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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Adhs´ler sind gute Unternehmer

    Lieber ChaotSchland,

    zunächst einmal sind ein wenig emotionalere Reaktionen bei ADHS'lern doch zu er wartenund haben so gar nichts mit dem Festhalten an einer "gefälschten Geschichte"o.ä.zu tun.

    Nebenbei und zudem finde ich den Vergleich sachlich unpassend
    .
    Hier wird lediglich der persönliche Leidensdruck/die eigenen Schwierigkeiten mitgeteilt. Es geht auch darum,die schlichte Tatsache festzuhalten,dass es doch so Einige gibt,die nicht das Glück haben,eine leichte Form der ADHS zu haben und so in der wunderbaren Lage zu sein,z.B.den genannten(und so genannten) Hyperfokus in einer konstruktiven Weise für sich arbeiten zu lassen-meine Perseverationszustände sind meist zumindest ein wenig destruktiver,sowohl in der Situation,als auch die Konsequenzen betreffend.

    Dort geht es um das blinde Festhalten an einem durch Fakten(fettgedruckt,doppelt unterstrichen)widerlegten Gründungsmythos.

    Wo genau nun eine Verbindung ist-wenn man nicht einfach mal die Sache umdreht und guckt,inwieweit die von Einigen vertretenen Thesen vllt.in diese Analogie hineinpassen-ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.

    OT:
    Mir persönlich fällt jedoch schon ein bestimmtes Verhaltensmuster auf,welches sich durch Provokation,den anderen potentiellen Streiteswillen zuweisen und einen abrupten Abgang auszeichnet.
    Das gekoppelt mit Texten die-obwohl von verschiedenen Personen verfasst-einen außerordentlich ähnlichen Stil aufweisen.

    Da meine Wahrnehmung bekanntermaßen nicht immer die zuverlässigste ist,kann ich aber auch komplett daneben liegen und werde nun mein unqualifiziertes Geschreibsel einstellen.
    OT aus

  2. #12
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Adhs´ler sind gute Unternehmer

    ChaotSchland schreibt:
    @ minzi: gebe dir Recht, das ist wohl leider so. ADHS hat eben bei zumindest mittelgradiger Ausprägung sehr wohl Krankheitsstatus und die moderne, durchorganisierte, mehr und mehr durchrationalisierte Arbeitswelt treibt schon genügend Normalos in den Burn-Out oder den sozialen Abstieg, ADHSler leider erst recht. Außerdem gibt es in der "modernen" Arbeitswelt immer weniger Selbstständige, auch weil es (leider) immer mehr auf global operierende Großkonzerne hinausläuft. Oder z.B. die Urlaubsländer am Mittelmeer: Familienhotels und kleine Altstadtrestaurants und Tavernen, die werden immer mehr von All-Inclusive-Konzepten à la Tui aus dem Markt gedrängt. Ich sage ganz offen, die Arbeitswelt, auf die es im 21. Jahrhundert hinausläuft, die macht mir Angst, gerade als ADHSler. Da gibt esd am Ende nur noch Großkonzerne mit Großraum-Büros und (erst recht für ADHSler) unmenschlichem Arbeitsklima. Aber man sollte auf der anderen Seite einem ca. 12-jährigen Kind, dass gerade mit ADHS diagnostiziert wurde, nicht die Welt so vermitteln, nach dem Motto: "Du wirst definitiv Kloputzer werde, etwas anderes kommt für dich gar nicht in Frage, und wenn du dich selbstständig machst mit ner kleinen Software-Firma, vergiss es, du wirst eh nach ner Weile scheitern und in Hartz 4 driften, weil du dich nicht organisieren kannst." Man muss auch als ADHSler (und damit meine ich gerade das 12-jährige Kind, das sein Leben noch vor sich hat) an sich glauben dürfen und auch als junger ADHSler nach dem zugegeben abgegriffenen Motto "Lebe deine Träume" Hoffnung haben dürfen.
    Was die global operierenden Großkonzerne betrifft, stimme ich zu - aber man sollte nicht vergessen, dass es heutzutage für den Einzelnen wesentlich "einfacher" ist, sich selbstständig zu machen als früher. Zum einen weil es durch die Start-Up Kultur eine Möglichkeit gibt, die starren Strukturen von Großkonzernen und mittelständischen Unternehmen zu umgehen, zum anderen musste man früher sehr viel Geld in eine Idee investieren (Bank, Ersparnisse,...) und es war einfach, in die Pleite abzurutschen und sich Hals über Kopf zu verschulden.
    Heute gibt es mehr Investoren und Programme für junge Start-Ups denn je, die - sofern das Konzept überzeugt - sehr viel Geld investieren, das man entweder vermehrt (und dann Firmenanteile abtritt) oder verliert; in jedem Fall verschuldet man sich nicht zwingend in einem Ausmaß als wenn man sich von der Bank eine hohe Summe leiht und diese nicht mehr zurückzahlen kann.

