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Diskutiere im Thema Sich nach dem Studium inkompetent fühlen im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 453

    AW: Sich nach dem Studium inkompetent fühlen

    Chamaeleon schreibt:
    Spezialisiert? Ich habe 2 geisteswissenschaftliche Studien abgeschlossen, ich kann denken, aber WISSEN tu ich nix. Vielleicht hau ich hin und wieder mal einen Brocken Wissen raus, wenn das Stichwort kommt, aber weiterführendes kann ich dann meist nicht dazu sagen. Ich hab das Gefühl, bei mir ist nix hängengeblieben.
    Damit befindest Du Dich in bester Gesellschaft. Angefangen bei dem alten Sokrates, der ja bekanntermaßen wusste, dass er nichts wisse. Oder, um diese relativ unbekannten Worte des alten Doktors zu bemühen, die bis heute nix, aber gar nix an ihrer Aktualität verloren:

    Habe nun, ach! Philosophie,
    Juristerei und Medizin,
    Und leider auch Theologie
    Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
    Da steh ich nun, ich armer Tor!
    Und bin so klug als wie zuvor;
    Heiße Magister, heiße Doktor gar
    Und ziehe schon an die zehen Jahr
    Herauf, herab und quer und krumm
    Meine Schüler an der Nase herum –
    Und sehe, daß wir nichts wissen können!
    Das will mir schier das Herz verbrennen.
    Zwar bin ich gescheiter als all die Laffen,
    Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen;
    Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel,
    Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel –
    Dafür ist mir auch alle Freud entrissen,
    Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen,
    Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren,
    Die Menschen zu bessern und zu bekehren.
    Auch hab ich weder Gut noch Geld,
    Noch Ehr und Herrlichkeit der Welt;
    Es möchte kein Hund so länger leben!


    Anders als Faust brauchst Du aber nicht mit dem Leibhaftigen zu paktieren.

    Die Erkenntnis, trotz Studienjahre nichts zu wissen, ist doch die famos gute Grundlage für Dinge wie Forschung, Arbeit an sich selbst, Wissensdurst, Suche nach anderen Betätigungsfeldern, Schreiben einer Dissertation… was einem so beliebt. Ich kann mit meinem, wie bei Dir geisteswissenschaftlichen, Studienwissen auch nur selten Praktisches anfangen… so what? Dank meines inzwischen recht vergilbten mag.phil.-Diploms habe ich in meinem Beruf eine finanziell etwas bessere Einstufung: Wenn das nichts ist? Gerade die Geisteswissenschaften entwickeln sich enorm dynamisch – das wollen oder können die MINT-Versessenen, bei allem Respekt, nicht merken. Im Übrigen wären ohne Linguistik (auch wenn es Linguisten alten Datums nicht mundet) das Internet und viele Softwareprodukte nicht möglich, nicht nur Rechtschreibprüfungs-Algorithmen, sondern generell die semantisch strukturierten Dokumentmodelle… aber ich schweife ab.

    Ich arbeitete jedenfalls die letzten gut 20 Jahre in einem von meinem Studium ziemlich entfernten Beruf des Grafikers/Mediengestalters. Wie es die "Bestimmung" so will, schließt sich nun mal der Bogen und ich mache mehr und mehr Text und Textredaktion – das passt schon eher…

    Wünsche Dir noch viele supertolle Erkenntnisse und mindestens genauso viel Freude an der Selbstentwicklung. :-)

    Grüße, Alexander

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Sich nach dem Studium inkompetent fühlen

    Es tut mir Leid, dass ich vielleicht etwas taktlos klingen mag. Schon seit einiger Zeit schweife ich durchs Forum und fast jeder Thread ist durch Depressionen getränkt. Es ist okay sich auch mal auszuheulen, jedoch sollte dies nicht der Hauptbestandteil sein. Vielmehr sollte man sich auf NEUES konzentrieren. Fehler erkennen und anschließend vermeiden.
    Als ADS/ADHSler hat man selbstverständlich gewisse Schwächen, jedoch umso mehr Stärken!

