war oder ob das schlimm für mich ist wenn so ein sehr viel Älterer mich so bedrängt. Oder warum ich mich in dieser Form gewehrt habe.

    Und in mir macht sich Sorge breit und auch so ein Gefühl was ähnlich wie ein schlechtes Gewissen ist.
    So Gedanken wie z.B. "Hätte ich das nicht einfach schlucken sollen und nichts sagen, dann wären alle ruhig".

    Anderseits wenn ich was sage, ist es ein Problem.
    Wenn ich schweige werde ich krank und das ist auch wieder ein Problem.

    Kennt jemand von Euch sowas?
    Kommt man aus sowas raus?
    Hat das mit AD(H)S zu tun?

  2. #2
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Opfer Rolle und Mobbing auf der Arbeit

    Auf keinen Fall dulden!!!

    Ein Problem ist die Angst, weil dein Gegenüber diese erkennt.

    Eine Maßnahme wäre, in dem Moment in dem gegrabscht wird, richtig richtig laut zu sagen/rufen "LASS DEINE FINGER VON MIR!!!!! BEIM NÄCHSTEN MAL ZEIGE ICH DICH BEI DER POLIZEI AN!!!!!"

    Schwierig ist es natürlich, wenn die Chefetage/der Betriebsrat dich nicht ausreichend vertritt - schau doch vielleicht mal den Wikipedia-Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing

    Mit ADHS hat das gemobbt werden aber glaube ich nicht unbedingt primär was zu tun

  3. #3
    Auf neuen Wegen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 186

    AW: Opfer Rolle und Mobbing auf der Arbeit

    Guten Morgen , natürlich bist du im Recht , wenn Menschen dich an Körper , Geist und Seele anfassen , wo bzw. wenn du es nicht willst / Grenzen setzt und diese missachtet werden , dich darüber zu beschweren , sicher machst du dir damit nicht unbedingt Freunde ,

    ... Aber welch ein Täter freut sich darüber , dass seine Handlungen an bzw aufgezeigt werden , sollen sie deswegen unter den Tisch fallen ...??

    zum Glück muss ich solche grabscherein nicht erdulden ... Doch bin auch ich nicht gerade beliebt dafür ( bis auf Einzelne ) dass ich Missstände aufzeige bzw. deutliche NEIN'S ausspreche ... ZB Kollegen an ihr Geschwafel von gestern erinnere ( dass sie häufig heute nicht mehr interessiert )

    aber auch ich merke , ein plötzliches "Leisewerden" , wenn ich den Raum betrete bzw. in Teamsitzungen die verdrehten Augen oder das räuspern , wenn ich bestimmte unliebsame Themen anspreche ...... Oder das ausschließen aus gruppenentscheidungen / Veranstaltungen .... Aus denen mein Arbeitsalltag besteht und mir damit wichtige Informationen fehlen ...

    das leben ist mir nicht unbedingt leichter geworden seit ich meine Grenzen aufzeige ... Aber es nicht zu tun... und im stillen zu leiden war es auch nicht .... Zumindest kann ich mir besser in meine Augen schauen / mein Spiegelbild ertragen ...

    ich versuche abzuwägen , was lohnt in Konfrontation zu gehen und was nicht , und wenn es nicht lohnt möglichst damit abzuschließen und eben nicht wieder im stillen zu leiden ...


    Wann und wo das für dich so sein kann , kann ich nicht beurteilen , da gibt es sicher auch kein patentrezept und wir alle sind doch einzigartig und somit auch unsere Grenzen .... Sicher ist aber ratsam dich weiter zu stärken durch aussprechen der Angelegenheit und deiner damit verbundenen Gefühle , bei Freunden , Familie oder evtl. auch psych. Beratung... Zudem dir arbeitsrechtlich Beistand zu holen bei Betriebsrat und Gewerkschaft und als allerletzter Schritt auch zu sehen dass es andere (evtl. für dich besser geeignete) Arbeitsstellen gibt ... ?!?!?

    Manchmal lohnt es nicht einen solchen " Kampf " fortzuführen , du wirst diese Menschen vermutlich nicht ändern und wenn auch das System "krank" ist , ist es nicht immer möglich recht zu bekommen , wo du eigentlich recht hast ...

    Ich habe aber beides erlebt ( mehrfach)zu früh zu gehen aus Angst , aber auch vergebens zu kämpfen ... Es ist und bleibt für mich täglich eine Gratwanderung abzuwägen ...