    In Berlin zum Beispiel sprießen die Start-Ups wie Pilze aus dem Boden und wenn man eine tolle Idee hat und sich einen entsprechenden Co-Founder sucht, der Schwächen wie Organisation etc. ausgleicht, dann hat man als ADHSler gute Karten - da kommen auch die Stärken zum Vorschein, die vielen anderen Unternehmern fehlen: Teils ungebändigte Kreativität, die ein Brainstorming wesentlich produktiver machen kann als mit Gründern, die alles durchdenken und nie einfach mal "machen". Hyperfokus, der einen an der Sache, für die man sich interessiert und an die man glaubt, dranbleiben lässt. Leidenschaft, Menschen zu überzeugen, egal wie "unsinnig" die Idee am Anfang klingen mag. Führungsqualitäten; nicht unbedingt auf einer organisatorischen, sondern auf einer kreativen, mitreißenden Ebene, die andere inspiriert. Und so weiter!

    Diese Stärken kann meiner Meinung nach einen ADHSler als Unternehmer sehr erfolgreich werden lassen - SOFERN er/sie sich einen Partner sucht, der die Schwächen ausgleicht

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Adhs´ler sind gute Unternehmer

    @ luftkopf33: ich entschuldige mich hier ausdrücklich für den unglücklichen Vergleich des Thread-Themas (letztendlich des Projektes von adhdentrepre) mit der Simpsons-Folge. Im Übrigen war das an adhdentrepre gerichtet. Alles andere fällt für mich unter Meinungsfreiheit. Ich wiederhole jetzt nochmal: In diesem Forum sind quasi alle ADHSler, und so ziemlich alle haben mehr oder weniger eine gewisse Leidensgeschichte oder mehr oder weniger rumpelige Biographien hinter sich. Wir sitzen hier alle im selben Boot und sind alle emotional und machen alle Fehler. Ich entschuldige mich für unbeabsichtigte persönliche Verletzungen, falls es dazu gekommen sein sollte. Wie genau Posts hier im Forum zu verstehen sind, ist auch manchmal schwierig, weil man dem Gegenüber hier nicht gegenüber sitzt sondern nur in Schriftform kommuniziert. Bei so grundsätzlichen Fragen zum Weltbild von ADHS ist das auch schwierig, weil das grundsätzliche Fragen sind, die automatisch sehr schnell persönlich werden. Trotzdem muss es möglich sein, solche grundsätzlichen Differenzen zumindest auszublenden, eben weil wir als ADHSler alle im selben Boot sitzen. Wie gesagt, sorry.

  4. #14
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Adhs´ler sind gute Unternehmer

    Ach,ich sagte ja,dass auch ich da etwas komplett anderes wahrgenommen haben könnte,als beabsichtigt war.

    Passiert. Auch von mir ein Sorry dafür.

    Wg.des Vergleichs: Das der an den TE gerichtet war,war klar.

    Er funktioniert bloß inhaltlich so gar nicht. Auch und gerade unter Einbeziehung der Wertschätzung verschiedener Meinungen.
    Und ich gestehe,da kann ich schnell "hochgehen".

    LG

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Adhs´ler sind gute Unternehmer

    Hallo zusammen!