    Das Problem das ich bei den meisten sehe ist (bei mir leider auch noch - arbeite aber daran), dass ihr trotz eures anderen Blickwinkels versucht euch in die Schiene des Otto-normal-Menschen zu drängen. Lasst es bitte sein. Ihr macht euch und euren Kopf damit kaputt. Fördert unbedingt eure Stärken und steht zu euch.
    Die Gleichmacherei ist eine undifferenzierte Medienscheiße. Gründet Unternehmen, baut Initiativen auf, beteiligt euch in der Politik und führt Menschen, denn dort könnt ihr euch entfalten.

    Und: Nicht alles was glänzt ist Gold. Nur, weil der andere redegewandter ist und womöglich eine höhere Position hat als einer, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass er mehr drauf hat. In der Finanzbranche beispielweise gibt es genug Idioten, welche einfach nur aufsteigen, weil sie Ja und Amen sagen können, sowie vor irrelevanten Wissen strotzen und somit Personaler mit ihrer Dummheit beeindrucken können. Der Unterschied zwischen einem Macher und Labbertypen ist dann schlussendlich der Gehaltscheck bzw. die Performance an den Märkten.

    http://www.zeit.de/2013/34/psychopaten-irre-erfolgreich-manager

    Albert Einstein: "Die Definition von Wahnsinn ist,
    immer wieder das Gleiche zu tun
    und andere Ergebnisse zu erwarten."

    Geändert von Nemesis (23.11.2015 um 14:44 Uhr)

  3. #13
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 827

    AW: Sich nach dem Studium inkompetent fühlen

    Hi Nemesis,

    das stimmt wohl, das Forum hat viele depressive Ecken...aber nicht nur! Du weißt ja vielleicht, ADSler haben Stimmungsschwankungen und niedrige Frustrationstoleranzen, insofern kaum verwunderlich, dass hier viel Depressives steht. Die fröhlichen Momente erleben diese ADSler ja vielleicht auch außerhalb des Forums. Vielleicht leben wir aber auch in einem Umfeld, in dem es schwieriger ist, deine optimistische Sicht der Dinge anzunehmen als sich in Frustration zu suhlen. Ich denke nicht, dass hier niemand versucht, aus seinem Loch rauszukommen und positiv zu denken, es ist nur manchmal nicht ganz leicht. Was leicht ist: Aus einer optimistischen Position heraus gute Ratschläge erteilen und sich wundern, warum alle so mies drauf sind. (Sorry^^)

    Du hast durchaus Recht mit dem, was du sagst - man soll sich nicht mit den Normalos vergleichen und ja, Gleichmacherei ist Medienscheiße. Aber: Leichter gesagt als getan! Wenn ich für mich spreche, dann bin ich in einem Prozess, immer mehr zu mir selbst zu stehen und mich nicht den Erwartungen Anderer zu beugen, die völlig an meinen Fähigkeiten und Vorlieben vorbeigehen. Aber mir ist auch bewusst, dass das nicht von heut auf morgen gehen kann.

    Zu seinen Stärken zu stehen ist ebenso nicht von heut auf morgen zu bewältigen, wenn man jahrelang hauptsächlich die Schwächen gespiegelt bekommen hat - bei ADSlern durchaus eine gängige Erfahrung.

    Gründet Unternehmen, baut Initiativen auf, beteiligt euch in der Politik und führt Menschen, denn dort könnt ihr euch entfalten.
    Also ich als eher introvertierter Mensch mit Antriebsschwierigkeiten und Organisationsschwierigkeiten (eben ADS ohne Hyperaktivität) könnte mir nicht vorstellen, ein Unternehmen zu gründen, das wär sowas von extrem weit weg von meinen Fähigkeiten. Ich denke aber mal, dass das nur Vorschläge von dir sind?

    Ich komme aus der geisteswissenschaftlichen Ecke, insofern ist Frustration mit dem Arbeitsmarkt etwas ganz Gängiges. Das Problem ist meiner Meinung nach nicht, dass "wir" (ADSler/Geisteswissenschaftler) depressiv sind, sondern dass die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt so mies sind, dass wir depressiv werden. Unsere depressiven Züge sind nur Symptom eines Systems, das nur einer bestimmten Gruppe von Menschen gerecht wird. Und ja, ich sehe die Schuld tatsächlich im Außen. Was in meiner Verantwortung liegt, ist, einen individuellen Umgang mit diesem "System" zu finden, der mich nicht kaputt macht. Ich trage selbst die Verantwortung für mein Leben. Trotzdem darf man ja die äußeren Bedingungen nicht einfach negieren, denn die sind ja auch da. Einen Teil der Schuld im Außen zu sehen, bedeutet nicht zwangsläufig, dass man die eigene Verantwortung für sein Leben abgibt, sondern nur, dass man keine undifferenzierte Weltsicht hat.

