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Diskutiere im Thema Unerwartete Begegnung aus der Vergangenheit im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 274

    AW: Unerwartete Begegnung aus der Vergangenheit

    Ich finde es selbstverständlich, dass man bei sowas die Klappe hält. Aber ich bin mir auch darüber bewusst, dass andere aus welchen Gründen auch immer sowas ausplaudern. So eine Schweigevereinbarung ist eigentlich für die Katz. Dient vielleicht höchstens als eine Sache um die Wichtigkeit zu Unterstreichen, dass es anderen Menschen schaden kann und man es besser nicht machen sollte. Aber im wahren Leben verhalten sich dann wenige anständig und wenn man sie damit konfrontiert, heißt es noch "ach das ist doch nicht so schlimm, was willst du denn?, steh doch dazu".

    Ich würde damit so umgehen wie es Dir am besten tut und auch Deine Entscheidung professionell begründen. Das kann zb mit einem gestörten Vertrauensverhältnis zu tun haben oder sowas. Das würde ich nicht als Trick sehen. Du musst Dich nicht allem aussetzen und Dich mit einer Person rumquälen, die sich Dir gegenüber nicht loyal gezeigt hat.

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.927

    AW: Unerwartete Begegnung aus der Vergangenheit

    Ich denke, dass du mit dem Gedanken, dass sie u. U. auch Firmeninterna lockerer handhaben könnte durchaus einen Ansatz hast, der sich auch vertreten lässt. Immerhin hätte sie ja auch sagen können, dass ihr euch kennt und auf die Frage woher: Wir haben uns früher schon einmal (bei einer anderen Gelegenheit) getroffen. - Und gut ist. Man muss nicht immer ins Detail gehen ... Auch die zu erwartenden Spannungen, die vermutlich nicht ausbleiben, könnten sich durchaus auf das (gesamte?) Betriebsklima niederschlagen. Manchmal muss man auch den Mumm haben "Nein" sagen zu können, wenn es denn nötig ist. Konfliktlösung heisst nicht immer, dass man dann ggf. doch versucht zusammen zu arbeiten. Und deine Cheffin überlässt das vielleicht dir, weil du daraus die Folgen besser übersehen kannst, als ihr das momentan möglich ist.

    Auch wenn sie offenbar aus einer Massnahme kommt, die klar macht, dass sie krank war / ist, so möchte sie sicherlich auch nicht, dass das grundsätzlich zum Grundtenor ihrer Arbeit wird, denn eigentlich möchte doch jeder für seine Leistung anerkannt werden. Und auch wenn sie das jetzt noch sagt, wird sich das u. U. in Zukunft doch noch ändern und dann wird sie das vielleicht auch anders sehen, denn in vielen Jobs und bei vielen Menschen ist es immer noch heikel, wenn so etwas auf den Tisch kommt und der (vielleicht) erwartete Bonus verkehrt sich dann leider viel zu oft ins komplette Gegenteil.

  3. #33
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Unerwartete Begegnung aus der Vergangenheit

    luftkopf33 schreibt:
    Es gibt eine Art Schweigevereinbarung in SHG-nicht nur den anonymen- und auch in Gruppen innerhalb solcher teil/stationärer Einrichtungen.

    Also,angenommen eine Klinik bietet eine stationsübergreifende Arbeitsgruppe für Depressionen,eine für Ängste usw.an.

    Hier wird explizit darauf hingewiesen: "Was in der Gruppe passiert,bleibt in der Gruppe!" und man darf auch nicht ohne Weiteres Namen nennen.

    Diese Regel ist durchaus verbindlich und Nichtbeachtung kann zum Ausschluss aus der Gruppe führen.
    Folglich wäre ein Bruch dieser Vereinbarung in größerem Ausmaß-z.B.in der Arbeitswelt-evtl.zivilrechtlich relevant,wenn auch nicht strafrechtlich.

    Eine umfassende Mitpatientenschweigepflicht existiert so ,meines Wissens nach,tatsächlich nicht.

    Jepp, so ist es. Es handelt sich um Vereinbarungen unter den Mitgliedern bzw. auch innerhalb einer Patientengrupppe.