    Ich freue mich wirklich, dass ein so guter Austausch zustande kommt!
    @Pepperpence: Danke für deine Tips aus der Praxis! Es sind sehr interessante Dinge, die du da schreibst! Du würdest diesen Weg also tendenziell nicht nochmal gehen mit dem heutigen Wissen, beziehungsweise ADHSlern zu einem anderen Weg raten? Es ist auch sehr interessant, welche Faktoren du beschreibst, die dich mit befähigt haben, diesen schweren Weg doch zu gehen. Sehr reflektier! Vielen Dank dafür! Dürfte ich dich denn in einem Monat nochmal anschreiben und in mein Sample aufnehmen, bzw. ggf interviewen? (Natürlich anonym) Wir werden wahrscheinlich nicht viele ADHSler haben, die sich erfolgreich selbständig gemacht haben. Daher würde deine Meinung ein großes Gewicht einnehmen und der Studie helfen!
    Aber nur falls du magst natürlich, wenn nicht verstehe ich es auch
    Auch den anderen würde ich es wenn möglich gerne ermöglichen, aber dafür sollte ich wohl am besten mit den Moderatoren reden, ob es denn möglich und erlaubt ist, um Mithilfe zu bitten
    @Leomarie: Auch sehr interessante Punkte! Gerade der Ansatz mit dem Partner, der die schwächen ausgleicht finde ich interessant. Ein bisschen geht er in die Richtung von Pepperpence Vorschlag, anfangs einen Coach zu nehmen. Das ist übrigens auch der Tenor, den ich durch das Lesen von alten Posts gelesen habe und den viele selbständige ADHSler zusmmenfassen mit den Worten: "Versuche bloß nicht, die eigenen Schwächen zu überwinden, sondern delegiere sie oder lass dir bei Ihnen helfen".
    @Chaotschland: Danke für den Tipp! Ich kenne die Folge aus den Simpsons und glaube ich weiß auch was du meinst. Ich werde versuchen mir nicht zu viele Feinde damit zu machen
    BIsher steht mein Professor allerdings noch hinter mir, was mich sehr freut!

  6. #16
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 813

    AW: Adhs´ler sind gute Unternehmer

    Lieber ADHSentrepreneur!
    Ich finde es großartig, dass du dich an das Thema ADHS in der Wirtschaft herantraust!
    Es ist ein schwieriges Thema, zu dem es anscheinend (ich kenn mich noch nicht so aus...) noch nicht viel gibt.

    Ich bin oft traurig, wenn ich sehe, in welch negativer Ecke wir ADHSler stehen. Wenn man die viele Energie, die darein fließt, unsere Schwächen und Schwierigkeiten zu analysieren wenigstens zum Teil dafür verwenden würde, unsere Stärken zu suchen, könnte man doch einiges finden! Ich bin überzeugt davon, dass viele kreative, intelligente, feinsinnige Menschen nur deshalb Klos putzen, weil sie keinen besseren Platz in unserer Gesellschaft finden.

    Man muss aufpassen, denke ich, dass man nicht Ursache und Folge verwechselt:
    So schnell heißt es: ADHS - krank - behindert - hilfsbedürftig - sei froh um den Kloputzerjob.
    Statt: Gesellschaft ist optiniert für junge, dursetzungsfähige, sportlich-dynamische Singles, möglichst männlich, jedenfalls mit östterreichischem Paß (bei uns...), mit Auto und ohne Kinder, 50h die Woche. Da fallen ja nicht nur wir ADHSler raus. Wieviele Arbeitssuchende über 50 gibt es, intelligente Rollstuhlfahrer, Alleinerziehende mit kleinen Kindern, studierte MigrantInnen...

    Und leider, liebe Minzi, habe ich schon zu viele Therapeutinnen getroffen, die sich zum Sprachrohr genau dieser Hochglanz-und-Barbie-Puppen-Gesellschaft machen.

    Ich bin selber gerade auf der Suche nach einem Jobprofil für mich - Frau, Mutter, Migrantin, unangepasst. Halt mich auf dem Laufenden, was deine Masterarbeit angeht!!!

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Adhs´ler sind gute Unternehmer

    Solange man eine Krankheit von seinem "Ich" abgrenzt, drängt man sich auch selbst nicht in eine Ecke. Natürlich wird bei ADHS nur von den Schwächen gesprochen, wenn es um ADHS geht. Bei Diabetikern spricht doch auch keiner von positiven Eigenschaften, die die Person auch hat. Es geht um die Krankheit, nicht um die Person.