    Da gibt es auch ein Sprichwort , ... Fällt mir gerade nicht wortwörtlich ein ... Irgendwie mit Klarsicht und Kraft zu kämpfen wo es lohnt , es zu lassen , wo nicht und zu unterscheiden , was was ist .... Kennt vielleicht jemand ???? Bitte gerne ergänzen



    ich wünsche dir ganz viel Kraft und weiter ganz viel Mut , die Dinge anzusprechen , die dich " falsch " anfassen ( wo auch immer )......

    Ich hoffe ich konnte mich halbwegs verständlich rüberbringen

    .... Lieben Gruß ZaMau

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Opfer Rolle und Mobbing auf der Arbeit

    @Nishtha: In der Literatur finden sich diese Hinweise ausgesprochen häufig. Gründe gibt es dafür viele - zugleich sind die Hinweise auch sehr oft verbunden mit dem Zusatz, dass leider auch ADHSler sehr oft irgendwann selbst die Täterrolle übernehmen.

    Grundsätzlich gilt ja in Mobbingprozessen, dass es denjenigen am häufigsten trifft, der eine "Außenseiterrolle" im weitesten Sinne übernimmt. Da gibt es viele viele Möglichkeiten! Bei Dir ist es eben so, dass Du die einzige Frau in dem Haufen bist.

    Was Du mit Deinem Partner erlebt hast, tut noch lange weh und ist einfach nur ne bodenlose Unverschämtheit! Leider passiert sowas immer wieder - ein wirklich probates Mittel der Abgrenzung kenne ich bisher nicht.

    Bei mir war es im allgemeinen so, dass ich mich dann ganz schnell - wenn es irgendwie ging - in jeder Hinsicht aus solchen Situationen zurückzog!

    Leider funktioniert sowas auf die Dauer eben nicht, irgendwann reichen die Kräfte nicht mehr für die Fluchten!

    Das größte Problem bei der Geschichte ist natürlich immer die mangelnde Bereitschaft des Gegners zum Kompromiss bzw. zur Aufklärung der Situation - dann folgt in aller Regel ein ständiges Rationalisieren oder gar ein unter den Tisch brüllen!

    Das passiert natürlich nie unter Zeugen und im Zweifelsfalle ist es dann immer der Vorgesetzte, der Recht hat bzw. keinen Fehler macht! Besser: Es ist immer der Stärkere!

    Eventuell ist der andere stärker, weil er einfach über ein bisschen mehr Charme verfügt oder sich deutlich hilfloser darstellen kann, als er selbst ist usw. In jedem Falle hat der Gegner immer mehr Möglichkeiten, sich in eine bessere Position zu bringen.

    Ich habe es sogar mit einer Vorgesetzten schon erlebt, dass sie mir dann einen harschen Ton vorgeworfen hat. Ich habe sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie mir eine fachlich völlig falsche Angabe gemacht hat. Meine Ansage lautete ganz klar: "Das hätten sie mir vorher sagen müssen! Ich habe sie gefragt, wann der See das letzte Mal beprobt wurde und wie die Ergebnisse ausgesehen haben haben!"

    "Warum sagen sie zu mir, der See sei aufgegeben, dabei steht er schon seit dreißig Jahren unter Naturschutz..........!"

    Im Endeffekt habe ich sachlich argumentiert und sie hatte kaum noch eine Ausweichmöglichkeit, da blieb natürlich nur noch ein Angriff auf meine Person übrig.

    Im anderen Falle hätte sie einfach zugeben müssen, dass sie mir - ohne ersichtlichen Grund - nen völlig bescheuerten Auftrag erteilt hat und mir dabei eine ganze Reihe von wesentlichen Informationen vorenthalten hat.

    Ich vermute mal, sie handelte dabei etwas impulsiv und äußerst wenig bedacht .

    Eigentlich nicht wirklch verwunderlich, wenn man sich die gesamte und recht angespannte Arbeitssituation im öffentlichen Dienst anschaut - aber eben nicht mein Problem!

    @Zappelmaus: "Herr gibt mir die Kraft, zu ändern, was ich ändern kann und zu lassen, was ich nicht ändern kann. Und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden" So ähnlich geht der Spruch!

    Das Hauptproblem besteht ja meist darin, diese Unterscheidung zu treffen und die eigene Position zu halten.

    Ich hab da kein Patentrezept, na ja, in einigen Fragen habe ich es durchaus gelernt. Bevor ich mich da über grundsätzliche Fragen aufrege suche ich eher nach einem Weg, wie ich am besten und für mich mit dem größten Vorteil aus der Geschichte rauskomme.

    Einfach ist da allerdings gar nichts.