    So und das war´s jetzt mit meiner "Performance" erstmal, weil ich grad merke, wie ich ausschweife.

    Eins noch:

    Als ADS/ADHSler hat man selbstverständlich gewisse Schwächen, jedoch umso mehr Stärken!
    Sehe ich nicht so und der liebe Herr Russell Barkley zB auch nicht. Meine Stärken liegen in meiner Intelligenz, die ich größtenteils nur dazu gebrauchen kann, um meine ADS-bedingten Defizite auszugleichen. Die Defizite kommen jedoch vom ADS und die Stärken von meiner Intelligenz...

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Sich nach dem Studium inkompetent fühlen

    Russel Barkley bekommt ganz zufällig Zahlungen von der Pharmaindustrie... (ich will dich nicht angreifen, jedoch sollte man die Lebensläufe von solchen Menschen erst überprüfen bevor man sie rezitiert).
    Er hat selbstverständlich Interesse daran, dass du glaubst, dass du "krank" bist. Als ich seine Theorien las musste ich lächeln. Sie sind in sich selbst paradox. Setzt man sich näher mit ihm auseinander, dann erkennt man, dass er weniger aufklärt als verkauft.

    Zu mir: Ich vergesse schneller, lerne unwichtige Sachen langsamer und habe schlechte Noten.
    Trotzdem werde ich zu Vorstellungsgesprächen in deutschen Top-Konzernen eingeladen. Ich bin sozial engagiert, studiere an einer renommierten Universität und halte Vorträge zu meinem Wissensbereichen, sowie arbeite nebenbei (Börse & IT).

    Als ADSler hat man den Hyperfokus. Das ist heutzutage ein Segen. Natürlich kann man sich auf vieles nicht konzentrieren. Braucht man auch nicht. Begreift das doch endlich. Momentan ist eben das Zeitalter der Raritäten. Freut euch doch, dass ihr anders seid.

    Bei mir läuft selbstverständlich auch vieles schief. Jedoch bloß nicht den Kopf in den Sand stecken. Man lebt nur einmal! Wirklich nur einmal!

  5. #15
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.767

    AW: Sich nach dem Studium inkompetent fühlen

    Nemesis schreibt:
    Zu mir: Ich vergesse schneller, lerne unwichtige Sachen langsamer und habe schlechte Noten.
    Wieso meldet mir mein ganz unstudiertes Gehirn zwischen diesen beiden Teilen des Textes denn nur unüberbrückbare Differenzen?

    Nemesis schreibt:
    Trotzdem werde ich zu Vorstellungsgesprächen in deutschen Top-Konzernen eingeladen. Ich bin sozial engagiert, studiere an einer renommierten Universität und halte Vorträge zu meinem Wissensbereichen, sowie arbeite nebenbei (Börse & IT).
    Bitte verzeih' die halb ernst gemeinte Frage,es ist selbstverständlich so,dass ich Stärken habe-als Person,unabhängig von der ADHS.

    Und ja,der sogenannte Hyperfokus kann sehr hilfreich sein. Und ebenso belastend bis zerstörerisch wirken.

    Das Dumme ist,dass er nicht kontrollierbar,sprich auch nicht lenkbar ist,sodass es möglich wäre,ihn immer schön dahin zu lenken,wo wir ihn gerade haben wollen. Wäre dem so,wäre er in der Tat die genialste Erfindung,die ich kenne.

    Nur eines noch zum Abschluss:

    Nicht Barkley ist der Theoretiker. Er erklärt lediglich die Phänomenologie der ADHS und stützt sich dabei auf die aktuellen Theorien.

    Wenn Du etwas über die Theorie dahinter lernen möchtest,musst Du Dich schon mit der Neurobiologie-und Chemie befassen.

    Man lernt ja bekanntlich nie aus.