    Leider sind auch all die Dinge, die hier so unwahrscheinlich positiv klingen nicht mal ein Muss für eine ADHS. Nicht eines davon ist ein Diagnosekriterium, kommt also bei einer Vielzahl von ADHSlern vor. Das das also Stärken sind, die ADHSler haben, kann für einige stimmen, und dann sicherlich auch nicht alles auf einmal. Was hat das dann also noch mit ADHS zu tun?

    Ich fühle mich z.B. nicht angesprochen, weil ich gar nicht kreativ bin. Ich bin zwar Bühnenplastikerin und Bildhauerin, aber ich beherrsche das Handwerk lediglich außergewöhnlich gut, Kreativität ist bei mir kaum vorhanden, z.B. meine Umständlichkeit Dinge zu tun und zu denken zeugt nicht von Kreativität, sondern von Notwendigkeit, weil ich keine Routine im Kopf hinbekomme und sehr vergesslich bin, daher muss ich jedes Mal "das Rad neu erfinden". Meistens kommt aber eher Schrott als ein Rad raus.
    Den Hyperfokus habe ich gar nicht, ich komme schwer von manchen Dingen los, das ist aber eher Perservation als Hyperfokus.


    ACHTUNG TRIGGER!!!


    Da ich durch meinen Beruf und mein weiteres Schaffen ja wirklich genug mit Kreativen zu tun habe, sei es alle Genre von Theater und Film, oder Maler, Bildhauer, Designer, Grafiker, Schriftsteller etc etc, schäme ich mich manchmal auch ein bisschen fremd, wenn ADHS als so grosses Kreativitätsding angepriesen wird. Denn wer meint er sei kreativ, muss es nicht unbedingt sein. Sicherlich gibt es auch andere Kreativität als die Kunst, aber anders ist auch nicht gleich kreativ. Und qualitative Kreativität ist dann auch noch mal eine ganz andere Sache, und nur die führt zum Erfolg.

    Es gibt einen unwahrscheinlichen Anstieg an Bewerbern für kreative Ausbildungen und Studiengänge, ja, auch die STartups schiessen wie Pilze aus dem Boden (und platzen genauso schnell wie ein Bovist). Jeder näht, bastelt, knetet und lötet, singt oder schreibt....... Für alles und jeden gibt es Workshops, Seminare und erlesene Gruppen. Selbst die Kinder werden zum Ukulele-Unterricht geschleift oder krakeln Bilder für eine eigens angelegte Kindergalerie.
    Das ist halt gerade ein Hype, der auch vor dem urbanen ADHSler nicht halt macht. Darauf aufzuspringen schmeichelt dem eigenen Ego. Genauso wie bei einigen die Vorstellung wir wären alle verkappte Genies, Sheldon Coopers, Steve Jobs, Michael Jacksons, etc etc....
    Leider oft nur so lange, bis man den Vergleich mit anderen Kreativen hat, oder in der Realität des eigenen Lebens ankommt.
    Bei mir löst dieses ganze Thema mehr Fremdschämen als Euphorie aus.
    Aber vllt. bin ich ja weniger realistisch denn pessimistisch....



    OT @ chaotschland
    Ich diskutiere immer wieder mit meinem Partner, das ich Wörter benutze, die es wohl nicht gibt, ein Dauerbrenner ist das Wort "rumpelig". Da wir weder verwandt noch irgend anders Kontakt haben, ist das mein Beweis das es das Wort doch gibt/Verwendung hat.
    Geändert von creatrice (23.08.2015 um 16:14 Uhr)

  8. #18
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Adhs´ler sind gute Unternehmer

    @creatrice Da warst Du schneller.
    Jetzt spar ich mir den Lex.

    p.s.+OT Ich glaube,dass mit Hyperfokus vs. Perseveration ist einer der wichtigen Abgrenzungspunkte zw. ADHS und Autismus.
    Hyperfokus fällt wohl in das Autismusspektrum.

    Nicht loskommen-obwohl man oft durchaus gern würde-ist die treffenste Umschreibung.