    Ständiges Anfassen geht auch nicht, da ist es tatsächlich notwendig, sich das Grabschen ganz schnell zu verbitten. Da kommen dann schon mal solche Sprüche wie:...hab Dich doch nicht so usw.

    In dem Moment klar und deutlich zu bleiben ist so richtig schwer. Es setzt voraus, dass mensch ein stabiles Selbstwertgefühl hat und daran mangelt es uns eben doch sehr häufig!

    Wohlgemerkt - es geht nicht um Selbstbewusstsein! Ich weiß schon, was ich kann. Bin mir meiner Fähigkeiten und Unfähigkeiten sehr wohl bewusst - aber leider erwischen mich die Intriganten immer beim Selbstwertgefühl!

    Ich empfehle gern das Buch "Die Masken der Niedertracht!"

    Für eine Psychoanalytikern hat die Autorin, m. E., das Problem sehr gut dargestellt - wenngleich sie auch nur wenig dauerhaft tragfähige Problemlösungen anbieten kann. Zumindest macht sie aber sehr gute Vorschläge, wie eine akute Situation, mit Hilfe einer guten therapeutischen Begleitung wieder ins Lot gebracht werden kann.

  5. #5
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Opfer Rolle und Mobbing auf der Arbeit

    Zappelmaus schreibt:

    ich versuche abzuwägen , was lohnt in Konfrontation zu gehen und was nicht , und wenn es nicht lohnt möglichst damit abzuschließen und eben nicht wieder im stillen zu leiden ...
    Das bekräftige ich auch sehr!
    Überhaupt - egal, ob du dich für offensiv oder defensiv entscheidest: wichtig ist, dass du mit dir im Reinen bezüglich der Konsequenzen bist!

    Ich habe sowohl in der Schulzeit, als auch einmal im Arbeitsleben eine solche Szene gehabt, in welcher ich die Täterin (es ging um verbales Mobbing) laut und vor Zeugen auf die Taten ansprach und selbige anklagte.

    Mir war urs schlecht vorher, weil ich all meinen Mut zusammennehmen musste - aber ich hatte auch die zugehörige Portion Ärger in mir und den unbedingten Wunsch, aus der jeweiligen Nummer endlich rauszukommen ... und zwar sch**** der Hund darauf, ob mich damals die ganze Klasse gehasst hätte oder ich später im Zweifelsfall den Job verloren hätte.

    Im zweiten Fall hatte es sogar zur Folge, dass Madame unterstützt hat, dass mein Arbeitsvertrag verlängert wurde wenn auch in einer anderen Abteilung

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 545

    AW: Opfer Rolle und Mobbing auf der Arbeit

    Vielen lieben Dank für Eure umfangreichen Antworten.

    Misstände zeige ich in meiner Gruppe gar nicht auf, ich bin manchmal einfach zu penibel was an Vorschriften halten geht. Ich mache meine Arbeit, bis auf wenn ich mal einen Fehler mache, immer 100% akkurat und korrekt. Und leider erwartet das mein Kopf von anderen auch, was ein Fehler ist

    Im Dezember war es schon Thema die Gruppe zu verlassen, aber das Grundproblem ist Hallen übergreifend. Also das Problem gestern war einer aus einer anderen Abteilung.
    Das ganze läuft wie folgt: X redet mist über mich bei Y, Y gibt es weiter und weiter und weiter...bis es nach paar Stunden so ziemlich jeder weiß. Nach 1-2 Tagen wissen es mehrere Produktionshallen.

    So gibt es Informationen die einfach an Leute getragen werden und die das Wissen über mich oder andere haben und Du dann erstaunst schaust...ähm wieso weiß der wer mein Freund ist usw....ja Plappern halt.

    Und bei dem Gespräch wurde mir verdeutlicht, das ich der neuen Gruppe auch sagen müsste was los war. Es auch ggf wieder dort anfangen könnte.

    Es sind aber auch einfache Dinge, ich arbeite ja in der Logistik und fahre sehr weit voraus schauend. Dementsprechend schätze ich Situationen zum ausweichen ein, wenn dann Kollege X auf einmal lieber Egoistisch sein Ding macht, statt mich mal vor zu lassen. Kann es mal zu einer Stau Situation kommen.

    Und ich sag Euch, egal wer das ist...die motzen mich immer an "Und was jetzt" und Diskutieren wie wild rum, dabei haben die doch das Problem verursacht.
    In der Zeit des dummen Geredes kann man natürlich die Situation auflösen...aber bei uns ist der Spruch: Herr, lass Hirn regnen, sehr angebracht.