    LG v. Luftkopf

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Sich nach dem Studium inkompetent fühlen

    Bill Gates,
    S. Jobs,
    Albert Einstein,
    Thomas Edison,
    Wolfgang Amadeus Mozart,
    L da Vinci (der berühmteste ...),
    R. Brandson
    ...

    Die haben ja schließlich auch nichts auf die Beine gestellt ... ?! - Nur weil ich von den Unternehmen eingeladen werde, bedeutet das sicherlich nicht, dass wir auch zueinander passen. Mein ADHS ist bestätigt als worauf willst du hinaus? Suchst du eine Entschuldigung dafür, dass es Menschen gibt die mehr auf die Beine gestellt haben als du und das obwohl sie die gleichen Schwierigkeiten haben?

    Ich habe den Hyperfokus eben auf der Börse. Ich denke, dass manche von euch einfach das ADHS als eine Entschuldigung für ihr konsequentes Versagen nehmen. Manche steigern sich in diese Sache etwas zu hart rein.

    Nur eines noch zum Abschluss:

    Nicht Barkley ist der Theoretiker. Er erklärt lediglich die Phänomenologie der ADHS und stützt sich dabei auf die aktuellen Theorien.
    Damit disqualifizierst du ihn noch viel stärker.

    Betrachtet euch nicht als Opfer, sondern als Macher!
    Akzeptiert, dass nur ihr alleine euer Leben in den Händen haltet. Das was ihr formt habt ihr eben.
    Geändert von Nemesis (23.11.2015 um 20:24 Uhr)

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.627

    AW: Sich nach dem Studium inkompetent fühlen

    Es gibt Menschen die sind halt nicht mit so gluecklichen Umstaenden gesegnet und bei später Diagnose hat man in der Regel kein Selbstwertgefühl das auf dem Bewusstsein für seine Stärken basiert.

    Und das laesst sich mit so-sorry-abgedroschenen Phrasen wie nehmt euer Leben selbst in die Hand nicht um 360 Grad wenden. Da gehört schon etwas mehr dazu...

  8. #18
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 827

    AW: Sich nach dem Studium inkompetent fühlen

    Ich habe mich ausführlich mit Barkley beschäftigt. Und ich gebe ihm in vielen, wenn auch nicht allen Dingen Recht. Dass er von Pharmakonzerten gesponsert wird, macht seine Thesen nicht weniger plausibel. Man kann auch eine differenzierte Meinung zu einer Person haben. An welcher Stelle sind Barkleys Theorien paradox?

    Die Berühmtheiten, die du aufzählst, sind größtenteils verstorben und die Medien dichten ihnen verschiedene Krankheiten an wie ADS, Asperger usw...vielleicht hatten sie es, vielleicht nicht, das kann man im Nachhinein nicht akkurat diagnostizieren. Dass sie besondere Menschen waren, wird wohl keiner abstreiten, aber was mit ihnen los war, kann man nicht sagen.

    Ich denke, dass manche von euch einfach das ADHS als eine Entschuldigung für ihr konsequentes Versagen nehmen.
    Sowas liest man als ADSler in einem ADS-Forum besonders gern.
    Wie definierst du denn "Versagen"? Keine finanziellen und beruflichen Erfolge? Kein wirtschaftlicher Beitrag zur Gesellschaft? Was macht einen Menschen schlechter oder besser als andere? Seine berufliche "Performance"?
    An deiner Stelle würde ich daran arbeiten, nicht mehr so absolute Aussagen ("konsequentes Versagen") zu machen, dann wirst du dich eventuell weniger unbeliebt in diesem Forum machen.

    Betrachtet euch nicht als Opfer, sondern als Macher!
    Akzeptiert, dass nur ihr alleine euer Leben in den Händen haltet. Das was ihr formt habt ihr eben.
    Hört sich nach Gehirnwäsche an.

    So, willst du jetzt mit uns kommunizieren oder weiterhin versuchen, uns deine Sicht der Dinge aufzudrücken? Akzeptiere, dass andere Menschen andere Erfahrungen gesammelt und andere Ansichten geformt haben. Es ist schön für dich, dass du erfolgreich bist, aber sprich "uns" nicht ab, dass wir uns mit unseren Problemen auseinandersetzen und nicht am laufenden Band Lobhymnen auf uns selbst singen. Das bringt uns nämlich nicht weiter.