    OT aus

  9. #19
    Pepperpence

    Gast

    AW: Adhs´ler sind gute Unternehmer

    Danke creatrice, dafür dass Du es so deutlich ausgesprochen hast!

    Ich fürchte auch, dass der Bedarf an ungezügelter Kreativität viel geringer ist als viele denken. Ich arbeite in einem Bereich in dem es tatsächich sehr stark auf Ideen und kreative Einfälle ankommt ... und selbst in diesem Bereich habe ich richtig viele Leute scheitern sehen, die sich auf den freien Markt und in die Selbstständigkeit gewagt haben.

    An den tollen Ideen haperte es bei ihnen nicht.

    Sie scheiterten entweder weil sie absolut nicht mit Geld umgehen konnten und binnen kürzester Zeit verschuldet waren, oder daran dass sie haufenweise Flüchtigkeitsfehler machten, die nicht wie innerhalb ihrer Festanstellung abgefangen wurden, oder sie waren unzuverlässig,unpünktlich, schludrig, arbeiteten ungenau, gerieten mit Auftraggebern in Streit ...

    Und das waren noch nicht mal ADHSler.

    Selbst in einem sehr kreativen Bereich machen die Leute sowas nicht lange mit. Das macht man zwei, drei Mal (wenn man richtig tolle Ideen hat) und dann ist man draussen. Wenn man nicht so tolle Ideen hat, dann macht man es nur ein Mal und ist draussen. Meiner Erfahrung nach wiegt die Zuverlässigkeit und Genauigkeit mindestens genau so schwer wie die Kreativität.

    Sorry, aber das muss so einfach mal sagen.

    Ich als ADSlerin habe immer (und halte es noch immer so) meine Sachen 3-5 mal öfter als andere kontrollieren müssen bevor ich sie abgegeben habe , damit sie dann eben auch fehlerfrei waren. Das kostet Zeit, Kraft, Nerven und Geld (und zwar leider meine Zeit und mein Geld und nicht das der Auftraggeber ) Und das ist nach vielen Jahren leider auch nicht anders als früher.

    Bei aller Begeisterung sollte man nicht vergessen was für einen Aufwand es bedeuten kann die eigenen Schwächen zu kompensieren und dass selbstständig sein nicht zwingend bedeutet, dass man sich den Vorgaben und Wünschen anderer nicht dennoch anpassen muss.


    @ adhdentrepre

    Da hast Du mich missverstanden. Ich rate niemandem davon ab sich selbstständig zu machen ... ich rate nur dazu es sich wirklich gründlich zu überlegen, auch dahingehend, dass das ja günstigenfalls nicht nur die nächsten 2-3 Jahre betrifft, sondern vielleicht das restliche Berufsleben.

    Zum Beispiel: Gerade wenn man (wie viele ADHSler) zu Depressionen neigt, sollte man bedenken, dass man in dem Fall nicht einfach mal so in die Klinik oder ein paar Wochen Auszeit nehmen kann. Das kann zu einer wirklich großen Belastung werden. Ist zumindest bei mir immer wieder der Fall

    An der Begeisterungsfähigkeit mangelt es glaube ich bei den meisten ADHSlern nicht ... an der Weitsicht teilweise schon
    Geändert von Pepperpence (23.08.2015 um 18:06 Uhr)

  10. #20
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 813

    AW: Adhs´ler sind gute Unternehmer

    Bin grad aus dem Sommer zurück und habe Eure Antworten gefunden. Puh, jetzt muss ich mich anstrengen.

    Ich hab schon an anderen Stellen gemerkt, dass wir einen ganz unterschiedlichen Blick auf das ADHS entwickelt haben, creatrice, und mein Bild ist sicher noch sehr in Entwicklung. Aber die Unterschiede machen es doch interessant, oder? Gut, dass du mich infrage stellst, es zwingt mich zum Weiterdenken.

    ...Aber so schnell wirds nicht gehen. Ich muss nachdenken und will dann versuchen, hier meine derzeitige Sicht der Dinge dazuzugeben. Hoffentlich gelingt es mir. Die ersten Post-Its hängen schon...
    LG

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