    Es ist leider so, ein anderes Wort fällt mir dazu gar nicht ein...wenn man an den Bändern schon Tiergeräusche hört (muhen oder anderes), in den Pausen soft Strips die Jungs sich anschauen und Sex das Thema Nr.1 und fast das einzige ist...Und mal von den Sachen die die sich an den Kopf werfen, wie Lutsch meinen...du weißt schon was und anderes.

    Ich fühlte mich in Männerdomänen immer wohl, da ich eh keine Tussi bin. Aber was da teilweise los ist, ist schon extrem, für mich. Und das gefragt wird ob wir Sex haben und anderes aus der Beziehung abgehört wird, nur damit es was zum weiter tratschen gibt.

    Und wegen all so kleiner und größerer Situationen frag ich mich öfters ob ich ein "hau drauf" stempel auf der Stirn habe....
    Fühlt sich gar nicht gut an. Dabei bedenke ich so viel und gestalte den anderen das fahren so angenehm wie möglich. Ich befürchte, das bekommen sie gar nicht mit.

    Ein anderer gestern bewarf mich mit Kleinteilen, weil er meinte ich träume...ja, ich hab geträumt und ich hab es nicht mal gemerkt. Was mich erschrocken hat, aber ich hab es natürlich abgestritten und gemeint das er das werfen ruhig lassen kann. Aber manche Männer sind halt wie kleine Kinder und er lies es nicht, bin deswegen aber nun nicht zum Betriebsrat gelaufen.

    Und ich denk mir meist nur: lasst mich doch einfach in ruhe machen, ich mach meine arbeit ja. Ob ich träume oder nicht, das rechtfertigen bin ich leid.

    Werde am Montag aber mal besprechen mit dem Träumen, da es sehr oft vorkommt und wenn ich das dann schon nicht mehr merke. Teils ist es wie da sein aber gestern war ich scheinbar für 1-2 Minuten komplett weg...aber ich stand ja auch nur rum und hab gewartet, also ungefährlich.

    Alles in allem muss ich irgendwie damit klar kommen und so schnell komme ich da auch nicht weg. Denn diese eine Ausbildung die mir gut liegen würde, ist 100 km weit weg und das jeden Tag pendeln und nur noch 600€ im Monat haben ist sehr schwer. Betriebsrat meinte ja auch, ich sei dafür schon zu alt.

    Ich überlege eher wieder was alternatives zu meinen privaten Ausbildungen zu machen und es evtl nebenher anlaufen zu lassen. Und später dort nur noch Halbtags arbeite und somit abgesichert bin, Grundgehalt habe und der fehlende Rest vom Nebeneinkommen rein kommt. Aber damit kann man nie rechnen und sowas ist auch verdammt schwer. Auch wenn komplett Selbstständigkeit viel schwerer wäre und ich nicht machen möchte.

    Und somit sitze ich da erst mal fest

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Opfer Rolle und Mobbing auf der Arbeit

    Hallo Nistha,


    Mein Rat, falls du den Kampf fortführen möchtest, ist: Dokumentieren!
    Der Rat ist eigentlich nicht von mir. Ich habe ihn auf einem englischsprachigen Advice-Blog aufgeschnappt, aber es gibt auch deutsche Mobbing-Seiten, die dies empfehlen und die leicht über Suchmaschinen zu finden sind ("Mobbingtagebuch").

    Ein Mobbingtagebuch mit Ereignissen und Datum hilft deinem Gedächtnis, so dass du konkreter, mit handfesten Beispielen und mit einem klaren Zeitverlauf deinen Fall untermauern kannst. Es ist übrigens auch hilfreich, zu protokollieren, dass du wiederholt um Unterlassung gebeten hast - möglichst auch noch "zivilisiert". Daraus kannst du dann eine konsistente Geschichte stricken, die zeigt, dass du stets um eine gute "Arbeitsatmosphäre" bemüht warst, während die Mobbenden diese stören. (Eigentlich sollte dein Wohlbefinden Grund genug sein, zu handeln, aber das Eigeninteresse des Arbeitgebers ist leider selbstverständlicher...)

    Gibt es vielleicht andere Kollegen, die gemobbt werden oder sich zumindest unwohl fühlen? Kannst du versuchen den Kontakt mit diesen und/oder dir freundlich gesinnten Kollegen zu verstärken, so dass du nicht so leicht isoliert wirst?

    Blöde, unfaire Situation jedenfalls!

    Wie auch immer du dich aus dieser Falle befreien wirst: Ich wünsche dir alles Gute!