    Für die Mitarbeiter gilt die Schweigepflicht, die auch gesetzlich geregelt ist. Ein Bruch derselben hat, wenn es auffliegt, arbeitsrechtliche Konsequenzen und ggf. zivilrechtliche, wenn man damit einen Schaden angerichtet hat.

    Unter Patienten gilt das Zivilrecht, wenn z.B. der Arbeitgeber meine Diagnosen durch einen anderen Patienten erfährt, kann ich zivilrechtlich dagegen vorgehen! Dann hab ich erst recht so richtig Wirbel in die Geschichte gebracht!

  4. #34
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.123

    AW: Unerwartete Begegnung aus der Vergangenheit

    Hassia schreibt:
    Ich muß sagen ich bin gänzlich anderer Meinung als der Tenor hier.

    So weit ich bis jetzt mit bekommen habe hat sie nix weltbewegendes ausgeplaudert. Und selbst wenn, ein eine Mitpatientenschweigepflicht gibt es zumindest strafrechtlich nicht.

    Es war bekannt das sie in dieser Klinik war und sie hat erzählt das sie dich von dort kennt. Mehr nicht! Ich kann nachvollziehen das dir das unangenehm ist aber trotzdem seh ich nicht wo du ein Recht darauf hättest das andere den gemeinsamen Klinikaufenhalt verschweigen oder gar lügen müßen.

    Was hättest du den getan wenn klar gewesen wäre das ihr zwei euch kennt und jemand fragt woher?

    Wenn du nicht mit ihr zusammen arbeiten möchtest dann sag das deiner Chefin. Macht ja keinen Sinn wenn du ihr grollst. Aber ich seh da ganz klar das Problem bei dir und nicht bei der Bewerberin um die Praktikantenstelle.
    Abgesehen davon dass es eine Schweigepflicht gibt, gehen bei mir alle Alarmlämpchen samt Sirenen an, wenn eine Person ihr absolut fremden Menschen intime Informationen über Dritte liefert. Umso mehr wenn das auf dem Arbeitsplatz passiert, wo gewisse Dinge einfach nicht hingehören. Dazu gehört eben auch der Aufenthalt in einer Klinik.

  5. #35
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Unerwartete Begegnung aus der Vergangenheit

    Hassia schreibt:
    Ich muß sagen ich bin gänzlich anderer Meinung als der Tenor hier.

    So weit ich bis jetzt mit bekommen habe hat sie nix weltbewegendes ausgeplaudert. Und selbst wenn, ein eine Mitpatientenschweigepflicht gibt es zumindest strafrechtlich nicht.

    Es war bekannt das sie in dieser Klinik war und sie hat erzählt das sie dich von dort kennt. Mehr nicht! Ich kann nachvollziehen das dir das unangenehm ist aber trotzdem seh ich nicht wo du ein Recht darauf hättest das andere den gemeinsamen Klinikaufenhalt verschweigen oder gar lügen müßen.

    Was hättest du den getan wenn klar gewesen wäre das ihr zwei euch kennt und jemand fragt woher?

    Wenn du nicht mit ihr zusammen arbeiten möchtest dann sag das deiner Chefin. Macht ja keinen Sinn wenn du ihr grollst. Aber ich seh da ganz klar das Problem bei dir und nicht bei der Bewerberin um die Praktikantenstelle.
    Das sehe ich gerade erst,und muss da mal grad freundlich widersprechen.

    Der TE weist zu Anfang darauf hin,dass die beiden nicht nur in derselben Klinik,sondern zusätzlich auch noch in einer Gruppe waren.

    Wie bereits festgestellt,gilt hier durchaus eine "Verschwiegenheitspflicht" .

    Nun hat die Bewerberin in der Tat nichts sehr Intimes ausgeplaudert. Sie hat jedoch eine wichtige Grenze überschritten,indem sie eben nicht nur-was sie selbstverständlich handhaben kann,wie sie möchte-ihre eigene Klinikvergangenheit,sondern ungefragt auch die des TE preisgegeben hat. Sie hätte nicht lügen müssen. Einfach nichts sagen hätte völlig ausgereicht. Oder sie hätte(kl. Notlüge )einfach "von früher" sagen können,statt "aus der Klinik".Auf diesem Hintergrund wäre meinem ersten Satz sinnvollerweise ein noch hinzuzufügen.
    Denn,wer sagt,dass es bei dieser einen,noch relativ harmlosen,Information bleibt?