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Sich nach dem Studium inkompetent fühlen

    Auch noch mal zu den Zahlungen der Pharmaindustrie..... ja! zum Glück bekommen alle Forscher bei mind. 50% ihrer Arbeit Zahlungen der Pharmaindustrie. Die sind die Hauptfinanziers der Forschung und auch der Verbreitung über das Wissen von Erkrankungen.


    Ansonsten kann ich nur sagen das die meisten hier eigentlich ihre Diagnose bekommen haben, weil sie zum Arzt gegangen sind, weil sie Leidensdruck haben/hatten. Dieser Leidensdruck macht sich nun mal in einem Forum einer Erkrankung auch bemerkbar.

    Nemesis du darfst auch nicht vergessen, das viele hier eben das anders sein nicht positiv erlebt haben, sie können und wollen sich nicht darüber freuen, sie wollen nichts mehr, als endlich normal sein.

    Es gibt auch Schattenseiten des anders seins, um so stärker man betroffen ist, umso schlimmer sind auch die Schattenseiten...... Mobbing in Schule und Arbeit, Einzelgänger wider Willen, nicht das erreichen können was man will, weil man eben nicht nur mal was vergisst, quälende Erinnerungen ans "still sein" müssen um wenigstens ab und zu mal nicht der Grund des Ärgers zu sein etc etc....

    Es ist schön, wenn du es als ADHSler so weit geschafft hast, das ist aber eher die grosse Ausnahme, freu dich und sei stolz auf dich und mach weiter so.
    Aber zwinge bitte deine Freude über ADHS nicht denen auf, die darunter als Krankheit leiden. Und ein bisschen Respekt und Anerkennung für ihr "Machen" haben auch die verdient, die dir zu negativ gefärbt erscheinen, denn sie sind alle hier um etwas zu ändern, nicht um sich zu feiern...... das kann dann danach kommen.

    Und die, die trotz Depressionen hier auch noch was sagen, die haben sich sowas von nicht aufgegeben....... die waten teilweise Jahrzehnte durch die Scheisse mit grössten innerlichen Schmerzen, und stehen trotzdem noch.

    Nein... es ist nicht alles Gold was glänzt, es ist aber auch nicht alles wertlos, was nicht glänzt.

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Sich nach dem Studium inkompetent fühlen

    Erklärt mir bitte. Warum sollte man sein wollen wie der Rest?
    Ich verstehe euch vielleicht einfach nur falsch.
    Ich kann mir nicht erklären warum ein gesunder Menschenverstand sein will wie der Rest der Bevölkerung.

    Geht doch raus und schaut euch die Welt doch einmal an. Anstatt in Fortschritt zu investieren konsumiert jeder nur. Anstatt etwas zu hinterfragen und zu begreifen kopiert und bejaht jeder alles nur. Ich studiere Economics, sowie bin gleichzeitig in der Politik und muss lächeln, wenn ich sehe, dass die Schere zwischen Arm und Reich auseinander geht. Die einzige Begründung: Dummheit und zu wenig Selbstbewusstsein.
    Warum geht man für einen Hungerlohn arbeiten? Verschwendet seine Zeit und gibt das hartverdiente Geld nur dafür aus, um dem Nachbarn zu zeigen, dass man sich einen Porsche leisten kann.
    Porsche ist schon zu hochgegriffen. Besser wäre: das neue IPhone. Aber nicht einmal das können sich die Leute leisten und kaufen es per Ratenzahlung.

    Warum sollte man dann dazugehören wollen? Wieso?!

    Das gleiche ist bei eurem Barkley. Er benötigt, genauso wie die Pharmaindustrie, einfach nur einen Absatzmarkt. Es ist ihnen vollkommen egal was sie produzieren. Sofern es nachgefragt wird, wird es hergestellt.
    Für die reine Forschung und Entwicklungen reichen Gelder von Staat und anderweitig unabhängigen Investoren/Fonds vollkommen aus.

    Ich will einfach nur erklären, dass es gut ist, dass ihr so seid wie ihr seid! Ergreift einfach die Initiative und fördert eure Interessen.
    Geändert von Nemesis (24.11.2015 um 17:25 Uhr)

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