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 545

    AW: Opfer Rolle und Mobbing auf der Arbeit

    Der Grabscher macht das bei so ziemlich jeder und keiner sagt was. Die Ferienarbeiterinnen hat er sogar mal verfolgt und sie haben ihm gedroht das sie sich beschweren wenn er das nicht lässt.
    Ist aber alles nicht aus 1. Hand, dieses Wissen und die jungen Mädels sind ja auch schon weg.
    Man sagt sich auch das er eh Aktenkundig wegen sowas sein soll...so wie der sich verhält, glaube ich das auch.

    Ob andere das Sticheln als Mobbing ansehen weiß ich nicht, Probleme wie mit unserer Beziehung hat da bislang keiner scheinbar gehabt.
    Dazu kommt noch das ich sensibler bin als andere und ich hoffe das ich da heute meine Ruhe habe.

  9. #9
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Opfer Rolle und Mobbing auf der Arbeit

    Nishtha schreibt:
    Der Grabscher macht das bei so ziemlich jeder

    Nishtha schreibt:
    und keiner sagt was.
    Ich komme mal undercover vorbei

    Nishtha schreibt:
    Die Ferienarbeiterinnen hat er sogar mal verfolgt und sie haben ihm gedroht das sie sich beschweren
    "Dududu, ich gehe und sage das" ... das kommt bei dem Typen nicht an ... solche Menschen brauchen sofort und ohne Umwege auf dem direkten Weg und ohne über Los zu gehen laut und deutlichst einen vor den Koffer!!!

    Jede noch so kleine Duldung bestärkt diese Leute, als sei es eine art Spiel ... kann ja nich so schlümm sein, wenn die nicht wirklich was sagen ...

    Vor allem gehen sie nur an Schwächere ... na unten treten und nach oben buckeln ... also wehe, denen begegnet jemand auf Augenhöhe oder ist gar übergeordnet ...



    Wirklich, @Nishta es nutzt alles nix: entweder du stellst dich unmissverständlich auf die Hinterbeine oder/und wechselst den Job, oder du wirst nie aus der Schleife rauskommen - weder in diesem Job oder in einem anderen!!

    Du kannst hier nur für DICH kämpfen ... wenn dieses System so marode ist, dass der Typ derartig übergriffig werden kann, ohne eine Konsequenz zu erleben, dann wird er uneinsichtig und der Rest des System schweigsam bleiben.

    Hier musst DU für DICH sorgen!!!

    Viel Kraft dir von habit ...



    ... die sich aus diesem Thread jetzt ausklinkt, weil die Hasskappe auf solche Typen gerade fümpf Nummern zu groß wird ...

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Opfer Rolle und Mobbing auf der Arbeit

    Dat habit ist schon ziemlich schlau - gell?

    Oder will mir da jemand widersprechen?

    Die Beschreibung ist wirklich eine klassische Mobbingsituation - dumm nur, dass sich sowas immer weiter ausbreitet!

    Nishtha, auch das gehört zu solchen Systemen - jeder weiß was, jeder redet was hinter vorgehaltener Hand und so wird da draus ein Problem, welches längst das ganze System erfasst hat.

    Momentan kommst Du nicht raus - Du kannst Dich nur in Klarheit und Abgrenzung üben!

    Sofort das Maul aufmachen und klar sagen, dass Du das Grabschen nicht leiden kannst. Nicht mehr und nicht weniger!

    Beim Geplapper ist es deutlich schwieriger - ich hab da mal viel von einem Praktikanten gelernt, der sagte immer nur: Davon verstehe ich nichts, da hab ich keine Meinung .......

    War wirklich ein toller Trick von ihm, sich aus jeder Tratschsituation rauszuziehen - hab ich mir gut gemerkt.

    Neben dem Dokumentieren gäbe es natürlich noch die Möglichkeit, dass Du Dir externe Hilfe suchst. Mich jedenfalls hat die Erfahrung nicht gelehrt, dass Betriebsrat und Vorgesetzte immer hilfreich sind.

    Du hast das Problem, dass Du irgendwie mit der Situation klarkommen musst.

    Nach meinen Erfahrungen hilft da vor allem das Gespräch mit völlig unbeteiligten Dritten - aber eher weniger mit Freunden und Familie, die gehen irgendwann in die Kniee!

    Ich weiß, dass es nicht leicht ist, in solchen Fällen eine wirklich verständnisvolle Hilfe zu finden - bin aber der Meinung, dass sich die Suche durchaus lohnt. Mensch muss diese ganze Sch...... auch mal einfach loswerden können!

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