    Und da wird es dann kritisch.Vertraulichkeit ist in bestimmten Settings nicht grundlos verbindlich. Die Offenlegung der eigenen Vergangenheit-gerade solcher Dinge-ist Sache des Betroffenen.

    Das die Chefin damit wie geschildert umgeht,spricht für sie und evtl.erwächst daraus eine Festigung der Position des TE-falls es sich hier tatsächlich um eine Art "Test" handelt.

    Dennoch liegt das Problem im Grundsatz bei der Bewerberin. Nicht beim TE.
    Was übrigens die Möglichkeit einer ehrlichen Entschuldigung und Klärung der Situation auf kollegialer Basis nicht notwendigerweise ausschließt.

    Geändert von luftkopf33 ( 4.09.2015 um 17:43 Uhr)

  6. #36
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Unerwartete Begegnung aus der Vergangenheit

    Sunpirate schreibt:
    ......... gehen bei mir alle Alarmlämpchen samt Sirenen an, wenn eine Person ihr absolut fremden Menschen intime Informationen über Dritte liefert. Umso mehr wenn das auf dem Arbeitsplatz passiert, wo gewisse Dinge einfach nicht hingehören. Dazu gehört eben auch der Aufenthalt in einer Klinik.

    Im sozialen Kontext ist sowas absolut unzulässiger Tratsch, der einfach eine ziemlich niederträchtige Geschichte ist.

    Da geht es dann auch nicht mehr um Höflichkeitsfloskeln - sowas ist Niedertracht!

    Solches Tun bzw. solches Tratschen steht bei den klassichen Mobbinghandlungen übrigens ganz oben auf der Liste!

  7. #37
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Unerwartete Begegnung aus der Vergangenheit

    Ich bin völlig deiner Meinung, daß du dir das nicht zumuten solltest.....sonst könnte das ein horrortrip für dich werden.

    die Begründung für deine Chefin könnte sein, daß du hier als Betreuer nicht berufliches von privatem trennen könntest. Darüber hinaus findest du das nicht gut, daß die Bewerberin in der Firma derartige Themen, die Teil Deines Privatleben sind, bei der erst besten Gelegenheit ausgesprochen hat. Und das ist keine Grundlage für eine Zusammenarbeit.

    ich bin selbst Vorgesetzter und würde bei so einer Begründung meinem Mitarbeiter, mit dem ich jetzt mehrere Jahre gut zusammengearbeitet habe, ohne jegliche Bedenken folgen.

  8. #38
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.927

    AW: Unerwartete Begegnung aus der Vergangenheit

    Waldsteinie schreibt:
    Im sozialen Kontext ist sowas absolut unzulässiger Tratsch, der einfach eine ziemlich niederträchtige Geschichte ist.

    Da geht es dann auch nicht mehr um Höflichkeitsfloskeln - sowas ist Niedertracht!

    Solches Tun bzw. solches Tratschen steht bei den klassichen Mobbinghandlungen übrigens ganz oben auf der Liste!
    Ich weiss nicht, meinst du? Ich befürchte, dass das - vielleicht noch schlimmer (?) - Gedankenlosigkeit ist.

    Allerdings sehe ich das auch so, dass daraus eben Gerüchte, Ablehnung und letztlich Mobbing entsteht.

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Unerwartete Begegnung aus der Vergangenheit

    Danke für eure Antworten. Bis jetzt konnte ich dass Thema nicht ansprechen das wird jetzt erst kommende Woche geschehen, da meine Vorgesetze nicht im Haus war.
    Ich hab mich entschieden zu sagen, dass ich nicht mit ihr zusammen arbeiten möchte. Ihr Verhalten war echt inakzeptabel. Und ich werde das so begründen, dass Sie eine Grenze überschritten hat und mir hätte Schaden können.. und eine Zusammenarbeit -unter diesen Vorraussetzungen- einfach nicht machtbar sein kann..

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